• So ist es. Auf Zuruf oder abwertende Bezeichnungen hin ändere ich nicht so schnell meine Meinung.

    sorry, ernsthaft? Homöopathische Mittelchen als Zuckerkügelchen zu bezeichnen, ist keine Aberwertung oder Beledigung, sondern eine Tatsachenbeschreibung.

    Wie gesagt, ihr könnt es ja nutzen oder daran glauben. Aber das als ernsthafte Medizin zu verkaufen, das überschreitet dann doch die rote Linie und dann sollte man als Mensch der ernst genommen werden will, schon deutlich sagen, was für ein Zeugs das ist.

    Hier geht es auch nicht um irgendeine Meinung zu irgendeinem Thema, sondern um Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem Thema.

    Aber das ist ja momentan der Zeitgeist, stimmen tut nur das, an was ich selber glaube...

  • ...das überschreitet dann doch die rote Linie und dann sollte man als Mensch der ernst genommen werden will, schon deutlich sagen, was für ein Zeugs das ist.

    Das geht aber schon sehr weit, wenn man einen Menschen an sich - so verstehe ich deine Aussage - erst dann ernst nimmt, wenn er dieser Meinung ist.

    Aber das ist ja momentan der Zeitgeist, stimmen tut nur das, an was ich selber glaube...

    Na ja, der Egoismus schreitet weiter fort. In dieser Beziehung gehe ich konform. Auch, dass die Verschwörungstheoretiker durch Corona so richtig in Fahrt kamen, in ihren Ansichten extrem sind und nicht davon abgehen.

    Ich finde, der Zeitgeist ist eher, dass die Fronten dermaßen verhärtet sind, dass man Meinungen gleichsetzt mit dem Menschen an sich und richtige Feindbilder schafft. Wenn die Gesellschaft so auseinanderdriftet, dann gute Nacht für die Zukunft.

  • Zuckerkügelchen sind nachgewiesen und offensichtlich wirkungslos.

    Ansonsten: es können nicht alle Experimente von den Kassen getragen werden.

    Ich hatte gar nicht über „Zuckerkügelchen“ geschrieben,

    wohl aber darüber, dass die Evidenzorientierung Grenzen hat, die einem bewusst sein sollten.

    Dann muss man Gender-Medizin nicht in Frage stellen und kann anerkennen, dass 2 Personen unterschiedliche Dosen oder auch unterschiedliche Medikamente benötigen.
    Gerade für die Forschung zur Evidenz schließt man eine Menge Personen aus (Frauen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen etc.), überträgt aber die Ergebnisse später auf alle. Und man kann berücksichtigen, dass ggf. Sachen noch nicht erforscht sind, es aber in Zukunft sein könnten.

    Weil die Forschung teuer ist, wird gezielt ausgewählt und anderes abgelehnt, - weil es unrentabel scheint - so die Forschung zu Fatigue, die durch Corona mehr Aufmerksamkeit erhalten hat. Manchmal helfen Initiativen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten und Gelder zu akquirieren: ICE-Bucket-Challenge-ALS, Millions Missing -Fatigue, Movember-Depression, bei anderen Erkrankungen fehlt das noch, z.B. Endometriose, Lipödem (ah, da sind ja auch Frauen betroffen, die stellen sich einfach nur an und Medizin ist eine männliche Veranstaltung, nur bei der Pille für den Mann klappt das irgendwie nicht)

    Was die Zuckerkügelchen anbetrifft: Sollen die Leute es doch nehmen, wenn es ihnen hilft, so wie eine Messerspitze Muskat im Essen. Wenn es das ist und man sich Medikamente, die viel teurer sind und mehr Nebenwirkungen haben, sparen oder reduzieren könnte, ist es doch gut für alle. Wenn es dann nur Einbildung ist, aber so stark hilft, dass es den Personen wirklich besser geht, hat man damit auch mehr gewonnen als geschadet.

    Vielleicht ist Homöopathie auch so beliebt, weil sich die Leute gesehen, gehört und besser betreut sehen und dies mehr bewirkt, als man in der Evidenzorientierung messen kann. Am Ende sparen wir am Gespräch, einer gründlichen Anamnese und der Zuwendung zum Menschen, statt dort zu investieren und darüber insgesamt Kosten zu deckeln.

    Ich frage mich also, ob man am falschen Ende spart und ob man mit Sätzen wie „nur evidenzbasiert zählt“ zu vielen Menschen die notwendige Hilfe verwehrt, weil ihre Lobby kleiner ist als die anderer (fehlende Studien), bzw. der Nutzen von Zuwendung nicht anerkannt und umgesetzt wird (fehlende Zeit und fehlende Grundversorgung).

    Einmal editiert, zuletzt von Palim (26. September 2026 23:00)

  • Ich hatte gar nicht über „Zuckerkügelchen“ geschrieben,

    wohl aber darüber, dass die Evidenzorientierung Grenzen hat, die einem bewusst sein sollten.

    Dann muss man Gender-Medizin nicht in Frage stellen und kann anerkennen, dass 2 Personen unterschiedliche Dosen oder auch unterschiedliche Medikamente benötigen.
    Gerade für die Forschung zur Evidenz schließt man eine Menge Personen aus (Frauen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen etc.), überträgt aber die Ergebnisse später auf alle. Und man kann berücksichtigen, dass ggf. Sachen noch nicht erforscht sind, es aber in Zukunft sein könnten.

    Und bis diese Dinge erforscht sind, sollten die Krankenversicherungen sie nicht oder nur in Ausnahmefällen bezahlen. Warum sollten die Versicherungen wtwas bezahlen, von dem sich Menschem nur vorstellen, dass es vielleicht helfen könnte? Und wo ist dann die Grenze?

    Es geht hier um nachweislich unwirksame Zuckerkügelchen, nicht um Medizin, an der noch geforscht wird.

    Weil die Forschung teuer ist, wird gezielt ausgewählt und anderes abgelehnt, - weil es unrentabel scheint - so die Forschung zu Fatigue, die durch Corona mehr Aufmerksamkeit erhalten hat. Manchmal helfen Initiativen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten und Gelder zu akquirieren: ICE-Bucket-Challange-ALS, Millions Missing -Fatigue, Movember-Depression, bei anderen Erkrankungen fehlt das noch, z.B. Endometriose, Lipödem (ah, da sind ja auch Frauen betroffen, die stellen sich einfach nur an und Medizin ist eine männliche Veranstaltung, nur bei der Pille für den Mann klappt das irgendwie nicht)

    So ist das im Kapitalismus und der freien Marktwirtschaft. Schade, aber daran lässt sich wenig ändern. Es können nicht alle an allem forschen.

    Was die Zuckerkügelchen anbetrifft: Sollen die Leute es doch nehmen, wenn es ihnen hilft, so wie eine Messerspitze Muskat im Essen.

    Klar. Aber dann bitte aud eigener Tasche bezahlen.

    Wenn es das ist und man sich Medikamente, die viel teurer sind und mehr Nebenwirkungen haben, sparen oder reduzieren könnte, ist es doch gut für alle. Wenn es dann nur Einbildung ist, aber so stark hilft, dass es den Personen wirklich besser geht, hat man damit auch mehr gewonnen als geschadet.

    Welche Erkrankungen sollen das sein? Darauf habe ich bisher noch von niemandem eine Antwort bekommen. Entweder ist eine Erkrankung ein Wehwehchen, dass wieder weg geht oder sie ist eine ernsthafte Erkrankung. Im ersten Fall braucht man gar keine Medikamente, weil sie nichts heilen. Im zweiten Fall ist es fahrlässig, Menschen zu sagen, sie sollten die Homöopathie Medikamenten vorziehen.

    Vielleicht ist Homöopathie auch so beliebt, weil sich die Leute gesehen, gehört und besser betreut sehen und dies mehr bewirkt, als man in der Evidenzorientierung messen kann. Am Ende sparen wir am Gespräch, einer gründlichen Anamnese und der Zuwendung zum Menschen, statt dort zu investieren und darüber insgesamt Kosten zu deckeln.

    Natürlich sind dir Verkäufer zugewandt. Die wollen dir wirkungslose Cent Ware für viel Geld verkaufen.

    Ich frage mich also, ob man am falschen Ende spart und ob man mit Sätzen wie „nur evidenzbasiert zählt“ zu vielen Menschen die notwendige Hilfe verwehrt, weil ihre Lobby kleiner ist als die anderer (fehlende Studien), bzw. der Nutzen von Zuwendung nicht anerkannt und umgesetzt wird (fehlende Zeit und fehlende Grundversorgung).

    Wo soll die Grenze sein? Ich bin gern im Verein, der mir Ausgleich, Freude und köroerliche Betätigung verschafft. Soll die Kasse jetzt meinen Vereinbeitrag plus Ausrüstung und Verbrauchsmaterial bezahlen? Immerhin ist die Zuträglichkeit hier sogar nachgewiesen.

  • Welche Erkrankungen sollen das sein? Darauf habe ich bisher noch von niemandem eine Antwort bekommen.

    Der Marktführer der homöopathischen Kügelchen ist die DHU. Auf deren Seite findest du die Anwendungsgebiete, genauso, wie sie u.a. auch das Wirkungsprinizp (Anregung der Selbstheilungskräfte) und die Grenzen beschreibt. So wird es insgesamt von denjenigen, die offen für die Homöopathie sind, gesehen, denke ich mal.

    Ich schreibe das jetzt ganz neutral als Infohinweis, weil du gefragt hast. Ich hoffe, dass ich, indem ich dieses hier schreibe, nicht schon wieder in die Schublade hineingesteckt werde, die schon mehrfach hier angeklungen ist.

    https://www.dhu.de/dhu

  • Es ist auf jeden Fall das Segment mit den dicksten Gewinnmargen und man kann den Herstellern zu diesem ultimativen Scam nur gratulieren.

    Mein Favorit ist Oscillococcinum C200. Für die Produktion kauft der Hersteller jährlich exakt eine Ente und erzielt 20 Millionen Dollar Jahresumsatz. Gut gepielt 👍

  • So ist das im Kapitalismus und der freien Marktwirtschaft

    Ja, Pech für Frauen mit Endometriose, Kinder mit Mukoviszidose, Menschen mit ALS…

    Schade, aber daran lässt sich wenig ändern.

    Doch, natürlich lässt sich daran etwas ändern. Es können Forschungsgelder für seltene Krankheiten, für Gender-Medizin, für Frauenheilkunde/ Erkrankungen, die nur oder überwiegend Frauen betreffen, bereitgestellt werden, man kann dies verstärkt in die Aus- und Fortbildung setzen und man kann kommunizieren, dass es falsch war, ist und bleibt, diese Forschungen zu unterlassen und damit Menschen zu benachteiligen.

  • Der Marktführer der homöopathischen Kügelchen ist die DHU. Auf deren Seite findest du die Anwendungsgebiete, genauso, wie sie u.a. auch das Wirkungsprinizp (Anregung der Selbstheilungskräfte) und die Grenzen beschreibt. So wird es insgesamt von denjenigen, die offen für die Homöopathie sind, gesehen, denke ich mal.

    Ich schreibe das jetzt ganz neutral als Infohinweis, weil du gefragt hast. Ich hoffe, dass ich, indem ich dieses hier schreibe, nicht schon wieder in die Schublade hineingesteckt werde, die schon mehrfach hier angeklungen ist.

    https://www.dhu.de/dhu

    Wo genau stehen da Anwedungsfelder?

  • Welche Erkrankungen sollen das sein?

    Placebo-Studien mit positiven Ergebnissen gibt es z.B. zu Reizdarm, Migräne, Schmerzen, Übelkeit, Parkinson, Depression, Bluthochdruck …


    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/sch…ucken-1.1039470

    https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressem…r-einnahme.html

    https://www.ndr.de/ratgeber/gesun…lacebo-114.html

    Wenn nur wahr sein darf, was erforscht wurde, sollten wir da noch mehr forschen und die Erkenntnisse nutzen, z.B. dass die Betreuung durch den Arzt ausschlaggebend sein kann, also keine 5min-Taktung und keine Termine nach Monaten.

  • Placebo-Studien mit positiven Ergebnissen gibt es z.B. zu Reizdarm, Migräne, Schmerzen, Übelkeit, Parkinson, Depression, Bluthochdruck …


    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/sch…ucken-1.1039470

    https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressem…r-einnahme.html

    https://www.ndr.de/ratgeber/gesun…lacebo-114.html

    Placebo ist keine Wirkung. Menschen lassen sich von allem und jedem verarschen.

    Wenn nur wahr sein darf, was erforscht wurde, sollten wir da noch mehr forschen und die Erkenntnisse nutzen,

    Sehr pathetisch 😂 und gar nicht das Thema.

  • Genau, Zuckerkügelchen gegen bspw. Rückenschmerzen und Durchfall. 😂

    Gegen Rückenschmerzen hilft in vielen Fällen Bewegung und Durchfall muss man unter Zuhilfenahme von viel Chemie (= Wasser) aussitzen. Zuckerkügelchen haben darauf, wie auf den Rest der Liste, genau gar keinen Einfluss.

    Ihr dürft gerne weiter eure Zuckerkügelchen nehmen. Aber bitte auf eigene Kosten. Meine Sportvereine tragen nachweislich zu meiner Gesundheit bei. Deshalb wiederhole ich meine Frage: wo ist fie Grenze? Sollen die Versicherungen jedem die Sportvereine inklusive Ausrüstung, Verbrauchsmaterial etc. zahlen? Oder generell die Freizeitbeschäftigung?

  • Meine Sportvereine tragen nachweislich zu meiner Gesundheit bei.

    Es geht hier um nachweislich unwirksame Zuckerkügelchen, nicht um Medizin, an der noch geforscht wird.


    Wieso schreibst du über Sportvereine, wenn das von dir gesetzte Thema doch allein Zuckerkügelchen benennt?

    Warum bestimmst du für andere die Inhalte der Diskussion, hältst dich aber selbst nicht an deine Vorgaben?
    Warum kann man die Erkenntnisse zu Placebos nicht lesen und anerkennen, um so mehr, wenn man doch evidenzbasierte Medizin fordert: hat man dann ja. Die Evidenz zeigt die Wirkweise von Placebos.

  • Und bis diese Dinge erforscht sind, sollten die Krankenversicherungen sie nicht oder nur in Ausnahmefällen bezahlen. Warum sollten die Versicherungen wtwas bezahlen, von dem sich Menschem nur vorstellen, dass es vielleicht helfen könnte? Und wo ist dann die Grenze?

    Anekdotisch: Mein Hausarzt ist Schulmediziner mit Zusatzausbildung in Homöopathie. Auf den Rechnungen weist er gar keine homöopatische Dingsbums aus. Die Globuli, falls ich welche bekomme, holt er aus seinem Schrank und füllt sie in ein kleines Plastikdöschen. Also in diesem Fall habe ich keine für mich erkennbaren Kosten auf den Rechnungen entdeckt. Seine Abrechnungen sind eher niedriger als vorher. Ich weiß, dass es andere Ärzte gibt, die nur homöopathisch arbeiten und auch nur Privatpatienten nehmen, da sieht es anders aus.

    Aber: Mich regen andere Dinge auf, z.B. wenn ich eine Darmspiegelung bekomme, die 2,5mal so teuer ist wie bei meinem Mann, der gesetzlich versichert ist und bei dem selben Arzt exakt das Gleiche gemacht wurde. Oder wenn Laboruntersuchungen bei mir seltsamerweise immer einen erhöhten Mehraufwand haben und daher zwei - oder dreimal so teuer sind. Warum kostet das Untersuchen von Fäkalien und anderen Körperflüssigkeiten von Privatpatienten das zwei- bis dreifache oder mehr? Das treibt doch auch alles die Kosten der Versicherungen hoch.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Also in diesem Fall habe ich keine für mich erkennbaren Kosten auf den Rechnungen entdeckt.

    An der nicht vorhandenen Wirkung ändert die Frage nach den Kosten nichts.

    Mich regen andere Dinge auf [...]

    Du bekommst es doch erstattet?

    Ist doch nichts Neues, dass Ärzte im Wesentlichen an Privatpatienten verdienen. Nur mit gesetzlich Versicherten wären wohl die wenigsten Praxen finanziell überlebensfähig.

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