Ist die AfD eine demokratische Partei?

  • Meinetwegen können 50% das Abitur erhalten, wenn sie gut qualifiziert sind und das Niveau erreichen. Meinetwegen sogar ein leicht abgesenktes Niveau.
    Aber nicht das, was ich gerade mit meinen Osterkorrekturen bescheinige.

  • Das Bildungsangebot weiter zu reduzieren, spielt diesen Kräften in die Hände. Mädchen benötigen dann sicher nur noch die Grundschule und können dann weggesperrt werden, siehe Afghanistan. Wenn man es lange genug umsetzt, glauben sie irgendwann, dass es normal und richtig ist.

    Das Bildungsangebot weiter zu reduzieren, spielt diesen Kräften in die Hände. Mädchen benötigen dann sicher nur noch die Grundschule und können dann weggesperrt werden, siehe Afghanistan. Wenn man es lange genug umsetzt, glauben sie irgendwann, dass es normal und richtig ist.

    Solche Gewohnheiten setzen sich auch in anderen Kulturen fort und durch:

    Ob 25% oder 20% Übertrittsquote ist letztlich egal, wichtig wäre, überhaupt eine Grenze zu ziehen und sicherzustellen, dass wieder eine Art Bestenauslese erfolgt.

    Warum sonst kommt man auf 20% und auf „Bestenauslese“?
    Wer sagt denn, dass die anderen nicht auch zu den Besten gehören.
    Warum schaffen 50% das Abitur, offenbar sind sie dafür ja gebildet genug, dies am Gym, GeSa oder BBS ablegen zu können.
    Wozu genau braucht es eine Vorgabe, dass nur bestimmte Kinder im Alter von 10 Jahren auf das Gym wechseln dürfen?
    Und ja, es gibt Studien dazu, wen dies begünstigt.

  • Oh ja.

    Hm, ich weiß ja nicht, wo du genau tätig bist und welche Schulen du mit dieser Äußerung meinst. Ich behaupte, dass in den Schulen hier in der Umgebung kein "Chaos" herrscht.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • was genau hat man davon, diese Kinder in staatliche Schulen zu zwingen, wo sie in ihrem Lernen gegenüber einem Privatlehrer sehr wahrscheinlich gebremst werden?

    Das intendiert, dass Reiche nur intelligente Kinder haben, die schnell lernen?

    Oder aber sie benötigen die 1:1-Betreuung, während die anderen in den staatlichen Schulen auch mit 30 anderen Kindern die Inhalte erlernen.

    Deine Ideen setzen uns ins Mittelalter zurück, Schulen bzw. Privatlehrer nur für Reiche. Die Beschulung anderer kam mit der Reformation.
    An der derzeitigen Segregation sieht man jetzt schon, wo das Geld bleibt und welche Schulen unterstützt werden. Dies zu forcieren wird den Zusammenhalt der Gesellschaft nicht fördern, sondern weiter untergraben.
    Statt dort zu unterstützen, wo du das Chaos versorgest, forderst du, diese Schüler dem Chaos zu überlassen, mit allen Folgen, die daraus entstehen.

  • Solche Gewohnheiten setzen sich auch in anderen Kulturen fort und durch:

    Warum sonst kommt man auf 20% und auf „Bestenauslese“?
    Wer sagt denn, dass die anderen nicht auch zu den Besten gehören.
    Warum schaffen 50% das Abitur, offenbar sind sie dafür ja gebildet genug, dies am Gym, GeSa oder BBS ablegen zu können.
    Wozu genau braucht es eine Vorgabe, dass nur bestimmte Kinder im Alter von 10 Jahren auf das Gym wechseln dürfen?
    Und ja, es gibt Studien dazu, wen dies begünstigt.

    Palim, ich würde so gerne mal Screenshots aus Abiturprüfungen in die Welt schicken. Was hier für ein Abitur ausreicht, kann sich niemand auch nur ansatzweise vorstellen. Und es ist eben das Ergebnis davon, dass jedes ungeeignete Kind sich anmelden darf, wo es die Eltern halt möchten, und keinerlei Auslese mehr stattfindet -> das Gesamtniveau crashed ins Bodenlose.

    Mir ist ehrlich gesagt total egal, wen das begünstigt. Wichtig ist, dass das Unterrichtsniveau für einen Teil eines Schülerjahrgangs auf einem gewissen Level gehalten werden kann und das funktioniert nunmal nicht, wenn aus sozialromantischen Gründen angeblich verkappte Genies mit im Raum sitzen, die leider nicht das nötige Gesamtpaket mitbringen, um mithalten zu können. Wenn zu diesem Gesamtpaket auch das Elternhaus und die häusliche Förderung gehören, dann ist das eben so.

    Und nochmal: wer entsprechende Leitungen erbringt, findet auch andere Wege zum Abitur.

  • chilipaprika : Es geht mir vor allem um Extremfälle, die es alle Jahre mal wieder in die Medien schaffen, bei denen Elternhäuser, die die Bezeichnung "Eltern" nicht verdienen, ihre Kinder jahrelang zuhause einsperren und nach außen hin vorgeben, sie würden ihre Kinder zuhause unterrichten (diese Art von Elternhäusern sind oft Meister in der Manipulation nach außen, um den Schein zu wahren). Es geht mir nicht nur um die leistungsbezogenen Nachweise, sondern auch darum, dass verpflichtend nachgeschaut wird, dass diese Kinder körperlich wie mental gesund sind. 100%-ige Garantie gibt es nie, aber wenn die Kinder täglich in die Schule kommen, bekommen wir zumindest mit, wenn "irgendwas", was auch immer dieses "irgendwas" sein mag, nicht stimmt. Kommt ein Kind im schlechtesten Fall nie aus den eigenen vier Wänden heraus, fehlt ein geschultes, unabhängiges weiteres Paar Augen, dem Abweichungen im Verhalten oder Aussehen überhaupt erst auffallen könnten.

    Auch wenn es sehr seltene Extremfälle sind: Sie sollten es wert sein, dass die staatliche Aufsicht sie nicht ihrem familiären Umfeld komplett schutzlos ausgeliefert lässt.

  • Was hier für ein Abitur ausreicht, kann sich niemand auch nur ansatzweise vorstellen.

    Teilweise sind es aber auch die Gymnasien selbst... Manche schielen durchaus hauptsächlich darauf, die Mindestschülerzahl zu bekommen, um nicht zu schrumpfen. Warum werden Kinder angenommen, die nicht die entsprechende Empfehlung der Grundschule haben?

  • Hm, ich weiß ja nicht, wo du genau tätig bist und welche Schulen du mit dieser Äußerung meinst. Ich behaupte, dass in den Schulen hier in der Umgebung kein "Chaos" herrscht.

    Das freut mich und spricht für deine Region 😊

    Hätte ich eigene Kinder, die hier irgendwo beschult werden müssten, würde ich alle Zelte abbrechen und umziehen.

  • Gymshark, da hast du Recht aber wir müssen doch eine andere Perspektive annehmen. Hier geht es in erster Linie um Menschen, die in 10-20 Jahren auf dem Arbeitsmarkt tätig sind. Die gehen dann vielleicht in 50 Jahre in Rente. Und da ist die Frage, welche Fähigkeiten und Kompetenzen diese Menschen brauchen.

  • Ich habe die Schüler:innen in meiner Klasse, die gerade da sind, und kann mir da nichts aussuchen.

    Das bedeutet aber nicht, dass jeder alles geschenkt bekommt. Wer gute Noten haben will, muss dafür die Leistungen erbringen.

    Mir ist weiterhin nicht klar, warum das an deiner Schule und in deinem Unterricht nicht gilt.

    Meine Perspektive ist offenbar eine andere.

    Die allerwenigsten meiner Schüler:innen wechseln zum Gym, andere Schulformen sind auf diese Kinder besser eingestellt. Das hat wenig mit Intelligenz zu t7n oder damit, dass diese Kinder das Abktur nicht ablegen könnten.
    Reich sind sie übrigens alle nicht, einen Privatlehrer würden sie sich alle nicht leisten wollen und können - das wäre, nach den extremen, dann so ein Helikopter-Ding mit Beiträgen bei Insta zum hipsten Unterrichtsbeitrag und einem Wettbewerb um die schönsten Ausflüge.

  • Das intendiert, dass Reiche nur intelligente Kinder haben, die schnell lernen?

    Oder aber sie benötigen die 1:1-Betreuung, während die anderen in den staatlichen Schulen auch mit 30 anderen Kindern die Inhalte erlernen.

    Deine Ideen setzen uns ins Mittelalter zurück, Schulen bzw. Privatlehrer nur für Reiche. Die Beschulung anderer kam mit der Reformation.
    An der derzeitigen Segregation sieht man jetzt schon, wo das Geld bleibt und welche Schulen unterstützt werden. Dies zu forcieren wird den Zusammenhalt der Gesellschaft nicht fördern, sondern weiter untergraben.
    Statt dort zu unterstützen, wo du das Chaos versorgest, forderst du, diese Schüler dem Chaos zu überlassen, mit allen Folgen, die daraus entstehen.

    Man muss daraus keinen Klassenkampf machen, sondern kann es einfach ganz schnöde dabei belassen, dass Leute, die es sich leisten können, ihren Kindern ruhig die für sie beste Bildung zukommen lassen können. Oder geht es irgendwem anders besser, wenn diese Kinder sich in staatlichen Schulen schlechterer Förderung aussetzen müssen?

    Der aktuelle Ansatz nivelliert das Gesamtniveau nach unten. Wenn sich Einzelnen daraus retten können, und sei es über Privatschulen oder Privatlehrer -> schön, herzlichen Glückwunsch! Das nimmt den anderen doch nichts weg.

  • Palim, ich würde so gerne mal Screenshots aus Abiturprüfungen in die Welt schicken. Was hier für ein Abitur ausreicht, kann sich niemand auch nur ansatzweise vorstellen. Und es ist eben das Ergebnis davon, dass jedes ungeeignete Kind sich anmelden darf, wo es die Eltern halt möchten, und keinerlei Auslese mehr stattfindet -> das Gesamtniveau crashed ins Bodenlose.

    Das Problem ist doch dann, dass ihr die Kinder nicht rechtzeitig auf eine andere Schule schickt. Das Problem ist doch, dass das Abitur dann zu einfach ist. Aber deswegen brauche ich eine Quote. Dann muss ich halt das Niveau erhöhen.

  • chilipaprika : Es geht mir vor allem um Extremfälle, die es alle Jahre mal wieder in die Medien schaffen, bei denen Elternhäuser, die die Bezeichnung "Eltern" nicht verdienen, ihre Kinder jahrelang zuhause einsperren und nach außen hin vorgeben, sie würden ihre Kinder zuhause unterrichten (diese Art von Elternhäusern sind oft Meister in der Manipulation nach außen, um den Schein zu wahren). Es geht mir nicht nur um die leistungsbezogenen Nachweise, sondern auch darum, dass verpflichtend nachgeschaut wird, dass diese Kinder körperlich wie mental gesund sind. 100%-ige Garantie gibt es nie, aber wenn die Kinder täglich in die Schule kommen, bekommen wir zumindest mit, wenn "irgendwas", was auch immer dieses "irgendwas" sein mag, nicht stimmt. Kommt ein Kind im schlechtesten Fall nie aus den eigenen vier Wänden heraus, fehlt ein geschultes, unabhängiges weiteres Paar Augen, dem Abweichungen im Verhalten oder Aussehen überhaupt erst auffallen könnten.

    Auch wenn es sehr seltene Extremfälle sind: Sie sollten es wert sein, dass die staatliche Aufsicht sie nicht ihrem familiären Umfeld komplett schutzlos ausgeliefert lässt.

    aber dir ist klar: daran ändert die Schulpflicht nicht. Wie du selbst sagst: sie tun es schon JETZT!!

  • Und da ist die Frage, welche Fähigkeiten und Kompetenzen diese Menschen brauchen.

    Aktuell ist es aber leider so, dass immer mehr junge Menschen an den Bedürfnissen des Arbeitsmarkt vorbei (!) ausgebildet werden, objektiv betrachtet durchaus über einiges an Wissen mitbringen, aber keine Stelle finden, weil dieses Wissen nicht gefragt ist. Da habe ich Zweifel, dass dieses Wissen in 10-20 Jahren auf einmal gefragt sein wird.

  • dass verpflichtend nachgeschaut wird, dass diese Kinder körperlich wie mental gesund sind. 100%-ige Garantie gibt es nie, aber wenn die Kinder täglich in die Schule kommen, bekommen wir zumindest mit, wenn "irgendwas", was auch immer dieses "irgendwas" sein mag, nicht stimmt.

    Du hast überhaupt keine Ahnung.

    Obwohl diese Kinder zur Schule kommen oder das Fehlen trotz vieler Umzüge auffällt, kommen unsere derzeitigen Systeme nicht daran, diese Kinder zu erkennen und aufzufangen.

  • Teilweise sind es aber auch die Gymnasien selbst... Manche schielen durchaus hauptsächlich darauf, die Mindestschülerzahl zu bekommen, um nicht zu schrumpfen. Warum werden Kinder angenommen, die nicht die entsprechende Empfehlung der Grundschule haben?

    weil in deinem (und meinem / Maylins) Bundesland der Elternwille zählt.
    Man kann NICHT abweisen.

  • Das ist wieder ein Beispiel für einen Sachverhalt, wo in Deutschland weltmeisterlich problematisiert wird, während es in anderen Ländern normale Praxis ist und genügend Untersuchungen belegen, dass die betroffenen Kinder keine Nachteile in Bezug auf den späteren beruflichen Erfolg haben.

    Du fühlst auch nie den Drang zu belegen, was du so meinst, oder? Abgesehen davon, dass von den sozialen Folgen die Rede war und nicht von beruflichem Erfolg.

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