SuS halten sich nicht an Corona-Regeln - was tun?

  • hey, bei uns halten sich viele SuS nicht an die Corona-Regeln. Sie halten keinen Abstand, setzen keine Maske auf. Wenn man sie daran erinnert, machen sie das trotzdem nicht. Der Direktor sieht das gelassen. Es gibt keine Konsequenz. Viele setzen die Maske auch auf. Sobald man ihnen den Rücken zudreht, geht die Maske wieder ab. Oder sie sagen: "Ich esse oder trinke gerade". Das dauert dann aber die gesamte Pause an und ist oft nur eine Ausrede. Ich sehe immer wieder SuS, die in den Pausen essen und keinen Abstand halten oder welche die Maske unter der Nase tragen. Wieviel das in Prozent sind, kann ich nicht sagen. Ich habe auch keine Kraft mehr, alle SuS genau anzugucken und anzusprechen. Gerade dann ist die Ansteckungsgefahr ja auch immer groß, da die SuS ja dann ohne Schutz sprechen.


    Ich habe selbst Sorge mich anzustecken, es sind schon Lehrer und SuS an Corona bei uns erkrankt. Geändert hat sich nichts. Der Direktor ist sehr mächtig. Er hat ein paar Verbündete. Also es würde nichts nützen, wenn man jetzt gegen ihn ankämpfen würde. Zumal er auch äußerst Redegewand ist. Und meinen Arbeitsplatz möchte ich auch nicht riskieren. Corona aber auch nicht bekommen. Und die SuS können ja nicht wirklich etwas dafür, die sind ja noch jung. Was kann man machen?

  • Wenn deine Schulleitung die Regeln nicht umsetzen will, dann hast du wenig Chancen. Spar dir deine Energie, kauf dir FFP2 Masken und halte für dich die Hygieneregeln ein. Mehr kannst du nicht machen.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Konsequent ins Klassenbuch schreiben, Notizen machen wie der Direx reagiert und falls du dich ansteckst würde ich eine mich mal beschweren. Kann ja nicht sein, dass er sich über das Gesetz stellt...

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Kommt auf's Alter und die Umstände an.


    Unser Chef hat heute einen Maskenverweigerer von der Polizei (Korrektur:) vom Ordnungsamt abholen lassen (weiß aber nicht, ob er auch aggressiv wurde o.Ä.). Ich nehme an, dass sich jetzt bis auf weiteres sehr wenige verweigern werden.

  • Ich beobachte das auch. Masken tragen zwar alle (hier in BY gilt ja Maskenpflicht ab Klasse 5), aber oft hängen die auf halb 8. Wir haben ein Einbahnstraßensystem, das oft missachtet wird. Wenn ich Schüler ermahne, bleiben sie stehen, warten, bis ich weg bin und gehen entgegen der Einbahnstraße weiter. Es ist für die Katz... Ich hab langsam keine Lust mehr, sie ständig zu ermahnen!

    Eng zusammenhocken tun sie eh und Material (Stifte, Bücher) tauschen sie auch, obwohl im Hygieneplan steht, sie dürfen es nicht. Wird ignoriert.


    Die, die schon in Quarantäne waren, haben ihren Stoff im Homeschooling kaum bearbeitet. Was soll man da noch machen? Ehrlich gesagt, stellt sich bei mir da langsam Resignation ein. Das Gejammer über die arme Generation Corona geht mir total auf die Nerven, denn wenn man will, kann man auch zu Hause lernen. Wenn man es aber nicht tut, ist Corona Schuld. Es k**** mich an! Vor allem auch, dass man nicht wirklich was tun kann!

  • Bei uns klappt es insgesamt gut. Wir müssen nur wenige Ermahnungen aussprechen und ich habe es auch erst ein einziges Mal erlebt, das ein Schüler aufmüpfig wurde und über die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen diskutieren wollte.

    Ich denke aber, dass es eben auch immer schwieriger wird, die Akzeptanz für die Konzepte und Regeln aufrecht zu halten. Die meisten SuS kommen mit total überfüllten Bussen zur Schule hin und auch wieder nach Hause zurück. Dass sie dann in der Schule nach Kohorten streng getrennt werden und Masken tragen müssen, ist halt für viele wenig nachvollziehbar.

  • bei uns halten sich im Großen und Ganzen auch alle Schüler an die Vorgaben.


    Unsere Sicherheitsbeauftragte ist aber auch sehr streng, und auch die Lehrer tun ihr Bestes. Das Lüften ist nicht immer einfach.


    Wenn allerdings immer dieselben Schüler auffallen, weil sie konsequent gegen die Hygieneregeln vestroßen, gibt es Verweise bis hin zum Schulverweis. Stichwort: Gefährdung Anderer. Ich hoffe inständig, dass es dazu gar nicht erst kommen muss.

    Mal schauen, wie es nach den Ferien wird

  • Das Problem bei den Aufsichten ist doch, dass wir nur wenige Schüler kennen und später in Ruhe ansprechen können.

    Wenn dann noch Ermahnungen keine Konsequenzen haben, mache ich mir das Leben sehr einfach. Einmal die Schüler nett ansprechen und dann mit den Aufsichtskollegen nett über das Wetter sprechen. Schont die Nerven aller Beteiligten. Soll sich die Schulleitung selbst zu den Schülern stellen.

    Ist ähnlich wie im Unterricht, wenn meine Anweisungen ohne Durchsetzungskraft sind, lass ich diese bleiben.

  • Das Problem bei den Aufsichten ist doch, dass wir nur wenige Schüler kennen und später in Ruhe ansprechen können.

    Wenn dann noch Ermahnungen keine Konsequenzen haben, mache ich mir das Leben sehr einfach. Einmal die Schüler nett ansprechen und dann mit den Aufsichtskollegen nett über das Wetter sprechen. Schont die Nerven aller Beteiligten. Soll sich die Schulleitung selbst zu den Schülern stellen.

    Ist ähnlich wie im Unterricht, wenn meine Anweisungen ohne Durchsetzungskraft sind, lass ich diese bleiben.

    Dann können die SuS bei dir im Unterricht machen, was sie wollen, oder wie? Dazu hätte ich wirklich keinen Nerv! "My classroom, my rules" - und wer die nicht befolgt, muss mit den Konsequenzen leben.


    Meines Erachtens ist die "Überwachung" der Einhaltung der Maskenpflicht insbesondere während deiner Aufsicht eine Dienstpflicht. Die kannst du ja wohl kaum auf deine Schulleitung abwälzen!


    Wenn bei uns SuS meinen, der Maskenpflicht nicht nachkommen zu wollen (momentan gilt die hier in Niedersachsen ja größtenteils nur außerhalb des Unterrichts; ansonsten "Empfehlung"), mache ich sie auch erstmal nett darauf aufmerksam. Wenn das nichts nützt: ab zum Schulleiter! Dies kann bis zu einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz führen (steht übrigens sogar irgendwo in den Vorgaben des nds. KuMI).

  • Ich schaue ehrlich gesagt auch nicht mehr so genau hin, owohl mich die unter den Nasen hängenden Masken wahnsinnig nerven. Es passiert aber sowieso nichts an Konsequenzen. Es gibt Schüler, die ich seit den Sommerferien quasi täglich gegen die Maskenpflicht verstoßen sehe, an denen man sich den Mund fusselig geredet hat und die das null interessiert, weil auch das 700. "ooops, vergessen" bei uns noch ohne ernsthafte Folgen bleibt.


    Leider sind es ja nicht nur Schüler. Auch Kollegen tragen den MNS auf absurd ineffektive Arrt und Weise und zeigen sich auch nach Ansprache nicht nachhaltig lernfähig.


    Ich sag nix mehr.

  • Es ist doch wie mit allen Regeln, man muss sie durchsetzen. Wenn der SL nicht mitzieht ist es umso schwieriger, auf der anderen Seite stehe ich auf dem Hof und nicht der Chef. Und wenn ich Aufsicht habe, denn setze ich die Regeln durch, die gelten.

  • Bei uns wird es wirklich je nach Schulform schlimmer und schlimmer. Ich bin mittlerweile die genervten Bemerkungen und das Augenrollen gewohnt, wenn ich meine eigenen Schüler zur Einhaltung einfordere. Heute musste ich einen Schüler in 90min Unterricht mehr als 5 mal um das korrekte Tragen der Maske auch über der Nase bitten, er saß keine 1,5m von mir entfernt. Richtig böswillig und abfällig wird es tw in den Gängen und auf dem Schulhof, wenn ich die Schüler nicht kenne. Ich habe wirklich keine Lust mehr. Ich bin ein Freund des Präsenzunterrichts, aber bald ist meine persönliche Grenze überschritten und ich wäre froh über Distanzunterricht.

  • ... Richtig böswillig und abfällig wird es tw in den Gängen und auf dem Schulhof, wenn ich die Schüler nicht kenne...


    Dazu fließt bei mir spontan etwas Galle über und ich möchte sagen: "Die ganze Welt beschäftigt sich mit der Eindämmung dieses verdammten Virus und wenn ich dir noch ein einziges Mal sagen muss, dass deine Maske AUF die Nase kommt, dann erscheint dein Vater hier persönlich, um dich abzuholen. Hast du mich verstanden?!"


    Ich weiß nicht, bei uns gibt es so viele Probleme aber das funktioniert, trotz Förderschule, es gibt eher so ein gemeinsames, verschwörerisches "doof, aber naja, gehört halt dazu". Aber vermutlich braucht es an so großen Schulen echt besserer Absprachen unter den Kollegen. Wir haben so wenig Kinder und die meisten sind miteinander verwandt, da hat man's vermutlich einfacher mit kurzen Wegen ans Telefon^^

  • Bei uns würden vermutlich keine 10 % der Väter erscheinen und viele unserer ü 1000 Schüler sind eh volljährig.

    Ich lese allgemein gern hier im Forum, u.a. auch wegen der Unterschiede bei Klausuren, Verordnungen, Deputaten etc. unterschiedlicher BL aber auch einzelner Schulen. Beim Umgang mit der Pandemie tun sich auch immense Unterschiede auf, wie eben auch in der Welt da draußen außerhab des Schulgeländes.

    Ich konnte jeden verstehen, der sich über harte Maßnahmen kritisch äußert, der mit Covid kaum Berührungspunkte hat. In manchen Landkreisen gab es monatelang kaum Fälle und es wirkte wie "Corona gibt es, wenn überhaut, nur woanders". Nun aber haben sich die Zahlen so entwickelt, dass meiner Meinung nach niemand mehr ernsthaft anzweifeln kann, dass wir (und der Rest der Welt) ein großes Problem haben.


    Ihr alle habt sicher bemerkt, dass wir in der Zeit der Schulschließungen "Schüler verloren haben". Insbesondere die sozial Schwächeren sind davon betroffen. Mir persönlich hat der Digitalunterricht nicht die Freude gemacht, die ich sonst erlebe, wenn ich vor der Klasse stehe. Es war zwischen Ostern und Sommerferrien eine richtig anstrengende Zeit und ich habe mich auf den Start nach den Sommerferien sehr gefreut. In Hessen sind nun die Herbstferien und ingesamt 8 Schulwochen vorbei und ich bin desillusioniert. Ich möchte wieder Digitalunterricht, um die Gesellschaft, meine Familie und mich schützen zu können.

    Und nun kommen wir zu den anfangs genannten Unterschieden: Ich möchte es, weil es an unserer Schule absolut nicht funktioniert. Wenn es überall so liefe, wäre Deutschland innerhalb weniger Wochen komplett durchseucht.


    Ich lese aber auch, dass es bei euch tw richtig gut klappt, unabhängig von Schulform oder BL. Ihr habt Konzepte mit Unterrichtseinsatz in wenigen Klassen (ich springe in altgewohnter Manier innerhalb einer Woche in ca. 8), ihr bildet feste Gruppen (wir haben das ganz normale Kurssystem, im BG mischen sich die Schüler des gesamten Jahrgangs), es gibt unterschiedliche Pausenhöfe oder sogar veränderte Pausenzeiten oder ein Einbahnstraßensystem (haben wir alles auch nicht). Was wir übrigens auch nicht haben, sind I-Pads/Laptops etc. für Lehrer oder Schüler. Es werden sämtliche Konferenzen in Präsenz abgehalten, eine Info darüber, dass jemand Corona-pos ist oder in Quarantäne versetzt wurde, bekommen wir nicht mitgeteilt.


    Ich habe Verständnis dafür, dass hier viele sagen, dass die Schulen offen bleiben sollen, aber vermutlich sind das diejenigen, bei denen es besser läuft.

  • Alterra, wärst du nicht aus Hessen, würde ich denken, wir arbeiten an derselben Schule.


    Wir kämpfen mit den gleichen Problemen und folglich teile ich deine Einschätzung.


    Ich habe für mich auch beschlossen, dass ich teilweise resigniere und nur noch SuS anspreche, die ich selbst im Unterricht habe bzw. während meiner Pausenaufsicht.

    Ich schütze mich selbst mit FFP2.

  • Dann können die SuS bei dir im Unterricht machen, was sie wollen, oder wie? Dazu hätte ich wirklich keinen Nerv!

    Ich denke, dass hat fachinformatiker nicht so gemeint:

    Bei uns im Unterricht können wir natürlich leichter auf die Einhaltung der Regeln achten, da wir unsere Schülerinnen und Schüler mit Namen und Klassenleitung kennen. Das Nichteinhalten der Regeln bzw. unserer Anweisungen hätte natürlich direkte Konsequenzen.

    Aber bei den Pausenaufsichten kenne ich doch die meisten Schüler gar nicht: Mehr als eine freundliche Aufforderung, dass auf dem Schulgelände der MNS getragen werden muss, ist kaum drin. Ich habe bis jetzt allerdings auch noch keinen Fall erlebt, wo sich jemand dieser Aufforderung widersetzt hätte.

  • Dann können die SuS bei dir im Unterricht machen, was sie wollen, oder wie? Dazu hätte ich wirklich keinen Nerv! "My classroom, my rules" - und wer die nicht befolgt, muss mit den Konsequenzen leben.


    Meines Erachtens ist die "Überwachung" der Einhaltung der Maskenpflicht insbesondere während deiner Aufsicht eine Dienstpflicht. Die kannst du ja wohl kaum auf deine Schulleitung abwälzen!


    Wenn bei uns SuS meinen, der Maskenpflicht nicht nachkommen zu wollen (momentan gilt die hier in Niedersachsen ja größtenteils nur außerhalb des Unterrichts; ansonsten "Empfehlung"), mache ich sie auch erstmal nett darauf aufmerksam. Wenn das nichts nützt: ab zum Schulleiter! Dies kann bis zu einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz führen (steht übrigens sogar irgendwo in den Vorgaben des nds. KuMI).

    Du argumentierst wie ein typischer Politiker, in dem du anderen nie gesagte Aussagen andichtest.


    Bei mir macht niemand im Unterricht was er will! Erstens kenne ich meine Schüler und zweitens erteile ich Anweisungen, die ich auch durchsetzen kann. Von der Ermahnung bis zum Rauswurf.

    Einen mir fremden Schüler während der Pausenaufsicht darf ich weder nach Hause schicken, noch seinen Ausweis kontrollieren, noch mit Gewalt zum Schulleiter ziehen.


    Wenn doch ein Schüler von 500 nach der dritten Ermahnung freiwillig zum Schulleiter mitkommen würde, hätte es außer einer weiteren Ermahnung keine Konsequenzen.


    Wir würden sofort Ruhe haben, wenn wir jeden Maskenverweigerer oder nicht Abstandeinhalter mit 10€ für die Schulkasse bestrafen könnten. Da das Utopie ist, bleibe ich lieber tiefentspannt und freundlich zu den Schülern.

  • Du argumentierst wie ein typischer Politiker, in dem du anderen nie gesagte Aussagen andichtest.

    Na, schönen Dank auch! Wenn du schreibst:

    wenn meine Anweisungen ohne Durchsetzungskraft sind, lass ich diese bleiben.

    klingt das für mich eben so, als wenn du dann gar keine Anweisungen mehr geben würdest.


    Tut mir leid, wenn ich dich da falsch verstanden haben sollte. Das ist aber noch lange kein Grund, mir hier vorzuwerfen, ich hätte dir "nie gesagte Aussagen angedichtet"! Ich habe deine Aussage(n) wohl nur anders interpretiert, als du sie gemeint hast.

    Einen mir fremden Schüler während der Pausenaufsicht darf ich weder nach Hause schicken, noch seinen Ausweis kontrollieren, noch mit Gewalt zum Schulleiter ziehen.

    Wenn derjenige sich meinen Anweisungen widersetzt und der Aufforderung mit zum Schulleiter zu kommen nicht Folge leistet, hole ich eben den Schulleiter (oder ein anderes Mitglied der Schulleitung) dazu. Solche Fälle hatten wir schon öfter. Auch dieses Fehlverhalten der SuS hatte dann weitere Konsequenzen.

    Wenn doch ein Schüler von 500 nach der dritten Ermahnung freiwillig zum Schulleiter mitkommen würde, hätte es außer einer weiteren Ermahnung keine Konsequenzen.

    Das hätte dann auch von Schulleiter-Seite bei euch keine weiteren Konsequenzen?! Das finde ich wirklich übel, muss ich sagen. An meiner Schule gäbe es die garantiert.

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