Online-Umfrage zu Vornamen/Phantasienamen, sozialer Herkunft und den Bildungserfolg von Schülern/Schülerinnen

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  • Palim schrieb:

    Was mache ich bloß mit meinen SuS, die bei diesen ganzen Namenslisten nicht mithalten können, weil die Studien alle Menno, Hanno, Onno, Bonno, Focko, Hauke, Frauke, Geske, Eske, Dieta, Zoeke, Jürn und Foelke nicht berücksichtigen?
    Moooment, es wurde explizit nach "Phantasienamen/ungewöhnlichen Namen" und diesbezüglichen Haltungen aka "Erfahrungen" gefragt. :P Zumindest Menno, Onno, Bonno, Focko, Geske, Eske, Zoeke, Jürn und Foelke könnten damit abgedeckt sein so es sich beim einen oder anderen Namen nicht um einen mir bislang gänzlich unbekannten in Norddeutschland geläufigen Namen handelt. :zahnluecke:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CDL ()

  • gida95 schrieb:

    Bei dieser geht es um den Zusammenhang zwischen verschiedenen Vornamen (u.a. auch neueste Phantasienamen) und der sozialen Herkunft von Schülerinnen und Schülern in Bezug auf den Bildungserfolg.
    Also ehrlich, was sollen diese Untersuchungen? Mal eine Auswahl von ca. 80 Namen aus meinen Schülerlisten der letzten Jahre... der besseren Übersicht wegen alphabetisch sortiert:

    Abdallah-Abdelghafour-Abdullah-Abdurahman-Adam-Adrian-Ahmet-Aleks-Ali-Alia-Amelie-Anastacia-Anjin-Antonio-Arda-Believe-Beyza-Bilal-Cassandra-Çigdem-Dennis-Dijle-Djurdjina-Donovan-Eron-Farah-Felix-Gvidas-Hani-Hasan-Ibrahim-Irem-Jan-Joshua-Kai-Kaoutar-Kartal-Kirill-Leonardo-Leonita-Luca-Lyly-Malva-Mamdouh-Marcel-Marwan-Mateusz-Melike-Metehan-Michelle-Mohamed-Muhamed-Muhannad-Mustafa-Muzaffer-Nancy-Nurefsan-Odae-Okan-Okofo-Osman-Peter-Prince-Promise-Ralf-Reyhan-Rozalinda-Rozven-Sabrina-Sara-Sarika-Sarya-Sophie-Sumaira-Talha-Timo-Tolga-Younes-Zeynep-Zoey

    Und nun? Da habe ich keine Zeit und keinen Platz für Klischees oder Vorurteile. Kevins, Jasons der Chantals hatte ich auch, wo ist das Problem?

    Miss Jones schrieb:

    Ergo... ein seltsames Thema. ...
    Und ein völlig überflüssiges dazu.
  • Miss Jones schrieb:

    Mal ehrlich, liebe Leute...
    fragt euch mal selber, ob ihr wirklich nie "labelt".
    klar, macht sicher jeder irgendwann irgendwie. Und? Die Frage ist v.a., was die TE herausfinden will und wie sie das erreicht. Beim nicht vorhandenen Simon fängts an und hört eben da noch nicht auf, was eigentlich mit dem Fragebogen herausgefunden wird, wie's der Pfälzer oben schon geschrieben hat... abgesehen von der inhaltlicheen Fragwürdigkeit.

    Aber ist natürlich blöd für die Umfrage, die ja ein Teil von einer größeren Arbeit ist. Tut mir Leid für die TE, weil kaum zu ändern. Allerdings, da offenbar viele Examensarbeiten so erstellt werden, drückt der Prof vielleicht ein Auge zu...

    Ich glaub ich werde alt: "Transkription samt Räusperpause, ich war dabei!"
  • Palim schrieb:

    Ganz gewöhnliche Namen, die es in mehreren Varianten gibt, z.B. als Foelke, Folke, Fohlke, Feemke oder Femke, wobei erstere mit kurzem und letztere mit langem E gesprochen sein kann.

    Und was sagt uns das?
    Nichts!
    Na, zumindest ich lerne gerade lauter Namen kennen, die ich noch nie gehört habe (oder garantiert falsch aussprechen würde- bei pepes Namensliste würde mir die Aussprache leichter fallen). Dummerweise kann ich mit keinerlei Haltungen oder Vorurteilen bezogen auf diese Namen dienen. Mit dem Studiendesgin hat es also nischt zu tun. Dennoch danke an den TE für diese Lerngelegenheit.
  • gida95 schrieb:


    Natürlich würde ich gern Vorurteile widerlegen, denen Lehrkräfte immer wieder aus den verschiedensten Gründen zugeschrieben werden.
    Allerdings stehe ich dem Ganzen etwas positiver als angenommen gegenüber. Hier eine persönliche Erfahrung:
    Mein Auslandsjahr in den USA habe ich bei einer Gastfamilie verbracht, dessen Vater den Namen Kevin trug (und bis heute trägt).
    Er ist der intelligenteste Mann, dem ich bisher in meinem Leben begegnet bin (bester Schüler, bester Student, Führungsposition in einer großen Firma). Demnach habe ich bis heute keinerlei Vorurteile gegenüber diesem Namen. Warum sollte ich auch?
    Zur Erinnerung: Kevin war in den 90ern einmal der beliebteste Vorname für ein Neugeborenes!
    In den USA hat "Kevin" auch ein anderes Image als in Deutschland. Oder ging "Kevin" zusammen mit "Chantal" in ähnlicher Art und Weise durch die Zeitungen wie in Deutschland?

    Ich kann mir vorstellen, dass es eventuell möglich ist, dass Menschen mit entsprechenden Vornamen benachteiligt werden - irgendwo an irgendeiner Stelle im schulischen und beruflichen Werdegang. Das kann aber auch aus anderen Gründen geschehen.

    Ansonsten schließe ich mich den anderen an: zu undifferenziert, die Fragen passen nicht zur im Thread genannten Fragestellung. Ich war bei jeder Seite mehr und mehr entrüstet und sauer.
    Free Klorollen! Keine Klorollen-Basteleien mehr in Grundschulen!

    Immer wieder gut, Bodo Wartke: youtube.com/watch?v=WiCV4KKW6Nw
  • gida95 schrieb:

    Bei dieser geht es um den Zusammenhang zwischen verschiedenen Vornamen (u.a. auch neueste Phantasienamen) und der sozialen Herkunft von Schülerinnen und Schülern in Bezug auf den Bildungserfolg.
    Nö, mache ich nicht. Das ist auch in der zweitausenddrölften Wiederholung Humbug.

    Nele
  • gida95 schrieb:


    Genau deshalb ist es so wichtig, darüber zu sprechen. Denn nur können Missverständnisse beiseite gelegt werden.
    Ach, Kokolores. Du musst eine Examensarbeit schreiben und nimmst eine Fragestellung von der Stange. Ist ja auch nichts falsches dran, aber versuch hier bitte nicht uns Omas zu zeigen, wie man Eier auspustet.
  • Können die Studenten sich nicht einfach gegenseitig innerhalb ihres Studiengangs befragen zu ihren Vourteilen, Stereotypen und Klischees? Könnte ergiebiger sein, unkritischer, man masst sich nicht konstant an gefälligst zu wissen, wie Lehrer ticken und belästigt nicht nur die künftigen KuK nicht mit unwissenschaftlichen Behauptungen vom Niveau eines D.Trump, sondern es wirft in der Folge jede Menge Folgeumfragen ab für künftige Studierendengenerationen, die sich fragen dürfen, ob ihre eigenen Fehlhaltungen ähnlich fragwürdig sind,wie die ihrer Vorgänger es waren.
  • gida95 schrieb:

    Natürlich würde ich gern Vorurteile widerlegen, denen Lehrkräfte immer wieder aus den verschiedensten Gründen zugeschrieben werden.Allerdings stehe ich dem Ganzen etwas positiver als angenommen gegenüber. Hier eine persönliche Erfahrung:
    Mein Auslandsjahr in den USA habe ich bei einer Gastfamilie verbracht, dessen Vater den Namen Kevin trug (und bis heute trägt).
    Er ist der intelligenteste Mann, dem ich bisher in meinem Leben begegnet bin (bester Schüler, bester Student, Führungsposition in einer großen Firma). Demnach habe ich bis heute keinerlei Vorurteile gegenüber diesem Namen. Warum sollte ich auch?
    Zur Erinnerung: Kevin war in den 90ern einmal der beliebteste Vorname für ein Neugeborenes!
    Also, weil du erst durch einen USA-Aufenthalt von deinen Vorurteilen über die Kevins dieser Welt kuriert wurdest, betrachtest du das als relevante, wissenschaftliche Fragestellung um Haltungen und -den Fragen nach- vor allem Fehlhaltungen von Lehrern in zum masterfähigen Ausschlachten ausreichender Masse abzufragen?
  • Conni schrieb:

    In den USA hat "Kevin" auch ein anderes Image als in Deutschland. Oder ging "Kevin" zusammen mit "Chantal" in ähnlicher Art und Weise durch die Zeitungen wie in Deutschland?
    Genau so ist es. Das kann man gar nicht vergleichen und wenn der/die TE nicht realisiert hat, dass in unterschiedlichen Kulturen/Regionen/Stadtteilen Namen/Ausdrücke etc. unterschiedlich konnotiert sein können und ggf. auch unterschiedliche Bedeutung haben, dann ist so ein Forschungsvorhaben genau das Falsche.
  • Ich bin grad in Gedanken meine Klassen so durch gegangen.

    die Kleinen: bester Schüler ein Felix, die mit den geringsten Chancen (im MOment!) am Gymnasium: eine Julia; größter Quertreiber: Karl.

    in der Mitte: bester Schüler: Philipp, geringste Chancen: Martin, größter Quertreiber: Simon

    oben: beste Schülerin: Victoria, geringste Chancen, dass das mit dem Abi was wird: Christian, größter Störenfried: keiner, die schlafen alle ...

    Und ja, in den Klassen gibt es Kevins, Amalias, Christinas, Maries ... usw. usf.

    Was sagt mir das jetzt?

    Ich hatte Kevins, die entsprachen dem "Vorurteil" ... und dann war ein Kursbester auch mal ein Kevin.
  • Conni schrieb:

    Was mir noch einfällt: Wieso ist "Orlando" ein Fantasiename? Seit Orlando Bloom gibt es da ein reales Vorbild. Für mich wären Fantasienamen "ausgedachte" Namen.
    Literaturtipp: "Orlando" von Virginia Woolfe - unbedingt lesen, schöne Literaturverfilmung in den 90ern.

    Aber man kennt sicherlich auch den "Orlando Furioso" von Ariost, ein sehr interessanter nationaler Gründungsmythos, in diesem Fall von Portugal, wie er in der Frühmoderne als neuer Topos auftrat.

    "Orlando" ist natürlich nicht ausgedacht sondern eine Variante von "Roland".
  • Ich habe mich lediglich auf die Annahme bezogen, dass viele Menschen (nicht nur Lehrkräfte) angeblich Vorurteile gegenüber dem Namen Kevin besitzen.

    Wenn ich so eine Studie anlege, muss ich mit harter Kritik rechnen. Ich wusste, dass das Thema bereits in der Vergangenheit für Unmut gesorgt hat und finde es absolut in Ordnung, dass es durchaus Lehrkräfte gibt, denen das Thema böse aufstößt.

    Einige der Beiträge hier enthalten spannende Denkweisen, von denen ich mir natürlich gewünscht hätte, sie würden in das freie Textfeld am Ende der Online-Umfrage eingegeben werden.

    Da ich leider keinen Einfluss auf die Durchführung der Studie habe, kann ich die hier genannte Kritik sowie die Anmerkungen nur für mich persönlich mitnehmen. Vielen Dank trotzdem! Ich schätze Ihre Bemühungen sehr.

    Für weitere Kommentare stehe ich nach wie vor jederzeit zur Verfügung.
  • Meerschwein Nele schrieb:

    Conni schrieb:

    Was mir noch einfällt: Wieso ist "Orlando" ein Fantasiename? Seit Orlando Bloom gibt es da ein reales Vorbild. Für mich wären Fantasienamen "ausgedachte" Namen.
    Literaturtipp: "Orlando" von Virginia Woolfe - unbedingt lesen, schöne Literaturverfilmung in den 90ern.
    Aber man kennt sicherlich auch den "Orlando Furioso" von Ariost, ein sehr interessanter nationaler Gründungsmythos, in diesem Fall von Portugal, wie er in der Frühmoderne als neuer Topos auftrat.

    "Orlando" ist natürlich nicht ausgedacht sondern eine Variante von "Roland".
    Vielen Dank für die Literaturvorschläge.
    "Orlando" wird in der o.g. Umfrage als Fantasiename angegeben. Darauf bezog ich mich.
    Bei den Schülereltern kommen aber oft nur die neueren Entwicklungen an (und bei mir in einigen Bereichen auch). Deshalb reagierte Morpheus so irritiert, als ich ihn mit dem griechischen Gott in Verbindung brachte.
    Free Klorollen! Keine Klorollen-Basteleien mehr in Grundschulen!

    Immer wieder gut, Bodo Wartke: youtube.com/watch?v=WiCV4KKW6Nw
  • Eine Schülerin bei uns heißt nach dem grau-weißen Dingern am Himmel. Eine andere nach der Jahreszeit, die derzeit mit großen Schritten im Anmarsch ist. Deren Name ist allerdings auf Englisch.
    Finde ich aber beides (positiv) witzig. Und die Kinder sind echt gut drauf.

    kl. gr. frosch
    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    Merke: wer auf dem Rad friert, fährt zu langsam. (By O.Meier ;) )
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