Ständig fehlende Kollegen - Konsequenzen?

  • Bist du in NRW? Wie kannst du 1-2 abrechnen, wenn du keine 4 hattest?


    Mit Kennzeichen V kann man auch weniger als 4 abrechnen, wenn man min. 4 gemacht hatte, aber eine Verrechnung mit anderen Stunden stattfand.


    Bsp: 4 Vertretungsstunden, aber eine Klasse auf auf einer Exkursion, der Unterricht ist ausgefallen, man wurde nicht zur Vertretung gezogen, bedeutet -1, => 3 Stunden Summe auf der Abrechnung. Mit Kennzeichen V werden die drei auch bezahlt. Man muss aber mal mindestens 4 gemacht haben.


    Theoretisch könnte man so auch eine einzelne gemachte Mehrarbeitsstunde abrechnen, dann wäre das Kennzeichen V aber sachlich falsch und das unterschreibt der Schulleiter ja - würde ich an seiner Stelle nicht machen.





    5.2 Nach Nr. 2.2.3 VwV i.V. mit Nr. 3 Satz 3 VwV zu § 3 MVergV ist Mehrarbeitsunterricht unter 4 Stunden im Kalendermonat auch dann vergütbar, wenn die Mindeststundenzahl wegen Verrechnung mit Arbeitsausfall unterschritten wird.

    Dies bedeutet, dass beispielsweise einem Lehrer, der in einem Kalendermonat 4 Mehrarbeitsstunden geleistet hat und bei dem 2 Pflichtstunden ausgefallen sind, nach der Gegenüberstellung der Ist- und Sollstunden die verbleibenden 2 Mehrarbeitsstunden gleichwohl vergütet werden.


    https://bass.schul-welt.de/1056.htm

  • Bist du in NRW? Wie kannst du 1-2 abrechnen, wenn du keine 4 hattest?

    Ich meine der Wortlaut war irgendwie sowas wie "ab der vierten Stunde abrechenbar". An allen Schulen, an denen ich bisher war, hieß das, dass mit Erreichen der 4. Stunde eine Abrechenbarkeit vorlag, d.h. zB, wenn Du 5 Stunden vertreten hast, aber 3 Minusstunden enstanden sind, kannst Du die verbliebenen 2 immernoch abrechnen, weil Du ja insgesamt mindestens 4 hattest.


    edit: oh Karl-Dieter hat das ganze viel schöner und nachvollziehbarer beschrieben, aber ich lass es mal stehen.

  • So was gibts bei uns nicht. Aber wir haben halt auch einige Doppelbesetzungen, die wir auflösen können, bevor jemand zusätzliche Stunden leisten muss.

    Klingt erst einmal nett, dass es bei euch Freizeitausgleich gibt. Nachdem es die Doppelsteckungen in eurem Bereich aber ja nicht grundlos gibt, nehme ich an, der Preis dafür ist eine Überlastung der Lehrkräfte, die dann in Einzelsteckung arbeiten müssen oder wie nehmen du und deine KuK das wahr?

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Es widerspricht sich.
    Wenn DU immer dran bist, dann gibt es wohl KuK, die fast nie dran sind und also gibt es doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit die 50% nicht zu erreichen.

    Aber ich weiß auch, dass es stark davon abhängt, wo die VBs liegen. Es gab Tage, da habe ich in 80% der Fälle vertreten (und die Parallel-Kolleg*innen auch), und andere, kaum. Vielleicht gibt es eine Statistik, an welchen Wochentagen die meisten Menschen fehlen.

    Nein, das widerspricht sich gar nicht. An dem Tag und zu der Stunde, wo meine VB liegt haben insgesamt 5 Kollegen VB. Wir werden alle immer eingesetzt, weil wir in so einem großen System einfach auch so viel Vertretungsbedarf haben.


    Jeder Kollege wird ja nur in seinen VBs eingesetzt und da gibt es dann in genau dieser Stunde an diesem Wochentag genau 5 Kollegen, die eingesetzt werden können.

  • Tue ich ja nicht. Im Jahresmittel arbeite ich genau so viel, wie ich soll.


    Es ist halt anstrengend, zwischen den Ferien immer so viele Überstunden zu machen, dafür dann aber 12 Wochen frei zu haben.

    Aber das machst du doch freiwillig. In den langen Sommerferien kannst du einen großen Teil deiner Unterrichtsreihen vorbereiten, so dass während des Schuljahres nur noch Anpassungen vornehmen und Material kopieren oder aufbauen musst. Und während der Schulwochen, musst du dann eben auch mal Arbeit bis in die Ferien verschieben (z.B. Korrekturen, Reihenplanung) oder auch vorziehen (z.B. Prüfungserstellung, Fahrtenplanung). Neben zentralen Prüfungen, für einen selbst wichtige Elterngespräche und manche außerunterrichtliche Veranstaltung gibt es es doch kaum etwas, dass man nicht selbst flexibel terminieren kann. Außer den tatsächlich zu haltenden Unterrichtsstunden vor Ort natürlich.

  • Das habe ich nicht gesagt, sondern das sie in der Regel nie Plus Stunden haben, natürlich müssen sie auch vertreten, also entweder weil sie Verfügungsstunden haben oder weil siehe unten: Teilungsstunden nicht stattfinden...


    oder ihre Klasse gerade auf dem Ausflug ist oder oder oder.

    Ansonsten trifft es eben bis zu 3 Stunden die Vollzeitkollegen (aber auch eher selten), aber sie können ja dann auch noch in den Hort gehen, wenn alle anderen Varianten nicht gehen, die Hortbetreuung ist ja von 8-16 Uhr anwesend (wenn nicht gerade krank oder im Urlaub) und wenn nicht die von der Klasse, dann von einer anderen Klassen.

    Wir haben weder Verfügungsstunden, noch Teilungsstunden, noch Hortbetreuung.

    • Offizieller Beitrag

    Jeder Kollege wird ja nur in seinen VBs eingesetzt und da gibt es dann in genau dieser Stunde an diesem Wochentag genau 5 Kollegen, die eingesetzt werden können.

    Ach, ich hatte dich so verstanden, dass du immer dran bist, die Anderen aber nicht unbedingt jedes Mal.

  • Das geht nur, weil ich Teilzeit arbeite und dann halt in den Korrekturwochen Vollzeit arbeite.

    Und warum machst du das, wenn du lieber in den Ferien arbeiten würdest? Mir fallen da als Grund nur ein oder mehrere Kinder ein, die man dann in den Ferien betreut. Dann ist diese Möglichkeit der flexiblen Arbeitszeitgestaltung eher ein Vor- und kein Nachteil.

    • Offizieller Beitrag

    Das geht nur, weil ich Teilzeit arbeite und dann halt in den Korrekturwochen Vollzeit arbeite.

    Respekt. Gut, ich arbeite Vollzeit, aber mit meiner (sehr ähnlichen) Kombi würde ich es nie schaffen, die Ferien freizuschaufeln. Ich freue mich auf einzelne Schulferienwochen, um in Ruhe korrigieren zu können (aber ich kenne auch disziplinierte Kolleg*innen, die einfach früh aufstehen und konsequent korrigieren. Ich schaffe es einfach nicht.)

  • Dann werden doch aber wieder Vertretungsstunden generiert.Oder wie läuft das bei euch?

    Nein, Unterricht darf nicht ausfallen. Wir dürfen dann nur an pädagogischen Tagen oder so mal nicht kommen.


    Rechnung: Soll 13 Stunden, geleistet auf Klassenfahrt 25,5 => Differenz 12,5 auszugleichende Stunden.


    Pädagogischer Tag von 9-16 Uhr (1 Stunde Mittagspause): 8 Unterrichtsstunden


    Verbleiben noch 4,5 auszugleichende Stunden. Da muss man dann irgendeine andere Veranstaltung suchen, der man fernbleibt.

  • Aber das machst du doch freiwillig. In den langen Sommerferien kannst du einen großen Teil deiner Unterrichtsreihen vorbereiten, so dass während des Schuljahres nur noch Anpassungen vornehmen und Material kopieren oder aufbauen musst. Und während der Schulwochen, musst du dann eben auch mal Arbeit bis in die Ferien verschieben (z.B. Korrekturen, Reihenplanung) oder auch vorziehen (z.B. Prüfungserstellung, Fahrtenplanung). Neben zentralen Prüfungen, für einen selbst wichtige Elterngespräche und manche außerunterrichtliche Veranstaltung gibt es es doch kaum etwas, dass man nicht selbst flexibel terminieren kann. Außer den tatsächlich zu haltenden Unterrichtsstunden vor Ort natürlich.

    Die Unterrichtsplanung ist überhaupt nicht das Problem. Sondern die Korrekturen und die vielen Sonderveranstaltungen und Konferenzen, an denen Teilzeitler wie Vollzeitler teilnehmen müssen.


    Beispiel September: 1 Jahrgangsteamsitzung, 1 DB Projektwoche, 1 DB für die Erstellung von Abi Entwürfen, 1 Teamzeit Fach 1, 1 Projektwoche


    Alleine dadurch kommt man schon auf total viele Überstunden.


    Und für die Korrekturen gibt es ja Fristen für den Noteneintrag.


    Ich schaffe das auch gesundheitlich nicht mehr, nur und ausschließlich Urlaub in den Sommerferien zu nehmen und dann das ganze Jahr durchzuarbeiten, ohne mal Ferien frei zu haben.

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