Dass es den Placeboeffekt gibt ist also durchaus interessant und könnte -evidenzbasiert freilich- weiter erforscht werden. Allein zu sagen "manche glauben halt an etwas" ist mir zu wenig.
und das wäre eine große Freude, wenn die Forschung eben genau da weiter andocken könnte: Nicht nur der Placebo-Effekt, sondern die Aufmerksamkeit und Zuwendung gehören zum Effekt (weil diejenigen, die Globuli verschreiben, vom Typ her anders sind, sich Zeit nehmen...)
und das ist doch bekannt, dafür gibt es auch Studien, dass das Zwischenmenschliche ein großer Teil der medizinischen Behandlung ist. Das lernen die Mediziner*innen im Studium auch nebenbei.
Aber man gibt denen nicht die Zeit im Alltag. Und diejenigen, die eh nicht dazu tendieren, werden es nicht ausprobieren.
Viele von uns werden aus gutem Grund zu einem bestimmten Arzt fahren, vielleicht weit, vielleicht mit blöden Terminfindungen, usw.., weil es wichtig ist. Oben genannte Frauenärztin behandelt mich jetzt fast zwanzig Jahre, trotz 4 Umzüge in allen Himmelsrichtungen und 90-120 minütiger Anreise. Aber jemand, der mir nicht gesagt hat, ich solle mich nicht anstellen, "ALLE" hätten Schmerzen, bzw. jemand, der auch mal zuhört, das ist es mir wert. (Sollte ich Krebs haben und sie würde mir (ausschließlich) Massagen empfehlen, würde ich doch eine Zweitmeinung holen . Aber so ist sie nicht, sie ist offen für Vieles, aber schulmedizinisch unterwegs.)