Lehrerdynastie

  • Stammt ihr aus einer Lehrerdynastie? 93

    1. War die erste Lehrkraft (76) 82%
    2. Mama oder Papa ist LehrerIn (7) 8%
    3. Beide Elternteile sind Lehrer (3) 3%
    4. Lehrerdynastie (7) 8%

    Hallöchen,


    da gerade die Diskussion mit meinem Kollegen aufkam, dachte ich, ich frage euch mal. Im Studium damals aber auch bei meinen Kollegen erfahre ich immer wieder mal, dass diese jeweils nicht die erste Lehrkraft in ihrer Familie sind. Mir kommt es auch ein wenig so vor, als wäre das bei Lehrkäften öfters der Fall als bei anderen Berufen. Wie ist das bei euch so?


    Sanfte Grüße,

    Drew

    Holy Moses met the Pharaoh

    Yeah, he tried to set him straight

    Looked him in the eye,

    "Let my people go!"

    Holy Moses on the mountain

    High above the golden calf

    Went to get the Ten Commandments

    Yeah, he's just gonna break 'em in half!

  • In meiner Familie waren bis vor 3 (oder 4?) Generationen alle im Armenhaus, Straßenmusiker, Tagelöhner oder Hausmädchen.

    "Richtige Berufe" haben erst die letzten 2 bis 3 Generationen.

    Klassenregel Nr. 17: "Niemand lecke am Würstchen des anderen."

    Klassenregel Nr. 20: "Ich helfe anderen beim Angeln."

  • Also angesichts eines Bankers in einem Spezialbereich, der sechsstellige Beträge nach Hause bringt, zwei promovierter Juristen, eines promovierten Informatikers, einer Referatsleiterin des Bundestags i.R. darf ich mich wohl als das "schwarze Schaf" der Familie erachten. Das hat ein Familienmitglied tatsächlich einmal so angedeutet.
    Nun sind meine Frau und ich auch weitgehend unprätentiös - das fällt dann natürlich (negativ) auf.

  • In meiner Kernfamilie bin ich nicht nur der erste und einzige Lehrer, sondern auch der erste mit Abitur (danach kam noch meine jüngere Schwester) und der einzige, der studiert hat.

  • In meiner Kernfamilie bin ich nicht nur der erste und einzige Lehrer, sondern auch der erste mit Abitur (danach kam noch meine jüngere Schwester) und der einzige, der studiert hat.

    So sieht es bei mir auch aus. Meine Schwestern arbeite(te)n in anderen sozialen Berufen, der Rest des erweiterten Familienkreises hat was "Richtiges, Handfestes" gelernt bzw. gearbeitet.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

    "Durch die strikten Testungen wirken unsere Schulen in der Pandemie wie ein Hygienefilter für Kinder und Jugendliche." So sieht es unsere Ministerin...

  • In meiner Familie ist meine Generation ebenfalls die erste, in der einige (Cousins und Cousinen, hab keine Geschwister) studiert haben.

    Eine Cousine ist auch Lehrerin,das war's. Glaube bis zur Dynastie fehlt noch ein bisschen was

  • Ich denke, dass die Herkunft hier auch eine große Rolle spielt. Die Generation meiner Großeltern auf dem Dorf war noch sehr stark in die Landwirtschaft involviert, die Generation meiner Eltern hat sich in der Regel davon gelöst, aber doch eher einen "soliden" Beruf erlernt und erst meine Generation (jetzt Junglehrer) konnte im Prinzip "machen, was sie wollte".


    Generell haben in meinem Heimatort in der Eltern- geschweige Großelterngeneration wenige studiert. Der "Lehrer" ist da noch was besonderes und angesehenes, hach... und trotzdem (oder deshalb?) bin ich da weg gezogen :D

  • Mir kommt es auch ein wenig so vor, als wäre das bei Lehrkäften öfters der Fall als bei anderen Berufen.

    bezweifle ich SEHR stark. Gerade bei einem so standardisierten Verfahren wie dem Staatsexamen ist relativ wenig mit Vitamin B zu machen.


    Im Vergleich dazu: Was wir tatsächlich sind ist eine "BASF-Dynastie". Der eine Onkel, der dort Ausbilder war hat uns (war da auch mal) da massig reingebracht nur durch "ich schreib mal Interesse auf deine Akte". Ich musste deshalb bspw. nicht mal zum zweiten Teil des Einstellungstests.


    Und von der Variante gibt's in unserer Gegend Unmengen. Die,die sich dort nach dem Krieg noch hocharbeiten konnten brachten zum Teil die ganze Familie dort unter, jetzt z.T. in dritter Generation. Bald dürfte das aber abflachen, weil die "altgedienten" weg sind.

  • bezweifle ich SEHR stark. Gerade bei einem so standardisierten Verfahren wie dem Staatsexamen ist relativ wenig mit Vitamin B zu machen.


    Im Vergleich dazu: Was wir tatsächlich sind ist eine "BASF-Dynastie". Der eine Onkel, der dort Ausbilder war hat uns (war da auch mal) da massig reingebracht nur durch "ich schreib mal Interesse auf deine Akte". Ich musste deshalb bspw. nicht mal zum zweiten Teil des Einstellungstests.


    Und von der Variante gibt's in unserer Gegend Unmengen. Die,die sich dort nach dem Krieg noch hocharbeiten konnten brachten zum Teil die ganze Familie dort unter, jetzt z.T. in dritter Generation. Bald dürfte das aber abflachen, weil die "altgedienten" weg sind.

    Bei mir ist auch das ganz Dorf Teil einer Dynastie in der Industrie, ich will jetzt nicht zu detailliert werden, aber die Schilderung kommt mir sehr bekannt vor, jetzt wo du es sagst.

  • Bei mir ist auch das ganz Dorf Teil einer Dynastie in der Industrie, ich will jetzt nicht zu detailliert werden, aber die Schilderung kommt mir sehr bekannt vor, jetzt wo du es sagst.

    Sind wir vielleicht Cousins? 😁

  • Im Vergleich dazu: Was wir tatsächlich sind ist eine "BASF-Dynastie". Der eine Onkel, der dort Ausbilder war hat uns (war da auch mal) da massig reingebracht nur durch "ich schreib mal Interesse auf deine Akte". Ich musste deshalb bspw. nicht mal zum zweiten Teil des Einstellungstests.

    Das würde ich auch eher so sehen. Kenne die Vetternwirtschaft auch bei den großen Industrien auch.
    Im Handwerk ebenso, sind ja doch meistens die Kinder, die da nachfolgen.


    Bei mir ist es tatsächlich aber auch die Familie.

    1 Opa, 3 Onkel&Tanten, 1 Vater - Lehrer

    Allerdings Vater und 1 Tante Quereinsteiger.


    Berufskolleg überwiegt (3:2) und da sehe ich noch eher die Nachfolge an. Das BK, oder BBSen, kennen nicht viele, da ist man häufiger auf so etwas angewiesen.

  • Ah Kiggie, ich habe mich schon gewundert. Mit deinen Fächern grundständig auf BK studiert, da bist du ja eine echte Rarität.

    Ist sie nicht 👋


    (disclaimer: ist sie natürlich doch. Bei uns sind wir glaub ich zu dritt von 30-40. Rest quereinstieg oder auf den Ing draufgesetztes PH-Studium)

  • Ich bin die erste und einizige in der erweiterten Familie mit Abitur und Studium. Lange galt ich als das schwarze Schaf, weil ich "nichts richtiges gelernt habe und noch nie richtig gearbeitet habe". Das ist aber, immerhin in der Kernfamilie, besser geworden. Der Rest der Familie interessiert mich nicht. Für die war es ein Skandal, dass ich nicht nach der Klasse 10 eine Ausbildung begonnen habe.

  • Bei mir haben beide Eltern als jeweils erste in der Familie studiert. In beiden Familien gibt es aber keine bäuerlichen Spuren, waren alle Uhrmacher und so´n Kram.

    In der Familie meines Mannes war er der erste, der studierte.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

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