Benotung von Schülern, die den Test verweigern

  • Was bei jüngeren SchülerInnen eher unüblich, aber nicht unmöglich ist.

    Man könnte also eine Präsentation oder eine mündliche Prüfung ansetzen, aber auch die müsste ja dann in irgendeinem Format abgehalten werden.

    Die müssten dann doch auch an die Schule kommen. (=Test)


    Oder soll das per Videokonferenz ablaufen?

  • Also eine mündliche Feststellungsprüfung wäre sicherlich möglich per Videokonferenz.

    In Baden-Württemberg als Ersatz für eine Klassenarbeit nicht. (Steht bei uns ausdrücklich in der Coronaverordnung.)


    Mündliche Prüfungen als Ersatz sollen bei uns in Präsenz von 2 Kollegen abgehalten werden, der eigene Lehrer fragt, der andere protokolliert (rechtssicher, Zeuge). (Seitdem fragt kein Schüler mehr danach, es ist der Wunsch von uns Lehrern, die keine 3. oder 4. Nachschreibearbeit anbieten wollen (Vorteil, spätestens beim Nachschreibetermin sind alle da. ;)))

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Mir geht es nicht um Test oder nicht Test. Mir geht es darum, dass wir die Sorgen der Eltern verstehen und akzeptieren müssen. Sie lassen ihre Kinder ja ohne Test zu Hause, sie sind doch gar nicht unvernünftig. Aber es darf dadurch keine Benachteiligung der Kinder entstehen. Man muss den Kindern eine Möglichkeit bieten ihre Leistung zu beweisen. Nur darum geht es mir. Und ich hatte gehofft Unterstützung zu finden und nicht angegriffen zu werden.

    Hmm, was ich daran jetzt wirklich nicht verstehe ist, warum diese vernünftigen Eltern, die ihr Kind ungetestet zuhause lassen nicht vernünftig genug sind zu verstehen, dass ein Gang ihres Kindes in die Präsenz dann natürlich eine Testpflicht mit sich bringt. Ich verstehe auch nicht, was genau an dem Test das Problem sein sollte. Falsch positiv lässt sich sehr zeitnah auflösen...


    Bis der PCR Test durchgeführt wird und das Ergebnis da ist, vergeht meistens mindestens eine Woche, in der die ganze Familie in Quarantäne bleiben muss.


    Du hast wohl noch keinen PCR-Test vornehmen lassen. Gegen Anfang des Schuljahres hat das bei mir tatsächlich mal 3 oder 4 Tage gedauert. Schon im Herbst war das Ergebnis dann nach weniger als 2 Tagen online ablesbar. Ich habe seitdem auch von niemandem mehr gehört, bei dem es länger gedauert hätte.


    Wo bitte sehr bekommt man innerhalb von 48 Stunden das Ergebnis eines PCR Tests?

    Nach 48 Stunden hat man noch nicht einmal den Termin für den PCR Test.

    Bundesrepublik Deutschland- an den meisten Orten problemlos möglich inzwischen, vorausgesetzt man fragt alle erreichbaren Teststellen im Nähebereich ab. Im Herbst hat mein Hausarzt mal kurz wegen Überlastung die anlassbezogene Testung verweigert und mich ans Gesundheitsamt verwiesen. Die waren zwar maximal irritiert vom Vorgehen des Arztes, haben mir aber drei Ärzte in der Nähe meiner Wohnung genannt, die testen würden und meinten, wenn die je keine Termine für den Tag hätten (da war bei uns, ähnlich wie jetzt wieder, die Kacke ziemlich am Dampfen beim Infektionsgeschehen) solle ich direkt noch einmal bei ihnen anrufen, dann würde ich sofort einen Termin im Test-und Abstrichzentrum erhalten.


    Ich möchte hier mal Einiges verdeutlichen, da mich anscheinend immer noch nicht alle hier verstehen.

    In Niedersachsen wurde den Eltern das Recht zugestanden ihre Kinder aus dem Präsenzunterricht befreien zu lassen, wenn sie keine Tests durchführen wollen. Dafür müssen diese Eltern keinen Grund angeben, aber es wird bestimmt bei einigen einen wichtigen Grund dafür geben.

    Wenn man den Eltern dieses Recht zugesteht, dann kann man doch im Nachhinein die Kinder nicht mit schlechten Zensuren bestrafen, wenn die Eltern davon Gebrauch machen. Zudem bei den jüngeren Schülern, mindestens bis Klasse 7, die Kinder doch gar keinen Einfluss auf die Entscheidung der Eltern haben.

    Spätestens wenn die Kinder eine Klassenarbeit oder Prüfung schreiben müssen sind sie aber in der Präsenzverpflichtung, ergo besteht Testpflicht. Wer sein Kind aus gesundheitlichen Erwägungen heraus vom Präsenzunterricht herausnimmt dürfte auch kein Problem mit einem Nasen-Popeltest haben, insofern verstehe ich die Argumentation wirklich nicht. Wie stellst du dir denn ganz konkret vor, sollen aktuell Klassenarbeiten oder gar Abschlussprüfungen mit solchen Aus-welchen-Gründen-auch-immer-Testverweigerern laufen? Bekommen die im Zweifelsfall ihr Abi/HS-Abschluss/Mittlere Reife/... geschenkt, weil sie ja keine 6/null Punkte bekommen sollen? Hat man im Zweifelsfall im Abi/HS-Abschluss/Mittlere Reife/... neben dem Hauptraum mit Prüflingen noch 30 Nebenräume mit eigenen Aufsichten, die alle Prüflinge beaufsichtigen, die sich nicht testen lassen wollten? Wie soll man das als Kollegium stemmen? Wieso sollte das den Lehrkräften zugemutet werden, die in den meisten Bundesländern noch gar keine Impfmöglichkeit haben? Warum genau soll es nochmal nicht zumutbar sein, dass diese Kinder sich dann wie alle anderen auch testen lassen?

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    Einmal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Wie wäre es denn, wenn Sie einen Job hätten, den Sie verlieren würden, weil sie ständig zuhause bleiben müssten, wenn ein Kind falsch positiv getestet wird? Außerdem bin ich kein Verharmloser und lehne auch die Tests nicht ab. Ich finde nur das es eine riesengroße Ungerechtigkeit ist, das das Kultusministerium den Eltern anbietet ihre Kinder befreien zu lassen, um im Anschluss die Kinder dafür zu bestrafen

    Hast du das denn schon bei irgendjemandem konkret erlebt, dass er/sie "ständig" zuhause bleiben musste wegen eines falsch positiven Kinds? Oder dass jemand seine Stelle verloren hätte infolge einer tatsächlichen (nicht einer vermuteten) Quarantäne-Vorgabe? Haben diese Leute geklagt vor dem Arbeitsgericht? Denn falls ja, hätten sie Recht bekommen, schließlich haben sie sich die Quarantäne-Verordnung ja nicht selbst gebacken- anders als eine mögliche Testverweigerung mit entsprechenden Konsequenzen.

    "Eine riesengroße Ungerechtigkeit" liest sich- egal was du sonst von dir behauptest- dann eben doch nach purem Verharmlosen, denn etwas mehr Verständnis für den Gesundheitsschutz würde ich an der Stelle schon erwarten. Ansonsten ist das aber ein persönliches Gefühl und kein rechtlicher Grund. Das darfst du haben und wenn Eltern das haben, dann bemühen sie im Anschluss Gerichte, die die Verhältnismäßigkeit einer solchen Anordnung prüfen.

    Eine Aussetzung der Präsenzpflicht gilt mutmaßlich auch in Niedersachsen ähnlich wie hier in BW genau nicht für Leistungsüberprüfungen. Damit wäre dann zumindest diesem Begründungsansatz für eine vermutete Ungerechtigeit der Nährboden entzogen.


    Das könnte dann ein Vorteil der Privatpatienten sein. Ich bin selbst noch nicht getestet worden, aber aus dem Bekanntenkreis habe ich mehrfache gehört, dass mit bis zu einer Woche mit dem Verdacht schon zuhause sitzt, bis man das endgültige Ergebnis bekommt

    Ich bin bei der AOK. :essen:


    Aber mal ganz ehrlich, meine älteste Tochter studiert Medizin. Die Professoren raufen sich die Haare, was hier für Maßnahmen getroffen werden, wegen eines Virus, was von der Gefährlichkeit einer Influenza ist. Die Maßnahmen bringen nichts, werden aber trotzdem weiter fortgeführt und die Wirtschaft wird ruiniert. Komischer Weise wirken die Maßnahmen aber gegen andere Infektionskrankheiten, so dass man ja nicht behaupten kann, dass sich die Menschen nicht daran halten. Diese Frage beschäftigt mich inzwischen schon seit einigen Monaten

    Klingt nach einer komischen Universität, noch komischer das zu schreiben, obgleich man selbsterklärter Nicht-Verharmloser ist. Ich habe mehrere Ärzte in der Familie. Die verharmlosen tatsächlich nix, sondern sind selbst längst geimpft, raten jedem in der Familie, der bereits impfberechtigt ist sich dringend sofort impfen zu lassen und wissen zum einen, dass die Influenza kein Label für Ungefährlichkeit ist und zum anderen, dass leider Covid-19 eine andere Hausnummer als eine Influenza ist. Wir hätten uns wohl alle gewünscht, es am Ende nur mit Influenza 2.0 zu tun zu haben (auch wenn eine echte Grippe gefährlich genug ist). Ich weiß im Übrigen nicht, wie bei euch die Zahlen waren und sind, bei uns sind die in der 2.Welle massiv angestiegen über Wochen und dann gegen Ende, weil es endlich genügend Leute verstanden hatten, dass sie sich WIRKLICH auch im privaten Raum an die Regeln halten müssen erfreulicherweise deutlich unter 50 gesunken, nur um mit den Lockerungen Anfang März plus B117 mit seiner erhöhten Ansteckbarkeit wieder zu explodieren. Zu viele haben das bei uns offensichtlich zum Anlass genommen ganz viel wieder zu lockern, was man nicht hätte lockern sollen im privaten Umgang.


    Schade, ich habe gedacht, dass man hier unter Kollegen vernünftig über die Probleme der derzeitigen Situation diskutieren kann und dabei auch die Belange der Eltern und Kinder im Auge hat. Leider werde ich als kritischer Mensch sofort beleidigt und in eine Schublade gesteckt, genauso wie in unseriösen Chats. Ich finde es sehr traurig, dass ihr alle hier, aus Angst vor einem Virus, die ganzen restliche Belange der Schüler aus den Augen verloren habt. 99 Prozent der Menschen werden nämlich nicht an diesem Virus sterben und die Schüler sind mehr als Menschen, die ein Virus auf der Schleimhaut tragen können. Nämlich Kinder mit dem Bedürfnis sich zu bewegen, Sport zu treiben, Freunde zu treffen usw. Auf alles müssen sie derzeit verzichten und dann sollen wir als Lehrer ihnen auch noch das Leben mit schlechten Zensuren schwer machen?

    Habt ihr während des Studiums in den Pädagogik- und Psychologievorlesungen alle geschlafen, oder seit ihr alle nicht hingegangen, weil ihr den Abend zuvor Party gemacht habt?

    Denn wir konnten unsere Kindheit und Jugend genießen und das können unsere Schüler schon seit einem Jahr nicht mehr. Und ihr fühlt euch jetzt alle ganz toll diesen Kindern auch noch die Sechsen rein zu drücken. Schämt euch, für eure Einstellung.

    Nein, "kritische Menschen" werden hier nicht prinzipiell in die Verharmloser-Schublade gesteckt, Verharmloser aber durchaus. Wer 820.000 potentielle Todesfälle alleine in der BRD oder rund 77,7 Mio weltweit als hinnehmbar darstellt und es für trauriger hält, wenn Eltern ihre ungetesten Kinder nicht einfach für Klassenarbeiten in die Präsenz schicken dürfen auf Kosten der Mitmenschen, als so ein Verhalten zumindest einmal auch zu problematisieren, der ist offensichtlich vor lauter Kritik an allem anderen nicht selbstkritisch genug und verharmlost völlig offensichtlich. Schade, dass du so weit noch nicht gedacht hast, dass es nicht hinnehmbar sei kann als zivilisierter Mensch den Tod von 77,7 Mio Menschen weltweit einfach hinzunehmen wenn man die Möglichkeit hat zumindest die meisten dieser Toten zu verhindern; schade, dass du als Lehrerin an dieser Stelle deinen Eid auf das GG vergessen hast und den Schutz des Lebens für derart vernachlässigbar hältst.

    Niemand hier verharmlost die sonstigen Folgen, die Distanzunterricht und Co. für Kinder und Jugendliche haben, allen ist sehr bewusst, dass diese dadurch ebenso belastet sind, wie durch die Angst und Sorge um die Gesundheit ihrer Angehörigen und Freunde. Niemand hat hier ein Triumpfgeheul angestimmt beim Gedanken SuS mit einem "mangelhaft" zu bewerten. Nachdem ich bislang aber bei dir keinen nachvollziehbaren Grund lesen konnte, warum man SuS nicht zum Test verpflichten sollte vor Prüfungen und Co. bleibe ich dabei, dass wer sich an der Stelle bewusst gegen den Gesundheitsschutz entscheidet als Familie offenbar den Preis kennt und bereitwillig zahlt. Wo bleibt deine Verurteilung von Eltern die das ihren Kindern sehenden Auges zumuten wollen, statt der Testpflicht nachzukommen? Und wer hindert diese Eltern daran das gerichtlich überprüfen zu lassen? Wer hindert dich daran im Rahmen deiner weiteren Leistungsbewertung unbillige Härten die einzelnen Kindern unverschuldet durch den Egoismus/Narzissmus ihrer querdenkenden Eltern entstehen abzumildern? Kinder müssen STÄNDIG den Preis bezahlen für die Entscheidungen ihrer Eltern. Ja, das ist unfair. Wer das ernstlich ändern wollte müsste aber an ganz anderer Stelle ansetzen als der Notengebung.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    2 Mal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Aber mal ganz ehrlich, meine älteste Tochter studiert Medizin.

    Gute Idee. Dann lernt sie in dem Bereich etwas. Und falls sie von zu Hause nicht genug Wissenschaftspropädeutik mitbringt, kann man dann noch ausgleichen.

    Die Professoren raufen sich die Haare, was hier für Maßnahmen getroffen werden, wegen eines Virus,

    Ja, unbedingt „die Ärzte“, „die Professoren“. Solche Quellenangaben brauchen wir. Typische Esoterik-Behauptungen. Bring' 'was Belastbares. Hier geht es nur darum irgendetwas zu behaupten, in der Hoffnung, dass schon 'was hängen bleibt. Falsche Filterblase.


    was von der Gefährlichkeit einer Influenza ist.

    Wolltest du daran erinnern, dass auch die Grippe eine potenziell tödliche Erkrankung ist? Das ist gut. Vielleicht nehmen wir diese nach der Pandemie auch wieder etwas ernster. Die Kassen zahlen dann regulär die Impfungen und wir tragen Masken in der Grippe-Saison. Danke für den Hinweis.


    Ansonsten darf man aber auch auf die Unterschiede hinweisen. Gegen die Grippe kann man schon lange impfen und man passt den Impfstoff jährlich an. Covid-19 tritt auch symptomfrei auf, was die Indfektionsmöglichkeiten ganz anders darstellt. Hat die Grippe dich erwischt, haut's dich nach zwei Tagen aus den Socken, du liegst erstmal flach und steckst zumindest außerhalb niemanden mehr an.


    Trotzdem trat die Grippe auch schon pandemisch auf und hat entsprechend Todesmillionen produziert. Es ist zwar völlig unklar, was mit „Gefährlichkeit“ gemeint sein soll, aber ja, man sollte beide Erkrankungen sehr ernst nehmen.


    Tipp: Die echte Aluhut-Formulierung lautet wohl „Das ist doch auch nur eine Erkältung.“ Das musst du noch üben.

    Die Maßnahmen bringen nichts

    Selbst in den Boulevardmagazinen ist man soweit, dass die Maßnahmen unterschiedlich sinnvoll sind. Dann noch mit einem pauschalierenden Scheiß um die Ecke zu kommen, und das den noch „Professoren“ in den Mund zu legen, bei denen deine Tochter „studiert“, ist doch echt billig.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

    2 Mal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Schade, ich habe gedacht, dass man hier unter Kollegen vernünftig über die Probleme der derzeitigen Situation diskutieren kann

    Kann man. Findet hier regelmäßig statt.

    und dabei auch die Belange der Eltern und Kinder im Auge hat.

    Hat man. Aber eben nicht nur die der Testverweigerinnen, sondern auch die der Vernünftigen.

    Leider werde ich als kritischer Mensch sofort beleidigt und in eine Schublade gesteckt, genauso wie in unseriösen Chats.

    Was erwartest du. Du läufst hier mit so 'nem Scheiß auf und meinst, das du hier jubelnd empfangen wirst? Habe ich schon mal gesagt: falsche Filterblase. Ich empfinde dich auch als nicht als kritisch sondern als oberflächlich „dagegen“.

    Ich finde es sehr traurig, dass ihr alle hier, aus Angst vor einem Virus, die ganzen restliche Belange der Schüler aus den Augen verloren habt.

    Ja, auch das ist typisch für die Esoterik-Verschörungs-Fraktion. Das machen, was man anderen vorwirft. Diese Äußerung ist nämlich eine Beleidigung.

    99 Prozent der Menschen werden nämlich nicht an diesem Virus sterben

    Gut, dass du das schon weißt. Welches feinstoffliche System verleiht dir den Blick in die Zukunft? Am Ende wird abgerechnet. Und wenn wir die Mutationen durch haben, zählen wir mal nach.


    Aber ansonsten ist das nur ein perfides Zahlenspiel. 99% klingt voll viel, dann muss man sich ja keinen Kopp machen. Wenn wir alle Krankheiten, die große Anteile der Menschheit nicht töten, ignorieren, können wir den Medizinbetrieb einstellen. Der Punkt bleibt, dass Menschen daran sterben. Ja, womöglich sind dir diese egal, damit Fritz und Anne nicht zum Test müssen.

    Nämlich Kinder mit dem Bedürfnis sich zu bewegen, Sport zu treiben, Freunde zu treffen usw. Auf alles müssen sie derzeit verzichten

    Das ist durchaus ein Punkt. Ich meine, beim Sport im Freien könnten wir etwas entspannter sein und dafür bei den Innenräumen etwas strenger. Ansonsten gehört das aber hier nicht her. Davon, dass man Einzelnen erlaubt, eine höhere Ansteckungswahrscheinlichkeit haben zu dürfen, ist doch die mangelnde Bewegung nicht ausgeglichen.

    und dann sollen wir als Lehrer ihnen auch noch das Leben mit schlechten Zensuren schwer machen?

    Das Leben machen sie sich selbst schwer bzw. die Eltern. Die Schulen reagieren. Ja, mann muss die Konsequenzen des eigenen Verhaltens aushalten.

    Denn wir konnten unsere Kindheit und Jugend genießen und das können unsere Schüler schon seit einem Jahr nicht mehr.

    Ja, schlimm genug. Mir wäre daran gelegen, dass möglichst viele überleben (nicht nur Schülerinnen, sondern auch Eltern, Großeltern, ...) damit sie eine Gelegenheit haben, das nachzuholen. Und noch eines: je konsequenter wir mit dem Testen sind, um so mehr Freiheiten können wir uns womöglich wieder erlauben.


    Insgesamt ist mir das zuviel Tränendrüse. „Bua, die armen kleinen.“ Die Vernünftigen sind auch Scheiße dran. Die müssen sich nicht noch zusätzlich gefährden lassen.

    Und ihr fühlt euch jetzt alle ganz toll diesen Kindern auch noch die Sechsen rein zu drücken.

    Nein. Das ist eine bösartige Unterstellung. Und du wunderst dich, dass du hier Gegenwind kriegst? Das ist doch wieder ein Fall, wo eine 'reinkommt, einen Furz lässt und sich dann beschwert, dass es stinke.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • würde Dich aber dennoch bitten, bei aller Verstimmung Deinen Tonfall etwas zu mäßigen

    Und wie immer wird die Nachfrage, was denn konkret an meinem Tonfall auszusetzen ist, unbeantwortet bleiben.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • @O.Meier

    Das wundert mich dann doch etwas.

    Dann noch mit einem pauschalierenden Scheiß um die Ecke zu kommen, und das den noch „Professoren“ in de Mund zu legen, bei denen deine Tochter „studiert“, ist doch echt billig.

    Was erwartest du. Du läufst hier mit so 'nem Scheiß auf und meinst, das du hier jubelnd empfangen wirst? Habe ich schon mal gesagt: falsche Filterblase. Ich empfinde dich auch als nicht als kritisch sondern als oberflächlich „dagegen“.


    Das sind nur zwei Beispiele. Ich empfinde das vom Tonfall her als unangemessen.

  • Ehrlich gesagt lohnt es sich doch gar nicht, sich mit dieser Person auseinanderzusetzen.


    Mit Covidioten zu diskutieren, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen.

    Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen,

    auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen :wink_1:

  • @O.Meier

    Ich gebe Dir in der Sache Recht, würde Dich aber dennoch bitten, bei aller Verstimmung Deinen Tonfall etwas zu mäßigen

    Ich kann auch bei sorgfältiger Lektüre keine Unmäßigkeit in @o.meiers Tonfall feststellen.

    The pen is mightier than the sword.

    - Edward Bulwer-Lytton

  • Das sind nur zwei Beispiele. Ich empfinde das vom Tonfall her als unangemessen.

    Ich nehme deine Sichtweise zur Kenntnis. Ich nehme damit weiter zur Kenntnis, dass man hier zar Scheiß verbreiten darf, er aber nicht als Schieß bezeichnet werden sollte.


    Keine Lust, darüber zu diskutieren. In diesem Form dürfen jede Menge absonderliche Äußerungen stehen bleiben, aber an einem Begriff wie „Scheiß“ hängt man sich auf. Das ist mir zu sekundärtugendhaft.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Ich habe dank meiner letzten Quarantäne zwei PCR-Tests machen dürfen (Kontaktperson, Schüler hatte die B117-Variante) und der QR-Code führte mich innerhalb von 24 Stunden zum Ergebnis. Der zweite Test war am Ostersamstag, das Ergebnis kam am Ostersamstag (abends). Wenn das nicht schnellste Arbeit ist, weiß ich auch nicht weiter...


    Ansonsten kenne ich eine Ärztin, die in der Corona-Station arbeitet. Die würde wahrscheinlich die Messlatte des angemessenen Tonfalls massiv reißen, wenn sie hier schreiben würde (bzw. dürfte). Tut sie im Vereinschat eh schon.

  • Der Vorwurf, dass die Kollegen sich toll fühlen würden "Sechsen" reinzudrücken, ist auch nichts, was ich jemals anderer Lehrer hab sagen hören.

    Gerade aktuell bewerte ich jedes Fitzelchen, was ich bekomme sehr positiv, bzw. honoriere es. Ich bin aber froh, dass auf diese Weise die Lehrkräfte vor doppelter und dreifacher Arbeit geschützt werden.

Werbung