Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Ich denke darüber nach, bis zum Ende der Pandemie nicht mehr zu duschen und täglich mehrere Knoblauchzehen zu essen (Edit: auszupressen und mich einzureiben, durch die Masken riecht man ja fast nichts), nachdem heute eine Kollegin 50 cm von mir entfernt stand (immerhin mit locker sitzender Alltagsmaske) und mir erklärte, dass ihr Kind in Quarantäne ist. Das wird jetzt nicht das letzte Mal gewesen sein und ein wenig Abstand kann nicht schaden.

    Menja sawut Bolzboldowa.

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    내 이름은 토끼입니다

  • Ja, aber was ist die Alternative? Dass Schulschließungen etliche Probleme mit sich ziehen (Betreuung, Eltern können nicht zur Arbeit gehen, fehlende Ausstattung der Schüler, häusliche Gewalt wegen Überforderung, alleingelassene Kinder ohne jegliche Unterstützung, ...) haben wir bereits im Frühjahr gemerkt.


    Wie Nani oben schon schrieb: Corona wird uns und unsere Welt noch eine ganze Weile begleiten. Bis alle geimpft / immun sind, können Jahre vergehen. Und bis dahin sollen von Oktober bis April die Schulen geschlossen bleiben? Nein, ich denke, wir müssen alle lernen, uns durch AHA zu schützen. Anders gehts nicht, ohne dass unsere Wirtschaft den Bach runtergeht.

    AHA alleine ist schon risikobehaftet, wegen Ansteckung durch die Atemluft. So wie es jetzt ist KÖNNEN wir uns garnicht durch AHA schützen, da massive Überbelegung der Räume und sogar der Unwille eine kostenlose Maskenpflicht flächendeckend einzuführen, weil das ja die verlogene Suggestion der Gefahrlosigkeit in Frage stellen könnte. Exponentielles Wachstum heißt momentan, dass sich die Fallzahlen alle 8-10 Tage verdoppeln. Die von Dir entwickelte Entweder-Oder-Entscheidung ist ein Wunschtraum, weil noch vor Weihnachten allein die Ausfälle durch Erkrankungen und -- ja, auch -- Todesfälle und Langzeiterkrankungen jeden ungeschützten gesellschaftlichen Bereich lahmlegen werden. Die Frage ist nicht Gesundheitsschutz oder Betreuung, sondern Lockdown jetzt oder faktischer Lockdown später mit sehr viel mehr Toten und Kranken.

    Genauso ist es Unsinn, dass die Wirtschaft durch Durchseuchung geschützt würde.


    Das Virus verursacht häufig eine langwierige und gefährliche Erkrankung, die zu erwartenden Folgekosten bei einer Volldurchseuchung wären unvorstellbar, von den humanitären Folgen einmal abgesehen. Ganz abgesehen davon, dass vernünftige Menschen bei einem hohen Ansteckungsrisiko nicht konsumieren oder ausgehen.


    Bitte informiere dich, ich kann dir zu allem möglichen Quellen geben. Gesundheitsschutz IST Schutz der Wirtschaft und unserer Gesellschaft. Die Kontrolle und am Ende hoffentlich Ausrosttung des Virus durch Impfstoff ist die einzige vernünftige Vorgehensweise! Diese Parolen dort oben sind Trugschlüsse und vor einigen Monaten durch gezielte PR-Überlegungen platzierte Slogans, als einige noch annehmen konnten, das Virus lässe sich durch Herstellung einer Herdenimmunität kontrollieren: Das war damals ein Trugschluss und heute ist es ein offeinsichtlicher Trugschluss, aus vielerlei Gründen.

  • Ich glaube, dass sich die ganze Schuldiskussion auf Dauer durch die Fakten erledigt. Wir sind jetzt bei rund 1.000 Intensivpatienten. Wir wissen, dass sich das ungefähr alle 10 Tage verdoppelt. Wir wissen auch, dass das Menschen sind, die sich vor 4-6 Wochen angesteckt haben. Damals hatten wir 2500 Fälle heute 11.000. Also werden wir in 4 Wochen wahrscheinlich bei 4.000-5.000 Intensivpatienten sein. Aus meiner Sicht ist das schon der K.O.. Wir haben jetzt schon oft Personalmangel. Wie will man die betreuen? Aber selbst wenn man noch 10 Tage länger durchhält. Dann ist man vielleicht bei 8.000. Das Problem ist, dass Maßnahmen die wir jetzt ergreifen erst in 4 Wochen wirken. Frau Merkle hat vollkommen Recht mit ihren Warnungen. Aber die MP hören ja nicht. Ramelow hat jetzt schon alles abgelehnt. Daher werden wir warten müssen bis das Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch steht.


    Vielleicht noch ein anderer Aspekt. Man sollte auch den psychologischen Aspekt nicht vergessen. Solange die Schulen offen sind, suggeriert das Normalität. Ich hatte mich auch in den Ferien sehr zurückgehalten. Aber jetzt, wo man wieder jeden Tag vor der vollen Klasse sitzt? Unser SL möchte am liebsten noch eine Fortbildung mit uns machen. Da ist man auch im Privatleben ganz anders.

  • Nimm 2-Bonbons sollen auch helfen hab ich gehört.

    Um die Kollegen zu 1,5 m Abstand zu bewegen?

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  • ich verlinke noch einmal den Artikel von IWF und Lockdown



    https://www.sueddeutsche.de/wi…-wirtschaft-iwf-1.5059455


    Zitat aus dem Artikel


    Der Kampf gegen das Coronavirus belastet die Wirtschaft. Richtig konzipierte Lockdowns sind laut IWF trotzdem das beste Mittel- für Gesundheit und Konjunktur.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Es ist doch jetzt schon schwierig für Eltern den Kindern (egal welchen Alters) glaubwürdig zu erklären warum sie nicht mit Freunden spielen oder sich treffen dürfen, aber dann jeden Tag mit 30 Kindern nah bei einander in der Schule sitzen müssen.


    Dazu kommt genau der Aspekt, dass die Schulen zu einem politikum werden und genutzt werden, damit die Wirtschaft weiter läuft. Würden die Schulen schließen, hätten die Eltern keine Betreuung. Somit müssten die Unternehmen auch auf einen Großteil der AN verzichten.


    Das will man nicht. Momentan sind wir eher Betreuer als Lehrer. Von 45 Minuten Stunden bleiben doch nur noch maximal 30 über. Wenn dann noch durchs querlüften 30 Blätter durch den Raum fliegen wars das.


    Es ist momentan schwer, das Paradoxon zu ertragen, dass man sich privat bis auf das Minimum einschränken soll. Dann aber sollen wir LUL mit mehr als 100en Leuten pro Tag Kontakt haben. Die Abstandsregeln gelten quasi nicht mehr, da es ja jetzt Maskenpflicht gibt.


    Es gibt mittlerweile Studien, dass Kinder ebenfalls Überträger sein können sowie ebenfalls erkranken können. Dann würde das Virus auch in die Familien und Schulen getragen werden.


    Wenn die zahlen weiter so steigen, und die Schulen offen bleiben sollen, dann werden dort auch Infizierte sein. Generell habe ich das Gefühl, als ob die Politik die intensivbetten Situation nicht richtig einschätzt. Darum geht es doch, dass diese nicht voll werden, damit wir am Ende nicht über leben und tot bestimmen müssen.


    Es ist eine schwierige Situation, aber momentan finde ich es sehr stressig zur Schule zu gehen. Nicht wegen da Unterrichts, aber wegen der Grundstimmung und Situation. Keiner weiß was kommt. Und da ich davon ausgehe, dass die Corona Situation noch mindestens bis 2022 andauern wird, sollte man langfristige Konzepte entwickeln. Da gehört lüften nicht dazu.


    Grüße

  • Echt, so ist das hier mehrheitlich? Ihr würdet mit FFP2 Masken halbe Klassen unterrichten wollen und eure eigenen Kinder regelmäßig symptomlos testen lassen, plädiert für den fantastilliardenteuren Einbau von Luftfiltern in allen Schulen Deutschlands?


    Ich möchte das nicht. Ich möchte weiterhin normal unterrichten und wenn ein Fall auftritt ist halt Quarantäne angesagt. Lokal, so wie es immer mit Infektionskrankheiten war. Geld soll endlich für Grundausstattung in die Hand genommen werden. Wer sein persönliches Risiko hoch einschätzt, sollte von zu Hause arbeiten dürfen, genauso ist es aktuell in Sachsen und darüber bin ich froh.


    Es gibt übrigens immer noch Leute, die Einsamkeit im hohen Alter schlimmer finden als potentielle Ansteckung. Vor allem im Falle von Sterbebegleitung muss Besuch meiner Meinung nach möglich bleiben.

  • Ich möchte weiterhin normal unterrichten

    Wenn du noch "normal" unterrichten kannst, dann herzlichen Glückwunsch.

    Ich würde das auch gerne wieder, aber danach richtet sich das Virus leider nicht.

    Ihr würdet mit FFP2 Masken halbe Klassen unterrichten wollen

    Bei halben Klasse müssten es vielleicht nicht mehr zwingend FFP2Masken sein...aber ansonsten: ja



    und eure eigenen Kinder regelmäßig symptomlos testen lassen

    Wenn sie einen nachgewiesenen Kontakt hatten: ja bitte. Zumindest hätte ich gerne die Möglichkeit dazu.


    fantastilliardenteuren Einbau von Luftfiltern

    mal abgesehen davon, dass vernünfitge Luftqualität in Schulen auch ganz unabhängig von Corona nicht schaden könnte, kann man das auch genauer beziffern: 1,5 Milliarden werden geschätzt

    Ist viel Geld, aber wenn einem Bildung und Gesundheit der Kinder angeblich so wichtig sind...

    Und wieso muss man das gegen andere genauso wichtige "Grundaustattung" aufrechnen. Dazu hat es all die Jahre nicht gereicht, und ausgerechnet jetzt ist das wichtiger?

  • Nee, gegen Corona! (aber ich gebe es offen zu: ich hab nich ordentlich gelesen und auch nicht nachgedacht...)

    Aber Nimm-2 kann nicht schaden. Man muss aber einen gelben und einen orangen pro Tag nehmen und reklamieren, wenn es nicht aufgeht am Ende.

    ("Wie viele Nimm-2 musst du mit geschlossenen Augen aus der Tüte nehmen, um sicher einen gelben dabei zu haben?" - Merkt man, dass ich gerade die nächste Mathe-Klassenarbeit konzipiere?)

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  • ...1,5 Milliarden werden geschätzt

    Ist viel Geld,...

    Wenn man schaut, wieviel Geld als Hilfen an die Wirtschaft gegeben wird, ist das gar nicht soviel.

    Außerdem würde dieses Geld ja auch in der Wirtschaft landen, aber eben mit entsprechender Gegenleistung.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P


    8_o_)Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

  • Da hier wieder leichter Panikunterton herrscht: Habt keine Angst! Lebt euer Leben weiter, macht euren Job gut und macht euch keine Gedanken! Wenn ihr es nicht bekommen solltet, super, wenn doch, geht davon auch die Welt nicht unter :) .

  • Ihr würdet mit FFP2 Masken halbe Klassen unterrichten wollen ... plädiert für den ... Einbau von Luftfiltern in allen Schulen Deutschlands?


    ...Wer sein persönliches Risiko hoch einschätzt, sollte von zu Hause arbeiten dürfen, ...

    Ich würde gerne normal unterrichten, aber das wäre derzeit unvernünftig und z.T. auch unmöglich.

    Die Luft in unseren Räumen ist gruselig. Da reicht eine Stunde ohne Lüften aus, dann kann man die Luft schneiden. Hinzu kommt der Feinstaub, über den ebenfalls seit Jahren berichtet wird. Luftfilter wären eine gute Idee.

    Ich unterrichte seit September mit 3lagiger Maske und seit gestern mit zertifizierter FFP2.

    Ich war beim Betriebsarzt, der Homeoffice empfiehlt. Da mir da auf Dauer die Decke auf den Kopf fallen würde, habe ich gesagt, ich möchte so lange arbeiten, wie ich meine Gesundheit nicht leichtfertig auf's Spiel setze. Er hat eine Liste an Empfehlungen aufgestellt und recht genau erklärt, ab wann ich lieber doch zu Hause bleiben sollte. Die Empfehlungen wurden z.T. sofort umgesetzt in der Schule, z.T. sind sie quasi nicht umsetzbar (Knoblauch, sage ich nur) und falls ich zu Hause bleibe und gleichzeitig Alternativszenario ist, war die Idee, dass dann meine Klasse als einzige der ganzen Schule zu Hause bleibt und von mir online beschult wird. Werden die Eltern bestimmt super finden.


    Nebenbei gibt es auch in den Familien vereinzelt Verwandte mit erhöhtem Risiko. Die AHA-und-NoGGG-Regeln könnten durchaus auch die Familien schützen, wenn sie denn einhaltbar wären.



    Es wäre so schön, wenn alles wieder normal liefe und Covid weg wäre. Ich bin sehr dafür. Mir schlägt der ganze Mist gerade echt aufs Gemüt.

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  • Stattdessen gibt es abgetrennte Zonen auf dem Schulhof, die Kinder dürfen sich also nur in genau vorgegebenen Bereichen aufhalten.

    Ja, bei uns auch. Die Kinder stehen hinter den Hütchen, winken und rufen sich zu: "Schade, dass wir nicht spielen können, aber wir sehen uns ja nachher im Hort, im Bus oder wir machen was aus."


    Es sind alles nur hilflose Versuche, die eine scheinbare Sicherheit vermitteln sollen.

    Ebbes isch emmer.


    Wenn man nicht immer alles weiss, nervt man sich unter Umständen weniger. (Froeschli, hat nichts mit dem hier anwesenden Frosch zu tun)

  • Am Anfang der Pandemie dachte ich manchmal, es wäre gut, wenn ich mich infizieren würde, denn dann hätte ich es hinter mir und wäre immun.

    Mit dem Wissen, das man jetzt hat, möchte ich mich auf keinen Fall infizieren. Und alles, was möglich ist um dies zu vermeiden, mache ich.

    Ich kann deine Meinung @ Lehramtsstudent absolut nicht nachvollziehen.

    Mich würde es freuen, wenn die Länder wenigstens FFP2 Masken stellen würden. Am liebsten wären mir allerdings mobile Luftfiltern.

    Ich finde es sehr bezeichnend, dass der Satz "Kinder haben ein Recht auf Bildung" als Argument gegen Schulschließungen benutzt wird, aber doch wenig bis nichts getan wird, dass Schüler und Lehrer so sicher wie möglich sind. Die mobilen Lüftungsgeräte finden wir dann in den Landtagen und Ministerien. (Oder in Schweden, die haben sich gut mit deutschen Geräten eingedeckt).

    Tja... was sagt uns das?

    Ich bin ziemlich angegriffen, dass es scheinbar nicht mal in Pandemiezeiten möglich ist, Bildungseinrichtungen so zu unterstützen, dass sicheres und sinnvolles Arbeiten möglich ist.

  • Bei meinem Partner ist es genauso. Seit März durften jeweils nur max. 35% der Belegschaft (500 MA) im Haus sein und nie mehr als eine Person pro Büro.

    Alle anderen waren und sind im HO, natürlich mit gestellter Technik und Internetverbindung.

    Schön, dass das bei euren Lebenspartnern so gut organisiert ist. Meiner durfte an den Tagen, wo er keine Kurzarbeit hatte, "ganz normal" ins Büro. Bei ihm im (produzierenden) Betrieb mit ca. 1000 Mitarbeiter*innen sind weiterhin fast alle KuK anwesend. Nur wenige derjenigen, die - wie mein Lebensgefährte - im Büro arbeiten, dürfen/können tageweise im Homeoffice arbeiten (wofür lediglich ein Laptop gestellt wurde). In der Produktion soll die AHA-Regel umgesetzt werden, was scheinbar aber auch nicht wirklich gut klappt.

  • Genau so. Aber wie bitte soll ich das in der Schule machen? Inbesondere das erste A ist da ja wohl nicht möglich.

    Wenn ich das erste A nicht einhalten kann - was an unserer Schule aber aufgrund recht großer Räume tatsächlich oft möglich ist -, wende ich das letzte A an.

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