Entscheidung: Studium Kunst/Deutsch LA Gymnasial das Richtige?

  • Hallo zusammen,


    vorweg ist anzumerken, dass meine Umstände sehr kompliziert sind und mich mittlerweile psychisch belasten. Ich brach im Herbst letzten Jahres meine Ausbildung ab, da ich sehr unglücklich mit meiner Entscheidung war. Ich wollte seit meinem Abschluss eigentlich immer etwas im künstlerischen Genre studieren, konnte meine Eltern aber nicht davon überzeugen mich freie Kunst studieren zu lassen. Mein Arbeitsalltag hat mich ausgelaugt und ich fand keine Zeit mehr für mein Hobby. Das hat mich unglaublich unglücklich gemacht. So sehr, dass ich offen gesagt in ein tiefes, depressives, schwarzes Loch fiel. Ich wusste jedoch was mir helfen würde. Ganz einfach: ich brauche Kunst in meinem Leben und einen Job der mich erfüllt. Schnell fiel mir ein, wie sehr ich es liebte Menschen in meinem Umfeld oder auch ,"Fremden" etwas beizubringen und meinen Standpunkt zu vertreten. Ich war schon immer ein offener Mensch, hilfsbereit, selbstbewusst und auch ein bisschen besserwisserisch. Besonders aber war ich schon immer ein Mensch mit Erklärungslust (Wortneuschöpfungen sind meine Stärke) und einem offenen Ohr für Fragen. Da war der Gedanke geboren:


    Wieso studiere ich nicht auf Lehramt?

    Ich habe mich letztes Jahr auf gut Glück eingeschrieben, wurde jedoch abgelehnt. Ich suchte also erneut nach einer Ausbildung, ohne Erfolg. Nichts sprach mich an. Nun sitze ich wieder hier - ein Jahr später - erneut mit dem Gedanken spielend, auf Lehramt zu studieren. In den Sinn kommt mir zuerst Kunst, einfach weil Kunst mein Leben ist und ich es mir nicht vorstellen kann, einen Beruf ohne Kunst auszuüben. Ich weiß, dass man im Kunstunterricht als Lehrer nicht malt. Ich weiß aber auch, dass man Kunstgeschichte erläutert, Theorie und Praxis bespricht und den Schülern zu eigenen Kreationen verhilft.

    Was das Fach Deutsch betrifft... Es ist das einzige Zweitfach, das ich mir interessant vorstelle. Ich habe Deutsch selbst als Schülerin geliebt und habe mir gewünscht, hinter die Kulissen und in das Deutschstudium schauen zu können. Ich habe mich sehr gern nach dem Unterricht mit meiner damaligen Lehrerin über dt. Literatur unterhalten. Ich würde auch ein anderes Fach als Zweitfach belegen, jedoch war ich in der Schule und im Abitur nur durchschnittlich in allen anderen Fächern. Ich war ganz okay in Chemie und Biologie (mein Traum war es mal, Biologin zu werden), spreche perfektes, flüssiges und sicheres Englisch (ich wurde in meiner Kindheit stark gefördert) und interessiere mich auch für Pädagogik und Geschichte. Jedoch kann ich mir nicht wirklich vorstellen, diese Fächer zu unterrichten (und einen TOEFL-Test kann ich mir nicht leisten). Ich weiß aber nicht, was einen guten Deutschlehrer ausmacht. Vielleicht könnt ihr mir ja einige Einblicke gewähren oder eure Meinung teilen?:/


    Nun kommen wir zu meinem größten Anliegen, über welches ich mich selten traue zu sprechen:


    Freizeit

    Aus allen Richtungen höre ich oft, man solle sich einen Beruf suchen in welchem man eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit einhalten kann. Es ist wahrscheinlich schwer dies zu beantworten, aber wie sähe denn mein Wochenplan als Lehrerin in den beiden Fächern (KU, DE) aus? Mir ist die Malerei sehr wichtig und es würde mich nur endlos unglücklich machen, mich auf einen Beruf festzulegen, dafür studieren zu gehen und am Ende wieder keine Zeit für meine Leidenschaft zu haben. Dies war ja der ausschlaggebende Punkt, wieso ich es in meiner Ausbildung nicht ausgehalten habe. Damals in der Schule ist der Großteil meiner Mitschüler davon ausgegangen, dass Lehrer ein einfaches Leben haben. Ganz nach dem Motto "die kommen doch morgens zur Schule, unterrichten bis 15:00 und gehen dann nach Hause und können machen was sie wollen. Außerdem haben sie dazu noch Ferien!"

    Ich kann mir vorstellen, dass die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts extrem zeitaufwändig sein kann. Besonders, wenn man mehrere Kurse unterrichtet oder gerade Klausurphase ist.

    An die Lehrer: wie viel Zeit verbringt ihr denn nach der Arbeit mit eurer...Arbeit? Wie viel Freizeit habt ihr durchschnittlich? Bleibt Zeit für eure Hobbies und Entspannung?

    Wahrscheinlich pendeln sich einige Dinge nach ein paar Jahren in einen gewissen Rhythmus ein, durch welchen man nicht immer wieder alles neu machen muss (Unterrichtsinhalte, Unterrichtsabläufe, Material,...). Ich kann mich aber auch irren :_o_D Meine Lehrer meinten damals, dass sie locker auch mal über 52h in der Woche arbeiten. Wenn das mal vorkommt ist das für mich kein Beinbruch, aber ich weiß nicht wie es für mich wäre, wenn es nicht manchmal sondern meistens vorkommen würde. Deutsch ist natürlich ein sehr aufwändiges Fach. Die Klausuren fallen lang aus, es gibt viel Literatur zu besprechen und auch die Hausaufgaben bestehen normalerweise aus schreiborientierten Aufgaben. Dagegen scheint mir Kunst als Ausgleich ein entspanntes Fach zu sein. Auch hier gibt es natürlich Theorie, aus meiner Erfahrung als Schülerin aber wohl eher in lockerer Form. Im Vordergrund steht hier die Bewältigung einer praktischen Aufgabe zur Benotung.


    Ich würde mir einfach wünschen, dass einige Lehrer mal berichten wie ihr Alltag aussieht. Vielleicht finden sich auch Lehrer mit meiner gewünschten Fächerkombination, die mir helfen können. Möglicherweise kann mir auch jemand aufzeigen, welche Qualitäten man außerdem als Lehrer braucht oder was einen guten Lehrer ausmacht. Ich kann mir vorstellen, diesen Beruf auszuüben und das mit Leidenschaft zu tun. Vielleicht sehe ich die Dinge aber auch einfach durch eine rosarote Brille? Ich bin momentan ein bisschen am Verzweifeln und mir brennt es unter den Fingern. Ich will endlich etwas tun was mir Spaß macht!


    Ich entschuldige mich im Vorfeld für Fehler in meinem Post oder irgendwelche Wuseleien, es ist spät und ich kann aufgrund dieser Überlegungen nicht schlafen. Das alles musste einfach heraus. Meine Eltern kann ich mit meinen Zweifeln nicht plagen, sonst haben sie wieder Angst dass ich für immer arbeitslos bleibe :_o_D mein Freund unterstützt mich zwar in meinen Vorstellungen über das Lehrersein, kann mir aber natürlich auch keine abgewägte Sichtweise darlegen.


    Ich bedanke mich im Voraus vielmals für eure Antworten und hilfreichen Beiträge. :thumbsup:

    Liebste Grüße!

  • Wenn dir deine Freizeit wichtig ist, studiere bitte auf keinen Fall Deutsch! Meine Deutsch-Kollegen berichten, dass sie teilweise 45 Minuten an einer Klausur sitzen. Bei 30 Schülern... Fast drei volle Arbeitstage, die du zusätzlich zu den 5 Tagen Unterricht pro Woche irgendwo unterbringen darfst... Wochenende/Ferien...


    Ich unterrichte Mathe und Englisch und hatte an meiner alten Schule immer große Klassen. Zusätzlich habe ich weitere Aufgaben übernommen wie die Organisation von außerunterrichtlichen Veranstaltungen. Ich habe auch ein recht umfangreiches Hobby, das ca. 8h/Woche Zeit in Anspruch nimmt. Damit bin ich (trotz korrekturfreundlichem Fach Mathe) sehr gut ausgelastet.


    Warum studierst du denn nicht „nur“ Kunst? Ohne Lehramt? Wäre das nix?

  • Hallo zusammen,


    vorweg ist anzumerken, dass meine Umstände sehr kompliziert sind und mich mittlerweile psychisch belasten. Ich brach im Herbst letzten Jahres meine Ausbildung ab, da ich sehr unglücklich mit meiner Entscheidung war. Ich wollte seit meinem Abschluss eigentlich immer etwas im künstlerischen Genre studieren, konnte meine Eltern aber nicht davon überzeugen mich freie Kunst studieren zu lassen. Mein Arbeitsalltag hat mich ausgelaugt und ich fand keine Zeit mehr für mein Hobby. Das hat mich unglaublich unglücklich gemacht.

    Was war das denn für eine Ausbildung und wie weit warst du denn?


    Zitat

    Wieso studiere ich nicht auf Lehramt?

    Ich habe mich letztes Jahr auf gut Glück eingeschrieben, wurde jedoch abgelehnt. Ich suchte also erneut nach einer Ausbildung, ohne Erfolg. Nichts sprach mich an. Nun sitze ich wieder hier - ein Jahr später - erneut mit dem Gedanken spielend, auf Lehramt zu studieren. In den Sinn kommt mir zuerst Kunst, einfach weil Kunst mein Leben ist und ich es mir nicht vorstellen kann, einen Beruf ohne Kunst auszuüben.

    Gibt es überhaupt Unis, an denen man sich "einschreibt"? Du musst dich doch bewerben und eine Mappe einreichen. Was hast du denn seit letztem Herbst gemacht? Hattest du für diesen Herbst eine Mappe eingereicht?



    Zitat

    Was das Fach Deutsch betrifft... Es ist das einzige Zweitfach, das ich mir interessant vorstelle.

    1) in welchem Bundesland möchtest du studieren und später arbeiten?

    2) Bei Lehramt an Gymnasien kann man auch oft Kunst als sogenanntes Großfach studieren und hat somit kein zweites Fach. Viele Kunstlehrer*innen unterrichten eh kaum ihr Zweitfach, ich würde trotzdem immer empfehlen, eins zu haben.



    Zum Deutschlehrerleben:

    spannend und vielfältig, selten langweilig. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass dies auf alle Fächer zutreffen kann. Ich habe mein Deutschstudium geliebt und jeden einzelnen Bereich ausgiebig erkundet (neuere und ältere Literaturwissenschaft, ältere Sprachstufen und Linguistik, neuere Linguistik). Meiner Meinung braucht man auch diese große Basis, auch wenn man in der Schule anscheinend nur die neuere Literatur bräuchte. von den unteren Stufen bis zum Abitur ist es wichtig, dass man die Mechanismen hinter der Sprache verstanden hat, um alles unterrichten zu können.
    Die Arbeitsbelastung ist was die Korrektur angeht so hoch wie in kaum einen anderen Fach, weil die meisten Schüler*innen sehr viel auf Deutsch schreiben können (und leider dies auch tun, auch wenn es absoluter Quatsch ist, was sie schreiben). Je nach Bundesland relativiert sich die empfundene Korrekturbelastung (schreibt man auch in den "Nebenfächern" Arbeiten? zb).

    Je nach Bundesland und / oder eigenem Anspruch kannst du sehr viele unterschiedliche Unterrichtsreihen haben (es wird zum Beispiel das Thema "Stadtlyrik" oder "Wissenschaftlerdrama" vorgegeben, du kannst dich austoben und immer wieder neue Sachen suchen), du hast in dem Fach wie in kaum einen anderen die Möglichkeit (und die Verantwortung, aber nicht alleinige!), die Basis für die anderen Fächer zu legen. Sachtextverständnis, Texte auseinandernehmen und den tiefen Sinn verstehen, Wirkung von Sprache / Wörtern ... das ist zuallererst eine erste Erkenntnis im Deutschunterricht, die die Basis für alle Sachfächer bildet..


    Zitat

    Nun kommen wir zu meinem größten Anliegen, über welches ich mich selten traue zu sprechen:


    Freizeit

    Aus allen Richtungen höre ich oft, man solle sich einen Beruf suchen in welchem man eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit einhalten kann. Es ist wahrscheinlich schwer dies zu beantworten, aber wie sähe denn mein Wochenplan als Lehrerin in den beiden Fächern (KU, DE) aus? Mir ist die Malerei sehr wichtig und es würde mich nur endlos unglücklich machen, mich auf einen Beruf festzulegen, dafür studieren zu gehen und am Ende wieder keine Zeit für meine Leidenschaft zu haben. Dies war ja der ausschlaggebende Punkt, wieso ich es in meiner Ausbildung nicht ausgehalten habe.

    und da komme ich zu meiner ersten Frage oben:
    ein Job ist ein Job. Natürlich soll es dir gefallen, und dir Möglichkeiten geben, dich zu entfalten, aber man muss auch mal erwachsen werden und wissen, dass man bestimmte Sachen aushalten muss. Es steht für mich im Widerspruch, wenn du ernsthaft glaubst, dass die Arbeitsbelastung von Lehrkräften nah an den 50 Stunden pro Woche steht und du den BEruf machen willst. Ja, die 50 STunden hatte ich sicher im ersten Schuljahr. Danach weniger und obwohl ich ca. 10 Jahre im Geschäft bin, habe ich definitiv meine 41-Stunden-WOche gehabt. Im Schnitt. Ich bin jemand, der sehr diskontinuierlich arbeitet und auch in den Ferien sehr viel vorarbeitet oder verschiebt (Korrekturen). Es hängt auch nicht nur vom Stundenplan (den dir wirklich wirklich keiner sagen kann!!) ab, sondern auch vom Bedarf deiner Schule. Vielleicht unterrichtest du dieses Jahr 20 Stunden dein Zweitfach? Vielleicht hast du jede einzelne Klassenstufe in Kunst einmal und musst unglaublich viel abwechselnd vorbereiten? oder vielleicht hast du "Glück", unterrichtest ab dem 2. Jahr nur noch Kunst, bist in einem Bundesland ohne Arbeiten im Nebenfach und bist fast nur noch in der Sek1? Dann hast du ein schönes Leben und ganz viel Zeit für dein Hobby.

    oder vielleicht ist dir dein Hobby wichtiger und du nimmst also einen "Geldverlust" in Kauf und gehst in Teilzeit?


    So oder so: bis dahin musst du schon mindestens 5 Jahre in Vollzeit studieren, dann ebenfalls in Vollzeit ein Referendariat ableisten. Ob du währenddessen der Malerei in dem Umfang nachgehen kannst, der dir wichtig ist, gute Frage. Kannst du es so lange aushalten, um später die Zeit zu haben?
    Arbeite erstmals an deiner Mappe und an deiner Bewerbung.

  • Hallo zusammen,


    vorweg ist anzumerken, dass meine Umstände sehr kompliziert sind und mich mittlerweile psychisch belasten. Ich brach im Herbst letzten Jahres meine Ausbildung ab, da ich sehr unglücklich mit meiner Entscheidung war. Ich wollte seit meinem Abschluss eigentlich immer etwas im künstlerischen Genre studieren, konnte meine Eltern aber nicht davon überzeugen mich freie Kunst studieren zu lassen. Mein Arbeitsalltag hat mich ausgelaugt und ich fand keine Zeit mehr für mein Hobby. Das hat mich unglaublich unglücklich gemacht. So sehr, dass ich offen gesagt in ein tiefes, depressives, schwarzes Loch fiel. Ich wusste jedoch was mir helfen würde. Ganz einfach: ich brauche Kunst in meinem Leben und einen Job der mich erfüllt. Schnell fiel mir ein, wie sehr ich es liebte Menschen in meinem Umfeld oder auch ,"Fremden" etwas beizubringen und meinen Standpunkt zu vertreten.

    Ich würde gerne hier ansetzen:

    Wieso brauchst Du die Erlaubnis Deiner Eltern, Dich freie Kunst studieren zu lassen? Wenn es ums Geld geht, sind Deine Eltern ggf. unterhaltspflichtig, ggf. gibt es Bafög. Und Jobben wäre ja auch noch eine Möglichkeit. Wenn Du so unbedingt Kunst studieren willst, dann mach es.
    Ich habe seinerzeit auch nicht sofort Musik studiert - wenngleich aus in meiner Person bedingten anderen Gründen. Das bereue ich ein Stück weit heute noch.

    Was die Entscheidung für den Lehrerberuf angeht, so würde ich an einer Schule (nicht die eigene alte!) hospitieren und Eindrücke sammeln, ob das wirklich etwas für Dich ist.

    Deutsch/Kunst ist aufgrund des Kernfachs deutlich mehr Aufwand als beispielsweise Bio/Kunst. Neben den Korrekturen bist Du faktisch immer Klassenlehrer oder Tutor, hast immer Oberstufenkurse mit vielen Abiturienten. Abhängig davon, wie zügig und effizient Du arbeitest, wie gut Du Freizeit und Beruf trennen kannst und ob Du auch konsequent "nein" bzw. "jetzt nicht" sagen kannst, wirst Du in diesem Beruf Erfüllung und Zufriedenheit finden können - oder eben auch nicht. Aber selbst dann gibt es Alternativen.

  • Ein paar Anmerkungen:

    - Kunst ist in Bayern Doppelfach. Dann bräuchtest Du kein zweites Fach

    - man kann auch in Bayern studieren und dann später anderswo arbeiten (wir haben zwei Musikkollegen, die nur Musik unterrichten, obwohl das in meinem BL eig. nicht so ist)

    - Kunst ist Mangelfach (denke ich? War es jedenfalls früher immer)


    Zur Work-Life-Balance: Je nach Schulleiter und Bundesland kann man auch ohne triftigen Grund (Kinder, pflegebedürftige Verwandte) Teilzeit arbeiten. Das wird zunehmend schwieriger, ist manchmal aber noch möglich. Wenn man sich also finanziell einschränken kann, ist das eine sehr gute Möglichkeit, auch noch Kunst zu betreiben.


    Entscheidender Haken: Mit 30 pubertierenden im Kunstraum sitzen ist was anderes als alleine inspiriert im Atelier ... Du solltest Dir das wirklich unbedingt vorher anschauen. Als Musiker weiß ich, dass diejenigen, die "besonders zarte Künstlerseelen" schon im Studium waren, dann häufig an der Schule nicht gut klarkamen.

  • Wie schon erwähnt wurde, musst du eine Mappe einreichen und an einer Eignungsprüfung teilnehmen. Das ist glaube ich überall der Fall.


    Dafür sind die Fristen aber schon verstrichen, wenn du dieses Jahr das Studium aufnehmen willst.



    Als Zweitfach würde ich wegen des Korrekturaufwands auch nicht zu Deutsch raten. Wie wäre es mit Philosophie, PoWi, Erdkunde oder sowas? Oder besteht da kein Interesse bei dir?

    Mit Kunst ist es fast komplett egal, was dein Zweitfach ist. Ich würde deshalb etwas Interessantes mit überschaubarem Korrektur- und Studieraufwand nehmen.


    Du könntest auch Kunstpädagogik studieren, sofern das bei dir auch angeboten wird. Damit ist man etwas breiter aufgestellt und ein späterer Einstieg in egal welche Schulform (mit Verbeamtung) dürfte trotzdem kein Problem darstellen. Dafür wird Kunst einfach zu sehr gesucht.


    Dass es so sehr gesucht wird, zeigt aber auch, dass die Eignungsprüfungen und das Studium nicht leicht sind. Das sollte einem klar sein. Viele belegen vorher sogar Mappenkurse, um ihre Aussichten auf eine Aufnahme zu steigern, wobei das eher bei wirklichen Kunsthochschulen nötig sein wird als bei normalen Unis, schätze ich, wenn man gewisses Talent und Fertigkeiten besitzt.



    PS: Eine Sprache "perfekt" sprechen wenn, dann nur ganz, ganz wenige Personen. Also alle Worte einer Sprache kennen und richtig anwenden können. ;)

  • Wenn dir deine Freizeit wichtig ist, studiere bitte auf keinen Fall Deutsch! Meine Deutsch-Kollegen berichten, dass sie teilweise 45 Minuten an einer Klausur sitzen. Bei 30 Schülern... Fast drei volle Arbeitstage, die du zusätzlich zu den 5 Tagen Unterricht pro Woche irgendwo unterbringen darfst... Wochenende/Ferien...


    Ich unterrichte Mathe und Englisch und hatte an meiner alten Schule immer große Klassen. Zusätzlich habe ich weitere Aufgaben übernommen wie die Organisation von außerunterrichtlichen Veranstaltungen. Ich habe auch ein recht umfangreiches Hobby, das ca. 8h/Woche Zeit in Anspruch nimmt. Damit bin ich (trotz korrekturfreundlichem Fach Mathe) sehr gut ausgelastet.


    Warum studierst du denn nicht „nur“ Kunst? Ohne Lehramt? Wäre das nix?

    Danke erst einmal für die Antwort!

    Solche Dinge habe ich auch schon gehört. Ich hab mir das auch ungefähr so vorgestellt, mit der Dauer der Korrekturen. Ich habe mich in erster Linie gefragt, ob noch mehr Leute diese These unterstützen können. Meine Lehrer haben damals viel übertrieben und jedes Mal eine andere Story erzählt, haben nie einheitliche Angaben zu ihren "Überstunden" gemacht. Also vielen Dank für die aufschlussreiche Antwort.



    Und ich würde nur Kunst studieren, an den Unis in meinem Umfeld gibt es allerdings nur den 2-Fächer-Bachelor.

  • Dass ich eine Mappe einreichen muss ist mir klar, das habe ich beim letzten Mal ja auch machen müssen. Diese ist nach meinem Abbruch der Ausbildung aber unter enormem Zeitdruck entstanden und hat die Anforderungen nicht erfüllt.


    Kunstpädagogik war auch schon ein Gedanke von mir, wird bei uns aber nicht angeboten.


    PS: Ich kann dir versichern, dass das bei mir zutrifft. Ich habe teilweise nebenbei Übersetzungsjobs für Google übernommen und an Sprachveranstaltungen in England teilgenommen. Das reicht den Unis aber leider nicht als Nachweis, genauso wenig dass ich seit der Grundschule bis hin zu meinem Abi eine 1 bzw. 15 Punkte in Englisch auf dem Zeugnis habe. Wenn es eine Sache gibt die ich bewusst sagen kann, dann dass ich unter diesen seltenen Menschen bin. Die Fähigkeit Sprachen zu lernen ist für mich wie für andere das 1x1. :_o_)

  • Ich hätte vielleicht auch anmerken sollen, dass ich in NRW wohne. Leider gibt es an den Unis, zu denen ich Zugriff hätte, nur den 2-Fächer-Bachelor. Ich brauche also zwangsläufig ein zweites Fach oder müsste jeden Tag über 140km zur nächsten Uni pendeln. Das sind je nach Ort mit den ganzen Umstiegen bei der Bahn gerne mal 2,5-3h. Ich wohne auf dem Land, hier bekommt man nichts geschenkt :_o_D. Auch nicht die guten Unis.


    Das ist natürlich gut zu wissen, dass man auch manchmal einfach so auf Teilzeit arbeiten kann. Ich sehe die Sache jetzt nicht so, dass ich unbedingt jede Woche etliche Stunden mit der Malerei verbringen muss, ich kann mich auch sehr gut für ein zweites Fach begeistern bei dem ich nicht den Eindruck habe, dass mir die Zeit verloren geht. Wenn der Job schließlich Spaß macht, macht man sich glaube ich nicht mehr so viele Sorgen um seine Freizeit.


    Das kann durchaus sein, ich selbst hatte eine konsequente Kunstlehrerin und ich weiß dass man als Lehrer eine gewisse emotionale Distanz zu seinen Schülern und auch seiner Leidenschaft hegen muss. Der Kunstraum ist keinesfalls ein Atelier, er ist aber ein Ort an dem ich jungen Menschen etwas über die Kunstgeschichte zeigen kann und an dem ich beobachten kann, wie diese selben Menschen ihr Können herausfordern müssen um die Aufgabe zu bewältigen. Denn diese wird schließlich benotet. Zwar ist den meisten Schülern das Fach total egal weil sie entweder Kunst oder Musik wählen mussten, aber die Faszination in den Schülern zu erwecken oder so ist sowieso nicht mein Traum. Mir reicht es schon, im Raum zu sein, Fragen zu beantworten, Werke zu benoten und die Theorie durchzuarbeiten. Ich kann mich gut von meinen Hobbies im Beruf distanzieren und kriege keine Heulkrämpfe wenn ich eine Woche ohne Kunst sein muss. Es wäre einfach nur schön, Beruf und Leidenschaft in irgendeiner Weise kombinieren zu können. Und das schafft auch der Beruf des Kunstlehrers.


    Abschließend kann ich sagen, ich habe schon Einblicke in andere Berufe mit einem kreativen Schwerpunkt erlebt und keiner hat mir wirklich zugesagt. Mit Medien möchte ich nicht arbeiten, Kunstpädagogik gibt es bei uns nicht. Die einzige Lösung um Kunst in den Beruf zu bringen wäre entweder, es auf Lehramt oder Kunst frei zu studieren.


    Vielen Dank für deine Antwort.

  • Ich würde gerne hier ansetzen:

    Wieso brauchst Du die Erlaubnis Deiner Eltern, Dich freie Kunst studieren zu lassen? Wenn es ums Geld geht, sind Deine Eltern ggf. unterhaltspflichtig, ggf. gibt es Bafög. Und Jobben wäre ja auch noch eine Möglichkeit. Wenn Du so unbedingt Kunst studieren willst, dann mach es.
    Ich habe seinerzeit auch nicht sofort Musik studiert - wenngleich aus in meiner Person bedingten anderen Gründen. Das bereue ich ein Stück weit heute noch.


    Was die Entscheidung für den Lehrerberuf angeht, so würde ich an einer Schule (nicht die eigene alte!) hospitieren und Eindrücke sammeln, ob das wirklich etwas für Dich ist.

    Also zu der Erlaubnis der Eltern:

    Ich komme aus einem komischen Elternhaus. Hier wirkt das Motto "keine Träume, sondern Realität". Meine Mutter meint immer, Kunst zu studieren wäre nur ein dummer Teenie-Traum, mit wenig Bezug zur Realität. Sie meint es wäre Zeitverschwendung, das zu studieren. In ihren Augen ist es zusätzlich auch noch eine brotlose Branche (im Gegensatz dazu befürwortet sie aber bspw. das Biologiestudium, obwohl der Markt entweder genauso oder sogar mehr überrepräsentiert ist wie der künstlerische Raum und man sich unglaublich weit bilden muss [Master, Doktor], bis man gute Chancen in der Biologie hat), das liegt wahrscheinlich an dem veralteten Denken das sie hegt und den fehlenden Informationen...Vielleicht fehlt auch einfach nur das Interesse. Um das Geld geht es nicht, sie hätten mir wahlweise auch ein privates 20.000€ Studium an einer Akademie finanziert. Ich kann bewusst sagen, dass Kunst natürlich mein Traum ist. Das heißt aber nicht, dass es unerreichbar ist. Ich glaube, sie projeziert ihre Ängste einfach auf mich. Denn Geld ist mir absolut nicht wichtig. Ich glaube im Sterbebett ist man trauriger darüber nie sein Leben gelebt zu haben anstatt darüber, keine 55.000€ im Jahr verdient zu haben.


    Ich habe vor drei Jahren mal ein "Praktikum" an einer Realschule gemacht, an der ich eine Woche lang in den Lehrerberuf schnuppern durfte (länger leider nicht, denn es war sehr kurzfristig). Aber da das nicht die Schulform ist die ich unterrichten möchte, weiß ich nicht inwieweit die Erfahrung mir weiterhilft. Ich könnte aber nochmal ein Gymnasium anfragen um dort zu hospitieren. Danke für den Denkanstoß.

  • freie Kunst zu studieren halte ich für sehr zweifelhaft, weil du damit kaum Zukunftschancen hast. Es sei denn, du gewinnst diverse Kunstpreise und gehst als Neuentdeckung durch die Decke, kannst dich gut vermarkten, bist bereit, von sehr wenig und sehr unregelmäßigen Einnahmen zu leben.

    Wie wäre es mit einem Design-Studium an einer FH? Weiß allerdings nicht, wie da hinterher die Berufschancen stehen.:gruebel:


    Ich unterrichte Kunst, allerdings fachfremd. Zum Kunststudium kann ich dir also nicht viel sagen.


    Wohl aber zum Unterrochtsalltag. Und der unterscheidet sich gar nicht sooo sehr vom Unterrichten anderer Fächer, mit dem entscheidenden Unterschied: du hast keine Korrekturen (in der SekI)

    Bewerten musst du die Schülerarbeiten natürlich trotzdem, nachdem du dir und ihnen die Kriterien mitgeteilt hast.

    Anders als in "härteren" Fächern gibt es oft das Problem, dass viele Schüler und ihre Eltern das Fach unst nicht wirklich ernst nehmen.

    Heißt:

    manche arbeiten nur sehr lustlos mit, kaspern mehr rum, denken, in Kunst gäbe es keine schlechten Noten.

    Da musst du schon sehr selbstbewusst sein, um dich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.

    Du darfst dir den eigenen Spaß nicht durch klustlose Schüler verderben lassen. Das gilt natürlich für alle Fächer, aber z.B das Fach Englisch wird als "wichtiger" akzeptiert.

    Kusntunterricht kann auch davon abhängen, wie deine Schule ausgerüstet ist, wie hoch das Budget für Verbauchsmaterialien ist, welche räumlichen Möglichkeiten vorherrschen. Das kann u.U. die tollsten kreativsten Ideen aushebeln.


    Dann musst du bedenken, dass du im Unterricht selten richtig tief ins Fach eindringen kannst. Du hast nicht die begnadeten Talente vor dir sitzen, und natürlich ist dein eigener künstlerischer Anteil im Unterricht gleich Null. Du bist Lehrer, d.h. Anleiter, Entdeckungsleiter, Motivator, Materialbeschaffer und -Verteiler, Mahner zum SArbeiten und hinterher zum Putzen. Ähnlich wie in anderen Fächern auch.

    Im Geschichtsunterricht überlege ich mir ja auch, wie ich welches Thema auf das Schüleralter runterbreche, wie sie die festgelegten Ziele erreichen können, wie ich das überprüfen kann -- und studiere nicht genüssslich irgendwelche Quellen.:pfeif:


    Wenn ein Thema erst mal angelaufen ist, hast du für die nöchsten ein/zwei/drei Stunden weniger Vorbereitung, musst dich dann aber um Differnezierung kümmern für diejenigen, die ihre Arbeit schon fertig haben und gefördert oder weiter motiviert werden wollen. Wie in jedem anderem Fach auch.


    Ich will dir jetzt nichts madig machen. Ich will dir nur klar machen, dass Kunstunterricht mit eigener künstlerischer Arbeit nicht viel zu tun hat. Eher mit Begleitung von teils interessierten Schülern (meist Mädchen, die gerne liebevoll zeichnen oder malen:staun:), teils solchen, die meinen, sie hätten jetzt eine Stunde zum Abhängen vor sich.


    Als Kunstlehrerin oder auch nur als an Kunst interessierte Person kannst du aber auch in Projektwochen künstlerische Themen anbioeten, im AG-Bereich und natürlich an der good old Volkshochschule. Da arbeitest du dann meist mit Leutehn, die intrinsisch motiviert sind.


    Zum eigenen Künstlern komme ich in bestimmten Zeiten des Schuljahres gar nicht. Und ich habe keine kleinen Kinder mehr im Haus, sondern einen ebenfalls künstlernden Mann :D. Ich bin jetzt 12 Jahre nach dem Ref und die Unterrichtsvorbereitung in meinen studierten Fächern geht mir deutlich schneller von der Hand als in den ersten 5 Jahren. Trotzdem gibt es Wochen/Monate, in denen ich nicht zum kreativen Arbeiten komme, selbst wenn ein Zeitfenster da ist: der Kopf ist einfach nicht frei. Das ist für mich okay so, weil ich den Rhythmus kenne und weiß, dass so ein "Malkater" wieder vorbei geht.


    Wenn du viel Zeit für dein zeitaufwändiges Hobby haben möchtest, warum gehst du dann nicht in die Verwaltung? Ein Beruf, der dir klare Arbeitszeiten vorgibt und der nicht viel Menschen zu tun hat, verschafft dir vll eher freie Wochenenden.

  • Wenn Geld "keine Rolle" spielt, dann lege doch das TOEFL-Test ab? (was sowieso, wenn man eh noch mindestens 6 Monate nicht studiert also arbeiten gehen kann, kein Problem darstellen sollte). und wenn deine Eltern ein Studium an einer privaten Akademie finanzieren würden: dann kannst du auch ausziehen und dir ein kleines Zimmer 140km weit weg leisten.
    WENN du die Aufnahmeprüfung für das Kunststudium schaffst: es ist quasi Einstellungsgarantie. Auch mit Doppelfach, wobei es schon für eine Schule besser ist, wenn du wenigstens ein kleines Fach dazu hast (je nach Bundesland gibt es ja Doppelfach Kunst, kleines Fach, großes Fach für das zweite Fach). Das kannst du doch deiner Mutter schwarz auf weiß zeigen.

    chili

  • Ist das hier nicht eine Unterhaltung über ungelegte Eier? Hast du dich irgendwo erfolgreich zum Studium der freien Kunst oder Kunst Lehramt beworben? Wenn nicht kann es gut sein, dass du dich selbst überschätzt. So wie, an meiner ehemaligen Uni, jedes Semester ca. 65% der Bewerber. Erstelle ordentliche Mappen, bewirb dich und schau dann erstmal, ob du überhaupt die Möglichkeit hast, Kunst zu studieren.


    Du hast keine 250 Euro für einen TOEFL, aber deine Eltern würden dir ein Studium mit 20.000 Euro Gebühren finanzieren? Es gibt auch Unis mit eigener Sprachprüfung oder an denen bestimmte Noten im Fach Englisch (im Leistungskurs) reichen. Daran scheitert es sicher nicht.


    Warum möchtest du nicht in einem Designberuf arbeiten? Grafikdesign hat bspw. mehr mit Kunst zu tun, als Kunstunterricht. Und wenn man das gut kann und kreativ ist, lässt sich da einiges erreichen.


    Du kannst dich übrigens auch ganz ohne Studium künstlerisch betätigen. Das Internet ist eine hervorragende Plattform für die zur Schau Stellung der eigenen Werke. Es gibt viele kleine Kultureinrichtungen, die gerne Arbeiten von Jungkünstlern ausstellen etc. Wenn du als Künstler aktiv werden willst, musst du dazu nicht Kunst studieren, sondern in erster Linie Kunst machen.

  • Du sagst Sprachen zu lernen fällt dir leicht? Welche Sprachen sprichst du noch?

    Du sagst, du warst schon in diesem Bereich tätig.

    Evtl. wäre eine Tätigkeit (Übersetzer) für dich was. Sei es als klassischer Übersetzer oder in der internationalen Unternehmenskommunikation.


    Kunst kann man immer noch als Hobby machen.


    Die Sache ist halt, dass man sowohl bei der Tätigkeit als Kunstlehrer als auch als angestellter Grafiker oft nur geringe künstlerische Freiräume hat. Das widerspricht im Prinzip der Grundintention von Kunst, so wie ich sie sehe.


    Du sagst, du hast schon mal eine Mappe erfolglos eingereicht, weil du nicht genug Zeit hattest?

    Solche Mappen sollen die persönliche künstlerische Entwicklung über einen größeren Zeitraum (Jahre) abbilden. Sie sollen nicht aus Werken bestehen, die speziell für diesen Zweck angefertigt wurden (so ist es zumindest gedacht). Wenn du schon lange künstlerisch tätig bist, sollte das also eigentlich kein Grund sein dürfen.


    Wenn du natürlich sicher meinst zu wissen, woran es lag, lässt sich da u.U. aber was machen, klar.


    Mit der Google-Bildersuche wirst du viele Beispiele für erfolgreiche Mappen finden.

  • Ich habe mich damals sehr viel über Mappen für das Studium informiert, schon bevor ich meine Ausbildung abbrach. Ich habe mir erfolgreiche Mappen angeschaut und habe mich gründlich über die Vorlagen der Uni informiert.

    Die Universität hat klipp und klar 20-30 Werke gefordert, die einem roten Faden folgen und nicht älter als ein Jahr sein sollten. Als ich meine Ausbildung abbrach, hatte ich noch genau 13 Tage für die Vorbereitung. Die Werke sollten mit versch. Medien gestaltet sein und möglichst eine Installation enthalten. Demnach hatte ich nicht genug Zeit, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ich reichte meine Mappe trotzdem (wie gesagt: auf gut Glück ;)) mit 11 Werken ein, um es wenigstens probiert zu haben. Nicht jede Uni fordert die selben Dinge. Ich glaube, das sollte klar sein.

  • PS: Ich kann dir versichern, dass das bei mir zutrifft. Ich habe teilweise nebenbei Übersetzungsjobs für Google übernommen und an Sprachveranstaltungen in England teilgenommen. Das reicht den Unis aber leider nicht als Nachweis, genauso wenig dass ich seit der Grundschule bis hin zu meinem Abi eine 1 bzw. 15 Punkte in Englisch auf dem Zeugnis habe. Wenn es eine Sache gibt die ich bewusst sagen kann, dann dass ich unter diesen seltenen Menschen bin. Die Fähigkeit Sprachen zu lernen ist für mich wie für andere das 1x1. :_o_)

    Das liest sich etwas seltsam. Du hast als Übersetzerin für Google gearbeitet? Mit welcher Qualifikation? Sollte es sich tatsächlich um etwas Offizielles handeln, werden solche Tätigkeiten doch nicht an Externe delegiert, nur weil diese von sich behaupten, "perfektes" Englisch zu beherrschen, und mal eine 1 im Zeugnis stehen hatten.


    Ansonsten bin ich ganz bei @Mr.Jules

    Die höchste Stufe im CV ist übrigens "Muttersprache" bzw. "Muttersprachlerniveau". "Perfekt" gibt es hier zu Recht nicht. Würde sich sonst wohl jeder Dritte attestieren. Heute behauptet ja auch jeder, der drei gerade Sätze zustandebringt, er sei "fließend in Wort und Schrift" oder gar "verhandlungssicher". Na ja.


    Abgesehen davon würde auch mich interessieren, welche weiteren Sprachen du ebenso "perfekt" beherrschst. Sollte dir ja leichtfallen, "wie für andere das 1×1".

  • Hast du dich bereits mit Studiengängen beschäftigt, die deine Interessen, also Kunst und/oder Sprache, einbeziehen?


    Entweder bemühst du das Internet und wechselst an die Uni mit dem passenden Angebot

    oder du nutzt das Online-Angebot deiner Uni und im Anschluss vielleicht die Studienberatung.

  • Ähm das soll jetzt nicht böse klingen, aber an deiner Stelle würde ich nicht auf Lehramt studieren. Dein Post liest sich wie „Joar ich mag Kunst, naja ich kann erklären: dann mache ich Lehramt“ Studiere Lehramt wenn du dafür brennst und nicht weil du anders von deinen Eltern aus nicht Kunst studieren darfst

    Entscheide doch selbst was du studieren willst und zieh dein Ding durch. Deine Eltern haben dir nicht vorzuschreiben was du studieren sollst. Studier Lehramt nicht weil du „sonst keine Perspektive hast“. Wir brauchen nicht noch mehr Plan B Lehrer. Lehramt lohnt sich, wenn man für seine Fächer UND das unterrichten brennst -gilt aber auch für jedes Studium, dass“Plan B“ keine Alternative ist. Habe genug Kommilitonen zb Mathe abbrechen gesehen, weil sie einfach nur Lehramt machen wollten, weil sonst die Perspektive fehlte.

    Aber das ist nur meine Meinung. Mach was du meinst und vor allem was du wirklich willst.

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