Abituranforderungen (ausgelagert)

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    • Abituranforderungen (ausgelagert)

      Flupp schrieb:

      1. Viele Leute, die sich für schlecht in Mathe halten, unterschätzen, wie schlecht andere sein können. Zwischen einem stabilen 5-Punkte-Kandidaten und einem stabilen 0-Punkte-Kandidaten liegen mehrere Welten
      Danke, das rettet meine 5-Punkte-Ehre oder was es damals war...

      Ich hab vorhin durch die Aufgaben geblättert und hätte tatsächlich Lust, das mal aufzuholen. Gemocht hab ich Mathe zumindest immer, ich könnte mir zumindest vorstellen, dass man sich da reinknien kann und schneller lernt, als in der Schule. Ist aber tatsächlich nur geraten...
    • Flupp schrieb:

      4. Alle, die sich selbst dafür auf die Schulter klopfen, wie sie mit Ach und Krach das Abi geschafft haben,
      ... sollten sich mal überlegen, wie sie reagieren würden, wenn jemand dieselbe Problematik für Deutsch oder Englisch hier schildern würde.

      "Hat seit sechs Jahren kein Buch gelesen und keinen Aufsatz geschrieben, keine Vokabeln gelernt, kennt die Grammatik nicht ..." so etwa würde das klingen.

      Aber in Mathe ist das ja gar kein Problem?! Das soll eine allgemeine Hochschulreife werden - nicht ein Sichdurchmogeln auf Teufelkommraus.

      Kein Wunder, dass die Unis sich beklagen.
    • Hannelotti schrieb:

      Berufsschule93 schrieb:

      Der 1 NP geht schon mit viel auswendig lernen und drillen, er hat ja noch ca 3 Monate :)

      habs selbst ohne irgendwas zu kapieren 3 Punkte im Mathe Abi geschaft. War nur von der 10-12 im Gymnasium und davor in der Hauptschule. Das geht schon.
      Ging mir auch so... Drei Jahre Abi auf dem zweiten Bildungsweg und Mathe war immer aussichtslos.Bin quasi auch mit Nichts in die mündliche Prüfung gegangen und wurde an der tafel so lange ausgequetscht bis irgendwas kam, was mir immerhin drei Punkte gebracht hat - was das war, weiß bis heute nicht. Vielleicjt einfach das Augen-zu-drücken der Prüfer. Kann klappen, muss aber nicht.
      Mathe-Abi in Bayern ist verpflichtend schriftlich ... mit Erst- und Zweitkorrektor. Da wird man nicht gefragt, bis was kommt und kann auch nicht auf das Augen-zu-drücken eines Prüfers hoffen.
      Man kann aber nach dem schriftlichen Abi noch in eine mündliche Prüfung gehen, um evtl. noch einen Punkt zu ergattern. Aber wie das mit dem Wohlwollen des Lehrers aussieht, der gesehen hat, dass sich jemand mindestens 1,5 Jahre nicht für Mathe interessiert?
    • Piksieben schrieb:

      ... "Hat seit sechs Jahren kein Buch gelesen und keinen Aufsatz geschrieben, keine Vokabeln gelernt, kennt die Grammatik nicht ..." so etwa würde das klingen
      Die Frage war ja nur, ist es machbar. Ich weiß es nicht. (Bei uns hätte man mit so wenig Punkten überhaupt nicht bestehen können.) Wenn Bayern aber mit einem Punkt in Mathe zufrieden ist, dann ist das doch nicht das Problem dieses Nachhilfelehrers. Könnte ja sein, der Knabe war im Knast oder in der Psychiatrie und will jetzt was aus seinem Leben machen... also wäre es in der Theorie machbar? Und baut Mathe so aufeinander auf wie Englisch? Flupp sagt "eher nicht machbar" und die Begründung klang für Nichtmathelehrer plausibel.

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    • DeadPoet schrieb:

      Hannelotti schrieb:

      Berufsschule93 schrieb:

      Der 1 NP geht schon mit viel auswendig lernen und drillen, er hat ja noch ca 3 Monate :)

      habs selbst ohne irgendwas zu kapieren 3 Punkte im Mathe Abi geschaft. War nur von der 10-12 im Gymnasium und davor in der Hauptschule. Das geht schon.
      Ging mir auch so... Drei Jahre Abi auf dem zweiten Bildungsweg und Mathe war immer aussichtslos.Bin quasi auch mit Nichts in die mündliche Prüfung gegangen und wurde an der tafel so lange ausgequetscht bis irgendwas kam, was mir immerhin drei Punkte gebracht hat - was das war, weiß bis heute nicht. Vielleicjt einfach das Augen-zu-drücken der Prüfer. Kann klappen, muss aber nicht.
      Mathe-Abi in Bayern ist verpflichtend schriftlich ... mit Erst- und Zweitkorrektor. Da wird man nicht gefragt, bis was kommt und kann auch nicht auf das Augen-zu-drücken eines Prüfers hoffen.Man kann aber nach dem schriftlichen Abi noch in eine mündliche Prüfung gehen, um evtl. noch einen Punkt zu ergattern. Aber wie das mit dem Wohlwollen des Lehrers aussieht, der gesehen hat, dass sich jemand mindestens 1,5 Jahre nicht für Mathe interessiert?
      Ich hatte es schriftlich ja und war froh das ich nicht zur mündlichen Prüfung musste weil ich nicht 0 Punkte hatte :)
    • Piksieben schrieb:

      Flupp schrieb:

      4. Alle, die sich selbst dafür auf die Schulter klopfen, wie sie mit Ach und Krach das Abi geschafft haben,
      ... sollten sich mal überlegen, wie sie reagieren würden, wenn jemand dieselbe Problematik für Deutsch oder Englisch hier schildern würde.
      "Hat seit sechs Jahren kein Buch gelesen und keinen Aufsatz geschrieben, keine Vokabeln gelernt, kennt die Grammatik nicht ..." so etwa würde das klingen.

      Aber in Mathe ist das ja gar kein Problem?! Das soll eine allgemeine Hochschulreife werden - nicht ein Sichdurchmogeln auf Teufelkommraus.

      Kein Wunder, dass die Unis sich beklagen.
      Ich denke das es schon einige gibt die entweder Probleme mit Mathe/Naturwissenschaften haben oder andersrum mit Sprachen zB Englisch/Französisch. Ich war nur in Mathe schlecht (2-5 NP) aber dafür in den Sprachen und Geisteswissenschaften gut bis sehr gut.

      Kannte auch einpaar, die in Mathe 10-13 NP und dafür in Englisch 2-5 NP. Ich finde beides zwar nicht optimal klar aber auch nicht so schlimm das man jetzt annehmen muss das Diejenigen kein Studium gebacken beķommen.

      Der mit 10-13 NP in Mathe wird sicherlich nicht Anglistik studieren, genauso andersrum :)
    • Piksieben schrieb:

      ... sollten sich mal überlegen, wie sie reagieren würden, wenn jemand dieselbe Problematik für Deutsch oder Englisch hier schildern würde.
      Mein Tipp - als Deutschlehrer - für solche Deutschnieten: Lyrik.
      Dann in den drei kommenden Monaten vor allem die Formalia üben: Gedichtformen, Strophenformen, Reimschemata, Metrik. Und die rhetorischen Mittel für die Sprachanalyse. Dann die Wiedergabe der Grundaussagen.
      Dann könnte es evtl. für einen Punkt reichen. Vielleicht. Mit viel Glück und nettem Korrektor.
      Mehr hat über Mathe auch keiner gesagt. Was also ist genau dein Punkt?
    • Man darf auch nicht vergessen, dass in Mathe die Noten anders berechnet werden als in Deutsch.

      In Deutsch hast Du beispielsweise 3 Aufgaben, die dann z.B. 20% - 50% - 30% in die Note eingehen.

      Wenn Du bei der 20% Aufgabe dann 5 Punkte hast, beim Rest 0 Punkte, dann hast Du insgesamt einen Punkt.

      In Mathe gibt es ab 45% der Rohpunkte 5 Puntke, ab (etwas unterschiedlich je nach Jahr und Bundesland) etwas mehr als 20% einen Punkt.

      Hier in NDS war es vor Einführung des Pflichtteils (mit Pflichtteil ist es jetzt viel komplizierter, daher spare ich mir das) so, dass es 120 Rohpunkte gibt, davon entfallen 60 auf Analysis, 30 auf Stochastik und 30 auf Geometrie.

      Wenn Du jetzt in Stochastik die Hälfte der Rohpunkte hast (was, wenn es einzeln bewertet würde, ja 6 Notenpunkte wären), dann hast Du insgesamt aber immer noch 0 Punkte!

      Um mit Wissen / Kompetenzen auf einem einzigen Teilgebiet also in Mathe 1 Punkte zu bekommen, muss man da schon eine wirklich gute oder gar sehr gute Leistung erbringen.

      Das ist unter den gegebenen Umständen nur dann möglich, wenn der Schüler extrem intelligent ist (also z.B. ein hochbegabter Schulverweigerer, solche gibt es ja).

      Ich hatte mal (als Schüler noch, die Schülerin war im gleichen Jahrgang wie ich) eine Nachhilfeschülerin, die in Mathe 0 Punkte geschrieben hatte. Ich habe mich mit ihr einen (langen) Nachmittag hingesetzt, in der nächsten Klausur schrieb sie 15 Punkte. Das Thema war Stochastik, sie hatte halt keinen Bock auf Mathe und fand den Lehrer doof, war aber extrem clever.

      Jetzt kommt hier noch erschwerend hinzu, dass es nur einen einfachen TR gibt, der Schüler also im Wesentlichen alles selbst rechnen muss. Das ist dann vergleichbar so, als wolle jemand Englisch Abi schreiben, der aber noch gar kein Englisch kann. Wenn jemand Englisch kann, und nur die Literatur und Methoden der Oberstufe nicht kann, dann wäre 1 Punkt im Englisch Abi in der gegebenen Zeit sicher machbar, aber in der Zeit erst mal Englisch lernen - wohl eher nicht.

      So lange man jetzt also nichts näheres über den Nachhilfeschüler weiß (außer, dass er ein netter Kerl ist, was für Mathe wenig bis gar nichts nützt), kann man hier, denke ich, keine Prognose treffen, ob das zu schaffen ist (bzw. eher vermuten, dass es nicht klappen wird, realistischerweise).

      Ich hatte mal einen extrem netten Schüler in Informatik, der schriftlich konstant 0 Punkte schrieb. Der hatte nicht den Hauch einer Chance, dort auf 1 Punkt zu kommen! Der macht jetzt eine Ausbildung für einen Beruf mit Kundenkontakt, da hat er was davon, dass er so nett ist!
    • Piksieben schrieb:

      Aber in Mathe ist das ja gar kein Problem?! Das soll eine allgemeine Hochschulreife werden - nicht ein Sichdurchmogeln auf Teufelkommraus.
      Mathematik ist nur eine Hilfswissenschaft.
      Wenn nicht rudimentäre Kenntnisse beim Schüler vorhanden sind, würde er bei mir in den Nebenfächern, die sich der Hilfswissenschaft "Mathematik" bedienen auch keinen Fuß auf den Boden bekommen.

      Oder ist das heute üblich, daß man in den anderen Fächern (Informatik und so) nur mit Labern schon 50% der Punkte holt, um so eine 4 zu bekommen?
      In Informatik, Physik, BWL, ... hätte er bei mir jedenfalls ohne Mathematik ebenfalls keine Chance.

      Gleiches gilt für Englisch in der informatik. Ohne Englischkenntnisse wird es in Informatik auch mehr als schwer. Sämtliche Veröffentlichungen und Handbücher werden von den Herstellern mitunter ausschließlich in Englisch herausgegeben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von plattyplus ()

    • plattyplus schrieb:

      Piksieben schrieb:

      Aber in Mathe ist das ja gar kein Problem?! Das soll eine allgemeine Hochschulreife werden - nicht ein Sichdurchmogeln auf Teufelkommraus.
      Mathematik ist nur eine Hilfswissenschaft.Wenn nicht rudimentäre Kenntnisse beim Schüler vorhanden sind, würde er bei mir in den Nebenfächern, die sich der Hilfswissenschaft "Mathematik" bedienen auch keinen Fuß auf den Boden bekommen.

      Oder ist das heute üblich, daß man in den anderen Fächern (Informatik und so) nur mit Labern schon 50% der Punkte holt, um so eine 4 zu bekommen?
      In Informatik, Physik, BWL, ... hätte er bei mir jedenfalls ohne Mathematik ebenfalls keine Chance.

      Gleiches gilt für Englisch in der informatik. Ohne Englischkenntnisse wird es in Informatik auch mehr als schwer. Sämtliche Veröffentlichungen und Handbücher werden von den Herstellern mitunter ausschließlich in Englisch herausgegeben.
      Also ich war in Mathe immer unterirdisch schlecht, in den anderen Fächern (außer englisch) aber gut bis sehr gut. Dass ich nichts kann in Mathe hat sich noch nie ausgewirkt auf eines meiner anderen Fächer. Nichtmal das Studium der Wirtschaftswissenschaft wurde nennenswert durch die Defizite beeinträchtigt. Es ist gut und sinnvoll Mathe zu können aber notfalls gehts auch ohne, ohne dass man direkt alle studienpläne an den Nagel hängen muss.
    • state_of_Trance schrieb:

      ... Zumal jemand der Mathe nicht kann als Naturwissenschaft zu 99% Bio wählt und sicherlich auch nicht Informatik.
      Auch wieder wahr. Als ich Referendar war, wurde am dortigen Berufskolleg die Physik komplett abgeschafft und durch Bio ersetzt mit der Begründung, daß ansonsten zu viele Schüler durchfallen. Mit einer 5 in Mathe und der nächsten in Physik wird es mit der Versetzung halt schwer. Bei Bio könne man durch Labern immerhin eine 4 schaffen. Das würde sich positiv auf die Quote der Absolventen auswirken, die ans Ministerium zu melden ist ...

      Der Physiklehrer hat irgendwann einfach mal angemerkt, daß er nicht weiter didaktisch reduzieren kann. Die physikalischen Formeln sind nun einmal gegeben und wenn dort eine Potenz oder eine Wurzel auftaucht und die Schüler das nicht berechnen können, dann kann man die Formel nicht abändern, auf das sie dann vom Schwierigkeitsgrad an das unterirdische Niveau der Schüler angepaßt ist. Dann ist die Formel nämlich fachlich falsch.

      "Unterirdisch" deswegen, weil ich von Schülern spreche, denen wir die Fachhochschulreife attestieren sollen.
    • plattyplus schrieb:

      Mathematik ist nur eine Hilfswissenschaft.
      Das Gerede kenne ich auch vom ein oder anderen Biologen in Richtung Chemie. Kannst Dir denken, was ich davon halte. Zeugt eigentlich nur davon, dass derjenige, der das loslässt, selber nicht allzu viel Ahnung vom Fach hat.


      DeadPoet schrieb:

      Mathe-Abi in Bayern ist verpflichtend schriftlich ...
      Nur mal so am Rande erwähnt: Als ich vor 20 Jahren Abi gemacht habe (meine Güte ... es sind dieses Jahr wirklich 20 Jahre!) war Mathe in Bayern noch kein obligatorisches Prüfungsfach. Was haben wir uns damals schon auf die Schulter geklopft, für das heilige bayrische Zentralabitur und dann gab es reihenweise Luschen, die die Prüfungen ohne Mathe gemacht haben.


      state_of_Trance schrieb:

      Zumal jemand der Mathe nicht kann als Naturwissenschaft zu 99% Bio wählt und sicherlich auch nicht Informatik.
      Dann sollten sich eure Biologen mal an die Nase packen, und überprüfen, ob mit ihren fachlichen Anforderungen eigentlich alles in Ordnung ist. Meine Schwerpunktfachkurse sind samt und sonders in der Bio genauso gut oder schlecht wie bei mir in Chemie. Gefühlt sind die Jugendlichen in Bio immer drölfmillionenmal besser als in Chemie und wenn man dann aufs Notenblatt schaut, stellt man fest ... aha, mit deren Gefühl stimmt offenbar was nicht (frei nach Loriot). Frag mich nicht, welche Art der Psychologie hinter diesem Phänomen steckt, ich rätsle schon lange darüber.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Wollsocken80 schrieb:




      Gefühlt sind die Jugendlichen in Bio immer drölfmillionenmal besser als in Chemie und wenn man dann aufs Notenblatt schaut, stellt man fest ... aha, mit deren Gefühl stimmt offenbar was nicht (frei nach Loriot). Frag mich nicht, welche Art der Psychologie hinter diesem Phänomen steckt, ich rätsle schon lange darüber.
      Naja, Bio ist (als Schulfach zumindest) durchaus leichter, das heißt aber nicht, dass man automatisch bessere Noten haben muss. Wenn man zuhört und nichts lernt Zuhause kann man aber eine mittelmäßige Note schaffen, in Chemie geht das nicht.