Beiträge von frederick89

    Der Lehrerberuf ist nach all dem, was ich von anderen Berufen weiß, der teilzeitunfreundlichste Beruf den es gibt. Das ist schon ganz schön bezeichnend.

    Vollkommen richtig - gilt natürlich erst recht, wenn man nicht auf noch jüngere Kinder verweisen kann. Es könnte auch anders sein. Dann gibt es eben weniger Profilfächer und Kopplungen zu Lasten der Kollegen und dann vermutlich auch im Ergebnis viel weniger Versetzungsanträge und sowas wie pädagogische Kontinuität... Aber wenn die Gleichstellungsbeauftragte auf ein Teilzeitkonzept angesprochen bereits antwortet, dass das von der Schulleitung nicht gewünscht sei. Nun ja...

    Die einzige lohnenswerte Form von Teilzeit als Lehrkraft ist ein Sabbatical.

    Ich wohne by the way im absoluten Ballungsgebiet. Nun ja: Ein Kollege war acht Jahre im Schwarzwald - hat eine ganze Weile gedauert, bis er da weg konnte. Und als kontaktfreudiger Mensch, der er ist, hat er als einen wesentlichen Grund die eher raue Mentalität der Leute dort angegeben.

    Mein erster Stundenplan bei damals ca. 75% Teilzeit sah so aus, dass ich montags und dienstags die ersten beiden Stunden und die letzten beiden hatte, also jeweils vier Holstunden und die lange Mittagspause dazwischen - nach ein paar Monaten bin ich dann wegen dieses Stundenplanes bei der ersten Möglichkeit, die sich anbot, auf 100% gegangen.

    Nach wie vor empfinde ich diesen Stundenplan als eine unfassbare Ungeheuerlichkeit. In der freien Wirtschaft hat man bei einem entsprechenden Teilzeitanteil in der Regel einen Tag frei oder kann jeden Tag anteilig früher nach Hause. Und da heißt es immer, dass man als Lehrer so tolle Möglichkeiten hat, Teilzeit zu arbeiten...

    Ansonsten bin ich kein Fan von Hohlstunden - da bin ich einfach unproduktiv - und von Nachmittagsunterricht - kostet unglaublich viel Energie und ist oft ineffizient.

    Wenn mein Versetzungsantrag dann irgendwann mal durch ist und die Gestaltung von Teilzeitstundenplänen an der nächsten Schule genauso läuft, fange ich direkt wieder mit Anträgen an.

    Nun ja. Ich weiß, wie die Abschlüsse bei uns an der Gemeinschaftsschule vergeben werden. Da herrscht ganz klar ein hoher systemimmanenter Druck, möglichst viele möglichst hochwertige Abschlüsse zu vergeben. Theoretisch ist es zumindest denkbar, dass es an beruflichen Schulen/Gymnasien mitunter ähnlich laufen könnte.

    Wie bereits geschrieben, bezweifle ich, dass ein Ländertausch in der Probezeit überhaupt möglich ist. Und auch nach der Probezeit erfordert der Tausch in der Regel leider harte soziale Gründe: pflegebedürftige Eltern, Familienzusammenführung etc. Die Fahrtzeit, die man hat, zählt aus Sicht der Länder vermutlich eher nicht dazu.

    Bezüglich des Lehrertauschverfahrens gilt: "An diesem Verfahren können grundsätzlich nur Lehrkräfte teilnehmen, die hauptamtlich unbefristet im staatlichen Schuldienst eines Landes im Beschäftigungs- oder Beamtenverhältnis tätig sind." LEHRER-ONLINE-BW - Lehreraustauschverfahren (lehrer-online-bw.de)

    Die Probezeit muss also bereits erfolgreich absolviert sein - gilt so zumindest für BW, dürfte für Wechsel aus/in andere Länder ebenso gelten. Ich musste in dem Online-Fomular auch angeben, seit wann ich auf Lebenszeit verbeamtet bin.

    Ist jetzt zwar auch off topic: Gibt aber durchaus Schulen an denen die Probezeit wie ein zweites Ref ist. Bei uns wurde letztes Jahr sieben mal 3,0 oder schlechter in Gutachten vergeben. Ein Kollege - bei Schülern, Eltern, Kollegen beliebt, von dem man also nie etwas Negatives gehört hat, sondern nur positive Dinge - hat eine Verlängerung bekommen. Hätte nie gedacht, dass das wirklich passiert. Passiert aber scheinbar.


    Zum Thema: Ich bin zwar in BW, aber will auch weg. Meinen ersten Antrag habe ich letztes Jahr während der Probezeit gestellt. Nachteile hin oder her. Man hat nur ein Leben. Seit ich die Urkunde in Händen habe, betone ich noch regelmäßiger - eigentlich täglich, dass ich weg will und mache mich rar. Hilft hoffentlich in puncto Freigabe. Man darf halt nicht derjenige sein, mit dem alle gerne reden. In der Probezeit natürlich alles eine Gratwanderung.

    Guten Abend,

    kurz zu meiner Situation: ich bin gutaussehender Single, habe keine pflegebedürftigen Angehörigen und bin in BW als Studienrat an einer GMS auf Lebenszeit verbeamtet. Mittlerweile denke ich immer intensiver darüber nach, wo ich mich mit - sagen wir - 40 sehe. Und irgendwie zieht's mich dann doch aus unterschiedlichen Gründen zurück in meine mittelhessische Heimatstadt. Daher hier ein paar Fragen zum Länderaustauschverfahren:

    1. Lässt sich hier aus etwaigen Erfahrungswerten eine Aussage zur Erfolgswahrscheinlichkeit treffen, wenn man nur in einen bestimmten Landkreis möchte?

    2. Gesetzt den Fall, dass die Chancen sehr schlecht stehen. Macht es dann ggf. Sinn auch weitere Landkreise in Hessen anzugeben, mit dem perspektivischen Ziel, dann dort via landesinterner Versetzung in den nächsten Jahren zurück in die Heimat zu kommen?


    Danke im Voraus!

    Wahrscheinlich nur an Gemeinschaftsschulen und da geht es immer noch ganz ohne Zusatzqualifikation, aber nur bei den Stellen, die eben für Gymnasiallehrer ausgeschrieben sind. Das führt mitunter rein theoretisch zu der absurden Situation, dass an ein und derselben Gemeinschaftsschule Gymnasiallehrer regulär als Beamte ohne Zusatzqualifikation arbeiten und zugleich bei genau gleicher Arbeit im Rahmen der Zusatzqualifikation umgeschulte Gymnasiallehrer als dann Lehrer für Haupt- und Realschule.

    Mein Tipp an die Threaderstellerin wäre daher zu versuchen, an einer GMS als Studienrätin unterzukommen und Zusatzqualifikation zu verzichten. Funktioniert natürlich nur wenn sich da eine passende Stelle findet.

    Also es gibt oder gab diese Zusatzqualifikation sehr wohl, da es im Grund-, Haupt- und Realschulbereich einen Lehrermangel gibt und im Gymnasialbereich einen Lehrerüberschuss. Der Mangel soll damit gelindert werden. Eine ehemalige Kollegin hat mir berichtet, dass die Zusatzqualifikation im Grundschulbereich durchaus anstrengend und gar nicht Ohne sein soll. Sie hat es jedenfalls als recht stressig empfunden und nach fünf Jahren gibt es wohl die Möglichkeit ohne weitere Probezeit in das ursprüngliche Lehramt zurückzukehren … Keine Ahnung wie es jetzt mit der Zusatzqualifikation für Haupt- und Realschulen aussieht, aber vermutlich nicht so ganz anders. Je nach Fächerkombi kann man aber auch direkt als Studienrat an einer GMS verbeamtet werden und sich den Aufwand sparen.

    Da es hier irgendwie passt - bei mir steht zur Zeit: "Versetzung wird vom abgebenden Regierungspräsidium bearbeitet. Die endgültige Entscheidung wird in der Regel nicht vor Mitte Mai getroffen."

    Mein Schulleiter hat mir klar mitgeteilt, dass er kein Interesse an meiner Versetzung hat und es wohl noch ein paar Jahre dauern wird, bis ich weg darf. Lässt sich aus der obigen Statusmitteilung trotzdem ein Quäntchen Hoffnung ableiten?

    Ich bin auch noch in der Probezeit und hab den entsprechenden Antrag gestellt. Letztlich ist es ja eine Form von Teilzeit, die sich offiziell nicht auf Beurteilungen auswirken darf.


    Übrigens heißt die Antragstellung nicht, dass es genehmigt wird. Bei uns (GMS) heißt es, dass die Genehmigung von Sabbatjahren zur Zeit eher unwahrscheinlich ist.

    das erwartet, denke ich, kein Kollege. Die Frage ist für mich eher, was tun, damit man das Beste daraus macht?

    Alles dafür tun, dass die eigene Schule eben keine GMS wird. Und im Fall der Fälle: Versetzungsantrag an eine andere Schulform stellen. Es dürfte genügend Lehrkräfte geben, die die GMS begrüßen. Sollen die die damit verbundene (im Ergebnis - das ist der entscheidende Punkt - absolut unnötige!) Mehrarbeit bitteschön leisten.

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