Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • @Antimon: Wenn man vernünftig lüftet (den CO2-Gehalt konstant unter 1000 hält), wird es dermaßen arschkalt, dass es eigentlich nicht auszuhalten ist. Wer nur einmal in der Unterrichtsstunde kurz das Fenster aufmacht, der hat keines, da hast du Recht.

  • Die Belastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, war natürlich immer ein Ziel.

    Es scheint mir nur so dass es derzeit DAS EINZIGE ist.

    Am 18.03.2020 - ja so lange ist das mittlerweile her - erklärte Angela Merkel in ihrer "Rede an die Nation", dass es das Ziel sei, Zeit zu gewinnen. Zeit, einen Impfstoff zu entwickeln und Zeit, den Erkrankten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.


    Impfstoffentwicklung: check


    Für das zweite Ziel gibt es bis heute kein brauchbares Erfassungssystem, das etwa die Be- oder Überlastung des Gesundheitssystems messen würde. Es scheint also schon immer das lässlichere Ziel gewesen zu sein. Wenn allerdings niemand weiß, inwiefern dieses Ziel erreicht oder verfehlt wird (weil es schlicht nicht erfasst wird), dann kann es wohl kaum als Argument für die Aufrechterhaltung, Verschärfung und dummerweiße auch für die Lockerung oder für die Abschaffung von Maßnahmen herhalten.


    Für eine Einschätzung der Belastung des Gesundheitssystems "nach Gefühl" sind die Einschränkungen und Opfer zu hoch. Von der anderen Seite gesehen, ist das Risiko für dieses Fischen im Trüben zu hoch.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Die Maßnahmen reichen meiner Meinung nicht für Omikron.

    Schon bei Delta gab es trotz der Schutzmaßnahmen Ansteckungen in der Schule.

    Wie sollen die jetzt bei Omikron reichen?

  • Das ist ein Fazit, das man aus der Beobachtung, dass unsere ganzen schönen Maßnahmen an der Ausbreitung eines respiratorischen Virus wenig ändern, ziehen kann.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Darüber hinaus ist die Impfquote in Polen deutlich niedriger als in Deutschland. Anders ausgedrückt, in D gibt es eine höhere Bereitschaft, seinen persönlichen Beitrag zu leisten. Der bleibt nur bislang unbelohnt in Hinblick auf die Eröffnung mittel- bis langfristiger Perspektiven

    Der Beitrag durchs Impfen muss ja auch nicht vom Staat belohnt werden. Er wird dadurch belohnt, dass man mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht schwer erkrankt. Das finde ich schon mal super.

    Nicht in dieser Form vorherzusehen war das schnelle Erscheinen einer Virusvariante, die der Infektion so gut entgeht. Aber auch bei der ist die W. die Infektion weiterzugeben reduziert.

    Insofern stimmt es leider, dass die altruistisch gedachte Impfung nicht den von vielen erhofften Effekt hat, einen guten Effekt hat sie dennoch.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • @Antimon: Wenn man vernünftig lüftet (den CO2-Gehalt konstant unter 1000 hält), wird es dermaßen arschkalt, dass es eigentlich nicht auszuhalten ist. Wer nur einmal in der Unterrichtsstunde kurz das Fenster aufmacht, der hat keines, da hast du Recht.

    Nö. Ich habe ein CO2-Messgerät, ich lüfte "vernünftig" und niemand erfriert. "Arschkalt" heisst thermisches Gleichgewicht mit der Umgebung und dann lüftet logischerweise gar nichts mehr.

  • es gibt Masken und Tests und man muss seinen impfstatus nachweisen

    Es gilt 3G im ÖV, wenn ich nach Weil rüber einkaufen gehe, muss ich FFP2 tragen. In der Gastro neuerdings 2G+. Das ist nur das, was ich unmittelbar mitbekomme und natürlich ist das deutlich strenger als bei uns.

  • Der Beitrag durchs Impfen muss ja auch nicht vom Staat belohnt werden. Er wird dadurch belohnt, dass man mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht schwer erkrankt. Das finde ich schon mal super.

    Nicht in dieser Form vorherzusehen war das schnelle Erscheinen einer Virusvariante, die der Infektion so gut entgeht. Aber auch bei der ist die W. die Infektion weiterzugeben reduziert.

    Insofern stimmt es leider, dass die altruistisch gedachte Impfung nicht den von vielen erhofften Effekt hat, einen guten Effekt hat sie dennoch.

    Doch, dass Virusvarianten auftreten ist schon vorhersehbar. Und "Belohnung" ist vielleicht der falsche Begriff, aber die Regierung muss sich langsam überlegen, wie sie die Leute bei Laune halten will, die inzwischen geboostert sind trotzdem nicht zum Fußball dürfen.


    Die Schlagzeilen der Tagesschau sind seit 2 Jahren zu 2/3 mit Inzidenzen steigen oder fallen/Lauterbach sagt dies oder jenes/in China, Großbritannien, Indien passiert gerade Folgendes voll. Mir reicht es auch. Dabei habe ich eine vulnerable Person in der Familie und meinetwegen hätte man die Impfpflicht schon im Oktober durchdrücken können. Aber aus lauter Angst zögert man, jetzt kommt sie vielleicht im Mai für ein paar Hanseln. Altenpflegerinnen, die sich zu Recht verarscht vorkommen, kündigen reihenweise.


    Dieses Rumeiern, jede Woche gilt in jedem Landkreis was anderes, gegen Schwurbler wird nicht mit Härte durchgegriffen und die ganze Zeit sind die gearscht, die aufpassen und alles umsetzen, verzichten aber die, die das Problem sind, denen pudert man den Hintern. Ich sehe tatsächlich gerade auch nicht mehr, wie es weitergehen soll.

  • Es gilt 3G im ÖV, wenn ich nach Weil rüber einkaufen gehe, muss ich FFP2 tragen. In der Gastro neuerdings 2G+. Das ist nur das, was ich unmittelbar mitbekomme und natürlich ist das deutlich strenger als bei uns.

    Ich glaube, Sissymaus ging es um den Alltag und die Maßnahmen in der Schule (Masketragen, Testungen der SuS und Nachweis des Impfstatus' der KuK), denn darum drehte sich ja auch der von gingergirl verlinkte Bericht und deine Aussagen bezogen sich ja auch darauf:

    Meine Realität ist Tee und Kuchen und hin und wieder ein positiver Test. Wenn die Masken nicht wären, wäre das Leben eigentlich normal. Bei uns hat auch keiner Angst. Es ist mehr so... "Wo is'n die Liliane heute?"... "Die hat Corona. Kann sie über Teams dabei sein?"... "Ja... Winken Sie mal der Liliane!"... "HALLOOOOOO!!!"... Und dann ist halt Unterricht. Was ich in den Kommentaren wirklich nicht nachvollziehen kann, was so furchtbar stressig am Lüften sein soll. Meine Tür ist die ganze Zeit offen und das Fenster geht 1 x pro Lektion auf. Was stört mich denn daran? Ich laufe während ich spreche halt zum Fenster und öffne es. Mimimi. Man kann aus allem ein Drama machen

    Oder habe ich dich falsch verstanden Sissymaus ?

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Der Beitrag durchs Impfen muss ja auch nicht vom Staat belohnt werden. Er wird dadurch belohnt, dass man mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht schwer erkrankt. Das finde ich schon mal super.

    Nicht in dieser Form vorherzusehen war das schnelle Erscheinen einer Virusvariante, die der Infektion so gut entgeht. Aber auch bei der ist die W. die Infektion weiterzugeben reduziert.

    Insofern stimmt es leider, dass die altruistisch gedachte Impfung nicht den von vielen erhofften Effekt hat, einen guten Effekt hat sie dennoch.

    Ich hätte wohl den Begriff "belohnen" in Anführungsstriche setzen sollen. Denn ich persönlich halte die Wiederherstellung des Normalzustandes und die Rücknahme einschränkender Maßnahmen mitnichten für eine Belohnung des Staates. Vielmehr sollte dies das erklärte Ziel und die Pflicht der Regierungsverantwortlichen sein.


    Und nein, die Mutationsfähigkeit des Virus war nicht "nicht vorherzusehen". Jeder mit ein bisschen Kenn wusste das. Corona-Viren sind seit ewigen Zeiten in der Welt. Vielmehr hatte man ja bereits mit dem Wechsel vom Wildtyp auf den Delta-Typ erfahren, wie schnell das auch mit der Covid-19 Variante passiert. Und dass die Evolution jede Menge in Petto hat, was die dann möglichen Veränderungen angeht, das weiß man seit Darwin. Das wird übrigens auch so bleiben. Mit Deltacron, Pi, Sigma stehen uns neue und andere Varianten ins Haus. Eigenschaften - mal schauen. (Das schreib ich jetzt, damit ich nächstes Jahr auf diese bahnbrechende Erkenntnis hier und heute verweisen kann)


    Am Effekt der Impfung gibt es meinerseits keinen Zweifel. Genau daraus leite ich ja meine Frage nach dem Ende oder der größtmöglichen Rücknahme der anderweitigen Maßnahmen ab. Bin dreimal geimpft und bin bereit das immer wieder zu tun. Ich mache auch in sensiblen Bereichen noch nen Test obendrauf. Was könnte ich perspektivisch noch tun, damit ich nicht wie gestern von morgens um 8 bis nachmittags 16 Uhr mit Maske arbeiten, reden, unterrichten muss? Dass ich mich im Baumarkt nicht einer Kaskade von Abfragen nach Nachweisen und Unterlagen gegenüber sehe, gegen die der Grenzübertritt aus der DDR ein Witz war?

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

    Einmal editiert, zuletzt von elCaputo ()

  • Ja, wahrscheinlich. Nur dann hat sie den falschen Beitrag zitiert, das war der mit dem Oxford Stringency Index.

    Aber darauf bezog sich doch der erste Absatz ihres Beitrags, oder nicht?

    Erst im 2. Absatz hat sie sich m. E. auf deine Aussage bzgl. des Schultalltags (und damit letztendlich auf den Artikel, in dem diese Lehrerin vom derzeitigen Präsenzunterricht berichtet) bezogen.


    Aber ich will hier nicht spekulieren. Vielleicht kann Sissymaus das selber mal aufklären!

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Man kann ja nur weil keine ganzen Schulklassen in Quarantäne sind (und das trifft natürlich auch nicht auf *alle* Schulen zu) nicht den Schluss ziehen, es gäbe eigentlich kaum Massnahmen. Ich zählte ja alleine drei davon auf, von denen ich unmittelbar bei Grenzübertritt betroffen bin, die deutlich strenger sind als bei uns. Wenn ich recht informiert bin, müsste ich sogar das Zertifikat zeigen, wenn ich in einen Klamottenladen einkaufen gehe.


    Bei uns im Schulhaus ist übrigens eine ganze Klasse schon seit 2 Wochen in Quarantäne. Da ist aber auch ein extrem unglücklicher Einzelfall dabei und ich bin durchaus der Meinung, dass unser Kantonsarzt an der Stelle absolut überzogenen reagiert hat. Das macht aber insgesamt und landesweit die Massnahmen nicht strenger.

  • Dazu las ich folgendes


    Wenn eine Region (z. B. Landkreis in Bayern oder Sachsen) die Schulen schloss (vor Weihnachten), dann zählte Oxford es für das ganze Land. Genauer, es wurde in einem Zeitraum immer die stärkste Einschränkung irgendwo in einem Staat genommen, egal wie verbreitet sie war. Und es zählten nicht alle Maßnahmen (wir verdanken den Status auch der Schulschließung vor Weihnachten (gab viele Punkte) - wir wissen alle hier, sie war nicht verbreitet und andauernd). Die Niederlande steht mit seinem Lockdown (in diesem Zeitraum) besser da.


    Ich suche jetzt nicht den Artikel heraus, Antimon hat mich sowieso blockiert, aber gerade dieser Index wurde ziemlich zerrissen (und die Ersteller gaben dem Recht, es soll irgendwann geändert werden).



    Und ja, wenn einzelne Maßnahmen in einzelnen Landkreisen so viel Gewicht kriegen, dann ändert sich der Index für einen Bundesstaat Deutschland mit über 400 Landkreisen häufiger als in Luxemburg.



    Ergänzung (Mein Artikel ist hinter einer Bezahlschranke, ich habe jetzt doch gesucht und dies gefunden)


    https://www.tagesschau.de/fakt…stringency-index-101.html


    (Auch Schweden hat angeblich stärkere Maßnahmen als Dänemark.)


    Weitere Ergänzung

    Zitat aus obigen Beitrag "Projektleiter Thomas Hale bestätigt dies auf Anfrage von tagesschau.de: "Wenn nur ein Bundesland in Deutschland die strengsten Vorschriften eingeführt hat, der Rest des Landes aber keine ähnlichen Vorschriften hat, erfassen wir die strengsten Vorschriften und fügen eine entsprechende Kennzeichnung hinzu."

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

    3 Mal editiert, zuletzt von Kris24 ()

  • elCaputo, du würdest deinen Aussagen meiner Meinung nach mehr Glaubwürdigkeit verleihen, wenn du DDR-Vergleiche unterließest. In der DDR gab's übrigens Impfpflicht en, da wäre niemand auf die Idee gekommen, mit Fackeln vor Ulbrichts Haus zu ziehen, nicht wahr?

  • zu Maßnahmen


    In Baden-Württemberg (z. B.Weil) gilt teilweise seit letzten Mittwoch FFP2-Maske. (z. B. Einkauf), erst einmal bis Ende Januar (es waren vergangene Woche immer noch zu viele aus der letzten Welle hospitalisiert und man will die nächste Welle verzögern).


    Aber wer geboostert ist, kann ohne Test in Gastronomie etc. Letzten Dienstag reichte noch OP-Maske. Bei uns verkaufen die Geschäfte am Eingang sie zum Selbstkostenpreis, wenn jemand keine hat. Ich habe genau einen Test bisher benötigt (Theater Anfang Dezember, am Tag darauf wurde es für Geboosterte bereits erlassen).

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Für das zweite Ziel gibt es bis heute kein brauchbares Erfassungssystem, das etwa die Be- oder Überlastung des Gesundheitssystems messen würde. Es scheint also schon immer das lässlichere Ziel gewesen zu sein. Wenn allerdings niemand weiß, inwiefern dieses Ziel erreicht oder verfehlt wird (weil es schlicht nicht erfasst wird), dann kann es wohl kaum als Argument für die Aufrechterhaltung, Verschärfung und dummerweiße auch für die Lockerung oder für die Abschaffung von Maßnahmen herhalten.


    Für eine Einschätzung der Belastung des Gesundheitssystems "nach Gefühl" sind die Einschränkungen und Opfer zu hoch. Von der anderen Seite gesehen, ist das Risiko für dieses Fischen im Trüben zu hoch.

    Die Belegungsquote der ITS lässt sich genau wie der Anteil der Covid-19-Patienten an den gesamten ITS-Patienten messen und entsprechend mit Zeiten vor der Pandemie vergleichen. Das gilt genauso für den Anteil von notwendigerweise verschobenen Operationen. Daraus lässt sich - anders als du behauptest - sehr wohl die Be- und teils leider auch Überlastung des Gesundheitssystems ableiten. Von einer reinen Belastung "nach Gefühl" kann hier überhaupt keine Rede sein.

  • Die Belegungsquote der ITS lässt sich genau wie der Anteil der Covid-19-Patienten an den gesamten ITS-Patienten messen und entsprechend mit Zeiten vor der Pandemie vergleichen. Das gilt genauso für den Anteil von notwendigerweise verschobenen Operationen. Daraus lässt sich - anders als du behauptest - sehr wohl die Be- und teils leider auch Überlastung des Gesundheitssystems ableiten. Von einer reinen Belastung "nach Gefühl" kann hier überhaupt keine Rede sein.

    Fakt 1: Die Meldung zu den ITS im Rahmen des DIVI Intensivregister wurde erst wurde erst mit Pandemie-Beginn im April 2020 eingeführt. Ein Vergleich mit "vor der Pandemie" ist daher nicht möglich, wie Du behauptest.


    Fakt 2: Das Gesundheitssystem, dessen Überlastung es vorzubeugen gilt, besteht aus mehr als Intensivbetten.


    Fakt 3: Notwendige Operationen, die bislang nicht durchgeführt werden, ergeben sich nicht primär aus der tatsächlichen Auslastung, sondern ergeben sich aus der antizipierten Auslastung. Die Kliniken verschieben Operationen, weil sie Reserven für Corona-Patienten vorhalten, von denen keiner weiß, ob die tatsächlich eintreffen. Diese "Notreserve" wiederum ist lukrativ, denn dafür bekommen die Kliniken Geld, ohne dass tatsächlich Arbeit und damit Kosten (Gerätemedizin, Personal etc.) anfällt. Wie vertrauenswürdig wiederum die Zahlen der Kliniken in diesem Lichte sind, wurde bereits erklecklich erörtert. Stichwort: Divi-Gate

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Der aktuelle Oxford Stringency Index für Europa:



    Je röter, desto durchdreh. Das Krönchen geht an Deutschland, herzlichen Glückwunsch.

    Wurde zwar zwar von Sissymaus und Kris bereits angesprochen, dennoch auch von mir nochmal der Hinweis, dass deine Aussage ebenso Quatsch ist, wie dieser sogenannte Index, der - wie dir klar sein könnte, wenn du diesen nicht nur dazu verwendet hättest deine aktuelle Laune und Haltung bestätigen zu lassen, sondern kritisch geprüft hättest, wie du es anderen ja auch zurecht abverlangst an anderer Stelle- der also gerade keinen zuverlässigen Vergleich von landesweiten Maßnahmen oder deren Schweregrad zulässt, sondern ein Zerrbild liefert, welches dem Gefühl eines Lindberghs entspricht, der insofern deinen Beitrag gerne bestätigt, aber eben die realen, belegbaren Fakten nicht ausreichend darlegt.

    Vor allem darf man nie vergessen, dass egal wie "milde" Maßnahmen in z.B. China klingen mögen, eine Anweisung an die X Millionen Bewohner einer Stadt 14 Tage Haus oder Wohnung nicht mehr zu verlassen durch ganz andere staatliche Repressalien abgesichert ist als hierzulande, die tatsächlich oder individuell gefühlt rigidere Maßnahmen gar nicht erst erforderlich machen- das System an sich ist ja bereits ausreichend menschenverachtend und rigide.


    Es ist erzählt insofern alles Nötige über diesen Index, sich vor Augen zu halten, dass ausgerechnet China weniger strikte Maßnahmen haben soll als Deutschland, das eine Demokratie ist, Menschenrechte achtet, Coronamaßnahmen immer wieder gerichtlich überprüft und bei Bedarf auch aufhebt, wenn nicht ausreichend rechtlich abgesichert bzw. vertretbar, rechtliche Grenzen setzt für schärfere Maßnahmen, etc.


    Ein bisserl Quellenkritik darf schon sein (und ich weiß, dass dir das, wenn du dir den Index genauer anschaust und dessen Zustandekommen betrachtest auch klar ist, wie wenig aussagekräftig dieser ist). :-)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    3 Mal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: Tippfehler+ Absätze zur Verbesserung der Lesbarkeit.

Werbung