AFD-Diskussion (aus Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist)

  • Sag ich ja, was alles angeblich der AfD in die Hände spielt, das sagen immer die Verfechter derselben.

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Dass die Partei nach und nach als verfassungsfeindlich, gesichert rechtsextrem usw. eingestuft wurde ist dir auch entgangen?

    Und das ist eben leider nicht lächerlich und peinlich sondern gefährlich.

    Sorry, not sorry, aber was für ein Bullshit. Wer deskriptiv(!) anmerkt, dass Kritik bspw. unverhältnismäßig, inadäquat o.ä. und damit kontraproduktiv sein kann, ist ein "Verfechter" der AfD?! Dies ist dir hinreichende Bedingung für so eine Unterstellung? Ich verrate dir noch was: Auch eine solche spaltende, dichotomisierende und diskursiv, logisch und auch anstandsmäßig vollkommen abwegige "Either you are with us, or you are with the terrorists"-Attitüde spielt der AfD ebenfalls in die Hände. Was ist das eigtl. mit dir und den dauernden Unterstellungen ggü. allem und jedem bei allen möglichen Themen?

    Zitat

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Und da du offenbar nie Aussagen der NSDAP gelesen hast fällt dir nicht auf, was für einen slippery slope von AfD-Mehrheiten zu Gaskamnern du hier andeutest? Äpfel und Birnen, Quitte.

    Man unterminiert angebrachte Kritik an der AfD (und ja, da gehört dann bspw. auch eine Goebbelsrhetorik eines Höcke dazu) insg. lediglich mit diesem Panikmodus, der ausschl. in Superlativen kann. Und man unterminiert sie erst recht, wenn man jedem, der nicht gleichermaßen überzieht, sondern sachlich-inhaltlich, diskursiv, theories of mind bemühend ('Oooh nein! 'AfD-Versteher! Lyncht sie!'), ja quasi Politikwissenschaft betreibend, mit Feindmarkierungen überhäuft. Oder bist du der Ansicht, exakt dieses Verhalten, das lediglich ein Predigen vor Bekehrten ist, habe die AfD bislang irgendwie gebremst? Das Gegenteil ist ja offenbar der Fall, auch deswegen, weil einem niemand mehr zuhört, wenn man nur noch rein emotiv argumentiert...

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    5 Mal editiert, zuletzt von PaPo (24. März 2026 09:44)

  • Es wurde die NSDAP von 1932/Anfang 1933 als Vergleich herangezogen. Da gab man sich auch noch betont bürgerlich. Wie man wirklich tickt, zeigte sich vielen erst nach der "Machtübernahme". Ich befürchte durchaus Parallelen. Das Gros der Politiker in der AfD steht einfach nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und sind Freunde Putins. Vor diesem Hintergrund hat man allen Grund der Welt im Panikmodus zu sein.

  • Schwierig wird es, wenn der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, nicht mehr ausreichend handlungsfähig sind. Weiter vorne wurde angemerkt, die AfD kümmere sich nicht um Regeln und Gesetze, ganz nach dem Vorbild Trump, Putin, Orban... das ist korrekt und sehe ich auch so. Genau das stört viele AfD Wähler aber nicht, wenn ein Trump gleichzeitig fragwürdig oder gar nicht legitimiert medienwirksam Abschiebungen realisiert, während unsere Regeln und Gesetze es nichtmals erlauben, Intensivstraftäter des Landes zu verweisen oder offensichtliche und gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme zu unterbinden.

    Wie geht man mit dieser Diskrepanz aus legitimen Interessen und gesetzlichen Grenzen des Handlungsspielraums um? Das muss irgendwie gelöst werden, wenn man einen weiteren Rechtsruck verhindern möchte.

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  • Es gibt aber schöne Videos/Bilder mit Zitaten von Politikern. Anschließend soll man sagen, ob sie von der Afd oder NSDAP sind. Da wird einem schlecht.

    Z.B.

    "Solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen."

    "Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt."

    "Neben dem Schutz unserer nationalen ... Außengrenzen wird ein großangelegtes Remigrationsprojekt notwendig sein. Und bei dem wird man, so fürchte ich, nicht um eine Politik der "wohltemperierten Grausamkeit" ... herumkommen."

    „Linksextreme Lumpen müssen von deutschen Hochschulen verbannt werden“

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten. Dann richtet das Volk, dann Gnade euch Gott“

    „Beteiligen Sie sich an allen möglichen Maßnahmen, um diese Wucherung am deutschen Volkskörper endgültig loszuwerden und zu beseitigen.“

    Die sind übrigens alle von AfD. Die Abgrenzung zur NSDAP von 1933 fällt mir da schwer.

  • Eben. Die AfD ist noch nicht an der Macht. Ich würde sie mit der NSDAP von 1930 vergleichen. Auch damals gab es die ersten regionale Siege.

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  • Seltsam PaPo ist sonst so genau und jetzt weiß er nicht, dass die AfD noch keine 5 Jahre die Macht in der Bundesrepublik hat. Gaskammer und Konzentrationslager wurden auch noch nicht 1930 eingerichtet, aber es wurde damals und heute gesagt und geschrieben, was geschehen soll.

    Ich kenne dich nicht, aber solche Vergleiche höre ich sonst nur von überzeugten AfDlern, die bewusst Strohmänner aufstellen, um Menschen, die unwissend sind, zu überzeugen, dass sie harmlos seien.

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  • Seltsam PaPo ist sonst so genau und jetzt weiß er nicht, dass die AfD noch keine 5 Jahre die Macht in der Bundesrepublik hat. Gaskammer und Konzentrationslager wurden auch noch nicht 1930 eingerichtet, aber es wurde damals und heute gesagt und geschrieben, was geschehen soll.

    Ich kenne dich nicht, aber solche Vergleiche höre ich sonst nur von überzeugten AfDlern, die bewusst Strohmänner aufstellen, um Menschen, die unwissend sind, zu überzeugen, dass sie harmlos seien.

    Ich schrieb von "Either you are with us, or you are with the terrorists"-Attitüde, Feindmarkierungen, Dichotomisierungen des Diskurses u.ä. - 'danke' für diese eindrucksvolle Demonstration all dessen.

    Was meinst du mit solchen haltlosen Insinuationen zu erreichen? Du kannst mir vorwerfen, wenn ich dezidiert für die AfD das Wort ergreife, mache ich aber nicht - im Gegenteil. Mir aber daraus einen Strick drehen zu wollen, dass ich für qualitativ hochwertige Kritik plädiere, ist so abstrus wie perfide. Und es ist wirr: Von welchen Vergleichen schreibst du, wenn du "solche Vergleiche" schreibst? Ich habe überhaupt keine Vergleiche aufgestellt, sondern im Gegenteil gegen Strohmänner, slippery slopes und Co. (die nicht dadurch legitimiert werden, dass sie gg. die AfD artikuliert werden) argumentiert. Ich halte es da mit Harald Martenstein: "Wer alle Rechten 'Nazis' nennt, nur weil sie keine Linken sind, ist wirklich ein historischer Analphabet. Aber das wäre verzeihlich. Unbildung ist ja kein Verbrechen. Ihnen werfe ich vor, dass Sie wissen, was Sie run. Sie wissen, dass Sie nicht das 4. Reich verhindern [...]. Die AfD-Wähler, jedenfalls die meisten, w8llen keinen neuen Hitler. Sie wollen so etwas ähnliches wie wmeinen neuen Helmut Schmidt" (mal ungeachtet dessen, ob sie den dort finden).

    Du hast überhaupt nicht verstanden, worum es geht, nämlich darum, wie man die Leute von der AfD fernhält. Mit Vorwürfen an diejenigen, die gg. die Politik der AfD sind, diese seien eigtl. dafür, wird das jedenfalls nichts. Auch nicht damit, seine eigene Indignation lauthals zu artikulieren. Damit reüssiert man ausschl.(!) bei Bekehrten, auch mit dem Argument ad hitlerum u.ä.; gerne nochmal: Das zieht nicht mehr, weil es jahrelang für alles Mögliche benutzt wurde, zur Narkierung von tatsächlichem Rechtsextremismus (der nicht ausschl. in Form von Nationalsozialismus erscheint) bis hin zu - und das deutlich häufiger - inflationärer Fekndmarkierung für alles, was rechts der eigenen Meinung ist.

    Wie also willst du die Leute überzeugen? Wie? Mit Vorwürfen? Warnungen vorm 4. Reich weil 'isso!' etc.? Wird nicht funktionieren.

    Ein gravierendes Problem ist, dass bzgl. Argumenten gg. die AfD i.d.R. nicht evaluiert wird, wie verfänglich diese sind, dass der Diskurs rechts, also dort, wo man eigtl. verfangen möchte, wie ein opakes Arkanum in einer Black Box (obwohl dieser Diskurs komplett öffentlich stattfindet) behandelt wird und man trotzdem die immer selben Argumente bemüht, in der Hoffnung, dass diese verfangen, auch wenn diese objektiv unverfänglich sind u./o. bereits von Apologeten der AfD entwertet wurdern (worauf man entsprechend diskursiv reagieren könnte, wäre man dieses problems gewahr).

    So bringt es bspw. nichts, immer wieder die Drohkulisse aufzubauen, die AfD wolle alle Ausländer oder phänotypisch nicht 'Biodeutsche' o.ä. abschieben oder gar deportieren, denn diesbzgl. können die Apologeten problemlos darauf hinweisen, dass ein entsprechendes Agens weder offiziell noch inoffiziell irgendwo zu finden ist, ja dass im Gegenteil offizielle anderslautende Positionierungen existieren (Kronzeugen sind den Apologeten sind zusätzlich eben die AfD-Wähler und -Parteimitglieder mit Migrationsgeschichte, die entsprechende Behauptungen zusätzlich konterkarieren). Ähnlich sinnlos ist es auch bspw. (im Ansinnen, eine logisch-negative Konsequenz zu demonstrieren) zu argumentieren, dass selbst wenn die AfD 'lediglich' alle Syrer abschieben will, dass dann ja auch n Ärzte etc. abgeschoben würden und eine medizinische Unterversorgung provoziert würde. Auch dem sind die Apologeten bereits begegnet, indem sie vorrechneten, dass bereits jetzt nicht genügend syrische Ärzte vorhanden seien, um überhaupt alle Syrer im Land zu versorgen, so dass diesbzgl. kein 'Verlust' für das Gesundheitssystem bestünde, sondern es sogar entlastet würde.

    Man meint mit beiden Argumenten "Gotcha"-Argumente zu haben, hat man aber nicht. Dennoch werden diese u.ä. Argumente immer und immer wieder völlig unverändert vorgetragen, als habe es keine Auseinandersetzung mit diesen am rechten Rand gegeben. Das ist kontraproduktiv. Das ist, als wolle man einem Atheisten einen klassischen Gottesbeweis vortragen, von dem man glaubt, der habe diesen noch niiieee gelesen und werde damit bestimmt zum Theismus bekehrt, obwohl dieser Gottesbeweis schon vor Urzeiten dekonstruiert wurde.Und mir ist vollkommen schleierhaft, wieso man sich dessen nicht gewahr wird und sich auch noch wundert, dass man keinen AfDler 'bekehrt' bekommt.

    Ich werde bei einer AfD-Mehrheit diese auch denen ankreiden, die da mit sllchen Methoden, bloßer Empörung, Horrorszenarien u.ä. meinten, die Situation zu verbessern, sie aber verschlechtert haben. Du kannst nicht bekämpfen, was du nicht verstehst. Und es hilft nicht, jeden AfDler und deren Sympathisanten zu 'Nazipetern' abzustempeln. Also... was sind deine konstruktiven Ideen?

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    2 Mal editiert, zuletzt von PaPo (24. März 2026 21:02)

  • Schwierig wird es, wenn der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, nicht mehr ausreichend handlungsfähig sind. Weiter vorne wurde angemerkt, die AfD kümmere sich nicht um Regeln und Gesetze, ganz nach dem Vorbild Trump, Putin, Orban... das ist korrekt und sehe ich auch so. Genau das stört viele AfD Wähler aber nicht, wenn ein Trump gleichzeitig fragwürdig oder gar nicht legitimiert medienwirksam Abschiebungen realisiert, während unsere Regeln und Gesetze es nichtmals erlauben, Intensivstraftäter des Landes zu verweisen oder offensichtliche und gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme zu unterbinden.

    Wie geht man mit dieser Diskrepanz aus legitimen Interessen und gesetzlichen Grenzen des Handlungsspielraums um? Das muss irgendwie gelöst werden, wenn man einen weiteren Rechtsruck verhindern möchte.

    Wo werden Intensivstraftäter nicht abgeschoben und inwiefern beeinträchtigt das die Mietproblematik, den Lebensmittelpreis oder Anbindung an ÖPNV und W-LAN, oder was für die Menschen wirklich problematisch ist?

    Da die AfD Anfragen nach Straftätern regelmäßig einreicht, kann man konkret nachlesen, wie viele abgeschoben werden und wenn nicht warum nicht.

    Bsp. HH:

    https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokume…ngen_in_hamburg


    Du machst halt immer wieder die Migration zum Sündenbock und erteilst m.E. der AfD-Wahl damit Absolution.

  • ... Kurz danach ist es maßgeblich die SPD, die auf kommunaler Ebene eine Grundsteuererhöhung von eh schon hohen +800% auf fast 1200% durchsetzt. Mir ist schon klar, dass da Sachzwänge hinter stecken, es braucht sich aber wirklich niemand wundern, wenn es angesichts einer solchen Politik zu Wählerwanderungen kommt.

    Interessant, betrifft mich nicht, was bedeutet das? Dass Eigentum unerschwinglich ist?

    In jedem Falle: es betrifft sicher nicht den beispielhaften Marxloher, der immer herhalten muss und schon gar nicht ist der Syrer oder die Roma-Familie dran Schuld. Es geht ums Narrativ.

    Auf die SPD sauer sein kann man allemal trotzdem, wenn man eintritt, kann man sogar mitmischen und sich wählen lassen.

  • PaPo, die Leute hält man aber nicht durch Verharmlosung und Schönfärberei von der AfD weg, warum sollte man sie dann nicht wählen?

    Man hält sie auch nicht fern, wenn man ihre Programmpunkte zu den eigenen macht. Die Leuten wählen das Original.

    Oder anders gesagt, wie oft habe ich gehört, die AfD sei eine normale demokratische Partei mit ein paar Rechtsradikalen. Aber wenn sie an die Macht kommt, wird sich nicht viel ändern und sie haben ja recht, wenn selbst die CXU ihre Programmpunkte übernimmt.

    Die meisten Menschen interessieren sich nicht für Politik, lesen keine Wahlprogramme, hören den Spitzenleuten nicht zu, sondern glauben wie du (ich dachte, du schreibst bewusst falsches, aber vielleicht weißt du es wirklich nicht bzw. verschließt die Augen), dass nicht über das geplante geschrieben wird (hast du gestern geschrieben), dass nicht allzu böses gesagt wird. Doch Höcke hat 2018 deutlich erklärt, was er mit der AfD will, unser Frohnmeyer in den letzten Jahren auch.

    Und auch Hitler hatte Röhm, den er nach der Machtergreifung fallen ließ. Aber Menschen glauben oft, dass sie nicht gemeint seien, wenn Ausländer abgeschoben werden sollen, wenn es gegen Schwule geht. Auch viele Juden glaubten bis zum Schluss, dass sie nicht gemeint seien.

    Ich lese Originale, ich höre hin, die weniger Radikalen haben inzwischen die Partei verlassen oder sind Hinterbänkler. Sie ist durch und durch verlogen und manche Menschen wollen Lügen glauben. Man kann die Rechtschaffenen durch Wissen zurück holen, die anderen nicht. Aber sicher niemand mit Verharmlosung. Sie verhalten sich wie Kinder, die erwarten, dass alle ihre Wünsche sofort erfüllt werden und wenn sie erfüllt sind, werden neue größere Wünsche lautstark mit Gebrüll geäußert. Das, was du schreibst, galt vor 2015, heute nicht mehr.

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  • Beitrag von Kris24 (24. März 2026 16:25)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (24. März 2026 16:37).
  • Das offensichtliche Grundproblem in deiner Position (als Argument möchte ich es nicht bezeichnen, denn es ist evidenzlose Insinuation) ist der Fehlschluss. (a) dass hier irgendwer einer "Verharmlosung und Schönfärberei" der AfD das Wort schreibe oder diese gar betreibe resp. (b) dass du in concept creep-Manier eine Nichtgleichsetzung der AfD mit der NSDAP, also den (ungeachtet aller programmatischen, sozio-kulturellen, -ökonomischen und -politischen Unterschiede etc. unangemessenen) schlimmstmöglichen Vergleich überhaupt, mit dieser "Verharmlosung und Schönfärberei" der AfD gleichsetzt, jeder auch ostentativen Kritik an de AfD (unterhalb des Arguments ad hitlerum ist hinreichend Platz für kritik, die nicht verharmlost oder schönfärbt) seitens deiner Ggü. gar nicht mehr gewahr wirst und entsprechend Feindmarkierungen bedienst (denen eine indifferente, ja extreme Absolutheit inne ist, die du zu bekämpfen vorgibst). Das ist umso erstaunoicher, da du dich hier ja in den letzten Wochen selbdt bestimmter Unterstellungen, Wortverdrehereien und persönlicher Angriffe in deine Richtung seitens anderer Foristen (zu Recht) verwehrt hast, jetzt aber gleichsam agierst.

    Und du garnierst das dann noch mit der Impertinenz, einer Magellan bei ihrem selbstzweckhaften Provokationsversuch zuzustimmen, ich hätte keinen Durchblick...

    ... weil ich nicht den extremsten aller Vergleiche bemühe und argumentiere, dass eine NSDAP programmatisch nicht identisch zur AfD ist und in einem sozio-kulturellen, -ökonomischen und -politischen Klima erfolgreich werden konnte, dass nicht mit unserem deckungsgleich ist?

    ... weil ich dafür plädiere, dass man der AfD nur mit rhetorisch versierten, faktisch (bzgl. der diskutierten Themen wie auch der Diskurse in AfD-affinenen Milieus) informierten Rednern begegnen sollte (wobei ich bemängel, dass dies oftmals nicht passiert)?

    ... weil ich an eine diskursive 'Entzauberung' der AfD glaube (aber gleichsam bemängel, dass man diesen Weg nicht hinriechend beschreitet - diese 'Diskussion' hier ist diesbzgl. exemplarisch)?

    Was ist fein konkretes Problem damit? Ist dir überhaupt bewusst, was du da schreibst, wie selbsrherrlich-überheblich, herablassend das ist und dass genau auch(!) diese Attitüde die Leute vertreibt, schlimmstenfalls wben Richtung AfD? Sorry, das ist unredlich und diskirsfeindlich, ja antiintellektuell i.e.S. - soll das hier das Niveau sein?

    Zitat

    warum sollte man sie dann nicht wählen?

    Man hält sie auch nicht fern, wenn man ihre Programmpunkte zu den eigenen macht. Die Leuten wählen das Original.

    Das lese ich öfters, wird so identisch hier und dort rezitiert, nur ist das ja am Ende eine ledigliche Behauptung, die voraussetzt, dass die Parteien, die sich "Programmpunkte zu [...] eigenen mach[en]", dies nicht nur in Wahlkampfphasen nominell machen, nach der Wahl aber nicht umsetzen. Dass die Leute eben nicht "das Original" wählen, kann man u.U. auch an den Erfolgen der CDU sehen, die ja durchaus Themen wie die spezifische Regulation von Migration etc. im Wahlkampf aufgriff.

    Und es besteht hier ein grundsätzliches Problem (mal abgesehen dav8n, dass auch Themen zu genuinen 'AfD-Themen verklärt werden die das nicht sind):

    Man mag sich ja darüber echauffieren, dass ein Thema wie 'die spezifische Regulation von Migration einem Gros der Wähler ein wichtiges Thema ist, mag sich gleichsam darüber echauffieren, dass die AfD sich dieses Themas (meinetwegen auch populistisch etc.) widmet, mag dann dafür plädieren, dass man dieses Thema nichtmal mit der Kneifzange anfasst, weil es ja die AfD 'kontaminiert' hätte oder sonstwie ein Tabuthema wäre, mag despektierlich den Wählern ggü., denen dies ein wichtiges Thema ist,seine eigene Verachtung artikulieren, dass ihnen dieses Thema wichtig ist......... und dann? Dann ist das Thema immer noch eines, dass die Wähler bewegt, das wahlentscheidende Qualität haben kann, mit dessen Nichtthematisierung oder Problematisierung der Thematisierung man die Wähler verprellt und wobei man dann eben der AfD das leere Feld komplett überlässt. Das sind doch die Punkte, die zum Erfolg der AfD beigetragen haben! Nicht der moralische Zeigefinger Richtung Wähler entscheidet die Wahlen, sondern wer im Konkurrenzkampf um den Wählern wichtigen Themen das Rennen macht.

    Da bringt es auch nichts, zu lamentieren, dass das eine oder andere Thema u.U. gar infolge von AfD-Populismus, -Polemik, -Propaganda etc., mittels gezielter Lancierung überhaupt ein öffentliches Politikum ist (q.e.d. und typisches henne-Ei-Problem), aber das sit doch am Ende irrelevant, wenn es erstmal Thema ist: 'Nein, wir befassen uns damit nicht, weil die AfD sich damit befasst!' (ich erinnere mich an den eltzten Bundestagswahlkampf und eine Äußerung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, dass man nciht glaube, dass das Thema Migration ein für diese Wahl wichtiges Thema sei.. ) ist doch keine ernstzunehmende Handlungsempfehlung.

    Zitat

    Die meisten Menschen interessieren sich nicht für Politik, lesen keine Wahlprogramme, hören den Spitzenleuten nicht zu, sondern glauben wie du (ich dachte, du schreibst bewusst falsches, aber vielleicht weißt du es wirklich nicht bzw. verschließt die Augen), dass nicht über das geplante geschrieben wird (hast du gestern geschrieben), dass nicht allzu böses gesagt wird.

    So, könntest du die Lügen mal einstellen? Wo habe ich irgendwo irgendetwas in der Art geschrieben, ich glaubte nicht, "dass [...] über das geplante geschrieben wird" (eine Formulierung deinerseits, die in ihrer fehlenden Konkretheit ja auch eigtl. inhaltsleer ist), "dass nicht allzu böses gesagt wird" o.ä.? Was soll ich diesbzgl. "gestern geschrieben" haben?! Was schreibe ich denn "bewusst falsches"?! Könntest du vielleicht einmal dabei bleiben, was ich tatsächlich geschrieben habe? Abstrus, dass du für so einen Kommentar Likes erhälst. Und Realsatire, bedenkt man, dass es ja im Kern darum geht, dass du es ja bist, die eine Deckungsgleichheit von AfD und NSDAP und entsprechende slippery slopes, die ohne Zwischenstopp von A(fD) zu Z(yklon B) kommen konstruierst, was ich wiederhole es gerne - eine Verharmlosung der NS-Diktatur, des Holocaust etc. ist. Und sorry, not sorry, ich glaube auch, dass ich diesbzgl. deutlich informierter bin, was da in der AfD, im polit. Vorfeld und sonstigen AfD-affinen Milieus für Weltanschauuungen, Ideen, Parolen etc. artikuliert werden, lese, höre und sehe ich (mich proaktiv informierend) da eigtl. täglich (aus privatem Interesse am Themenfeld Extremismus, insb. Rechtsextremismus, seit Studienzeiten und auch beruflich in meiner Funktion als Politik- und Geschichtslehrer) in diesen Filterblasen nach.

    Also nochmal: Wie meinst du, soll man gegen die AfD vorgehen? Kassandrarufe alleine haben ja bislang eher das Gegenteil bewirkt. Und hier Leute wie mich zu diskreditieren, weil ich nicht in deine Kassandrarufe einstimme, sondern mich qua Profession bereits lieber in nüchterner Analyse, theory of mind und Co. versuche, wird der Sache wohl auch nicht zweckdienlich sein. Nun?

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    3 Mal editiert, zuletzt von PaPo (24. März 2026 19:31)

  • Erwartest du eigentlich, dass ich deine Beiträge lese, wenn du mich beschimpfst?

    Bitte informiere dich einmal, was eine Beschimpfung ist, speziell eine personenbezogene. Ich habe nicht dich, sondern die Qualität deiner Aussage benannt und diese Benennumg in dem Teil auch umfänglich begründet, den du hier ostentatlv vorgibst, nicht gelesen zu haben. Macht deine Aussage aber auch nicht richtiger.

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  • So ein Glück, dass du den Durchblick hast!

    Da deine selbstzweckhafte Provokation (*gähn*) nicht entfernt wird: Meine Texte stehen für sich, ja, wie dein Verhalten mit diesem Einzeiler (mal wieder) für dich.

    Aber ich bin gespannt, wie du mir darlegen willst, ich hätte bzgl. der Stoßrichtung meines eigenen Beitrages, "worum es [mir] geht", keinen Durchblick. Wird bestimmt interessant. :)

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  • Quittengelee

    Ich erteile keine Absolution, lies bitte richtig.

    Hast du den geposteten Link der AfD-Anfrage überhaupt selbst mal gelesen? Wenn ja, magst du mir erklären, inwiefern er inhaltlich dem Eindruck entgegenwirken soll, ausländische Staatsbürger würden nicht ausreichend abgeschoben? Erstens geht es in der Anfrage ausschließlich um "ausreisepflichtige Personen", das ist also bereits ein auf abgelehnte Asylbewerber eingeschränkter Personenkreis. Zweitens tragen die fehlenden Daten zu Frage 2, 3, 4, 10, 11, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 22, 23 und eine Liste mit absurden Abschiebehindernissen wohl kaum dazu bei, angemessene Transparenz und Durchsetzungsfähigkeit zu demonstrieren. Auch die Zahl der gescheiterten Abschiebungen ist gestiegen.

    Jenseits aller Statistiken entsteht der Eindruck fehlender Kontrolle nachvollziehbarerweise aber wohl primär bei - beispielsweise - Meldungen über 115.000 tatverdächtige Syrer in der Kriminalstatistik vs. nach aktuellem Stand beeindruckenden 4 Abschiebungen. Vier Personen, wohlbemerkt. Nicht Flüge.

    Ich wähle nicht die AfD, dass die gewählten Regierungen im Punkt Straftäterabschiebungen bisher einen ziemlich miesen Job machen, sehe ich aber auch so. Zumal man sich in diesem Land ja schon viel leisten muss, um überhaupt mal verurteilt zu werden und offiziell Straftäter zu werden.

    Interessant, betrifft mich nicht, was bedeutet das? Dass Eigentum unerschwinglich ist?

    In jedem Falle: es betrifft sicher nicht den beispielhaften Marxloher, der immer herhalten muss und schon gar nicht ist der Syrer oder die Roma-Familie dran Schuld. Es geht ums Narrativ.

    Auf die SPD sauer sein kann man allemal trotzdem, wenn man eintritt, kann man sogar mitmischen und sich wählen lassen.

    Es bedeutet, mit welchem Hebesatz dein Grundstück besteuert wird. Und es betrifft gerade den Arbeiter in Marxloh oder Neumühl oder Hochfeld, der sich ein bescheidenes Häuschen erarbeitet hat, eh schon einen beispiellosen Wertverlust aufgrund der "Zuwanderung mit problematischen Verhaltensweisen" in diese Stadtteile hinnehmen muss und für dieses Häuschen nun auch noch den höchsten Grundsteuersatz aller deutschen Großstädte abdrücken darf. Exakt so geht Wohlstandsverlust. Häuser in diesen Stadtteilen sind quasi unverkäuflich geworden bzw. kann man nur noch verramschen.

  • PaPo, mir geht es ähnlich wie Quittengelee. Ich habe keine Lust, deine Texte zu lesen. Du versuchst mich seitenlang zuzumüllen, behauptest Dinge, die nicht stimmen und gehst, wenn du widerlegt wirst, nicht darauf ein. Auch ich dachte schon an die schachspielende Taube. Und Likes erhältst du Menschen wie Fachinformatiker, der mit seiner Russland- und AfDnähe seit Jahren hier auffällt.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Es bedeutet, mit welchem Hebesatz dein Grundstück besteuert wird. Und es betrifft gerade den Arbeiter in Marxloh oder Neumühl oder Hochfeld, der sich ein bescheidenes Häuschen erarbeitet hat, eh schon einen beispiellosen Wertverlust aufgrund der "Zuwanderung mit problematischen Verhaltensweisen" in diese Stadtteile hinnehmen muss und für dieses Häuschen nun auch noch den höchsten Grundsteuersatz aller deutschen Großstädte abdrücken darf. Exakt so geht Wohlstandsverlust. Häuser in diesen Stadtteilen sind quasi unverkäuflich geworden bzw. kann man nur noch verramschen.

    Ich bin schon lange dagegen, wie Kommunen sich finanzieren müssen, aber es ist für viele Gemeinden die einzige Chance an Geld zu kommen. Deshalb müssen gerade arme Städte erhöhen und reiche können sie senken und haben keine Lust, es zu ändern. Ich lese von dir nur Wünsche und Klagen, aber nichts konstruktives. Was möchtest du ändern?

    Und zur Lösung Zuwanderung der problematischen Sorte lese ich auch nichts. Es gibt Freizügigkeit in der EU also Austritt Deutschlands?

    Was soll passieren? Die Frage geht auch an deine Likers.

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