• Nein, nicht immer liegt die Wahrheit in der Mitte. Wenn fast alle sagen 2 + 2 sind 4 und ein paar sagen, das Ergebnis sei 6, ist 5 trotzdem nicht richtig.

    Dabei sollte man jedoch zwischen Fakten und Meinungen entscheiden. Das was du im Zitat oben exemplarisch zeigst, ist ein Fakt. Fakten gibt es natürlich auch in den Gesellschaftswissenschaften (Keiner dürfte z.B. anzweifeln, dass Herr Merz Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ist. Diese Aussage kann als Fakt verstanden werden.), aber sie bieten auch viel Raum für Meinungen. Meinungen dürfen bisweilen ungewöhnlich oder auch umstritten sein, aber sie werden gerade dadurch charakterisiert, dass es kein Richtig und Falsch gibt. Gerade in den Gesellschaftswissenschaften sollten wir daher aufpassen, nichts verfrüht als Fakt anzunehmen, wenn es sich bei genauerem Hinschauen als Meinung herausstellt.

  • Fachinformatiker hat sich schon während Corona hier damit beschäftigt, dass doch bitte der russische Sputnik-Impfstoff von der europäischen Arzeneimittelnbehörde geprüft und zugelassen werden sollte, während eigentlich schon klar war, dass der ein wirkungsloser Fake auf Basis erfundener Daten war. Er ist definitiv nicht in der Realität verhaftet, sondern in einer Watnik-Parallelwelt.

  • Dabei sollte man jedoch zwischen Fakten und Meinungen entscheiden. Das was du im Zitat oben exemplarisch zeigst, ist ein Fakt. Fakten gibt es natürlich auch in den Gesellschaftswissenschaften (Keiner dürfte z.B. anzweifeln, dass Herr Merz Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ist. Diese Aussage kann als Fakt verstanden werden.), aber sie bieten auch viel Raum für Meinungen. Meinungen dürfen bisweilen ungewöhnlich oder auch umstritten sein, aber sie werden gerade dadurch charakterisiert, dass es kein Richtig und Falsch gibt. Gerade in den Gesellschaftswissenschaften sollten wir daher aufpassen, nichts verfrüht als Fakt anzunehmen, wenn es sich bei genauerem Hinschauen als Meinung herausstellt.

    Eigentlich muss ich ins Bett, habe morgen 9 Stunden Unterricht. Daher nur kurz, manche Meinung ist einfach Unsinn.

    Ja, Beweise gibt es nur in der Mathematik. Ich war heute in einem Thread zu Klimakatastrophe unterwegs und manche vertreten die Meinung, 2,8 Grad Erwärmung sei doch kein Problem , außerdem nicht bewiesen und es gibt Menschen, die behaupten, es wäre doch alles im normalen Bereich.

    Ich bin schon etwas älter und in meiner Kindheit hörte ich oft genug, Hitler war doch ganz in Ordnung, wenn der gewusst hätte, ... und außerdem wurde er von den anderen zum Krieg getrieben. Dies waren ganz normale einfache Menschen, die viele Jahre lang Propaganda ausgesetzt waren und sich dies nicht bewusst waren.

    Meinungen können falsch und gefährlich sein, man sollte immer bereit sein, sie zu überprüfen und auch nicht einfach verschiedene Quellen gleichwertig nebeneinander stellen. EIKE und z. B. Rahmstorf haben bei Klimakatastrophe nicht den gleichen Wert, viele Menschen glauben aber, die Wahrheit läge immer dazwischen. Und ja auch Zeitungen haben Interessen. Ich lese tatsächlich vieles, die Bildzeitung gehört allerdings nicht dazu.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Meinungen können falsch und gefährlich sein

    Ich stimme dir hier teilweise zu. Ich bleibe dabei, dass Meinungen nicht falsch sein können, sondern nur Fakten.

    Gefährlich ist, wenn einflussreiche Menschen ihre Macht nutzen, um Menschen mit eingeschränkten Mitteln (z.B. Fachwissen, Intelligenz, Lebenserfahrung, sprschliche Mittel) mit vermeintlichen Fakten bewusst zu manipulieren, wissend dass sie nicht in der Lage sind, diese kritisch zu hinterfragen und im Sinne der einflussreichen als "gegeben" anzunehmen.

  • Kris24 hat immer dieselben Ansichten. Ich höre seine Ansicht dauernd von vielen Leuten, die nur Bild-Zeitung und Tagesschau konsumieren und nicht über den Tellerrand schauen können.

    Es geht mir mehr um die stillen Mitleser, als im dieselbe handvoll Foristen, die am Liebsten den 3. Weltkrieg provozieren würden.

    Es ist sinnvoll, neben Leuten wie Kiesewetter, Strack-Zimmermann usw. auch Leute wie Kujat, Ganser und Vad zu hören.

    Russland muss ebenso Kompromisse eingehen wie die Ukraine, um einen dauerhaften Frieden zu bekommen.

    Wünsche euch noch schöne Herbstferien.

    Es ist eine einzige Person, die keinen Frieden will, die nicht wirklich Verhandeln will. Der russische Autokraft Putin.

    Russland will mit den USA und China Verhandlungen führen über die Ukraine ohne Beteiligung der Ukraine.

  • Bislang wollten weder Selenski noch Putin verhandeln. Selenski betont immer wieder, keinen qm Ukraine herzugeben und maximal den Krieg einzufrieren. Putin will die vollständige Ostukraine, Krim und Entwaffnung der Ukraine ohne Natobeistand.

    Wenn Putin einem Einfrieren zustimmen würde, müsste er mit einer massiven Aufrüstung der Ukraine rechnen und später nach einem Vorwand mit erneuten Angriffen der erstarkten Ukraine zur Rückeroberung der Gebiete.

    Wenn Selenski Gebiete abgeben und wehrlos werden würde, müsste er damit Rechnen, dass Russland mit einem Vorwand die ganze Ukraine einnehmen würde.

    Beide Parteien haben in der Vergangenheit (z.B. Minsk Abkommen) massiv Vereinbarungen gebrochen.


    Irgendwo zwischen den beiden Maximalpositionen muss ein Verhandlungsfrieden erzielt werden, bevor es von einer Seite zu Diktatfrieden kommt.


    Grundsätzlich stehen sich zwei Denkschulen gegenüber:


    Einmal die G7 Staaten, die Russland die Schuld geben und bereit sind, den Wohlstand Europas und jeden Ukrainer für die ganze Ukraine zu opfern und davon ausgehen, dass Russland nach dem Sieg über die Ukraine weitermachen wird. Diese Ansicht wird auch hier vertreten.

    Dann ist der Rest der Welt und der größte Teil der Weltbevölkerung (Südamerika, Asien, Afrika) der Meinung, dass nur eine Verhandlungslösung Sinn macht. Diese Länder handeln weiter mit Russland und profitieren von unserem Konflikt.

    Die USA wandert von der ersten zur zweiten Denkschule.


    Genießt die Ferien.

  • Wenn Putin einem Einfrieren zustimmen würde, müsste er mit einer massiven Aufrüstung der Ukraine rechnen und später nach einem Vorwand mit erneuten Angriffen der erstarkten Ukraine zur Rückeroberung der Gebiete.

    Und wenn die Ukraine einem Waffenstillstand (ich würde es nicht einmal als Frieden bezeichnen) zustimmen würde, müßte sie mit einem massiven Aufrüsten Russlands und einem späteren erneuten Krieg rechnen. Um wirklich zu einem Frieden zu kommen, gibt es aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Ukraine wird Nato-Mitglied oder sie wird wieder Atommacht. Schließlich hat uns die massive Abschreckung des Kalten Kriegs in Europa vor dem 3. Weltkrieg bewahrt. Gegenüber Russland hat die Abschreckung also funktioniert. Und ja, ich denke, dass der einzig logische Grenzverlauf der von 2013 ist. Alles danach würde den Agressor Russland nur weiter anspornen es noch einmal zu versuchen. Wir Deutschen sollte da aus unserer eigenen Geschichte lernen. Schließlich war die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen durch unsere Wiederaufrüstung geprägt. Daher würde ich einen "Frieden", der nicht die Natomitgliedschaft oder die atomare Wiederaufrüstung der Ukraine beinhaltet auch nur als Waffenstillstand bezeichnen.

    Ich setze derweils darauf, dass der Krieg zuende gehen wird wie der Afghanistan-Krieg der ehemaligen Sowjetunion und wie der Zerfall der Sowjetunion, nämlich das Russland irgendwann ökonomisch einfach den Krieg nicht mehr weiterführen kann. Wie bereits oben erwähnt wäre das Ende dann vergleichbar mit dem Ende des 1. Weltkriegs.

    Dann ist der Rest der Welt und der größte Teil der Weltbevölkerung (Südamerika, Asien, Afrika) der Meinung, dass nur eine Verhandlungslösung Sinn macht. Diese Länder handeln weiter mit Russland und profitieren von unserem Konflikt.

    Die USA wandert von der ersten zur zweiten Denkschule.

    Was bei uns Europaern dann endlich mal dazu führt, dass wir zwangswweise im Eiltempo lernen müssen auf eigenen Beinen zu stehen. Wie an anderen Stellen mehrfach erwähnt schieben gerade diese Länder und insb. die USA durch ihre Haltung den Ausbau der erneuerbaren Energien bei uns in Europa massiv voran. Die Frage der Energie ist dann weniger eine Frage des Klimaschutzes als viel mehr eine Frage der nationalen Souveränität. Und wenn der Umbau erst einmal geschafft ist, können uns diese Länder geflissentlich den Buckel runterrutschen. Stell Dir einfach mal vor wir bräuchten kein Öl mehr für den Straßenverkehr, weil wir ihn komplett elektrifiziert hätten und würden den Strom aus Geothermie gewinnen. Das würde die Scheichs am Golf fiskalisch in die Steinzeit zurückbefördern, in der sie vor gut 100 Jahren lebten. Dann können sie gerne auch gegeneinander Krieg führen, würde uns nicht interessieren, wir wären schließlich nicht mehr auf sie angewiesen. Gleiches gilt für die USA mit ihrem aktuell sehr wankelmütigen Präsidenten.

    Einmal editiert, zuletzt von plattyplus (22. Oktober 2026 10:54)

  • Das würde die Scheichs am Golf fiskalisch in die Steinzeit zurückbefördern, in der sie vor gut 100 Jahren lebten. Dann können sie gerne auch gegeneinander Krieg führen, würde uns nicht interessieren, wir wären schließlich nicht mehr auf sie angewiesen.

    Das würde aber wieder zu Migrationsbewegungen, vor allem Richtung Deutschland, führen.

  • Russland kontrolliert aktuell knapp 18 bis 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets. Umgerechnet in Flächenmaße ergibt das:
    In Quadratkilometern: ca. 108.000 bis 117.000 km²
    In Quadratmetern: ca. 108 bis 117 Milliarden m² (bzw. 108.000.000.000 bis 117.000.000.000 m²

    Bei angenommen 500.000 toten russischen Soldaten und 110 Mrd m² eroberter Fläche sind das 220.000 m² pro Leiche. Hat sich rentiert. Waren ja keine Moskauer.

    Im eroberten Territorium befinden sich Gebiete mit Bodenschätzen, auch mit Lithium und seltenen Erden. Das gibt Putin nicht mehr her. Mit der Ausbeutung dieser Bodenschätze kann er durch den Verkauf massiv aufrüsten und das Russische Großreich wieder herstellen. Dann wird der Eiserne Vorhang wieder errichtet und Weidel wird Regierungschefin der DDR 2.0.
    That's the plan, my dear.

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  • Bei angenommen 500.000 toten russischen Soldaten und 110 Mrd m² eroberter Fläche

    Ich würde eher mit 1,3 Millionen als russische Gesamtverluste rechnen. 500.000 sind verstorben und weitere 800.000 Soldaten wurden zum Krüppel geschossen und wirken sich so noch viel negativer auf die Volkswirtschaft aus.

    Wie gesagt ist die Frage ganz einfach wie lange Russland das noch durchhalten kann bis die eigene Bevölkerung rebelliert.

  • Oder die wissen, dass die nichts sagen dürfen. Im zweiten Weltkrieg sind fast 30 Millionen Sowjetbürger gestorben und anschließend hat Stalin weiter gemordet.

    Die Ukraine ist für Russland nicht mit Afghanistan gleichzusetzen, wie hier gerne gemacht wird.

    Genauso wie Kuba oer Mexiko für die USA nicht mit Vietnam oder Iran gleichzusetzen wäre.

  • Die russische Bevölkerung ist sehr leidensfähig.

    Und trotzdem ist Jelzin damals auf den Panzer geklettert. Es gab in den Läden einfach nichts mehr.

    Ich muss Spontan an die Definition einer Revolution denken: "Eine Revolution ist, wenn die da unten nicht mehr weiter wollen und die da oben nicht mehr weiter können."

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