37 Prozent weniger Gehalt!

  • Grundsätzlich gilt übrigens, dass bei gleicher Qualifikation (Nichterfüller stehen also grundsätzlich auf einem anderen Blatt) und Tätigkeit die Bezahlung an Privatschulen nicht mehr als 20% unter derjenigen an staatlichen Schulen liegen darf. Alles andere ist ein Verstoß gegen den Grundsatz, dass Privatschulen nur genehmigt werden dürfen, wenn die wirtschaftliche Stellung der Lehrkräfte gesichert ist:


    Zitat von Grundgesetz Art. 7 Abs. 4

    Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.

    Ähnliches findet sich auch (eigentlich überflüssigerweise) in den Privatschulgesetzen der Länder.


    Näheres auch hier: https://www.gew-bayern.de/file…ng/Gehalt-Privat-2017.pdf

    Das ist übrigens das, was in den Schulromanen des 19. und beginnenden 20. Jh. als "Presse" bezeichnet wurde. Die Schulen, in denen den Kindern. die es einfach intellektuell nicht bringen, von ihren solventen Eltern ein höherer Abschluss erkauft wird. Diesen Markt bedienen Privatschulen auch heute noch.

    Sehr richtig. Und um gleich noch mit einem Mythos aufzuräumen: Die Kinder der Reichen machen auch bei den teuren Internaten der "Lietz-Schulen"- und "Salem"-Klasse nur einen Teil der Schülerschaft aus. Wenn der Staat so eine Schule loswerden will, weist er die Jugendämter an, dort keine Jugendlichen aus Problemfamilien mehr hinzuschicken. Der Odenwaldschule hat genau das den Todesstoß versetzt, nicht die ausbleibende Abmeldungen aus der geistigen Elite dieses Landes.

    The penis

    Mightier than the sword.

    - frei nach Edward Bulwer-Lytton

  • Es hat seinen Grund, dass an Privatschulen ganz regelmäßig die Lehrkräfte landen, denen woanders keinen Einstieg gelingt...
    Bitte vergleichen mit dem gängigen Mythos der Privatschulen als den Eliteschulen mit dem ultrakompetenten Personal...

    Dem stimme ich vollkommen zu. Ich hab selbst an einer Privatschule gearbeitet. Dort hatte ich nämlich direkt eine Festanstellung bekommen, während ich mich im ÖD mit befristeten Vertretungsstellen hätte rumschlagen müssen.



    Natürlich gibt es einige Annehmlichkeiten, zB was die technologische Ausstattung angeht. Aber von kleineren Klassen oder einem besten Schülerklientel kann ich absolut nicht sprechen. Im Gegenteil - Brennpunktschule mit Schülern, die definitiv nicht in die Oberstufe gehörten.

  • Dem stimme ich vollkommen zu. Ich hab selbst an einer Privatschule gearbeitet. Dort hatte ich nämlich direkt eine Festanstellung bekommen, während ich mich im ÖD mit befristeten Vertretungsstellen hätte rumschlagen müssen.


    Natürlich gibt es einige Annehmlichkeiten, zB was die technologische Ausstattung angeht. Aber von kleineren Klassen oder einem besten Schülerklientel kann ich absolut nicht sprechen. Im Gegenteil - Brennpunktschule mit Schülern, die definitiv nicht in die Oberstufe gehörten.

    Naja, das kommt immer auf die Privatschulen an, die hier bei uns im Ort haben eine Höchstschülerzahl in der Grundschule die deutlich unter 30 liegt festgeschrieben, das nenne ich dann schon eine Annehmlichkeit. Denn die Verhaltenskreativen Kinder habe ich in den Klassen mit 25 bis 30 Schülern genauso

  • Naja, das kommt immer auf die Privatschulen an, die hier bei uns im Ort haben eine Höchstschülerzahl in der Grundschule die deutlich unter 30 liegt festgeschrieben, das nenne ich dann schon eine Annehmlichkeit. Denn die Verhaltenskreativen Kinder habe ich in den Klassen mit 25 bis 30 Schülern genauso

    Ich hatte an der Privatschule mehr anstrengende Kinder als an meiner jetzigen staatlichen Schule.
    Es waren dann zwar vielleicht nur 10 Schüler (sratt 25-30) aber wenn 8 davon verschiedene Auffälligkeiten haben und sich gegenseitig hochschaukeln, dann ist auch 10 schon zu viel.


    Der Vorteil an der Schule war allerdings, dass wir einen eigenen Sozialpädagogen hatten, der häufig mit den Kindern raus gegangen ist, die nicht mehr konnten.

  • Ich hatte an der Privatschule mehr anstrengende Kinder als an meiner jetzigen staatlichen Schule.Es waren dann zwar vielleicht nur 10 Schüler (sratt 25-30) aber wenn 8 davon verschiedene Auffälligkeiten haben und sich gegenseitig hochschaukeln, dann ist auch 10 schon zu viel.


    Der Vorteil an der Schule war allerdings, dass wir einen eigenen Sozialpädagogen hatten, der häufig mit den Kindern raus gegangen ist, die nicht mehr konnten.

    Ja, war hier früher auch so, nun haben wir die 10 verhaltenskreativen Kinder mit noch kreativeren oder betriebsblinden Eltern aber auch in den normalen Schulen und SoPäd-Stunden, nunja, die werden ja pauschal in den ersten drei Jahren pro Klasse und nicht Schüler verteilt.

  • Es hat seinen Grund, dass an Privatschulen ganz regelmäßig die Lehrkräfte landen, denen woanders keinen Einstieg gelingt...
    Bitte vergleichen mit dem gängigen Mythos der Privatschulen als den Eliteschulen mit dem ultrakompetenten Personal...


    Das ist aber ein bisschen "gemein", Meerschwein Nele.


    Es stimmt wohl in dem einen oder anderen Falle, aber es stimmt nicht in der Masse und Mehrheit. Privatschulen sind etwas freier in der Auswahl ihrer Lehrkräfte. Sie nehmen dann auch mal jemanden, der im staatlichen Schulwesen keine Chance hatte/hätte, aber eher wegen des derzeitigen Lehrermangels, denn tendenziell geht, wer kann, an eine staatliche Schule, weil man dort meistens (nicht immer) mehr verdient - im Beispiel 37 Prozent mehr! Es sei denn, es gibt andere Beweggründe, warum man nicht in den ÖD möchte.


    Genauso unzulässig pauschal ist es doch, zu behaupten, an den Privatschulen hat man mehr verhaltensauffällige oder sonstige schwierige Kinder. Das stimmt in dem einen und in dem anderen Falle (ich kenne auch so eine Schule), aber das stimmt ebenfalls nicht in der Masse und in der Mehrheit. Dafür ist die Privatschullandschaft eben doch zu vielfältig. Aber womöglich stimmt es künftig mehr, wenn die (meisten) Förderschulen geschlossen sind. (?)


    PS: Ich beobachte recht interessiert und erstaunt die nicht oder kaum vorhandene Solidarität mit den Kollegen an den Privatschulen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Gleiches Gehalt bei gleicher Ausbildung? Das alles zählt nun anscheinend nicht???

    Aus Solidarität mit dem vom Aussterben bedrohten Schuppentier (als Pangolin gerade in aller Munde) nenne ich mich jetzt so. ;-)

  • Ich beobachte recht interessiert und erstaunt die nicht oder kaum vorhandene Solidarität mit den Kollegen an den Privatschulen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Gleiches Gehalt bei gleicher Ausbildung? Das alles zählt nun anscheinend nicht???

    An eine Privatschule zu gehen hat jeder selber entschieden, weniger Gehalt als der Rest an einer öffentlichen Schule zu bekommen sicher nicht, denn da arbeitet man ja mit anderen Versprechungen.

  • PS: Ich beobachte recht interessiert und erstaunt die nicht oder kaum vorhandene Solidarität mit den Kollegen an den Privatschulen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Gleiches Gehalt bei gleicher Ausbildung? Das alles zählt nun anscheinend nicht???

    Wer an einer "privaten" Schule arbeitet, hat sich oft

    • bewusst für eine obskure pädagogische Methode entschieden und lehnt das staatliche Erziehungsssystem ab
    • oder ist an einer Schule, die soviel Schulgeld erhebt oder einer religiösen Richtung anhängt, um potentielle Problemfälle auf Abstand zu halten,
    • oder hat das Zweite Staatsexamen nicht bestanden (deutet auf eine mangelnde pädagogisch-fachliche oder persönliche Eignung als Lehrkraft hin)
    • oder ein sehr schlechtes Zweites Staatsexamen gemacht (deutet ebenfalls auf eine mangelnde pädagogisch-fachliche oder persönliche Eignung als Lehrkraft hin)
    • oder hat bewusst nicht auf Lehramt studiert und ist dann an eine Privatschule als Lehrkraft geflüchtet, weil er in seinem ursprünglich studierten Beruf überfordert war.

    Warum genau noch einmal sollte ich mit solchen Personen solidarisch sein? Warum nicht (auch) mit Tanzlehrern und Fahrlehrern? DIe verdienen noch weniger als die "Privat"schullehrer (wobei "Privat"schulen oft zu 90% vom Staat finanziert werden und man sich dann automatisch fragt, wohin das Geld fließt, wenn nicht in die Lehrergehälter. Ach ja, angenehmere Arbeitsbedingungen in Form von kleineren Klassen haben auch ihren Preis...).


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

    Einmal editiert, zuletzt von Mikael ()

  • Wer an einer "privaten" Schule arbeitet, hat sich oft

    • bewusst für eine obskure pädagogische Methode entschieden und lehnt das staatliche Erziehungsssystem ab
    • oder ist an einer Schule, die soviel Schulgeld erhebt oder einer religiösen Richtung anhängt, um potentielle Problemfälle auf Abstand zu halten,
    • oder hat das Zweite Staatsexamen nicht bestanden (deutet auf eine mangelnde pädagogisch-fachliche oder persönliche Eignung als Lehrkraft hin)
    • oder ein sehr schlechtes Zweites Staatsexamen gemacht (deutet ebenfalls auf eine mangelnde pädagogisch-fachliche oder persönliche Eignung als Lehrkraft hin)
    • oder hat bewusst nicht auf Lehramt studiert und ist dann an eine Privatschule als Lehrkraft geflüchtet, weil er in seinem ursprünglich studierten Beruf überfordert war.

    Warum genau noch einmal sollte ich mit solchen Personen solidarisch sein? Warum nicht (auch) mit Tanzlehrern und Fahrlehrern? DIe verdienen noch weniger als die "Privat"schullehrer (wobei "Privat"schulen oft zu 90% vom Staat finanziert werden und man sich dann automatisch fragt, wohin das Geld fließt, wenn nicht in die Lehrergehälter. Ach ja, angenehmere Arbeitsbedingungen in Form von kleineren Klassen haben auch ihren Preis...).


    Gruß !


    Deine Einschätzung von Privatschullehrer ist ganz schön abschätzig und trifft sicherlich auf den Großteil nicht zu. Der verlinkte Artikel bezieht sich ja auf Bayern und hier gab es in den letzten 2 Jahrzehnten an vielen Schularten (GS, RS, GYM) einen massiven Lehrerüberschuss, sodass viele Lehrer, auch mit gutem Examen, auf der Straße standen. Viele von ihnen sind auf Privatschulen ausgewichen, um weiterhin als Lehrer arbeiten zu dürfen.

  • Vor allem diejenigen KuK, die in den 80iger bis 90iger Jahren mit dem 2. Stex fertig waren, haben kaum noch Stellen an den staatlichen Schulen bekommen. Hier in NRW konnte man sich mit manchen Fächern nicht mal mehr bewerben. Von diesen KollegInnen sind viele an die Privatschulen gegangen, um überhaupt als LehrerIn arbeiten zu können.
    Viele von denen gehen bald in Rente und dann haben diese Schulen ein massives Nachwuchsproblem.
    Ansonsten stimmt die Einschätzung, dass immer mal Leute mit nicht so dollen Examensnoten genommen wurden - nur dass das nicht unbedingt die wirklich schlechteren KuK sind.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • ... Warum genau noch einmal sollte ich mit solchen Personen solidarisch sein? Warum nicht (auch) mit Tanzlehrern und Fahrlehrern? ...

    Du weißt, um welche Lehrer es geht!


    Und es geht diesbezüglich um den gleichen Lohn für gleiche Arbeit und die gleiche Ausbildung, die den gleichen Verdienst begründet (für viele von euch). Aber nun plötzlich nicht.


    An eine Privatschule zu gehen hat jeder selber entschieden ...


    Kann man doch dann bei jedem Lehrer sagen, auch bei Grundschullehrern also, die jetzt über ihre Gehälter jammern. Und man sagt das ja auch. Man sagt ja, dass es wegen der schlechteren Bezahlung zu wenige Grundschullehrer gibt, d.h., die Lehramtsinteressenten wissen, worauf sie sich einlassen, wussten es also auch früher schon. Und jammern doch jetzt und fordern Solidarität für sich. Weil gleicher Lohn für gleiche Arbeit und wegen der gleichlangen Ausbildung neuerdings.


    Komisch, wieso man das hier den Privatschullehrern so vehement abspricht. Hätte ich nicht erwartet.

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    6 Mal editiert, zuletzt von Das Pangolin ()

  • Und es geht diesbezüglich um den gleichen Lohn für gleiche Arbeit und die gleiche Ausbildung, die den gleichen Verdienst begründet (für viele von euch). Aber nun plötzlich nicht.

    Nein, es ist nicht die "gleiche Arbeit" und teilweise auch nicht die "gleiche Ausbildung". Gründe habe ich dir genannt. Insbesondere wenn der Träger einer Ersatzschule die 90%-FInanzierung pro Schüler in kleinere Klassen und nicht in die Lehrergehälter steckt, was geht mich das an?


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

  • Und es geht diesbezüglich um den gleichen Lohn für gleiche Arbeit und die gleiche Ausbildung, die den gleichen Verdienst begründet (für viele von euch). Aber nun plötzlich nicht.

    Also, Mikael hat hier mal erzählt, dass er nach Abzug der KK ca. 2.600 € raushat. Da muss ich als Privatschul"lehrer" ganz ehrlich sagen - nein danke, da verzichte ich auf den gleichen Verdienst. Ich bin ja nicht blöd (trotz Privatschule).

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    - frei nach Edward Bulwer-Lytton

  • Nein, es ist nicht die "gleiche Arbeit" und teilweise auch nicht die "gleiche Ausbildung". Gründe habe ich dir genannt. Insbesondere wenn der Träger einer Ersatzschule die 90%-FInanzierung pro Schüler in kleinere Klassen und nicht in die Lehrergehälter steckt, was geht mich das an?
    Gruß !


    Kann ich jetzt nicht nachvollziehen, aber ich denke mal, es hängt vor allem davon ab, um was für eine Privatschule es sich handelt. Und da die Privatschullandschaft so vielfältig ist, finde ich es jetzt müßig, alle Varianten durchzuspielen. Fakt ist, dass es auch solche gibt, die sich inhaltlich kaum von den öffentlichen unterscheiden (sie wurden z.B. von Elterninitiativen dort gegründet, wo die staatliche Schule schloss) und dass es an Privatschulen auch Lehrer mit der gleichen Ausbildung, wie wir sie haben, gibt. Über den Anteil weiß ich aber momentan nichts.

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  • Kann ich jetzt nicht nachvollziehen, aber ich denke mal, es hängt vor allem davon ab, um was für eine Privatschule es sich handelt. Und da die Privatschullandschaft so vielfältig ist, finde ich es jetzt müßig, alle Varianten durchzuspielen. Fakt ist, dass es auch solche gibt, die sich inhaltlich kaum von den öffentlichen unterscheiden (sie wurden z.B. von Elterninitiativen dort gegründet, wo die staatliche Schule schloss) und dass es an Privatschulen auch Lehrer mit der gleichen Ausbildung, wie wir sie haben, gibt. Über den Anteil weiß ich aber momentan nichts.

    Also noch einmal: Wenn diese "Privat"schulen praktisch diesselbe Arbeit wie die staatlichen Schulen machen und auch die Lehrkräfte dieselbe Qualifikation haben, dann handelt es sich i.d.R. um staatlich anerkannte Ersatzschulen. Und diese erhalten vom Staat ca. 90% (kommt aufs Bundesland an) der Kosten der Schüler ersetzt, wie sie an staatlichen Schulen anfallen. Zusätzlich erheben diese Schulen oft Schulgeld. WOHIN FLIEßT DAS GANZE GELD? Wenn es nicht in die Lehrergehälter (du postulierst hier 37% Unterschied) fließt, dann fließt es in andere Dinge, z.B. bessere Ausstattung, kleinere Klassen usw., also in "bessere" Arbeitsbedingungen. Die geringeren Gehälter sind dann der "Preis" für diese Annehmlichkeiten. Also, warum sollte ich genau noch einmal "solidarisch" sein?


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

  • Ich weiß, Mikael, dass Solidarität nicht so deins ist.


    Ich habe ja oben gesagt, Privatschulen, die ihre Lehrer geringer bezahlen, benutzen das Geld für andere "schöne Dinge". Du nennst das beispielhaft. D.h. die Lehrer an den Privatschulen bezahlen das aus ihren Gehältern (mit). Sie werden aber nicht gefragt, ob sie das wollen.


    Unterschiede gibt es auch zwischen staatlichen Schulen in einem Bundesland und von Bundesland zu Bundesland. Auch je nach Finanzstärke des Bundeslandes oder "politischem Gestaltungswillen". Manche Bundesländer stecken ja jetzt auch ihre begrenzten Mittel lieber in höhere Lehrergehälter (A 13 für alle), andere womöglich in eine bessere Ausstattung und bessere Arbeitsbedingungen (wofür ich bekanntlich eintrete).


    Die Argumentation gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder gleicher Lohn wegen gleicher Ausbildung ist dadurch nicht aufgehoben. Sie gilt oder sie gilt eben nicht. Jetzt scheint es aber so, dass sie nur gilt, wo sie einem selber nützt.

    Aus Solidarität mit dem vom Aussterben bedrohten Schuppentier (als Pangolin gerade in aller Munde) nenne ich mich jetzt so. ;-)

  • Du willst oder kannst es nicht verstehen und komnst immer mit deinem "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und "gleicher Lohn wegen gleicher Ausbildung". Ich habe dir jetzt oft genug erklärt, dass es an "Privat"schulen eben nicht "die gleiche Arbeit" ist. Und oft auch nicht "die gleiche Ausbildung".


    Wer "gleichen Lohn für gleiche Arbeit" oder "gleichen Lohn bei gleicher Ausbildung" will, ist immer noch beim Staat am Bestem aufgehoben. Und selbst dort ist es nicht immer der Fall. In der "freien" Wirtschaft, wozu auch die "Privat"schulen gehören, ist es fast nie der Fall. Wer sich für eine "Privat"schule entscheidet, macht das aus bestimmten Gründen und hat deshalb nicht das Recht, die Gesellschaft im Allgemeinen und die Lehrer an staatlichen Schulen im Speziellen per "Solidaritätsaufruf" zur Übernahme irgendeiner verteilungspolitischen Position zu zwingen. Wer eine Gesellschaft will, in der alle dasselbe verdienen, am Besten aber noch "nach ihren Bedürfnissen", nicht nach ihrer Ausbildung oder ihren Leistungen, der kann sich ja gerne entsprechend politisch engagieren. Aber bitte nicht mit diesem Pseudo-Solidaritäts-Geschwätz hier ankommen.


    Gruß !

  • Nein, das verstehe ich wirklich nicht, Mikael. Warum ist es die "gleiche Arbeit" an Grundschulen und weiterführenden Schulen und es ist nicht die gleiche Arbeit an öffentlichen und an privaten Schulen, also auch an öffentlichen und an privaten Grundschulen (abgesehen vielleicht von Waldorfschulen, keine Ahnung) ... Was ist denn da anders?


    PS: Ja, das habe ich auch vermutet, Solidarität klingt für dich zu sehr nach Sozialismus, nicht wahr? Lassen wir das einfach. Es lenkt nur ab. Ich entschuldige mich hiermit, dass ich das eingeworfen habe. Das war unsachlich.

    Aus Solidarität mit dem vom Aussterben bedrohten Schuppentier (als Pangolin gerade in aller Munde) nenne ich mich jetzt so. ;-)

  • Eine ehemalige Kollegin hat gekündigt und ist an eine Privatschule gewechselt..


    Sie wusste, dass sie deutlich weniger verdienen wird. Sie hat das aber in Kauf genommen, weil ihr das Schülerklientel und die allgemeinen Arbeitsbedingungen dort besser gefielen.


    Man könnte auch sagen, dass sie sich dort weniger anstrengen muss.

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