Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Ja, und das weiß ich auch. Ich bin seit über einem Jahr dankbar für meinen Status und auch mir klar ist, dass es etwas ist, das ein Land/Arbeitgeber sich nicht leisten kann, frage ich mich, wie man unter anderen Bedingungen genesen kann (existenzielle Ängste usw.)

  • Ja, und das weiß ich auch. Ich bin seit über einem Jahr dankbar für meinen Status und auch mir klar ist, dass es etwas ist, das ein Land/Arbeitgeber sich nicht leisten kann, frage ich mich, wie man unter anderen Bedingungen genesen kann (existenzielle Ängste usw.)

    Du hast viele Jahre hochqualifiziert beste Arbeit geleistet und tust dies auch jetzt noch, bittest lediglich darum, zu bestimmten Tageszeiten arbeiten zu können. Ich finde nicht, dass man ein schlechtes Gewissen haben muss. Gesellschaft funktioniert nur, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und dass gesunde Menschen mehr leisten als kranke, sollte in Deutschland bezahlbar sein. Tax the rich, sag ich mal, die haben sich nicht alles hart erarbeitet sondern leben von Erbe und Zinsen.

  • Du hast viele Jahre hochqualifiziert beste Arbeit geleistet und tust dies auch jetzt noch, bittest lediglich darum, zu bestimmten Tageszeiten arbeiten zu können. Ich finde nicht, dass man ein schlechtes Gewissen haben muss. Gesellschaft funktioniert nur, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und dass gesunde Menschen mehr leisten als kranke, sollte in Deutschland bezahlbar sein.

    Es ist lieb, aber ich habe schon eine sehr privilegierte Position als Beamtin. Als Angestellte wäre ich schon seit 16 Monaten im Krankengeld und bald im (nicht ausgezahlten) Bürgergeld.


    Tax the rich, sag ich mal, die haben sich nicht alles hart erarbeitet sondern leben von Erbe und Zinsen.

    ich WEIß, dass es über uns Schichten gibt, bei denen ich nicht mal die Vorstellungskraft zum Vermögen und Einkommen habe. Ich kenne als Sozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Soziale Ungleichheit alle Studien und Zahlen.
    Trotzdem lebt in mir das Gefühl, dass ICH mich (schon immer, also lange lange lange vor der Verbeamtung) dafür schäme, wie gut es mir geht. (Spoiler: Und deswegen komme ich erst jetzt dahinter, wie schlecht es mir geht, aber finanziell habe ich familienintern tatsächlich den Jackpot gewonnen. Selbst als angestellte Vertretungslehrkraft habe ich mehr verdient als meine beiden Eltern zusammen ... Da kann ich den Gedanken schlecht wegwischen, dass ich reich bin, trotz aktueller Ängste.
    Und die neuen schlauen Merz-Ideen helfen nicht .. er kann mich gerne höher besteuern, aber die Stigmatisierung von chronisch Kranken, das macht mir für diese Gesellschaft Angst.

  • Du hast viele Jahre hochqualifiziert beste Arbeit geleistet und tust dies auch jetzt noch, bittest lediglich darum, zu bestimmten Tageszeiten arbeiten zu können. Ich finde nicht, dass man ein schlechtes Gewissen haben muss. Gesellschaft funktioniert nur, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und dass gesunde Menschen mehr leisten als kranke, sollte in Deutschland bezahlbar sein.

    Ich finde, dass man Möglichkeiten finden sollte, deinen Einsatz zu stützen, statt ihn zu verkomplizieren oder abzuwehren. Gerade weil du die Expertise hast und sie weiter einbringen kannst.

    Das ist wie eine Teilkrankschreibung oder ein Teildienst.
    Mir ist verständlich, dass es da Grenzen braucht und Schutz und dass es nicht immer möglich ist, aber auch für Kranke wäre ein weiterer Einsatz in der Schule zum Teil zuträglich.

    Das dürfte auch gerne ein „Zuarbeiten“ sein, in der Grundschule wäre es Förderung von einzelnen Kindern. Vorstellen kann ich mir auch einen Teil der Gutachten oder Konzepte oder Admin-Aufgaben. Dafür ist gar nichts vorgesehen, es wäre aber toll, dafür hin und wieder Personen zu haben, sind sie von der eigenen Schule, kennen sie die Gegebenheiten.

  • Auch wenn man oft nicht vorm Kopf gucken kann, weswegen ich immer vorsichtig mit Urteilen wäre: Ich habe es schriftlich. Der Schule tatsächlich noch nicht, aber JETZT bin ich dankbar, dass ich in der Situation bin, wo ich doch alles festlegen werde.

    Ja ganz wichtig, dass du das schriftlich abgibst. So eine UV ist jetzt noch längst nicht final, da kann einiges noch geändert werden und ich hoffe wirklich, dass es klappt.

  • Ich habe mich heute beruhigt und will auf Karma hoffen. Sie wussten, dass der Kurs im Stundenplan passt, also wird er mir "geschenkt".
    Ich bleibe bei positiver Karma-Haltung bis morgen (wenn ich kurz nachfragen werde).
    Ändern kann ich es nicht und heute ist erstmal ein schöner Tag, die Energie brauche ich morgen für Unterricht (Kuchenfrühstück mit meinem Kurs, es IST anstrengend :engel:), Arzttermin und Notenkonferenzen. Das wiederum ist ein ziemlich sinnloser Termin, aber eyh ... .:-)

    Es wird alles gut.

  • rotzdem lebt in mir das Gefühl, dass ICH mich (schon immer, also lange lange lange vor der Verbeamtung) dafür schäme, wie gut es mir geht.

    Man kann sich über Gerechtigkeit Gedanken machen, sollte man auch. Aber niemandem geht es besser, wenn du krank wirst. Nimm die Privilegien in Anspruch, die du hast. Mache dir keine Gedanken darüber, wie du sie los wirst. Mache dir gerne darum, wie andere Menschen auch zu Rechten kommen (gerade schwierig).

    Ein Stundenplan, der den Erfolg der Wiedereingliederung gefährdet, nützt niemandem. Also, kläre das, bitte. Zur Not mit Schwerbehindertenvertretung etc.

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier (5. Juli 2026 13:18)

  • Das ist wie eine Teilkrankschreibung oder ein Teildienst.
    Mir ist verständlich, dass es da Grenzen braucht und Schutz und dass es nicht immer möglich ist, aber auch für Kranke wäre ein weiterer Einsatz in der Schule zum Teil zuträglich.

    Das dürfte auch gerne ein „Zuarbeiten“ sein, in der Grundschule wäre es Förderung von einzelnen Kindern. Vorstellen kann ich mir auch einen Teil der Gutachten oder Konzepte oder Admin-Aufgaben. Dafür ist gar nichts vorgesehen, es wäre aber toll, dafür hin und wieder Personen zu haben, sind sie von der eigenen Schule, kennen sie die Gegebenheiten.

    Womöglich nicht so gemeint, aber es klingt doch arg nach „stell dich nicht so an.“ Wir können über alles diskutieren. Ich denke aber, dass chilipaprika hinreichend deutlich erklärt hat, dass 9./10. Stunde nicht geht. Könnten wir das einfach zur Kenntnis nehmen? Ohne Spekulationen, ob der Mond nicht vielleicht doch aus grünen Käse besteht?

    Wenn die Schule von einer Kranken(!) diese Expertise in einem bestimmten Fach braucht, ist da zunächst mal ein Zeichen dafür, dass es ncht genug Ressourcen gibt, man sich nicht rechtzeitig um Redundanzen gekümmert hat, man eh zu wenig Stellen hat, etc. So wie immer halt. Wenn man nun also auf die Kranke zurückgreifen muss, muss man das schon so gestalten, dass sich ihr Gesundheitszustand nicht weiter verschlechtert. Also sehe ich nur zwei Möglichkeiten. Dieses Fach findet zu vernünftigen Zeiten statt oder es macht jemand anderes (oder es fällt aus, ja es gibt immer eine Möglichkeit mehr).

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

  • Danke.
    Und deswegen habe ich mich erstmal beruhigt. Statt davon auszugehen, dass ein schlimmer Fehler vorliegt, gehe ich bis morgen davon aus, dass sie eben mitgedacht haben.
    (Das Problem ist, dass ein weiterer Fehler definitiv vorliegt, aber mit dem könnte ich leben, falls ich es darf).

    Ich verstehe aber auch, wenn Menschen denken "jetzt ist aber Schluss mit Schonen", das denke ich ja selbst über mich. DA könnte ich wirklich jeden einzelnen Tag meckern, es nervt nervt nervt, seinen eigenen Körper nicht kontrollieren zu können.

    Meine Ungeduld ist kein gutes Versprechen für den weiteren Verfall im Alter :D

  • Womöglich nicht so gemeint, aber es klingt doch arg nach „stell dich nicht so an.“ Wir können über alles diskutieren. Ich denke aber, dass chilipaprika hinreichend deutlich erklärt hat, dass 9./10. Stunde nicht geht. Könnten wir das einfach zur Kenntnis nehmen? Ohne Spekulationen, ob der Mond nicht vielleicht doch aus grünen Käse besteht?

    Wenn die Schule von einer Kranken(!) diese Expertise in einem bestimmten Fach braucht, ist da zunächst mal ein Zeichen dafür, dass es ncht genug Ressourcen gibt, man sich nicht rechtzeitig um Redundanzen gekümmert hat, man eh zu wenig Stellen hat, etc. So wie immer halt. Wenn man nun also auf die Kranke zurückgreifen muss, muss man das schon so gestalten, dass sich ihr Gesundheitszustand nicht weiter verschlechtert. Also sehe ich nur zwei Möglichkeiten. Dieses Fach findet zu vernünftigen Zeiten statt oder es macht jemand anderes (oder es fällt aus, ja es gibt immer eine Möglichkeit mehr).

    Ich stimme deinem 2. Absatz vollständig zu, deshalb mein Like.

    Ich habe Palim aber anders verstanden, für mich klang es überhaupt nicht danach.

    Wir haben eine hervorragende Kollegin dank Post-Covid vor einem Jahr als Kollegin verloren, weil ihr Akku auch nach über einem Jahr für nicht einmal eine Stunde reichte, ich wünsche dir chilipaprika das es weiter aufwärts geht.

    Zu bestimmten Stunden in Randlagen, bei uns gibt es auch so ein Fach. Und trotzdem gelingt es unseren Stundenplanern immer wieder das Kunststück, dass es vormittags liegt, wenn auch selten. Ich wünsche dir, dass es bei euch im nächsten Schuljahr zumindest klappt.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Womöglich nicht so gemeint

    Nein, das hatte ich wirklich nicht so gemeint. 😯

    Ich hatte im Sinn, dass das System allgemein wenig Möglichkeiten hat, jemanden, der hohe Expertise hat, anders einzusetzen, als im Unterricht vor den Klassen. Dann sind diese Lehrkräfte unglücklich zu Hause, obwohl sie in der Schule anderes abfangen oder auf andere Weise unterstützen könnten.

    Und das wiederum soll nur für die gelten, die wirklich können, und nicht bedeuten, dass man sich krank zur Schule schleppen muss.

    Wenn die Schule von einer Kranken(!) diese Expertise in einem bestimmten Fach braucht, ist da zunächst mal ein Zeichen dafür, dass es ncht genug Ressourcen gibt, man sich nicht rechtzeitig um Redundanzen gekümmert hat, man eh zu wenig Stellen hat, etc. So wie immer halt.

    Danke, dass du es so klar auf den Punkt bringst, das schätze ich sehr.

    chilipaprika wünsche ich, dass sich die Sorgen morgen auflösen und etwas Gutes für sie dabei entstanden ist.

  • Ich hatte Palim auch so verstanden.
    Ich frage mich, ob es etwas ist, was an der Grundschule "einfacher" ist. Ich meine, alle Schulformen könnten sowas gut gebrauchen, aber es ist halt rechnerisch ein Verlust.
    Und da war meine Schule die letzten 2 Monate schon sehr kreativ und hatte mir einen kleinen Teil meiner Stunden in der Vertretung gegeben (keine Vorbereitung).
    Das Problem ist das System. Auch wenn ich weiß, dass ich nicht an das System, sondern an mich denken muss: "Wegen" mir (und anderen Kranken) verliert die Schule wertvolle Stunden. Das kann ich nicht vollständig ausblenden.
    Das System ist beschissen. *mecker*mecker*

  • Wie einfach es ist auf solche Probleme einzugehen, hängt auch immer von der Situation als ganzes ab. An einer Nachbarschule kommt rund 1/3 nicht für den Nachmittag in Frage, weil ihre Fächer zwingend am Vormittag gebraucht werden, dann gibt es rund 1/3, die aus diversen (guten) Gründen nicht nachmittags arbeiten können/wollen. Mit dem verbleibenden Drittel bekommt man aber den Nachmittag nicht gestemmt. Nun sollen Kollegen entsprechend hin und her abgeordnet werden, was aber auch Unzufriedenheit erzeugt. Insbesondere, da mehrere, die nicht nachmittags arbeiten können, auch nicht abgeordnet werden wollen/können.

    Dabei geht es mir gar nicht um eine Beurteilung. Aber es sind manchmal einfach die Rahmenbedingungen. Wenn ich19 junge Lehrkräfte habe, die voll einsatzfähig sind und dann kommt 1 ältere Lehrkraft dazu, die besondere Wünsche hat und nur teilweise einsatzfähig ist, ist das gar kein Problem. Leider haben wir aber an vielen Schulen Lehrkräftemangel und ältere Kollegien. Dann wird das irgendwann zu einem Problem.

  • ... und immer mehr mitteljunge / mittelalte KuK, die nicht mehr voll einsatzfähig sind (ob offiziell bescheinigt oder nicht).
    ... und "das System" sorgt dafür, dass es immer mehr werden (unter anderem, WEIL sie die Lücken und Ausfälle ausbaden müssen :( )

  • ... und immer mehr mitteljunge / mittelalte KuK, die nicht mehr voll einsatzfähig sind (ob offiziell bescheinigt oder nicht).
    ... und "das System" sorgt dafür, dass es immer mehr werden (unter anderem, WEIL sie die Lücken und Ausfälle ausbaden müssen :( )

    Auf der einen Seite werden wir älter. Auf der anderen Seite sorgt System dafür, dass die, die dann mehr machen, auch noch kaputt gehen.

    Allerdings muss man auch sagen - und das beziehe explizit nicht auf dich - dass die Wünsche der Kollegen auch immer mehr werden. Im Idealfall haben wir einen Amtsarzt, der genau festlegt, was eine Lehrkraft kann und was nicht. Aber mit begegnen auch immer mal wieder Lehrkräfte, die das einfach selbst festlegen. Und das macht es auch schwierig zu entscheiden, wer wirklich bedürftig ist und wer einfach keine Lust hat. Ich habe als Argument schon gehört:
    "Ich bin über 50. Das sollen die jüngeren machen."
    "Da brauche ich frei, ich gehe immer vor dem Dienst schwimmen. Das ist nicht verhandelbar. Ich will ja Gesund bleiben."
    "Wenn ich nachmittags arbeiten wolltet, wäre ich nicht Lehrkraft geworden."
    "Ich habe die ersten beiden Stunden immer frei, weil ich zum Markt gehe."
    "Das war schon immer so. Da arbeite ich nicht."
    "Ich kann da nicht arbeiten, weil mein Hund dann zu lange alleine zu Hause ist."

    Grundsätzlich kann jeder jeden Wunsch äußern. Aber früher wurden Wünsche geäußert und wenn es nicht geklappt hat, war das zu. Heute wird es von einigen vorausgesetzt. Und gerade was den Nachmittag betrifft, gibt es dann irgendwelche fadenscheinigen Gründe. Da ist echt schwer, zu entscheiden, wer nun Priorität hat.

  • Ja, ich weiß, was du meinst.
    Das habe ich "vorher" genauso gesehen. (Ich hatte trotzdem Wünsche, aber für die passenden Kurse habe ich auch das in Kauf genommen, was gegen meinen Biorhythmus war und mein Wunsch war "einmal alle zwei Wochen nicht zur ersten" ;) )

    Und ich beobachte zwar, dass die "jüngere Generation" zum Teil absurde Forderungen hat (und es vielleicht ansteckend wird?), ABER: haben sie nicht Recht?
    "Früher" gab es mehrheitlich die Halbtagsschule.
    "Früher" haben sehr viele Frauen sehr lange pausiert und/oder eine viel niedrigere Teilzeit gehabt.
    "Früher" waren die "Nebenaufgaben" weniger, die Eltern weniger anstrengender, die Schüler*innenschaft weniger heterogen, die Dokumentation weniger, die Individualisierung auch (ich sage NICHT, dass es besser war!)

    und der soziale Wandel in Richtung "Achtsamkeit" (und "Lifestyle-Teilzeit", muhahaha) hilft natürlich NCHT.
    Und ja, es ist ein Job, aber verrückt, was trotzdem von einem erwartet wird. Also: was mit einem passiert, wenn man gar keine Wünsche hat.

    Ein Fach in den Randstunden abends, ein Fach (oder dasselbe) in der Morgenschiene (weil kooperativ mit der Nachbarschule unterrichtet), kleine Fachschaft und/oder Mangelfach, und schon da bist du 3 Tage von 7.55-16.30 an der Schule, hast keinen Arbeitsplatz und an den anderen Tagen auch bis 14/15 Uhr plus Konferenzen. Das ist für nicht wenige meiner KuK der normale Stundenplan. GANZ NORMAL an einer Ganztagsschule.
    Es SIND keine Arbeitsbedingungen, ich verstehe also immer mehr, dass jüngere KuK keine Planstelle nicht annehmen oder sich entlassen lassen. Dafür kann kaum eine einzelne Schule was..

  • "Ich bin über 50. Das sollen die jüngeren machen."
    "Da brauche ich frei, ich gehe immer vor dem Dienst schwimmen. Das ist nicht verhandelbar. Ich will ja Gesund bleiben."
    "Wenn ich nachmittags arbeiten wolltet, wäre ich nicht Lehrkraft geworden."
    "Ich habe die ersten beiden Stunden immer frei, weil ich zum Markt gehe."
    "Das war schon immer so. Da arbeite ich nicht."
    "Ich kann da nicht arbeiten, weil mein Hund dann zu lange alleine zu Hause ist."

    "Am Mittwochvormittag kann ich nicht, da ist Markt." ist mein All-Time-Favorite.

  • Grundsätzlich gibt es kaum Wünsche, die nicht nachvollziehbar sind. Selbst wenn ich morgens zum Markt will, ist das auch ein legitimer Wunsch.

    Allerdings muss man da auch eine Abwägung zwischen den Bedürfnissen der Schule (des Arbeitgebers) und der Lehrkraft sehen. Wenn ich an Schule arbeite, ist es grundsätzlich kein Halbtagsjob. Ich muss, wenn ich heute Lehrkraft werde, wissen das ich auch nachmittags arbeiten müsste.

    Wir werden gut bezahlt, wir haben verschiedene Vorteile aber dann muss auch sehen, dass es ein Job ist. Das ist nicht nur beim Stundenplan so. Es gibt Lehrkräfte, die sagen, dass sie bestimmte Klassen nicht unterrichten wollen. Oder bestimmte Fächer. Oder keine Lust haben eine AG anzubieten ...

    Und dann ist letztlich schwierig zu entscheiden, wer hat wirklich gesundheitliche Gründe. Am Ende muss die Schule funktionieren. Ich kann am meiner Schule max. 2-3 Kollegen aus dem Nachmittag oder aus der ersten Stunde raushalten. Also muss es jemand machen.

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