Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Wo habe ich sie denn als ungebildet bezeichnet? Bitte lese meinen Text und unterstelle mir nichts. Ich habe geschrieben: "je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler". Das ist eine reine Beschreibung.

    Zweitens sind es von 18% auf 24% 1/3 mehr. Also 33% von 18. Der Unterschied zwischen 4 und 2 ist auch nicht viel, aber trotzdem ist eine Verdopplung .... Du kannst auch einfach mal vergleichen, dass nur 10% der Hochschulabsolventen die AfD wählen aber 26% der Menschen mit Hauptschulabschluss. Das hat aber sicherlich nicht nur was mit Bildung sondern auch mit der Lebenssituation zu tun. Aber nichtsdestotrotz höhere Bildung => bessere Lebenssituation => weniger AfD.

    Ich will auf Folgendes hinaus: In absoluten Zahlen haben allein in Ba-Wü und RLP aktuell rund 1,5 Mio Menschen blau gewählt. Zu sagen, das sind ja überwiegend Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss, die sind halt leider nicht so gebildet wie ich, verkennt das Problem: Die meisten Menschen haben keinen Hochschulabschluss sondern gehen nichtakademischen Berufen nach. Das ist ganz normal und macht sie nicht zu Nazis.

    Bei den letzten Wahlen vor wenigen Jahren hat die AfD wesentlich weniger stimmen geholt. Es haben aber nicht plötzlich wesentlich weniger Leute Abi gemacht.

    Du machst es dir einfach, indem du dich erhebst über die ungebildeten Millionen, die aber ganz offensichtlich ziemlich durchschnittliche Menschen sind, sein MÜSSEN bei 20%.

    Bundesweit ist es dasselbe.

    Wir haben ein Problem und zwar ein Komplexes. Nichts davon ist leicht und schnell zu beheben. Es sind nicht alle außer dir ein bisschen blöd und müssen nur mal ordentlich informiert werden. Alle Leute besuchen eine Schule und lernen etwas über Fake News, Grundrechte und das 3. Reich. Du musst davon ausgehen, dass Wähler*innen ihre Entscheidungen aus bestimmten Gründen und Überlegungen heraus treffen, so wie du auch.

    Oder anders: Ich weiß auch nicht, warum Leute CDU wählen, insbesondere Frauen, würde ich niemals tun. Trotzdem halte ich nicht alle CDU-Wählerinnen für ungebildet.

  • Übrigens sehe ich das ganz anders als Maylin85. Ich halte es nicht für nachvollziehbar und voll okay, dass so viele Menschen diese Partei wählen, sondern finde es umso schlimmer, dass sie es tun, gerade weil wir heute wissen, was wir wissen.

    Es macht das Ergebnis doch noch viel erschreckender, wenn man keine beruhigenden Erklärungen finden will, lasst den Leuten ihre Verantwortung.

    So wie anno '33 Menschen die volle Verantwortung übernommen haben. Da gibt's doch auch keine Entschuldigungen, wie (un)gebildet die Bürger waren und dass die Arbeitslosigkeit halt so hoch war und ach der Versailler Vertrag und die Bevölkerungsgruppe, die an allem Schuld sei... Äh nee, genau so nicht.

  • Die NSDAP mit der AFD zu vergleichen ist schon unsachlich genug. Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam.

    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.


    Die AFD kann nur durch die Lösung der Probleme, von denen die AFD profitiert, beseitigt werden oder durch Politikteilhabe, wodurch sie ebenfalls entzaubert wird.

  • So wie anno '33 Menschen die volle Verantwortung übernommen haben. Da gibt's doch auch keine Entschuldigungen, wie (un)gebildet die Bürger waren und dass die Arbeitslosigkeit halt so hoch war und ach der Versailler Vertrag und die Bevölkerungsgruppe, die an allem Schuld sei... Äh nee, genau so nicht.

    ... unterhalb der Beschwörung der Drohkulisse '4. Reich' läuft es halt vielerorts nicht mehr: 'Wölfe! Wölfe!'

    Auch das hat dazu geführt, dass ernsthafte Kritik und insb. Kritik an tatsächlichem Rechtsextremismus verhallt. Mal abgesehen davon, dass dieser slippery slope Äpfel mit Birnen vergleicht und m.E. das NS-Regime relativiert.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (23. März 2026 23:45)

  • Die NSDAP mit der AFD zu vergleichen ist schon unsachlich genug. Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam.

    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.


    Die AFD kann nur durch die Lösung der Probleme, von denen die AFD profitiert, beseitigt werden oder durch Politikteilhabe, wodurch sie ebenfalls entzaubert wird.

    Ich habe das Gefühl, wir hatten exakt diese Konstellation der letzten drei Beiträge hler so bereits kürzlich hier. ^^

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    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    2 Mal editiert, zuletzt von PaPo (24. März 2026 08:23)

  • Ich schrieb nichts von "okay", sondern von "nachvollziehbar". Je länger ich in Brennpunktnähe lebe und arbeite, desto mehr verstehe ich ein solches Wahlverhalten. Wenn es linear munter bergab geht, warum dann weiterhin diejenigen wählen, die sich bisher als unfähig erweisen haben gegenzusteuern? Wer ist denn die Alternative?

    Bei uns gab es bei der letzten Bundestagswahl ein recht enges Rennen zwischen AfD und SPD, wobei sich die SPD knapp durchgesetzt hat. Auch deswegen, weil viele aus rein verhinderungstaktischen Gründen SPD gewählt haben. Kurz danach ist es maßgeblich die SPD, die auf kommunaler Ebene eine Grundsteuererhöhung von eh schon hohen +800% auf fast 1200% durchsetzt. Mir ist schon klar, dass da Sachzwänge hinter stecken, es braucht sich aber wirklich niemand wundern, wenn es angesichts einer solchen Politik zu Wählerwanderungen kommt.

  • Du machst es dir einfach, indem du dich erhebst über die ungebildeten Millionen, die aber ganz offensichtlich ziemlich durchschnittliche Menschen sind, sein MÜSSEN bei 20%.

    Sorry, aber das war nicht meine Aussage. Ich wiederhole es noch mal: Durch bessere Bildung, kann der Anteil der AfD-Wähler reduziert werden. Daher müssen wir in der Schule über bessere Bildung nachdenken. Das gilt ganz allgemein, dass mehr Menschen einen höherwertigen Bildungsabschluss erreicht. Aber auch im Speziellen, dass wir über Fakenews, Propaganda, ausländischen Einfluss, etc. diskutieren.

    Das heißt aber nicht, dass jeder AfD-Wähler dumm ist.
    Es heißt ebenfalls nicht, dass jeder Hauptschüler / Realschüler später AfD wählt.
    Es heißt nur, je höher die Bildung desto schlechter für die AfD.

  • Die NSDAP mit der AFD zu vergleichen ist schon unsachlich genug. Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam.

    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.

    Es gibt durchaus Menschen in der AfD, die ähnliches fordern. Abschaffung der freien Presse, Einfluss auf die Gerichte, "Freie" Wahlen (die wir aus ihrer Sicht bisher nicht haben), ...
    Natürlich schreiben Sie es nicht mehr so direkt. Aber in der Tendenz geht es bei einigen in Richtung Abschaffung unseres Staates.

  • Es gibt durchaus Menschen in der AfD, die ähnliches fordern. Abschaffung der freien Presse, Einfluss auf die Gerichte, "Freie" Wahlen (die wir aus ihrer Sicht bisher nicht haben), ...
    Natürlich schreiben Sie es nicht mehr so direkt. Aber in der Tendenz geht es bei einigen in Richtung Abschaffung unseres Staates.

    Doch sie schreiben es auf, ich habe vor einiger Zeit Höckes Buch gelesen und an Hitlers Kampf gedacht. Ich habe hier im Forum schon einiges daraus zitiert.

    (Ich habe das Buch nicht mehr. Weil andere und ich Höcke nicht finanzieren wollten, gab es eine Buchgemeinschaft, einer hat es gekauft und an den nächsten für 10 Cent weniger weiter verkauft. Es hat mich also 10 Cent, Zeit und Schrecken gekostet. Menschen, die das wie hier ein paar tun, verharmlosen, können sich genauso wenig später heraus reden wie unsere Vorfahren.)

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • ...

    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.

    Sag ich ja, was alles angeblich der AfD in die Hände spielt, das sagen immer die Verfechter derselben.

    ... Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam...

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Dass die Partei nach und nach als verfassungsfeindlich, gesichert rechtsextrem usw. eingestuft wurde ist dir auch entgangen?

    ...

    Die AFD kann nur durch die Lösung der Probleme, von denen die AFD profitiert, beseitigt werden oder durch Politikteilhabe, wodurch sie ebenfalls entzaubert wird.

    Und das ist eben leider nicht lächerlich und peinlich sondern gefährlich.

  • Sag ich ja, was alles angeblich der AfD in die Hände spielt, das sagen immer die Verfechter derselben.

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Dass die Partei nach und nach als verfassungsfeindlich, gesichert rechtsextrem usw. eingestuft wurde ist dir auch entgangen?

    Und das ist eben leider nicht lächerlich und peinlich sondern gefährlich.

    Sorry, not sorry, aber was für ein Bullshit. Wer deskriptiv(!) anmerkt, dass Kritik bspw. unverhältnismäßig, inadäquat o.ä. und damit kontraproduktiv sein kann, ist ein "Verfechter" der AfD?! Dies ist dir hinreichende Bedingung für so eine Unterstellung? Ich verrate dir noch was: Auch eine solche spaltende, dichotomisierende und diskursiv, logisch und auch anstandsmäßig vollkommen abwegige "Either you are with us, or you are with the terrorists"-Attitüde spielt der AfD ebenfalls in die Hände. Was ist das eigtl. mit dir und den dauernden Unterstellungen ggü. allem und jedem bei allen möglichen Themen?

    Zitat

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Und da du offenbar nie Aussagen der NSDAP gelesen hast fällt dir nicht auf, was für einen slippery slope von AfD-Mehrheiten zu Gaskamnern du hier andeutest? Äpfel und Birnen, Quitte.

    Man unterminiert angebrachte Kritik an der AfD (und ja, da gehört dann bspw. auch eine Goebbelsrhetorik eines Höcke dazu) insg. lediglich mit diesem Panikmodus, der ausschl. in Superlativen kann. Und man unterminiert sie erst recht, wenn man jedem, der nicht gleichermaßen überzieht, sondern sachlich-inhaltlich, diskursiv, theories of mind bemühend ('Oooh nein! 'AfD-Versteher! Lyncht sie!'), ja quasi Politikwissenschaft betreibend, mit Feindmarkierungen überhäuft. Oder bist du der Ansicht, exakt dieses Verhalten, das lediglich ein Predigen vor Bekehrten ist, habe die AfD bislang irgendwie gebremst? Das Gegenteil ist ja offenbar der Fall, auch deswegen, weil einem niemand mehr zuhört, wenn man nur noch rein emotiv argumentiert...

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

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    5 Mal editiert, zuletzt von PaPo (24. März 2026 09:44)

  • Es wurde die NSDAP von 1932/Anfang 1933 als Vergleich herangezogen. Da gab man sich auch noch betont bürgerlich. Wie man wirklich tickt, zeigte sich vielen erst nach der "Machtübernahme". Ich befürchte durchaus Parallelen. Das Gros der Politiker in der AfD steht einfach nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und sind Freunde Putins. Vor diesem Hintergrund hat man allen Grund der Welt im Panikmodus zu sein.

  • Schwierig wird es, wenn der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, nicht mehr ausreichend handlungsfähig sind. Weiter vorne wurde angemerkt, die AfD kümmere sich nicht um Regeln und Gesetze, ganz nach dem Vorbild Trump, Putin, Orban... das ist korrekt und sehe ich auch so. Genau das stört viele AfD Wähler aber nicht, wenn ein Trump gleichzeitig fragwürdig oder gar nicht legitimiert medienwirksam Abschiebungen realisiert, während unsere Regeln und Gesetze es nichtmals erlauben, Intensivstraftäter des Landes zu verweisen oder offensichtliche und gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme zu unterbinden.

    Wie geht man mit dieser Diskrepanz aus legitimen Interessen und gesetzlichen Grenzen des Handlungsspielraums um? Das muss irgendwie gelöst werden, wenn man einen weiteren Rechtsruck verhindern möchte.

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  • Es gibt aber schöne Videos/Bilder mit Zitaten von Politikern. Anschließend soll man sagen, ob sie von der Afd oder NSDAP sind. Da wird einem schlecht.

    Z.B.

    "Solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen."

    "Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt."

    "Neben dem Schutz unserer nationalen ... Außengrenzen wird ein großangelegtes Remigrationsprojekt notwendig sein. Und bei dem wird man, so fürchte ich, nicht um eine Politik der "wohltemperierten Grausamkeit" ... herumkommen."

    „Linksextreme Lumpen müssen von deutschen Hochschulen verbannt werden“

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten. Dann richtet das Volk, dann Gnade euch Gott“

    „Beteiligen Sie sich an allen möglichen Maßnahmen, um diese Wucherung am deutschen Volkskörper endgültig loszuwerden und zu beseitigen.“

    Die sind übrigens alle von AfD. Die Abgrenzung zur NSDAP von 1933 fällt mir da schwer.

  • Eben. Die AfD ist noch nicht an der Macht. Ich würde sie mit der NSDAP von 1930 vergleichen. Auch damals gab es die ersten regionale Siege.

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  • Seltsam PaPo ist sonst so genau und jetzt weiß er nicht, dass die AfD noch keine 5 Jahre die Macht in der Bundesrepublik hat. Gaskammer und Konzentrationslager wurden auch noch nicht 1930 eingerichtet, aber es wurde damals und heute gesagt und geschrieben, was geschehen soll.

    Ich kenne dich nicht, aber solche Vergleiche höre ich sonst nur von überzeugten AfDlern, die bewusst Strohmänner aufstellen, um Menschen, die unwissend sind, zu überzeugen, dass sie harmlos seien.

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  • Seltsam PaPo ist sonst so genau und jetzt weiß er nicht, dass die AfD noch keine 5 Jahre die Macht in der Bundesrepublik hat. Gaskammer und Konzentrationslager wurden auch noch nicht 1930 eingerichtet, aber es wurde damals und heute gesagt und geschrieben, was geschehen soll.

    Ich kenne dich nicht, aber solche Vergleiche höre ich sonst nur von überzeugten AfDlern, die bewusst Strohmänner aufstellen, um Menschen, die unwissend sind, zu überzeugen, dass sie harmlos seien.

    Ich schrieb von "Either you are with us, or you are with the terrorists"-Attitüde, Feindmarkierungen, Dichotomisierungen des Diskurses u.ä. - 'danke' für diese eindrucksvolle Demonstration all dessen.

    Was meinst du mit solchen haltlosen Insinuationen zu erreichen? Du kannst mir vorwerfen, wenn ich dezidiert für die AfD das Wort ergreife, mache ich aber nicht - im Gegenteil. Mir aber daraus einen Strick drehen zu wollen, dass ich für qualitativ hochwertige Kritik plädiere, ist so abstrus wie perfide. Und es ist wirr: Von welchen Vergleichen schreibst du, wenn du "solche Vergleiche" schreibst? Ich habe überhaupt keine Vergleiche aufgestellt, sondern im Gegenteil gegen Strohmänner, slippery slopes und Co. (die nicht dadurch legitimiert werden, dass sie gg. die AfD artikuliert werden) argumentiert. Ich halte es da mit Harald Martenstein: "Nazi-Vergleiche sind Werkzeuge historischer Analphabeten!"

    Du hast überhaupt nicht verstanden, worum es geht, nämlich darum, wie man die Leite von der AfD fernhält. Mit Vorwürfen an diejenigen, die gg. die Politik der AfD sind, diese seien eigtl. dafür, wird das jedenfalls nichts. Auch nicht damit, seine eigene Indignation lauthals zu artikulieren. Damit reüssiert man ausschl.(!) bei Bekehrten, auch mit dem Argument ad hitlerum u.ä.; gerne nochmal: Das zieht nicht mehr, weil es jahrelang für alles Mögliche benutzt wurde, zur Narkierung von tatsächlichem Rechtsextremismus (der nicht ausschl. in Form von Nationalsozialismus erscheint) bis hin zu - und das deutlich häufiger - inflationärer Fekndmarkierung für alles, was rechts der eigenen Meinung ist.

    Wie also willst du die Leute überzeugen? Wie? Mit Vorwürfen? Warnungen vorm 4. Reich weil 'isso!' etc.? Wird nicht funktionieren.

    Ein gravierendes Problem ist, dass bzgl. Argumenten gg. die AfD i.d.R. nicht evaluiert wird, wie verfänglich diese sind, dass der Diskurs rechts, also dort, wo man eigtl. verfangen möchte, wie ein opakes Arkanum in einer Black Box (obwohl dieser Diskurs komplett öffentlich stattfindet) behandelt wird und man trotzdem die immer selben Argumente bemüht, in der Hoffnung, dass diese verfangen, auch wenn diese objektiv unverfänglich sind u./o. bereits von Apologeten der AfD entwertet wurdern (worauf man entsprechend diskursiv reagieren könnte, wäre man dieses problems gewahr).

    So bringt es bspw. nichts, immer wieder die Drohkulisse aufzubauen, die AfD wolle alle Ausländer oder phänotypisch nicht 'Biodeutsche' o.ä. abschieben oder gar deportieren, denn diesbzgl. können die Apologeten problemlos darauf hinweisen, dass ein entsprechendes Agens weder offiziell noch inoffiziell irgendwo zu finden ist, ja dass im Gegenteil offizielle anderslautende Positionierungen existieren (Kronzeugen sind den Apologeten sind zusätzlich eben die AfD-Wähler und -Parteimitglieder mit Migrationsgeschichte, die entsprechende Behauptungen zusätzlich konterkarieren). Ähnlich sinnlos ist es auch bspw. (im Ansinnen, eine logisch-negative Konsequenz zu demonstrieren) zu argumentieren, dass selbst wenn die AfD 'lediglich' alle Syrer abschieben will, dass dann ja auch n Ärzte etc. abgeschoben würden und eine medizinische Unterversorgung provoziert würde. Auch dem sind die Apologeten bereits begegnet, indem sie vorrechneten, dass bereits jetzt nicht genügend syrische Ärzte vorhanden seien, um überhaupt alle Syrer im Land zu versorgen, so dass diesbzgl. kein 'Verlust' für das Gesundheitssystem bestünde, sondern es sogar entlastet würde.

    Man meint mit beiden Argumenten "Gotcha"-Argumente zu haben, hat man aber nicht. Dennoch werden diese u.ä. Argumente immer und immer wieder völlig unverändert vorgetragen, als habe es keine Auseinandersetzung mit diesen am rechten Rand gegeben. Das ist kontraproduktiv. Das ist, als wolle man einem Atheisten einen klassischen Gottesbeweis vortragen, von dem man glaubt, der habe diesen noch niiieee gelesen und werde damit bestimmt zum Theismus bekehrt, obwohl dieser Gottesbeweis schon vor Urzeiten dekonstruiert wurde.Und mir ist vollkommen schleierhaft, wieso man sich dessen nicht gewahr wird und sich auch noch wundert, dass man keinen AfDler 'bekehrt' bekommt.

    Ich werde bei einer AfD-Mehrheit diese auch denen ankreiden, die da mit sllchen Methoden, bloßer Empörung, Horrorszenarien u.ä. meinten, die Situation zu verbessern, sie aber verschlechtert haben. Du kannst nicht bekämpfen, was du nicht verstehst. Und es hilft nicht, jeden AfDler und deren Sympathisanten zu 'Nazipetern' abzustempeln. Also... was sind deine konstruktiven Ideen?

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Schwierig wird es, wenn der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, nicht mehr ausreichend handlungsfähig sind. Weiter vorne wurde angemerkt, die AfD kümmere sich nicht um Regeln und Gesetze, ganz nach dem Vorbild Trump, Putin, Orban... das ist korrekt und sehe ich auch so. Genau das stört viele AfD Wähler aber nicht, wenn ein Trump gleichzeitig fragwürdig oder gar nicht legitimiert medienwirksam Abschiebungen realisiert, während unsere Regeln und Gesetze es nichtmals erlauben, Intensivstraftäter des Landes zu verweisen oder offensichtliche und gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme zu unterbinden.

    Wie geht man mit dieser Diskrepanz aus legitimen Interessen und gesetzlichen Grenzen des Handlungsspielraums um? Das muss irgendwie gelöst werden, wenn man einen weiteren Rechtsruck verhindern möchte.

    Wo werden Intensivstraftäter nicht abgeschoben und inwiefern beeinträchtigt das die Mietproblematik, den Lebensmittelpreis oder Anbindung an ÖPNV und W-LAN, oder was für die Menschen wirklich problematisch ist?

    Da die AfD Anfragen nach Straftätern regelmäßig einreicht, kann man konkret nachlesen, wie viele abgeschoben werden und wenn nicht warum nicht.

    Bsp. HH:

    https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokume…ngen_in_hamburg


    Du machst halt immer wieder die Migration zum Sündenbock und erteilst m.E. der AfD-Wahl damit Absolution.

  • ... Kurz danach ist es maßgeblich die SPD, die auf kommunaler Ebene eine Grundsteuererhöhung von eh schon hohen +800% auf fast 1200% durchsetzt. Mir ist schon klar, dass da Sachzwänge hinter stecken, es braucht sich aber wirklich niemand wundern, wenn es angesichts einer solchen Politik zu Wählerwanderungen kommt.

    Interessant, betrifft mich nicht, was bedeutet das? Dass Eigentum unerschwinglich ist?

    In jedem Falle: es betrifft sicher nicht den beispielhaften Marxloher, der immer herhalten muss und schon gar nicht ist der Syrer oder die Roma-Familie dran Schuld. Es geht ums Narrativ.

    Auf die SPD sauer sein kann man allemal trotzdem, wenn man eintritt, kann man sogar mitmischen und sich wählen lassen.

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