Umfrage zur Impfbereitschaft gegen Corona

  • Wieso sollte es Optionen geben? Die gibt es doch nur für diejenigen, die bei der Erstimpfung AZ erhalten haben.

    War bezogen auf folgende Aussage, ganz ohne Hintergedanken. Habe "was [...] wird" so aufgefasst, als sei das noch nicht klar. Die Impfschemata sind mir bewusst, keine Sorge ;)

    Jetzt wird es nur noch spannend, was die zweite Impfung morgen wird

  • Spannend ist ja auch, dass Moderna langfristig in der EU raus ist, in USA und der Schweiz aber bleibt. Die Schweiz geht sogar soweit, die Verträge mit Pfizer/BioNtech nicht zu verlängern, Moderna wird gewissermassen "Staatsimpfstoff". Da glaube ich aber, dass die Lonza bemerkt hat, dass sie das Maul zu voll genommen haben. Gegen Pfizer ist das halt schon eher ein Krümel-Trupp.

  • Ja nur müsste man meinen, da sitzen Experten in den Entscheidungsgremien. Bzw ist das ja auch so. Und da wundere ich mich als Naturwissenschaftlerin schon, wie man zu so unterschiedlichen Entscheidungen kommt.

  • Ich reihe mich ein in die vollständig Geimpften. Mich streckt es grad ziemlich nieder, aber ich bin sehr glücklich!

    :tanz:

    Nächste Woche sind Mann und Tochter zum 2. Mal dran. Viele in der Familie sind schon mit dem 2. Mal durch. Bisher haben wir es unbeschadet überstanden. Darüber bin ich dankbar. Nun hoffe ich, dass es meine kleinen nicht noch erwischt.

  • Ich habe nun einige Seiten Diskussion verpasst und werde nicht alles nachlesen. Aber ich bin etwas verwundert darüber, dass der Stiko (primär) politische Gründe für die bislang noch nicht beschlossene allgemeine Impfempfehlung für 12- bis 17-jährige Kinder unterstellt werden. Die Stiko muss vor einer Entscheidung unterschiedliche Risiken gegeneinander abwägen und für diesen Prozess ist die Datengrundlage offenbar noch zu dünn. Eine Empfehlung für Kinder ist nun mal ein besonders sensibler Vorgang. Und es wird ja auch klar kommuniziert, dass diese Empfehlung durchaus noch kommen kann.


    In dem von Dir, Kris24, zitierten Abschnitt geht es inhaltlich gar nicht um die Impfung von Kindern, sondern allgemein um die Tatsache, dass die Stiko eine Priorisierung von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen befürwortet. Das Problem, dass bei vielen nun die Botschaft ankommen könnte, die Impfstoffe seien unsicher, sehe ich ebenfalls. Aber das darf ja kein Grund sein, um deshalb einen Impfstoff trotz - gemäß Einschätzung der Stiko - nicht ausreichender Datengrundlage zu empfehlen. Vielmehr muss man an dieser Stelle die Medien in die Pflicht nehmen, verantwortungsbewusst zu berichten. Allerdings wird man mit diesem Appell wohl spätestens bei den Boulevardmedien auf taube Ohren stoßen.


    Edit: Bei Zeit Online gibt es ein interessantes Interview mit einem Stiko-Mitglied zu der hier diskutierten Entscheidung.

    Doch das Zitat steht in der Erklärung, warum es aktuell keine allgemeine Impfempfehlung für Minderjährige geben wird (im Anschluss zu geringer Datenlage unter der Teilüberschrift "Warum spricht die STIKO keine generelle Empfehlung der COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren aus?" zitiert aus https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html


    Mertens hat es vor gut 2, 3 (?) Wochen auch in einem Interview (Fernsehen) geäußert. Erst danach habe ich aus seinem Mund gehört, sie benötigen mehr Zeit.


    Vielleicht hat er es vorher schon einmal in anderem Zusammenhang gesagt? Ich kenne es nur in diesem Zusammenhang.

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  • Die nur eingeschränkte Empfehlung der STIKO hat hier ganz reale Konsequenzen: unser Kinderarzt verweigert unserem 15-jährigen Teenie die Impfung, da Kind selbst nicht zur Risikogruppe gehört - sprich, er will Kind nicht mal auf die Liste setzen. Der Kinderarzt beruft sich dabei auf die STIKO. Angeblich habe der Verband der Kinderärzte einheitlich beschlossen, Jugendliche ohne Vorerkrankung nicht zu impfen.


    Unser 14-jähriges Risikokind, das Immunsuppressiva nimmt (und damit höchste Prio haben sollte), soll laut Kinderarzt hingegen bis Herbst warten, da der Herr Doktor erst alle ü16 impfen will (also auch die, die keinerlei Risikofaktoren haben).


    Sobald das Risikokind geimpft ist, ist das Problem aber nicht gelöst, denn gerade Patienten mit Immunsuppression bilden häufig kaum Antikörper und sind auf den Herdenschutz und geimpfte Familienmitglieder angewiesen. Das wiederum klappt nicht, weil der Kinderarzt ja das Geschwisterkind nicht impfen möchte….


    Impfzentrum verweist an den Kinderarzt, Hausarzt auch. Und andere Kinderärzte impfen nur ihre eigenen Patienten. :autsch::autsch::autsch:

  • Genau das meine ich Roswitha, das kann doch nicht sein und dann behauptet hier jemand es hätten schon längst alle geimpft werden können, die wollten.


    Wohl eher nicht. Ich bin gespannt, uns wird es ähnlich gehen, Kinder sind selber keine Risikogruppe, aber gehören laut Stiko eben auch zu den empfohlenen zu Impfenden. Hilft nur evtl. nicht. Wobei wir im Zweifelfall über eine befreundete Ärztin in Berlin gehen könnten, aber die Frage ist eben wie lange das dauert, denn die haben als Kinderarzt gerade nicht mal genug Impfstoff für die Angehörigen von Risikokindern.

  • Genau das meine ich Roswitha, das kann doch nicht sein und dann behauptet hier jemand es hätten schon längst alle geimpft werden können, die wollten.


    Wohl eher nicht. Ich bin gespannt, uns wird es ähnlich gehen, Kinder sind selber keine Risikogruppe, aber gehören laut Stiko eben auch zu den empfohlenen zu Impfenden. Hilft nur evtl. nicht. Wobei wir im Zweifelfall über eine befreundete Ärztin in Berlin gehen könnten, aber die Frage ist eben wie lange das dauert, denn die haben als Kinderarzt gerade nicht mal genug Impfstoff für die Angehörigen von Risikokindern.

    Ich finde die STIKO Empfehlung allgemein sehr bedenklich und nicht nachvollziehbar. Ohne die Kinder und Jugendlichen erreichen wir keine Herdenimmunität und dann wird sich diese Gruppe mangels Schutz durchinfizieren. Das nimmt man dann billigend in Kauf, inklusive PIMS und Long Covid.


    Ich hoffe, wir bekommen eine Impfung für unsere Kinder.

  • die Stiko behauptet immer noch, dass es kein Longcovid bei Kindern und Jugendlichen gäbe, es sei nichts nachgewiesen, immerhin sagt sie, man müsse es untersuchen.


    Ich kenne persönlich Fälle, es gab Berichte im Fernsehen (auch von Frau Frommhold, Expertin auf diesem Gebiet, die sich extrem aufregte, dass Kinder und ihre Eltern von Kinderärzten nicht ernst genommen wurden) und es gibt mehrere Studien in Großbritannien und Italien mit 7 - 13 % (je nach Alter der Kinder, Zeitraum, Symptome).


    Die Stiko vergleicht nur die sehr selten auftretenden PIMS bei Kindern mit dem häufig vokommenden Schüttelfrost, Fieber etc. direkt nach Impfung. Sie schreibt, dass nur 2 Kinder zwischen 12 und 16 Jahren gestorben seien. Den Rest (z.B. Longcovid, aber auch schweren Verlauf von Covid-19 (einige mussten ja auf die Intensivstation, einige scheinen Diabetes und Herzinfarkt durch Covid-19 erlitten zu haben), nennt sie nicht).

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  • Das Unispital Basel hat derzeit 10 PIMS-Fälle auf Intensiv. Laut Aussage einer befreundeten Intensiv-Pflegerin hat das Phänomen seit Herbst 2020 durchaus zugenommen. Interessanterweise sind es 10 übergewichtige Jungs, sagt sie. Scheint da also ähnliche Prädispositionen zu geben, wie bei den Erwachsenen. Basel "sammelt" die jetzt natürlich, also die sind nicht alle aus der Region. Dennoch muss das nicht sein, wenn die Kids einfach geimpft werden. Wieso sollte man nicht, wenn es geht. Krank werden ist in jedem Fall überflüssig.


    Und... Natürlich gibt es Long-Covid bei Jugendlichen. Sicher ist es selten, aber gibt's natürlich. Unterdessen hat es auch einen Schüler aus meiner Klasse erwischt genau wie seinen Bruder. Ich schrieb schon oft, das Phänomen kennt man auch von Epstein-Barr, aber dagegen kann man nicht impfen. Covid kann man impfen, also sollte man es auch tun.

  • unser Kinderarzt verweigert unserem 15-jährigen Teenie die Impfung, da Kind selbst nicht zur Risikogruppe gehört - sprich, er will Kind nicht mal auf die Liste setzen. Der Kinderarzt beruft sich dabei auf die STIKO. Angeblich habe der Verband der Kinderärzte einheitlich beschlossen, Jugendliche ohne Vorerkrankung nicht zu impfen.

    Hier ist das tatsächlich auch so. Keine Anmeldung im Impfportal unter 18 möglich, die Kinderärzte verschicken seit gestern vorformulierte Absagen, in denen sie sich auf die Stiko berufen und in der Presse wurde ein Hausarzt zitiert, der sich freut, dass die Lage geklärt sei. Er impfe die Erwachsenen. Über eventuelle Vorerkrankungen von Kindern denke er erst nach, wenn er alle Erwachsenen geimpft habe.(Finde es grade nicht mehr, vielleicht ist das Interview nicht mehr im betreffenden Portal. Ich liefere den Link nach, wenn ich ihn doch wieder finde.) Ich finde, das nimmt wirklich krasse Formen an.

  • Hier verfährt unser Kinderarzt auch so, die gesunde 17-jährige Tochter eines Freundes mit immungeschwächter krebskranker Mutter wurde aber ohne Probleme von deren Kinderarzt geimpft.

  • Moment mal... Aber für die 16-17jährigen gibt es doch längst eine Zulassung, ne? Das klingt ja echt nach ner ganz tollen Wurst...


    Kinder werden gegen alles mögliche geimpft obwohl Komplikationen bei der Erkrankung sehr selten sind. Wenn die Kinder nicht geimpft werden, fehlen per Definition 20 % der Bevölkerung und dann müsste sich der Rest zu 100 % impfen lassen, was nicht passiert. Es geht um die Herdenimmunität und eine bestmögliche Eindämmung der Infektion. In der Schweiz zeichnet sich bei den Erwachsenen eine Impfquote von etwa 80 % ab. Das ist sehr gut aber ohne die Kinder reicht es nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Antimon ()

  • Nein, genau so hast du es eben zunächst nicht geschrieben.

    Doch, hat sie. Ich glaube, hier werden gerade zwei Personen miteinander verwechselt, kann das sein? Es war auch irgendwas mi "L" das die Diskussion mit mir hatte, dass Jugendliche aus "unlauteren" Gründen impfen gehen.

  • Die Stiko wird ihre Gründe haben. Wenn die Daten nicht ausreichen, reichen sie eben nicht aus. Klar wundert einen, dass andere Kommissionen zu anderen Schlüssen kommen, aber bislang haben wir auch auf deren Entscheidungen vertraut. Millionen Kinder wurden so geimpft, wie es von der Stiko vorgesehen ist. Ich kenne Impfskeptiker, die belesen sich wochenlang und entscheiden dann, ob sie Varizellen 1 Jahr später impfen lassen oder regen sich auf, dass es MMR nur noch als Kombi gibt, oder was weiß ich. Aber am Ende hat man halt schlicht keine Ahnung und schon gar nicht wissen wir, welche Daten der Stiko vorliegen. Ich kenne von denen zumindest keinen persönlich.

  • Es drängt sich eben leider der Verdacht auf, dass der einzige Grund mangelnder Impfstoff ist und dann wäre ein weiteres Mal eine schwere Kommunikationspanne passiert. Es wird schwierig werden später zu sagen, ah doch, alle Kinder können jetzt impfen gehen denn Pfizer/BioNTech wird keine neue Studie machen, man verlässt sich dann einfach auf die Phase-IV-Daten. Es wäre ehrlich zu sagen, die Kinder sollen sich alle impfen lassen, aber sie sind jetzt noch nicht an der Reihe.


    Das BAG hat bezüglich Astrazeneca auch kommuniziert es sei schlussendlich egal, ob die ihre Daten noch nachreichen, wir brauchen diesen Impfstoff nicht. Auch die Dänen haben Astrazeneca sistiert obwohl es eine EU-Zulassung gibt und kommuniziert, man brauche diesen Impfstoff nicht. Ehrliche Kommunikation schafft Vertrauen in der Bevölkerung, peinliches Durcheinander und vor allem unterschiedliche Aussagen von Bundesbehörden eher nicht. Den Stiefel muss die deutsche Politik sich wohl anziehen.

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