Streiks an Schulen - aus dem Corona-Maskenpflichtwegfall-Thread

  • Ja, ich kenne durch Diagnostik/Beratung auch Grundschulklassenzimmer. Die sind natürlich nicht alle so komfortabel wie bei uns, aber so gravierend, wie es hier beschrieben wird, habe ich noch nicht bewusst erlebt. Wie macht ihr denn Bewegungsphasen in solchen Klassen?

  • Und ob du streikst oder nicht hängt davon ab, ob ein Schwimmbus kommt?

    Es tut mir leid, aber ich verstehe gerade den Zusammenhang nicht so richtig.

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Und ob du streikst oder nicht hängt davon ab, ob ein Schwimmbus kommt?

    Es tut mir leid, aber ich verstehe gerade den Zusammenhang nicht so richtig.

    Ja, genau davon wird es abhängen. Schwimmen ist jetzt so oft ausgefallen und wird es dann wieder, wenn ich nicht da bin, da ich aktuell ja alleine bin, dass ich nicht streike, wenn es stattfinden kann.

  • Aha.

    Aber grundsätzlich weißt du, wie das Prinzip "Streik" funktioniert, oder?


    Im Ernst: wenn wir das Ruder nicht rumreißen, wird künftig noch deutlich mehr Unterricht ausfallen...

  • Streik für kleinere Klassen finde ich so dermaßen cool und völlig aus der Reihe, dass ich das sofort unterstützen würde! Bin „leider“ Beamtin!

    Habe diese ganzen Studien (Hattie et al) dahingehend immer gehasst! Klar ist die Klassengrösse, vor allem in der Sek1 ein mega Faktor, Beziehungsarbeit, die erst so ermöglicht wird, vor allem! Selbst meine besten Schüler*innen kommen aus Armut, Elternteile sind noch nicht nachgezogen, wenn je, oder im Strafvollzug! Leider Realität hier! Das geht bei 20 bis 25 SuS aber nicht bei 30 plus!

  • Aha.

    Aber grundsätzlich weißt du, wie das Prinzip "Streik" funktioniert, oder

    Man streikt um dem Arbeitgeber Schaden zuzufügen oder Unanehmlichkeiten zu bereiten, damit dieser sich überzeugen lässt, den berechtigten aber von ihm ungewünschten Forderungen nachzukommen.


    Insofern kann ich Susanneas Gedanken gut nachvollziehen. Die Kinder, denen das das Schwimmen zzm wiederholten Male ausfällt, sind nicht die Zielgruppe des Streiks.


    Kl. Gr. Frosch

  • Und ob du streikst oder nicht hängt davon ab, ob ein Schwimmbus kommt?

    Es tut mir leid, aber ich verstehe gerade den Zusammenhang nicht so richtig.

    (Und ich dachte, es wäre ein Code in Anspielung auf den Namen der Senatorin.)

    SCHOKOEIS!


    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

  • Die Kinder, denen das das Schwimmen zzm wiederholten Male ausfällt, sind nicht die Zielgruppe des Streiks.

    Natürlich nicht, aber wenn es danach geht, können Lehrer grundsätzlich nie streiken, weil es immer die Kinder trifft (und vielleicht noch die Eltern). Aber wenn wir nicht streiken, bleiben die Zustände, wie sie sind oder werden einfach immer noch schlimmer (in Berlin habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass die Klassen noch größer werden...) und das betrifft die Kinder dann erst recht. Nicht nur an dem einen Streiktag sondern dauerhaft! Mir geht es tatsächlich um beides. Ich weiß selbst nicht wie lange ich das so noch durchhalte und ich habe im Brennpunkt jeden Tag gesehen, was das für die Kinder bedeutet, vor allem für die, die nicht in Bullerbü aufwachsen. Wie Bildungschancen vertan werden und Biografien vor die Wand gefahren werden. Das darf so nicht sein.

    An meiner Schule habe ich immerhin zwei Alternativen: Selbstausbeutung oder die Kinder hängen lassen.

    An meiner vorherigen Schule gab es nichtmal das. Da reichte auch Selbstausbeutung nicht aus.


    Ich haben es so satt, dass wir uns immer durch unser eigenes schlechtes Gewissen ausbremsen lassen. Es ist kurzsichtig.

    Und dass ständig Schwimmunterricht ausfällt ist besch..., aber es ist nicht Susanneas Schuld.

    Man streikt um dem Arbeitgeber Schaden zuzufügen oder Unanehmlichkeiten zu bereiten

    Tut es doch.

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

    Einmal editiert, zuletzt von icke ()

  • Tut es doch

    Nein. Dem Arbeitgeber kann es im Grunde egal sein, denn es trifft das Land nicht direkt.

    Nervig ist nur der Druck der Eltern.


    Ich will ja gar nicht sagen, dass Lehrer nicht streiken sollen. Aber das Prinzip eines Streiks (wie du oben geschrieben hast) ist ein anderes als "Wir belasten Dritte mit dem Streik, damit der Arbeitgeber nachgibt." Das Prinzip eines Streiks ist eigentlich, dass er sich gegen dem Arbeitgeber richtet.

  • Natürlich nicht, aber wenn es danach geht, können Lehrer grundsätzlich nie streiken, weil es immer die Kinder trifft (und vielleicht noch die Eltern). Aber wenn wir nicht streiken, bleiben die Zustände, wie sie sind oder werden einfach immer noch schlimmer (in Berlin habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass die Klassen noch größer werden...) und das betrifft die Kinder dann erst recht.

    ...


    Ich haben es so satt, dass wir uns immer durch unser eigenes schlechtes Gewissen ausbremsen lassen. Es ist kurzsichtig.

    Und dass ständig Schwimmunterricht ausfällt ist besch..., aber es ist nicht Susanneas Schuld.

    Hervorhebungen von mir. Ich bin so sauer! Hier wurde bereits vom Schulamt gesagt, dass 29 bis 30 Schüler in die 3. Klassen sollen: "Die 2 mehr merkt man doch gar nicht." Wir sind hier selbst mit 27 bis 28 in einer recht "normalen" Schule kaum unterrichtsfähig in den derzeitigen 3. Etliche KuK gehen jetzt auf Teilzeit, selbst wir können nicht mehr.

    Schwimmen fällt aus vielen Gründen aus. Es wäre jetzt einmal wegen des Streiks. Für alle Ausfälle davor ist Susannea nicht zuständig. Wenn wenigstens sicher wäre, dass nach diesem einen Termin alle mindestens Bronze hätten, dann würde ich es ok finden, dafür nicht zu streiken, aber es ist ein Termin. Nach jahrelanger Misswirtschaft. Jahrelang alles gegen die Wand gefahren. Jahrelang die Leute wegehen lassen, den Lehrermangel durch Augenwischerei bekämpfen, Seiteneinsteiger in den Atlantik werfen und nicht mal nachwinken. Brennpunktschulen noch und nöcher. Klassen vollstopfen, 1/3 kein Wort Deutsch, ab ins Sprachbad, eine ganze Klassenstufe (Sek I), die einen Supermarkt überfallen hat während der Unterrichtszeit, Polizei machtlos. Elternprügeleien auf dem Schulhof, Angriffe.

    Nee, an einem Tag liegt das sicher nicht. Wenn wir nicht für unsere Belange (und hier auch für die der SuS) einstehen, wer soll es sonst tun? Die Eltern gehen nicht demonstrieren.

    SCHOKOEIS!


    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

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