Anzahl Klassenarbeiten NRW

  • Mal zu sehen wer die " richtige Spur" findet soll reichen??

    Ääähm....da habe ich eine ganz andere Vorstellung vom Leseverständnis....

    Und wenn ich das so lese gruselt mich das auch ein bisschen und ich bin froh, dass sich meine eigenen Kinder auch durch die Leseschatztruhe quälen mussten. Das ist übrigens tatsächlich ein bayrisches Werk....und wenn du die mit den Vera Texten vergleichst wirst du sehen, dass Vera dann deutlich leichter ist.


    Bei uns überwiegen laut FK Beschluss die schriftlichen Arbeiten oder sind im gleichen Verhältnis zu bewerten.

    Dass die Arbeiten weniger zählen ist in keinem Hauptfach bei uns der Fall.


    Die Schulkonferenz hat die Noten am Ende der Klasse 2 auf dem Zeugnis genehmigt.

    Das wurde noch nie irgendwo bemängelt.


    Da die Kinder auch " richtig" versetzt werden finde ich das sehr gut

  • Noch eine Sache zum Schluss: Es fällt echt auf, wie du hier immer wieder zwei Sachen vermischt. Das eine ist die Leistungskontrolle. Die macht ihr vor allem durch Klassenarbeiten. OK. Aber du schreibst, als würden die Kinder durch oder beim Schreiben der Klassenarbeiten lernen. Bei mir lernen die Kinder im Unterricht und ich denke, dass das bei dir genauso ist. An allen Schulen werden Texte gelesen und bearbeitet. Bei dir ist das die Leseschatztruhe, wir haben zuletzt eine 60-seitige Ganzschrift gelesen. Dabei lernen die Kinder. Ob ich das Gelernte dann in 5 oder in 11 Klassenarbeiten überprüfe, macht da m. E. keinen Unterschied. Die Kinder haben ja in zwei Jahren Schuleingangsphase ohne Klassenarbeiten auch viel gelernt und sie werden in der weiterführenden Schule mit drei bis fünf Klassenarbeiten je Fach auch weiter lernen.

    Also schreiben wir auch in jedem " genügend" Arbeiten.

    Die Kinder kennen es so von Klasse 1.

    Wir kommen sehr gut damit klar.

    Wir schneiden herausragend in allen Tests ab..kann also nicht soo verkehrt sein .

    Ich wunder mich, dass sonst keiner Lesearbeiten schreibt.

    Das machen wir ab Klasse 2.

    Da kann man deutlich erkennen wie gut die Kinder verstehen was sie lesen und sie werden echte Profis darin die Antworten dem Text zu entnehmen.

    Kann ich nur empfehlen

    Am Anfang Klasse 2 sind unsere Lesearbeiten die Hölle..sowohl Eltern, als auch Kinder sind am Anfang ganz schön gefordert..aber die Mühe lohnt. Sie werden stetig besser.

  • Vielleicht kämpfe ich so sehr für das Lesen, da es an ganz vielen Schulen " hinten rüber" fällt.

    Ja, ich habe mit den Kindern auch eine Ganzschrift gelesen ( ohne eine Arbeit😉).

    Lesen ist für mich der Schlüssel zu jeglichem schulischen Erfolg, daher ist es mir so wichtig " nicht nur mal eben" zu gucken.


    Und ob ich eine Arbeit schreibe oder mir Ergebnisse zum Nachgucken nach Hause nehme bleibt sich natürlich gleich.


    Nur finde ich, dass es nicht reicht " nebenbei " in der Stunde mit halbem Auge draufzuschauen.

    Na klar sehe ich grob wer was wie gut kann.


    Mir ist auch klar, dass die Leseschatztruhe für viele Schulen einfach nicht passend ist.

    Hauptsache ist doch dass das verstehende Lesen wirklich trainiert wird.

  • Für Leseverständnis im Unterricht brauchst du doch keine Kinder, die laut vorlesen. Das wäre dann ja nur für ein Kind Leseverstehen und für alle anderen Hörverstehen.

    Laut vorlesen ist ja auch kein Leseverstehen. Das habe ich immer so empfunden, wenn ich vor der Klasse vorlesen musste, waren das aneinandergereihte Wörter. Den Inhalt habe ich während dieses "Vortrags" nicht auch noch erschlossen. Aber ich bin eh ein "Stillleser" auch heute noch. Bei Brettspielen lese ich am liebsten die Regeln selbst, als dass jemand sie mir erklärt oder noch schlimmer, vorliest.

  • Ich finde, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob man nie Arbeit oder LzK ankündigt, korrigiert, zurückgibt der Ergebnisse aus dem Unterricht einsammelt, um sich einen Überblick zu verschaffen.

    Druck für die Eltern aufzubauen, gelingt da, wo Eltern sich kümmern und dann mit ihren Kindern üben (müssen), nicht aber dort, wo Eltern alles egal ist.

    Vielen Kindern tut es gut, gerade in Klasse 1 und 2 weniger Druck zu haben oder einfach andere Anreize oder Ansporn oder Lob für die Anstrengung und den nächsten erreichten Schritt.

  • Ich schreibe immer erst Tests, wenn ich vorher ganz viel geübt habe. Ich werde ich oft dafür gelobt, dass ich nicht so schnell von Thema zu Thema hetze. Ich hätte gar keine Zeit für so viele Tests. Dann könnte ich zu wenig dafür üben. Ich sehe in den Übungsphasen, wie sie sich verbessern. Ohne Test. Ich bin froh, wenn ich in jedem Halbjahr in Kl. 3 einen umfangreichen bewerteten Lesetest schaffe. Habe aber in der Übungsphase schon einige im Format einer Klassenarbeit geübt, die wir zusammen besprechen, Antworten diskutieren, loben oder in Frage stellen. Erst muss man doch mal üben, wie Leseverständnisfragen zu beantworten sind. Das braucht Zeit.

  • Nur finde ich, dass es nicht reicht " nebenbei " in der Stunde mit halbem Auge draufzuschauen.

    Na klar sehe ich grob wer was wie gut kann.

    Es reicht aber auch nicht, nur Fehler anzustreichen. Die Kinder haben doch nur einen Lernzuwachs, wenn man die Fehler genau bespricht. Daher üben wir viel zusammen, bevor es ernst wird, damit jeder sein Handwerkszeug vorher lernt. Daher schaffe ich weniger Tests, die benotet werden.

  • Erst muss man doch mal üben, wie Leseverständnisfragen zu beantworten sind. Das braucht Zeit.

    1 Lesetest pro Wochr bearbeiten meine Kinder im Unterricht. Diese werden ausführlich besprochen. Das läuft in allen Schuljahren.

    3 Lesetests werden dann als Arbeit geschrieben.

    Das üben wir kontinuierlich.

    Da ich aber in Bullerbü unterrichte, üben viele Eltern regelmäßig das Lesen mit ihren Kindern, WEIL sie wissen, dass wir dazu normale Arbeiten schreiben und sie möchten, dass die Kinder gute Noten schreiben.


    Immer die Geschichte mit " zu viel Druck"...die Kinder empfinden LZK gar nicht als Druck.

    Die werden nicht angekündigt und sind auch nicht allzu lang...das werden die Kleinen schon überleben..

  • In Bayern ist es in der Grundschule üblich Leseproben (= Arbeiten) zu schreiben. Ich selbst war einmal in einer bayernweiten Fortbildung (Dillingen), wo wir uns u.a. mit den Aufgabenformaten und Kompetenzstufen von Leseproben beschäftigt haben - es ist also allgemeiner "Standard".


    An meiner Schule hat sich das in Klasse 3/4 seit ca. dem Jahr 2000 so entwickelt:


    Wir schreiben pro Halbjahr ca. 2 Leseproben in der Dauer von etwa einer Unterrichtsstunde. Früher waren es 3 Proben, aber da wir jetzt noch eine Zuhörprobe und eine Lesetechnikprobe pro Schulhalbjahr schreiben, werden es jetzt realisitsch 2 pro Schulhalbjahr. Die Schüler lesen einen Text für sich alleine und bearbeiten dazu Aufgaben von unterschiedlichen Kompetenzstufen und Formaten ohne dass etwas vorgelesen wird (im Gegensatz zu anderen Arbeiten).


    Als Vorbereitung dazu entwickeln wir ähnliche Übungen, damit das Aufgabengabenformat bekannt ist und dazu keine Fragen gestellt werden müssen. Wir benutzen hierfür oft Lesestücke vom Lesebuch als Vorbereitung. Wenn wir etwas aus dem Lesebuch während des Jahres lesen, entwickeln wir manchmal selbst ein Frageblatt oder adaptieren das von den Lehrermaterialien, damit die Schüler ständig mit diesen Übungen konfrontiert sind. Die Übungen werden teilweise im Unterricht gemacht und teilweise als Hausaufgabe aufgegeben. Als Vorlage für die Leseproben dienten einmal die Materialien vom pb Verlag.


    Die Lesetechnikproben sind angelehnt an den Stolpertest, beinhalten aber noch andere Formate. Diese gehen auf Zeit und zählen halb. Meistens macht man eine pro Halbjahr. Auch diese Formate werden vorher geübt.

  • Fahren wir die Ansprüche doch noch ein wenig runter. Ist ja nicht so, dass NRW im Ländervergleich in der Leistungen seiner Schülerinnen und Schüler eh schon unten zu suchen ist. Also bitte, weniger Klassenarbeiten und den Lehrplan noch mal runterschrauben. Super Idee.

    https://www.deutsche-handwerks…er-besten-bildung-254889/

    Ansprüche runterfahren ist aber ≠ weniger Klassenarbeiten. Man kann mit demselben Anspruch unterrichten, egal ob fünf oder elf oder gar keine Klassenarbeiten geschrieben werden.


    NRW-Lehrerin hat oben geschrieben, dass viele Eltern regelmäßig mit ihren Kindern das Lesen üben, WEIL sie wissen, dass dort dazu Arbeiten geschrieben werden und sie möchten, dass die Kinder gute Noten schreiben. Diese Elten würde ich bitten, mit ihren Kindern das Lesen zu üben, damit sie Lesen lernen. Ich weise auch die Kinder darauf hin, dass sie in die Schule gehen, um jeden Tag irgendetwas ein bisschen besser zu können oder etwas mehr zu wissen als am Tag davor. Wenn sie das umsetzen, klappt es auch mit den Klassenarbeiten. Diese sind aber kein Zweck an sich, nicht das, worum es in der Schule eigentlich gehen sollte.

  • Leider nicht. Finde ich so schnell auch nicht. Der Bild-Artikel ist jedenfalls komisch, weil in Klasse 8 schon immer 5 Arbeiten geschrieben worden sind. Außerdem steht dort erst Klassenarbeiten (was laut BASS auch WP Fächer sind!) und in dem Text später nur noch M, D und E.

    Daher würde ich gerne den Text aus 1. Quelle sehen und nicht von der Presse. Im öffentlichen Schulmailarchiv ist aber noch nichts.

  • hmm... da ist es leider so formuliert, dass es ohne WP ist. Anderseits eindeutig für 8. Die 8er hätten also nur 4 Arbeiten im Schuljahr und nicht 5 wie im Bild Aktikel.

  • Ansprüche runterfahren ist aber ≠ weniger Klassenarbeiten. Man kann mit demselben Anspruch unterrichten, egal ob fünf oder elf oder gar keine Klassenarbeiten geschrieben werden.


    NRW-Lehrerin hat oben geschrieben, dass viele Eltern regelmäßig mit ihren Kindern das Lesen üben, WEIL sie wissen, dass dort dazu Arbeiten geschrieben werden und sie möchten, dass die Kinder gute Noten schreiben. Diese Elten würde ich bitten, mit ihren Kindern das Lesen zu üben, damit sie Lesen lernen. Ich weise auch die Kinder darauf hin, dass sie in die Schule gehen, um jeden Tag irgendetwas ein bisschen besser zu können oder etwas mehr zu wissen als am Tag davor. Wenn sie das umsetzen, klappt es auch mit den Klassenarbeiten. Diese sind aber kein Zweck an sich, nicht das, worum es in der Schule eigentlich gehen sollte.

    Vorteil von mehr Klassenarbeiten ist ja dass der abgefragte Stoff weniger umfangreich ist.

    Für mich ist das nur wieder der Versuch Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Ändern wird sich dadurch nichts.

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