Politische Unsachlichkeit einiger Schüler

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    • Schantalle schrieb:

      Natürlich, ich kenne aber nur KollegInnen, die mit Äußerungen jedweder Art ihrer SchülerInnen umgehen können.
      Sachliche Frage kann ich übrigens hier immer noch keine erkennen.

      Irgendein Geschichts-/ Politik- oder Ethiklehrer anwesend, der sich nie vorher mit dem Thema Todesstrafe vertraut gemacht hat, bevor ein Jugendlicher das Thema angesprochen hat? Der es nicht ertragen könnte, dass SchülerInnen Menschen mit verschiedenen Erfahrungshorizonten und Meinungen sind?

      Yummi, benötigst du Unterstützung in der Gesprächsführung mit deinen Klassen?
      Nein lass mal. Ich habe es mit deiner missionarischen Besserwisserei nicht so sehr. Ich verlasse mich da eher auf meine jahrelange Erfahrung in Klassen mit 80-90% Migrationsanteil.

      Ich bin immerhin so rational und gebe dir im Umkehrschluss keine Ratschläge wie du mit psychisch labilen Schülern umgehen sollst.

      Aber du findest sicher genug Opfer um die du dich rührend kümmern kannst als "allerfahrende" Kollegin. Nur zu, stille deine Geltungssucht an denen.
    • Stille Mitleserin schrieb:

      Sehr sachlicher Beitrag, prima.

      Wenn man nichts beizutragen hat, verlegt man sich aufs Diffamieren von Kollegen.
      Da riecht es nach Inkompetenz, jeder muss doch wissen... können....
      Lehrer haben keine Fragen zu haben.
      Wozu dann noch das Forum?
      Naja viel wird dir eine Diskussion mit den Schülern nichts bringen. Selbst wirtschaftlicher Abschwung wird eher als Verschwörung des Auslands tituliert. Ob du da mit deinen wenigen Stunden irgendwas erreichen kannst ist mehr als zweifelhaft.
    • Yummi schrieb:

      Naja viel wird dir eine Diskussion mit den Schülern nichts bringen. Selbst wirtschaftlicher Abschwung wird eher als Verschwörung des Auslands tituliert. Ob du da mit deinen wenigen Stunden irgendwas erreichen kannst ist mehr als zweifelhaft.
      Immerhin wäre das eine Gelegenheit, deutlich zu machen, wo Erdogan-Anhänger am besten aufgehoben sind - nämlich in ihrer gottbegnadeten Türkei. Hier in Deutschland brauchen wir die eigentlich nicht, aber das sollte jedem denkenden Mitbürger ohnehin klar sein.
      Ironie im Netz ist wie eine Heugabel im vollen Fahrstuhl: Egal wie vorsichtig man ist, irgendein Idiot sticht sich daran immer ein Auge aus.
    • plattyplus schrieb:

      Wenn Du die Schüler provozieren willst, frag sie doch mal nach Parallelen zwischen diesem "Militärputsch" im letzten Jahr mit nur einem Panzer auf der Brücke in Istanbul mit dem Kriegsausbruch des 2. Weltkriegs: "Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen." Oder anders: War der Putsch evtl. genauso gespielt wie der Überfall auf den Sender Gleiwitz, um danach ein ganz anderes Programm abfahren zu können?
      die Ähnlichkeit zwischen dem Türkei-Putschversuch und dem Reichstagsbrand 1933 und dem, was jeweils folgte, fiel meinen Neuntklässlern sofort ins Auge.

      Für den Unterricht sind solche Dinge Steilvorlagen
      pingo, ergo sum
    • Yummi schrieb:

      Nein lass mal. Ich habe es mit deiner missionarischen Besserwisserei nicht so sehr.

      Yummi schrieb:

      Natürlich. Passt aber nicht in die Wunschwelt vieler Kollegen.
      Du drehst das Problem auf die verkehrte Seite.

      Es geht darum, dass bestimmte UserInnen immer wieder Themen nutzen, um ihre rechten Ansichten unters Volk zu kotzen.
      Und dass die ModeratorInnen dann in die Bredouille geraten, hier unter wütenden Menschen für Ordnung zu sorgen. Dass nun kecks gesperrt ist, ist ein unnötiger Verlust fürs Forum.

      Bitte spare dir deine unsachlichen Verallgemeinerungen.
      Wenn du eine sachliche Frage hast, dann stelle sie, aber tu nicht so, als ob der TE eine gestellt hätte!
    • fossi74 schrieb:

      Yummi schrieb:

      Naja viel wird dir eine Diskussion mit den Schülern nichts bringen. Selbst wirtschaftlicher Abschwung wird eher als Verschwörung des Auslands tituliert. Ob du da mit deinen wenigen Stunden irgendwas erreichen kannst ist mehr als zweifelhaft.
      Immerhin wäre das eine Gelegenheit, deutlich zu machen, wo Erdogan-Anhänger am besten aufgehoben sind - nämlich in ihrer gottbegnadeten Türkei. Hier in Deutschland brauchen wir die eigentlich nicht, aber das sollte jedem denkenden Mitbürger ohnehin klar sein.
      @fossi74: Mich würde interessieren wie Du SuS diese nationalistische Haltung "deutlich machen" willst im Unterricht. (Ernst gemeinte Frage! Ich persönlich lehne Nationalismus ab, aber die dt. Gesetze geben sicher genug Material her für ein Arbeitsblatt, aufgrund dessen man, bzw. geneigte SUS diese Haltung stützten könnten. Mich würde interessieren, wie so ein Unterricht aussieht - wenn es nicht einfach ein Lehrervortrag ist, in dem dieser, Salopp gesagt, einfach seinen persönlichen Senf zum Thema gibt)

      @Yummi: "wirtschaftliche Abschwung [in der BRD?] wird eher als Verschwörung des Auslands tituliert" ist doch auch ein gutes Stichwort für die Konkurrenz von Nationen (Kolonialismus, Globalisierung, usw.) und auch Konkurrenz unter Arbeitnehmern, Arbeitskraft als Ware usw. (Outsourcing von Jobs) usw. Da kann man bestimmt Schwung von den SuS nutzen!
    • Schantalle schrieb:

      Yummi schrieb:

      Nein lass mal. Ich habe es mit deiner missionarischen Besserwisserei nicht so sehr.

      Yummi schrieb:

      Natürlich. Passt aber nicht in die Wunschwelt vieler Kollegen.
      Du drehst das Problem auf die verkehrte Seite.
      Es geht darum, dass bestimmte UserInnen immer wieder Themen nutzen, um ihre rechten Ansichten unters Volk zu kotzen.
      Und dass die ModeratorInnen dann in die Bredouille geraten, hier unter wütenden Menschen für Ordnung zu sorgen. Dass nun kecks gesperrt ist, ist ein unnötiger Verlust fürs Forum.

      Bitte spare dir deine unsachlichen Verallgemeinerungen.
      Wenn du eine sachliche Frage hast, dann stelle sie, aber tu nicht so, als ob der TE eine gestellt hätte!
      Entsprechen denn Aussagen von Stille Mitleserin nicht den Tatsachen?
    • Morse schrieb:

      @fossi74: Mich würde interessieren wie Du SuS diese nationalistische Haltung "deutlich machen" willst im Unterricht. (Ernst gemeinte Frage! Ich persönlich lehne Nationalismus ab, aber die dt. Gesetze geben sicher genug Material her für ein Arbeitsblatt, aufgrund dessen man, bzw. geneigte SUS diese Haltung stützten könnten. Mich würde interessieren, wie so ein Unterricht aussieht - wenn es nicht einfach ein Lehrervortrag ist, in dem dieser, Salopp gesagt, einfach seinen persönlichen Senf zum Thema gibt)
      In der Tat ist die von mir oben dezidiert vertretene Meinung in erster Linie mein persönlicher Senf. Wäre ich unterrichtlich davon betroffen, würde ich aber versuchen, mit der FDGO zu argumentieren, die ja bislang - unter anderem Namen und mit sicher teilweise abweichenden Positionen - auch in der Türkei existiert haben dürfte. In nuce: Erdogans Positionen stehen außerhalb der FDGO, ergo stehen Erdogans Anhänger außerhalb der FDGO, ergo: raus mit denen, sofern möglich.
      Ich würde allen in D lebenden Türken (nach entsprechender Durchleuchtung, eh klar) die deutsche Staatsbürgerschaft anbieten (unter Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft). Wer sie nicht will, bleibt mit allen ausländerrechtlichen Konsequenzen Türke.
      Ironie im Netz ist wie eine Heugabel im vollen Fahrstuhl: Egal wie vorsichtig man ist, irgendein Idiot sticht sich daran immer ein Auge aus.
    • fossi74 schrieb:

      Morse schrieb:

      @fossi74: Mich würde interessieren wie Du SuS diese nationalistische Haltung "deutlich machen" willst im Unterricht. (Ernst gemeinte Frage! Ich persönlich lehne Nationalismus ab, aber die dt. Gesetze geben sicher genug Material her für ein Arbeitsblatt, aufgrund dessen man, bzw. geneigte SUS diese Haltung stützten könnten. Mich würde interessieren, wie so ein Unterricht aussieht - wenn es nicht einfach ein Lehrervortrag ist, in dem dieser, Salopp gesagt, einfach seinen persönlichen Senf zum Thema gibt)
      In der Tat ist die von mir oben dezidiert vertretene Meinung in erster Linie mein persönlicher Senf. Wäre ich unterrichtlich davon betroffen, würde ich aber versuchen, mit der FDGO zu argumentieren, die ja bislang - unter anderem Namen und mit sicher teilweise abweichenden Positionen - auch in der Türkei existiert haben dürfte. In nuce: Erdogans Positionen stehen außerhalb der FDGO, ergo stehen Erdogans Anhänger außerhalb der FDGO, ergo: raus mit denen, sofern möglich.Ich würde allen in D lebenden Türken (nach entsprechender Durchleuchtung, eh klar) die deutsche Staatsbürgerschaft anbieten (unter Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft). Wer sie nicht will, bleibt mit allen ausländerrechtlichen Konsequenzen Türke.
      Meine Meinung. Wer hier alle Vorteile einer Demokratie beansprucht und dann in der Türkei einen schmutzigen Diktator wählt, der soll auch schön dort seine Diktatur genießen.
    • <Mod-Modus>

      Stefan schrieb:

      Was mit noch am Herzen liegt:
      Auch wenn die Diskussionen manchmal hitzig werden und dem einen oder anderen User der eine oder andere Benutzer gehörig nervt, so sollte die Diskussion dennoch möglichst sachlich bleiben.
      (Hervorhebung von mir)

      kl. gr. frosch, Moderator
      Free Tibet!!
      ----
      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • Ich bemühe mich ....

      Soweit ich das hier sehe, habe ich meine Erfahrungen im GGK-Unterricht geschildert und so das Erdo-Thema aufs Tapet gesetzt - unabhängig von Trollen.

      Die Idee mit dem Vergleich mit 1933 ist gut - wenn ich eine homogene Masse von Schülern vor mir habe, die den NS als Horror sehen und Hitler als negativ besetzten Diktator.
      Das ist nur leider nicht immer der Fall. In besonders inhomogenen Klassen fällt mir auf, dass der Holocaust zwar nicht so gut bewertet wird, die Person Hitler aber gut wegkommt.
      Interkultureller Unterricht eben - was für Deutschstämmige meist ein kollektiv empfundenes rotes Tuch ist, muss für Menschen mit anderer Prägung keines sein.
      So wird der Holocaust sogar als Grund für eine Verbrüderung angeführt - "ihr Deutschen seid ja die natürlichen Feinde der Juden, darum mögen wir euch auch."

      Da ist mir doch etwas die Spucke weggeblieben.
      Natürlich versuche ich, mit Sachargumenten zu kommen, habe ammer immer wieder den Eindruck, dass ich die Jugendlichen nicht erreiche.
      Bei den jungen Erwachsenen mag ich aber auch keinen Tränendrüsunterricht machen.
    • Ich habe einige sehr intelligente und politisch interessierte türkischstämmige Schülerinnen, die ein ganz anderes Erdogan-Bild haben und dies auch relativ gut begründen können.
      Vielleicht sollte der Westen von seiner selbstgefälligen Arroganz ein wenig abrücken, wenn er wie selbstverständlich annimmt, dass die Demokratie jedem Volk frommt. Am Beispiel des Irak, oder Afghanistans können wir ja sehen, wie erfolgreich die jüngsten Versuche Völker mit westlichen Segnungen zu beglücken waren.

      Quer gedacht:
      Es gibt augenscheinlich Kulturen, die eine Staatsform mit einem starken Mann (oder einer starken Frau) an der Spitze als besonders erstrebenswert ansehen. Hätte ein solches Volk nicht auch das Recht, sich mehrheitlich genau für eine solche Staatsform einzusetzen, oder ist die Demokratie ein Axiom oder eine Art Naturgesetz, für deren Ablehnung man sich immer rechtfertigen muss? Letztlich ist sie wie alle anderen Staatsformen erdacht oder aus der Geschichte heraus erwachsen.

      Was tun wir mit Menschen, die nicht von der Demokratie überzeugt sind, weil deren Errungenschaften diesen Menschen persönlich keine Vorteile bringt?
      Was tun wir mit Menschen, die sich z.B. für eine Monarchie einsetzen, weil sie gerne Verantwortung an den Staat abgeben und einen starken Mann/ eine Frau an der Spitze haben wollen?
      Was tun wir, wenn eines Tages solche Ansichten politisch mehrheitsfähig sind? Unser Grundgesetz hat im Gegensatz zur Weimarer Verfassung ja einer Veränderung der Staats- und Regierungsform eigentlich ausgeschlossen.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • Das ließe sich vielleicht sogar den Linksdemokraten schmackhaft machen - die Vereinigten Staaten von Europa unter der Herrschaft eines
      gewählten Monarchen.
      Das ließe sich sogar politisch irgendwie legitimieren, der verpönte Nationalstaat geht in einer internationaleren Organisation auf.

      Einige der Bestrebungen der SPD und der Linken weisen ja durchaus die Richtung - wenn sie auch bisher demokratisch bleiben wollen.
      Aber durch Trump-Wahl und Brexit hat ja sogar hierzulande die Idee der Demokratie gelitten.