Mit der Kappe im Unterricht- Wie handhabt ihr das?

  • "In der Jugendsprache ist ein "Creep" eine Person, die sich auf eine unerwünschte, unangenehme, gruselige oder seltsame Art verhält, oft mit einem subtilen sexuellen Beigeschmack oder indem sie Grenzen überschreitet, was bei anderen ein Gefühl von Unbehagen und Angst auslöst, vergleichbar mit einem "Ekel" oder "Widerling". Es beschreibt jemanden, der "creepy" ist, also ein "gruseliges Gefühl" erzeugt, durch Verhaltensweisen wie Starren, unerwünschte Nähe oder das Ignorieren von "Nein".

    Danke dafür. Gebe ich gerne zurück.

    Die Argumentation mit den leuchtenden Kinderaugen finde ich wirklich schwierig. Da würde ich mich als Schüler dann auch abschirmen wollen.

  • Die Argumentation mit den leuchtenden Kinderaugen finde ich wirklich schwierig. Da würde ich mich als Schüler dann auch abschirmen wollen.

    Du weißt aber, dass das ein Seitenhieb auf Susanne Eisenmann und Co. ist, oder?

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Haben die nicht meist sowieso Schuluniform?

    Ich schaue gerade eine US-Serie von 2003. So etwas Kleingeistiges habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Okay, alles nur Film.

    Nein, zumindest nicht in meiner High School oder in der Nähe. Unsere waren alle staatlich, die Eltern hatten wenig Geld.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Bei der Einforderung festgelegter Regeln in der Schule mache ich keinen Unterschied zwischen "leistungsstarken, freundlichen" und "faulen, mürrischen" Schüler*innen... Du etwa?

    Kann man machen. Ich hingegen berücksichtige gerne Kontext, Situation und individuelle Umstände, statt blind auf irgendwelche Regelwerke zu verweisen.

  • Kann man machen. Ich hingegen berücksichtige gerne Kontext, Situation und individuelle Umstände, statt blind auf irgendwelche Regelwerke zu verweisen.

    Also, kann jeder machen, was er will?!

    Ich denke, ohne ein verbindliches Regelwerk ist der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet. Unsere Schüler brauchen klare Strukturen und Grenzen, finde ich jedenfalls 8)

  • Also, kann jeder machen, was er will?!

    Ich denke, ohne ein verbindliches Regelwerk ist der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet. Unsere Schüler brauchen klare Strukturen und Grenzen, finde ich jedenfalls 8)

    Bei wichtigen Dingen ja, aber nicht bei unwichtigen. Wenn man unwichtiges zu sehr betont, wird wichtiges unwichtig.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Oder aber: wenn man Unwichtiges zu sehr und zu lange unreguliert laufen lässt, setzt es sich schleichend auch in andere, wichtigere Bereiche fort, bis man irgendwann in der Breite eine Erosion von kontextangemessenen Verhaltensmustern und Haltungen vorfindet.

    Ich habe zuvor schonmal geschrieben, ich lasse weder Kappen/Mützen/Kapuzen abgenehmen, noch kommentiere ich Jogginghosen oder Straßenstrichoutfits. Isoliert betrachtet ist das alles vermutlich auch wirklich nicht so wichtig. In Kombination mit all den anderen problematischen Verhaltensweisen, die sich in Schulen manifestieren, passt es aber dann halt doch wieder ins Bild einer Auffassung von Schule als einem Ort, an dem man tut und lässt, was einem halt gerade in den Kram passt.

  • Du weißt aber, dass das ein Seitenhieb auf Susanne Eisenmann und Co. ist, oder?

    ... und auf frühere Diskussionen hier im LF :)
    Aber Sarkasmus und satirische Bemerkungen sind nicht für jeden verständlich. Isshaltso.
    Wobei ich die Bezeichnung "Creep" als unwürdig und beleidigend empfinde. Aber leider sind solche Ausfälle mittlerweile wohl auch unter Lehrkräften salonfähig. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auch im LF an ein "Regelwerk" zu halten. Leider greift die Ver-X-ung auch hier um sich.

    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)
    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.

  • Bei wichtigen Dingen ja, aber nicht bei unwichtigen. Wenn man unwichtiges zu sehr betont, wird wichtiges unwichtig.

    Wer in kleinen Dingen schlampert, bekommt das große Ganze auch nicht mehr so wirklich hin!

    Ist wie beim Kunstwerk. Das ein oder andere Pünktchen auf dem Bild erscheint für sich genommen auch nicht so wichtig. Für das gesamte Bild ist jedoch jedes noch so kleine Detail entscheidend.

    In Deutschlands Schulstuben läuft es schon lange nicht mehr rund. Bei den kleinen, noch so für "unwichtig" gehaltenen Dingen fängt es an.8)

  • In Deutschlands Schulstuben läuft es schon lange nicht mehr rund.

    Was genau läuft nicht mehr rund in Deutschlands Schulstuben? Gerne schickte ich dir mal Schüler, die aus anderen Ländern zu uns kommen und mit 9 Jahren nicht einmal Plusaufgaben bis 100 rechnen können oder wissen, wie man in ein Heft schreibt, bzw. eine Schere benutzt oder dass man Hausaufgaben macht. Das dürfte man doch trotz Sprachbarrieren voraussetzen dürfen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • ... und auf frühere Diskussionen hier im LF :)
    Aber Sarkasmus und satirische Bemerkungen sind nicht für jeden verständlich. Isshaltso.
    Wobei ich die Bezeichnung "Creep" als unwürdig und beleidigend empfinde. Aber leider sind solche Ausfälle mittlerweile wohl auch unter Lehrkräften salonfähig. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auch im LF an ein "Regelwerk" zu halten. Leider greift die Ver-X-ung auch hier um sich.

    Also, sorry. Aber du sagst hier, die Schüler dürfen keine Kappe tragen, weil du die leuchtenden Kinderaugen sehen willst. Mal davon abgesehen, dass ich bisher nie ein Problem hatte, auch bei Kappe Augen zu sehen, halte ich das für eine übergriffige Aussage. Und die kommentiere ich entsprechend. Hättest du sowas im physischen Lehrerzimmer gesagt, hätte ich da noch deutlichere Worte für gefunden.

  • Was genau läuft nicht mehr rund in Deutschlands Schulstuben? Gerne schickte ich dir mal Schüler, die aus anderen Ländern zu uns kommen und mit 9 Jahren nicht einmal Plusaufgaben bis 100 rechnen können oder wissen, wie man in ein Heft schreibt, bzw. eine Schere benutzt oder dass man Hausaufgaben macht. Das dürfte man doch trotz Sprachbarrieren voraussetzen dürfen.

    Du meinst Schüler aus den skandinavischen und asiatischen Ländern?8)

  • In Kombination mit all den anderen problematischen Verhaltensweisen, die sich in Schulen manifestieren, passt es aber dann halt doch wieder ins Bild einer Auffassung von Schule als einem Ort, an dem man tut und lässt, was einem halt gerade in den Kram passt.

    Wenn der Asi-Look wenigstens einen "rebellischen" Hintergrund hätte, würde ich die Outfits noch anerkennen. So war ich auch, bin damit angeeckt, und dann war es irgendwann auch wieder gut. Die übergroßen Strampelanzüge und Kappen werden heute halt nur nicht aus Rebellentum, sondern aus Bequemlichkeit und Unkenntnis sozialer Normen getragen. Das fängt schon in der Grundschule an und geht bei den meisten Kindern wohl ihr gesamtes Leben lang. Aber ja, die haben sicher alle nur ein Herz aus Gold, und wer sich um seine Außenwirkung bemüht, will andere täuschen. LOLMAO.

  • Also, sorry. Aber du sagst hier, die Schüler dürfen keine Kappe tragen, weil du die leuchtenden Kinderaugen sehen willst. Mal davon abgesehen, dass ich bisher nie ein Problem hatte, auch bei Kappe Augen zu sehen, halte ich das für eine übergriffige Aussage. Und die kommentiere ich entsprechend. Hättest du sowas im physischen Lehrerzimmer gesagt, hätte ich da noch deutlichere Worte für gefunden.

    Was ist daran übergriffig™ Schülern in die Augen zu schauen?

  • Back-on-topic:
    In SEK II, BK und ähnlichen Schularten werden "Kleidungsfragen" sicher nicht so eng gesehen.
    Im Unterricht zur Berufsfindung und -erkundung in Klasse 8 oder 9 gehören solche Fragen zum Lehrinhalt:
    Wie trete ich im Praktikum einem (evtl. künftigen) Arbeitgeber gegenüber?
    Was gilt als "gutes oder schlechtes Benehmen", welche Regeln der Höflichkeit sollte man beachten, falls man seine Aussichten auf einen guten Arbeitsplatz nicht vermasseln möchte?
    Wie verhalte ich mich am Arbeitsplatz im Praktikum und im Beruf?
    Und da ist die Schule auch "Übungsraum".

    Klar kann man das als unnötig abtun. Aber es hilft den Kids in keiner Weise.

    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)
    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.

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