Klassenfahrt - Kosten für Unterbringung der eigenen Kinder

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ob der jeweilige Mann das genießt oder nicht, ist ja eine Sache. Aber nicht alle Männer bekommen zum gewünschten Zeitpunkt, nämlich die Klassenfahrt, Urlaub bewilligt. Was ist, wenn der schlicht abgelehnt wird (aus betrieblichen Gründen) ?

      Bei uns sind schon immer 3 Wochen vom Urlaub meines Mannes für unseren gemeinsamen Sommerurlaub verplant, eine Woche für Weihnachte und Kindergeburtstag (haben kurz vor Weihnachten Geburtstag).

      Und ja, die restlichen 2 Wochen brauchen wir bzw. wollen wir dann auch gerne frei planen, z.B. wie dieses Jahr dass wir auch in den Osterferien mal ein paar Tage gemeinsam verreisen können. Wir sehen uns ja sonst kaum.

      Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich nehme an allen zu Schulprogramm gehörenden Klassenfahrten teil, aber es ist tatsächlich immer ein großer Organisationsaufwand. Und bei uns funktioniert das eben nur mit Hilfe der Großeltern, die aber nicht jeder hat.
    • Ich bezog mich ja vor allem darauf, dass es Selbstverstümmelung ist. Für uns war es der richtige Weg. Meine Klassenfahrten werden 2 Jahre im Voraus gebucht. Daher war das kein Problem. Und in der Firma ist das sonst schon problematisch.

      Wenn man Kinder hat, muss man Kompromisse eingehen. 3 Wochen Urlaub am Stück ist bei meinem Mann z.B. gar nicht möglich. Maximal 2 Wochen im Sommer. ;) Davon deckt er 1 Woche die unterschiedlichen Ferien ab, eine fahren wir in Urlaub.

      Meine /unsere Eltern sind übrigens Anfang 50 und arbeiten selbst noch und fallen für solche Aktionen aus.
    • Wir fahren in der Sek. 1 in den Jahrgangsstufen 5, 7 und 10 auf Klassenfahrt. Dazu kommen ( für die SuS freiwillige) Fahrten zum Sprachaustausch (England/Klasse 8) und Ski fahren (Klasse 9). Außer in Jg. 6 sind unsere Klassen also jedes Jahr irgendwann mal weg. Gut finde ICH das auch nicht. Gehört aber zum Schulprogramm. Und wir sind "nur" eine Gesamtschule.
      Anfang der 13 ist dann noch die Abschlussfahrt (was mich aber nicht betrifft, da ich nur in der Sek. 1 unterrichte).
      Lange bevor ich erwachsen wurde, lehrte mich ein Teddy, was Liebe wirklich heisst: nämlich da zu sein, wenn man gebraucht wird.
    • EffiBriest schrieb:

      Sag mal Fossi, du bist durch, oder? Dein Kommentar ist sowas von widerlich. Ich kann da auch keine Ironie erkennen.
      Du hast es erfasst: Mit Leuten, die Kinder mit Haustieren gleichsetzen und beides als "Privatvergnügen" bezeichnen (was im Übrigen auch Haustiere nicht sind), bin ich in der Tat durch. Ich halte sowohl den Vergleich von Kindern mit Haustieren als auch ihre Titulierung als Privatvergnügen für eine zwar zeittypische, aber dennoch unglaublich dumme, gedankenlose und letztlich sogar menschenverachtende Haltung. Und ich werde mir immer wieder die Freiheit nehmen, darauf mit deutlichsten Worten zu reagieren.

      - Das soll übrigens nicht heißen, dass ich das Anliegen der TE für berechtigt halten würde.
      Neulich in Latein: Ante Ides martias metus Calpurniae auctus erat. - Vor dem 15. März hatte Calpurnia Angst, sich zu vermehren.
    • Anja82 schrieb:

      Vor allem, wenn es noch einen Mann gibt. Dann muss der halt Urlaub nehmen.
      Inwiefern darf ein Arbeitgeber auf sonstige private/familiäre Ressourcen seiner Arbeitnehmer zugreifen, außer deren Arbeitskraft?
      Und muß die Arbeitskraft zu beliebigen Zeiten verfügbar sein?
      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:
    • Ich werde wahrscheinlich gleich gesteinigt, wenn ich sowas sage, aber...
      ... auch in der freien Wirtschaft ist es dem Arbeitgeber latte, was mit der Kinderbetreuung ist wenn man auf Fortbildung muss.
      Was da hilft ist, die Zeiten gut abzusprechen, damit es in der eigenen Familie einigermaßen klappt mit der Betreuung. Und das können wir bei Klassenfahrten durchaus auch...
      Ansonsten haben wir oft die Möglichkeit, Kollegen einspringen zu lassen, was in der freien Wirtschaft nicht einfach so geht (ich kann da ein Lied von singen, mein Freund muss regelmäßig weg. Schulung, Kundentermine, Messen. Aber das weiß man, wenn man in einen Job geht, oder?)

      PS: Wenn ich mir anschaue in welch schöne neue Arbeitswelt meine Schüler so gehen müssen "da draussen" kommt mir das hier echt vor wie "Jammern auf hohem Niveau". Ich bin dermaßen dankbar dafür, dass ich bin wo ich bin. Und ähnlich sieht es meine beste Freundin, die trotz zweier Kinder in den FERIEN mit Schülern auf Austausch fährt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LittleAnt ()

    • Das Lehrer auf Klassenfahrten fahren gehört zu dem Beruf dazu.
      In anderen Berufen (auch bei Verwaltungsbeamten) ist es normal das Arbeitnehmer über das Wochenende auf Fortbildungen oder Tagungen geschickt werden. Fahrtkosten werden ja meist zum Teil erstattet.
      Aber so etwas wie das hier habe ich noch nie gehört.
      @ Finchen: Beantrage es doch schriftlich bei deinem Arbeitgeber.
      Ich persöhnlich würde mich in Grund und Boden schämen wenn ich so etwas beantragen würde!
    • LittleAnt schrieb:

      Ich werde wahrscheinlich gleich gesteinigt, wenn ich sowas sage, aber...
      ... auch in der freien Wirtschaft ist es dem Arbeitgeber latte, was mit der Kinderbetreuung ist wenn man auf Fortbildung muss.
      Richtig. Es gibt aber solche und solche Arbeitgeber - sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft. Meine Partnerin (freie Wirtschaft) und ich haben das unwahrscheinlich große Glück, dass wir beide sehr verständnisvolle und pragmatische Arbeitgeber haben. Eine meiner Kolleginnen hat letztes Jahr ihre beiden Kinder (5 und 7 Jahre alt, zum fraglichen Zeitpunkt gerade selbst noch nicht in der Schule) einfach ins Klassenlager mitgenommen. Wenn das Reiseziel und die entsprechende Klasse dafür geeignet sind, ist sowas bei uns möglich. Einfach mal bei der Schulleitung nachfragen.
      ---------------------------------

      Früher war mehr Lametta!
    • TequilaSunrise schrieb:

      Richtig. Es gibt aber solche und solche Arbeitgeber - sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft. Meine Partnerin (freie Wirtschaft) und ich haben das unwahrscheinlich große Glück, dass wir beide sehr verständnisvolle und pragmatische Arbeitgeber haben. Eine meiner Kolleginnen hat letztes Jahr ihre beiden Kinder (5 und 7 Jahre alt, zum fraglichen Zeitpunkt gerade selbst noch nicht in der Schule) einfach ins Klassenlager mitgenommen. Wenn das Reiseziel und die entsprechende Klasse dafür geeignet sind, ist sowas bei uns möglich. Einfach mal bei der Schulleitung nachfragen.
      Richtig.

      Wie im Echten Leben: Absprechen und interne Politik.

      Ich hab übrigens auch schon die Kids meiner Besty in den Kindergarten gebracht weil sie wo einspringen musste, und hab mal ne Klassenfahrt für sie übernommen (die Schüler fanden das gar nicht schick, ich bin strenger als die Kollegin ;) ).
      Wie überall am Arbeitsplatz: Wer sich absprechen kann ist klar im Vorteil.
      Klar kann keiner von uns Kinder auf nen Chicago-Trip mitnehmen. Aber wenn man sich freuschaufelt, Allianzen bildet (es gibt hier bei uns KollegInnen die tatsächlich auch gern Klassenfahrten machen, die sind da regelrecht scharf drauf...) dann kriegt man auch Dinge gedeichselt.
      Klar sind Absprachen immer Mehrarbeit.... Aber ich denk mir immer "besser als ein Arbeitgeber der mir knallhart vorschreibt dass..."....
      Vielleicht sind wir Berufsschullehrer da einfach "anders drauf" weil wir wissen, was unsrern Schülern "da draussen" blüht, und grade wenn man Wirtschaftsfächer unterrichtet (und das noch dazu in der Erwachsenenbildung aka Fachschule) weiss man wie die reale Arbeitswelt aussieht.
      Wir sitzen gemütlich. Sehr gemütlich.
      Entwickelt social skills, sprecht euch ab, und wenn die Arbeitgeber auf Kompromisse nicht eingehen wollen: tut euch zusammen!

      DAS rate ich Schülern. Teamwork ist der beste "social skill" denn man im Arbeitsleben lernen kann. Weil dir in der freien Wirtschaft eben nicht jeder Arbeitgeber den Babysitter bezahlt. Man muss sich absprechen. Mit der Familie, mit Kollegen.

      Und wie gesagt, meine beste Freundin (selbe Schule, selbe Fächer) tut sich dann halt mit mir zusammen. Ich hab da kein Thema mit, mal die Kids abzuholen und ne Stunde später den Kaffee bei ihr zu Hause gebrüht zu haben (Laptop hab ich dabei, ihr wlanpasswort auch, ich bereite dann halt Unterricht vor) wenn sie heimkommt.... dafür hört sie sich auch mein Gejammer an wenn mir meine erwachsenen Schüler mal wieder mit "echtem Leben" in ihren Betrieben kommen ;)

      JEDER normale Arbeitnehmer, der gut klar kommt da draussen, macht das so....

      Fahrtkosten um die Kinder zu den Grosseltern zu bringen? Muss das meiner Besty mal vorschlagen. Hier an der Schule würd man sich nen Ast lachen. Weil wir viel Rücksicht auf Eltern halten. Planen wie es nur geht. Wie es halt so ist, wenn man kommuniziert. Ich halt allen Eltern im Kollegium den Rücken frei.
      Fahrtgeld zu den Grosseltern? och komm schon, echt jetzt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von LittleAnt ()

    • Das Land NRW verkauft sich auch als einen familienfreundlichen Arbeitgeber. Ich wüsste gern, ob es diesen Fall: "Schulleiter ordnet für eine Mutter kleiner Kinder, die in Teilzeit arbeitet, eine mehrtägige Klassenfahrt an" überhaupt gibt. Ich nehme an, die TE wurde gefragt, ob sie es einrichten kann, und diese hat sich einverstanden erklärt. Sie hätte auch sagen können, nein, das wird sehr schwierig, und dann hätte man eine andere Lösung finden müssen. "Selbstverstümmelung" wäre für mich nur, wenn man in vorauseilendem Gehorsam zustimmt, obwohl man nicht will.

      Jetzt im Nachhinein über die lange Fahrt zu ihrer Mutter zu klagen kommt mir auch übertrieben vor.
    • In SLH wird man überhaupt nicht gefragt :(
      Klassenfahrten sind das, was ich am Lehrerberuf am wenigsten nachvollziehen kann. Ich hatte schon überlegt an ein Berufskolleg zu gehen, weil da weniger Fahrten sind. Da korrigiere ich lieber Abitur, das ist auch stressig, aber man muss nicht 24 Stunden Dienst an 24 Stunden Dienst schieben und das eine Woche am Stück.
      Naja, hilft irgendwann nur eine Bescheinigung vom Hausarzt. :(
      Ist ja nicht so, dass man nicht Alternativen anbieten würde, aber wenn das nicht gehört wird.
    • Pieksieben

      Ich denke du hast recht, so ist das bei der Fragenstellerin vielleicht gelaufen: SL fragt wegen Klassenfahrt oder Eltern forderten das ein, und die Fragestellerin hat zugesagt.
      Hätte sie signalisiert, dass es organisatorisch schwierig ist, hätte sicher keiner gemeckert oder sie gezwungen.
      Aber nun hat sie dummerweise zugesagt und muss das irgendwie hinbekommen.
      Bei mir wissen alle, dass eine Woche Klassenfahrt weder jetzt noch in den nächsten Jahren in Frage kommt. Folglich fahren wir nur 2 Tage mit Übernachtung und Rest schöne Tagesausflüge/ Klassenevents.
      Sollte die Klasse/ Eltern auf eine Klassenfahrt in Wochenlänge pochen, dann müsste halt geguckt werden ob meine Co-Kollegin das möchte. Und wenn nicht,dann nicht.
    • Bei uns ist das so, dass man nicht gefragt wird. Bei uns gibt es eine verbindliche Fahrt in Klasse 7 und in Klasse 10. Die stehen im Schulprogramm und finden zu festen Terminen statt (Projektwoche, jedes Jahr die Woche vor den Herbstferien).

      Wenn man nun mal Klassenlehrer ist, ist man ja zwangsläufig auch irgendwann man in Klasse 7 oder 10 und muss dann halt mit.

      In der Oberstufe gibt es 1-malig zum gleichen Termin eine Studienfahrt. Auch da muss man, sofern man der LK-Lehrer des 1. Bandes ist, mitfahren.

      Aber sicherlich könnte man auch zur Schulleiterin gehen und darlegen, warum man auf gar keinen Fall mitfahren kann (z.B. aus organisatorischen Gründen). Ich glaube kaum, dass man dann dazu gezwungen würde. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert.
    • Benutzer online 8

      8 Besucher