Heizungen und Energieversorgung (aus "Krieg")

  • Das tangiert uns alle.
    Die Sperrung der Straße von Hormuz treibt den Öl- und Benzinpreis [...] nach oben.

    Und trotzdem favorisiert unsere Wirtschaftsministerin den extremen Zubau von Gaskraftwerken, wo wir doch jetzt schon nicht ausreichend Erdgas haben. Die Speicherstände sind jedenfalls mit unter 20% historisch niedrig.
    Man müßte doch viel mehr die Frage stellen, wie es Europa schaffen kann unabhängiger von Energieimporten zu werden?

  • Und trotzdem favorisiert unsere Wirtschaftsministerin den extremen Zubau von Gaskraftwerken

    Qui bono? Das ist das Problem, wenn man eine Lobbyistin zur Ministerin macht.

    Zitat

    https://de.wikipedia.org/wiki/Katherina_Reiche
    Im September 2019 gab der Energiekonzern E.ON bekannt, dass Katherina Reiche für den Vorsitz der Geschäftsführung der innogy-Tochter innogy Westenergie GmbH vorgesehen ist,[44] den sie vom 1. Januar 2020 bis zu ihrem Wechsel in das Bundeswirtschaftsministerium innehatte.[45]

    innogy ist eine 100%-Tochter von E.ON

    Zitat

    https://de.wikipedia.org/wiki/Westenergie
    Die Westenergie AG ist ein deutscher Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter mit Sitz in Essen. Sie ist die größte Tochtergesellschaft des Energiekonzerns E.ON. Mit rund 10.000 Mitarbeitern und einer Versorgung von über 6,6 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen mit Strom, Gas, Wasser und Breitbandinternet ist Westenergie der größte regionale Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter in Deutschland

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Qui bono? Das ist das Problem, wenn man eine Lobbyistin zur Ministerin macht.

    Mal gucken ob bei steigenden Gaspreisen die Merz‘sche Freiheit im Heizungskeller nicht doch zum Rohrkrepierer wird und die Leute mit den Füßen für die Wärmepumpe stimmen.

    —> https://www.n-tv.de/wirtschaft/Kat…id30421859.html

    Unsere Gasspeicher sind schließlich so gut gefüllt, dass wir uns einen Ausfall der Lieferungen aus Quatar locker leisten können.

  • Mal gucken ob bei steigenden Gaspreisen die Merz‘sche Freiheit im Heizungskeller nicht doch zum Rohrkrepierer wird und die Leute mit den Füßen für die Wärmepumpe stimmen.

    Das wird früher oder später eh so kommen. Mit steigenden Verkaufszahlen werden die Anlagen auch günstiger. Ich finde es so auch besser, als mit überregulierenden Gesetzen.

  • Immerhin sind die Fördermittel des Bundes eine aktive Wirtschaftsförderung für die Unternehmen, die die Dinger einbauen...

    Ja, wobei die Fördermittel auch teilweise einfach nur die Preise in die Höhe reißen. Besonders der Blödsinn mit der Energieberaterpflicht, die hoffentlich irgendwann entfällt. Wobei ich echt am Überlegen war für 3000€ mich als Energieberater zu Qualifizieren und dann bei solchen Vorhaben abzukassieren. Das ist kein Hexenwerk, aber mir widerstrebt dieses System sehr, deswegen wollte ich doch nicht teil davon sein. Auch wenn ich damit wahrscheinlich viel Geld liegen gelassen habe.

  • Immerhin sind die Fördermittel des Bundes eine aktive Wirtschaftsförderung für die Unternehmen, die die Dinger einbauen...

    Reiche will wohl den Solaranlagen weitere Förderung entziehen. Bislang haben die Energieversorger die Anschlusskosten ans Netz getragen. Diese sollen nun den Haushalten, die eine Anlage installieren, in Rechnung gestellt werden. (Spiegel 10/26, S. 79)
    Da sieht man, dass Reiche noch immer für E.ON arbeitet.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
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  • Und trotzdem favorisiert unsere Wirtschaftsministerin den extremen Zubau von Gaskraftwerken, wo wir doch jetzt schon nicht ausreichend Erdgas haben. Die Speicherstände sind jedenfalls mit unter 20% historisch niedrig

    Welche Grundlastkraftwerke sollte sie denn Deiner Meinung nach stattdessen favorisieren?

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Welche Grundlastkraftwerke sollte sie denn Deiner Meinung nach stattdessen favorisieren?

    Nuklearkraftwerke, Kohlekraftwerke und Gezeitenkraftwerke.

    Gas- oder GuD-Kraftwerke haben im Vergleich sehr hohe Betriebskosten und sind auch keine klassischen Grundlastkraftwerke, sondern eher für Mittel- und Spitzenlasten geeignet.

  • Ja, wobei die Fördermittel auch teilweise einfach nur die Preise in die Höhe reißen. Besonders der Blödsinn mit der Energieberaterpflicht, die hoffentlich irgendwann entfällt. Wobei ich echt am Überlegen war für 3000€ mich als Energieberater zu Qualifizieren und dann bei solchen Vorhaben abzukassieren. Das ist kein Hexenwerk, aber mir widerstrebt dieses System sehr, deswegen wollte ich doch nicht teil davon sein. Auch wenn ich damit wahrscheinlich viel Geld liegen gelassen habe.

    Ich brauchte keinen separaten Energieberater. Da scheint einiges an falschen Informationen im Netz herumzugeistern.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Ich brauchte keinen separaten Energieberater.

    Leider brauchst Du den für die Beantragung der Förderung doch. Konkret benötigst du eine BzA-Nummer, die du nur vom Energieberater bekommst.

    Meine eigene Heizlastberechnung wich vom Ergebnis des Energieberaters nur um 200W ab (14,4kW zu 14,6kW), aber das Gutachten beinhaltend eben diese BzA-Nummer kostete dann mal eben 1.000€.

  • Leider brauchst Du den für die Beantragung der Förderung doch.

    Such' dir einfach einen Heizungsbauer, der die Qualifizierung besitzt. Ich lasse bei mir eine neue Heizung einbauen - die Berechnung und BzA-Nummer waren im Preis enthalten, der hydraulische Abgleich für ein Viertel der Kosten eines anderen Anbieters. Er hat mir ein Angebot für eine Wärmepumpe und für eine Pellet-Anlage erstellt. Ich räume derzeit einen Kellerraum für den "Bunker". Danach können mich Öl- und Gaspreise kreuzweis.
    Im langfristigen Mittel waren Pellets in den letzten 10 Jahren etwa 25 bis 30 % günstiger als Heizöl. Da ich im ländlichen Gebiet wohne, habe ich sogar einen Hersteller vor Ort, was die Transportkosten verringert.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
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  • Ich brauchte keinen separaten Energieberater. Da scheint einiges an falschen Informationen im Netz herumzugeistern.

    Wenn du die Förderungen haben willst, geht es nicht ohne.

  • Wenn du die Förderungen haben willst, geht es nicht ohne.

    Nein. Wenn dein Heizungsbauer auch als Energieberater qualifiziert ist, benötigst du keinen separaten Berater. Bei mir im Ort hätte ich auch den Zimmermann beauftragen können, der die Qualifizierung durchlaufen hat. Wäre jedoch unnötig "verheiztes Kapital" gewesen.
    Mit der BzA-Nummer vom Heizungsbauer sowie dem unterschriebenen Auftrag hab' ich den Zuschuss beantragt und die Zusage war 3 Stunden danach da.
    BTW: Beim Auftrag muss man darauf achten, dass eine Rücktrittsklausel enthalten ist, falls der Zuschuss abgelehnt wird. Pacta sunt servanda.

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  • Nein. Wenn dein Heizungsbauer auch als Energieberater qualifiziert ist, benötigst du keinen separaten Berater. Bei mir im Ort hätte ich auch den Zimmermann beauftragen können, der die Qualifizierung durchlaufen hat. Wäre jedoch unnötig "verheiztes Kapital" gewesen.

    Genau das. So ist es bei uns gewesen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Nuklearkraftwerke, Kohlekraftwerke und Gezeitenkraftwerke.

    Gas- oder GuD-Kraftwerke haben im Vergleich sehr hohe Betriebskosten und sind auch keine klassischen Grundlastkraftwerke, sondern eher für Mittel- und Spitzenlasten geeignet.

    Gezeitenkraftwerke sind doch keine klassischen Grundlastkraftwerke. Dazu ist die Forschung/Entwicklung da auch noch nicht so weit. Gleiches gilt für die Geothermie. Beides hochspannende Projekte aber realistisch erst in 5-10 Jahren in größerem Maßstab einsetzbar.

    Nuklearkraftwerke haben aktuelle Bauzeiten, wo ich vom Beschluss "Wir bauen ein AKW" mit 25+ Jahre Bauzeit rechnen muss. Dazu die immensen Kosten. Mit 50 Mrd. pro Kraftwerk sollten man schon rechnen.

    Damit bliebe aus meiner Sicht nur die Frage, ob man Kohle- oder Gas bevorzugt.

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