Familienfreundlichkeit im Lehrberuf

  • Und: einen Teil (diesen Teil) deines Jobs kannst du im Home-Office machen. (Das kann eine Erzieherin oder eine Verkäuferin oder ein Sozialarbeiter übrigens nicht.)

    Seltsame Definition von home office. Und natürlich kann der Sozialarbeiter auch im home office arbeiten oder wie meinst du haben die das zur Coronazeit gemacht?

    Na ja, die Bürofachkraft ist dafür auch nicht um 14 Uhr zu Hause oder der Verkäufer. Du kannst ja die Zeit nutzen für Korrekturen bis der Verkäufer dann auch mal zu Hause ist.

    Deine Rechnung geht zeitlich nicht auf. Ich habe keinen Tag an dem ich vor 15 Uhr nach Hause komme und mit 2 Stunden Vorbereitung geht es nicht auf.

    Aber a) liegt das dann auch am Referendariat, wo man naturgemäß mehr Zeit in die Vorbereitung investiert oder auch später im Beruf an der eigenen Selbstkontrolle

    Die Aufsätze werden auch in 10 Jahren noch ihre Kontrollzeigen brauchen. Daran ändert sich eher nichts. Mit den Vorbereitungen magst du Recht haben.

  • Beitrag von Gartenfreundin-H20 (12. März 2026 21:26)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: überflüssig (12. März 2026 21:26).
  • Und natürlich kann der Sozialarbeiter auch im home office arbeiten oder wie meinst du haben die das zur Coronazeit gemacht?

    Lass mal Corona außen vor. Da haben nämlich die meisten Lehrer auch im HomeOffice gearbeitet. Das geht trotzdem nicht - und geht bei Sozialarbeitern in der Regel auch nicht. Nur für deren Vor- und Nachbearbeitung. Wie beim Lehrer.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Natürlich geht es. Ich kenne mehrere Personen, die es machen und sogar mit Vorliebe bei kind krank machen können.

    Siehe:

    Erstens reden wir hier von Dritten (jemand kennt jemanden, der jemanden kennt), zweitens kenne ich sie persönlich nicht und werde sie sicher auch nie kennenlernen, ...

    Die Regel ist das aber nicht, weil "Sozialarbeiter" eigentlich ein Beruf mit Kundenkontakt ist. Da hilft dir HomeOffice nicht weiter.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Seltsame Definition von home office. Und natürlich kann der Sozialarbeiter auch im home office arbeiten oder wie meinst du haben die das zur Coronazeit gemacht?

    Wo machst du deine Vorbereitung, deine Korrekturen? Ich sitze dazu zuhause am Schreibtisch.

    Und die Sozialarbeiter, die ich kenne, sind nie im Home Office. Entweder sind sie unterwegs (Besuche, Streetworker) oder im Büro. Sie arbeiten mehr im Team als ich und alle inkl. Akten zu sich nach Hause laden?

    Bis jetzt schätzten mich alle unsere Referendare sehr, mit dir hätte ich vermutlich Probleme.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • 40 Stunden für eine halbe Stelle, da stimmt ja schon was nicht.

    Doch, das geht problemlos, gerade wenn man starre Zeiten hat. Hier waren es glücklicher Weise 40h die Woche, davon konnte ich auch 10 an einem Tag nehmen und 3 auf 3 oder 4 Tage verteilen o.ä. aber viele Bundesländer haben doch gleichmäßige Zeiten pro Tag, dann braucht man schon mal 40h für Teilzeit.

    Danach ist für die Leute Feierabend.

    Naja, nur für die ohne HO, denn gerade da kann man eben problemlos noch Sachen machen, wenn die Kinder schlafen.


    Ich hatte bis auf den Sommer nie Ferien, in denen ich nicht gearbeitet habe.

    Geht mir heute noch so, aber ich kann in der Zeit arbeiten in der meine Kinder betreut sind und habe Nachmittag für sie frei oder eben einzelne Tage oder Wochen auch mal ganz.

    Ich habe auch Ref mit zwei kleinen Kindern gemacht und nachher noch schwanger und nein, ich war nicht alleinerziehend, aber trotzdem war dies herausfordernd, weil anders als in der Uni man nicht mehr so oft die Kinder mitnehmen konnte und einige Seminarleiter auch keinerlei Verständnis hatten, aber wir hatten einige Alleinerziehende. Was man sich als jemand mit Kindern ziemlich schnell abgewöhnt ist der Perfektionismus, wir haben eigentlich alle viel effektiver als die anderen und schneller vorbereitet, weil es so sein musste, aber ja, ich habe oft von 22 bis 0/1 Uhr am Schreibtisch gesessen, dafür konnte ich die Nachmittage mit meinen Kindern verbringen.
    Und trotzdem war das viel viel anstrengender als jeder Tag danach als die Prüfungen vorbei waren, weil der Druck ein anderer war (auch wenn mich viele Ausbilder mal gern haben konnten ;) )

    Also man muss "nur" das Ref überstehen, möglichst viel Aufheben und/oder von anderen mitnutzen, gemeinsam arbeiten, dann schafft man das.

  • Sehe ich nicht so. In der Kita und in Bürojobs nicht. Was hier viele vergessen: Danach ist für die Leute Feierabend. Die korrigieren nicht noch stundenlange Aufsätze oder bereiten sich vor. Deutsch hat einen hohen Vorbereitungsaufwand. Ich kenne keine Bürofachkraft, keinen Sozialarbeiter und keinen Verkäufer, der sich nach Feierabend noch einmal stundenlang an den Schreibtisch schwingt. Ja, das ist vielleicht einteilbar von der Zeit, aber einteilbar heißt ja nicht, dass es nie gemacht werden muss. Mir wäre auch neu, dass ich meinen Job im Home office machen kann.

    Ich habe nie etwas davon geschrieben, dass das nie gemacht werden muss, sondern dass man sich - anders als in den meisten anderen Berufen - ganz gut aussuchen kann, WANN man das macht. Und gerade das macht die gute Verträglichkeit mit Familie aus. Unser Job ist gerade eine Kopplung aus Präsenzzeiten und Homeoffice. Nur sind die Präsenzzeiten weitgehend verträglich mit typischen Kita-Zeiten (und späteren Schulzeiten) der eigenen Kinder und die Homeoffice-Zeiten sind wie gesagt passend zum Bedarf des Familienlebens frei verschiebbar.

    Und ja, es gibt Berufe, in denen man zu Hause nichts mehr beruflich tun muss, was durchaus seine Vorteile haben kann. Nur sind dafür die Präsenzzeiten in der Firma erheblich länger als in Schule. In diesen Berufen ist man nicht oft bereits gegen 14 Uhr zu Hause und kann erst einmal etwas mit den Kindern machen. Das wiederum scheinst du zu übersehen.

  • Es gibt wohl kaum einen Job, der besser mit Kindern vereinbar ist als der der Lehrkraft.

    Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Im Grunde finde ich den Job nur vermeintlich familienfreundlich. Meine Erfahrungen:

    + vorrangig Arbeiten am Vormittag, Arbeitszeit zum Teil flexibel
    + gute Bezahlung für Beamte


    - Stundenplanwünsche der TZ Kräfte nicht umsetzbar („Nachmittags liegt nun mal die Oberstufenleiste.“ Da ist mit den Rechten auf nachmittags frei für TZ etwas witzlos.
    - Nachmittagstermine durch Konferenzen
    - Korrekturen in den Ferien, in denen bei uns die KiTa ebenso häufig geschlossen hat. Die muss ich dann irgendwie in der Schulzeit durchballern - dann, wenn die Kinder schlafen und ich müde bin.
    - Bei kindkrank entfällt Unterricht - fühlt sich richtig doof an, auch wenn die KiTa geschlossen ist, muss immer mein Mann einspringen. Der ist mit Home Office nämlich wirklich flexibel
    - Ausruhen nach sechs Stunden Tagen? No way. Nicht mal Zeit für Mittagessen. Lässt sich stundenplanerisch halt nicht verhindern…


    Insgesamt muss ich sagen, dass bei uns vieles funktioniert eben weil ich Lehrerin bin, sprich nachmittags bin ich überwiegend für die Kinder da, Ferienschliesszeiten bin ich da. Dafür lasse ich aber auch gewaltig Federn.

  • Ich weiß nicht wo du lebst, aber ich habe keine 12 Wochen Ferien. Weihnachten sind 2 Wochen. Dann Winterferien meistens eine, je nachdem, meist korrigiere ich da. Im April nochmal 2, wovon ich auch meist Arbeiten mit in die Ferien nehme. Es sind auch nicht 6 Wochen Sommerferien. An allen Schulen an denen ich war wird die letzte Woche für Fortbildungen und Erste Hilfekurse oder anderes genutzt. Dann noch die Herbstferien. Ich hatte bis auf den Sommer nie Ferien, in denen ich nicht gearbeitet habe. Und nie Wochen in denen ich weniger als 40 Wochen arbeitre.

    Natürlich sind es 12 Wochen. Auch wenn du korrigierst, sind es Ferien, du hast ja keinen Unterricht und gehst nicht zur Schule.

    Ferien sind ungleich Urlaub. Urlaub hast du 6 Wochen.

    Um die Ferien komplett frei zu haben, müsstest du 46 Stunden durchgängig arbeiten.

  • Und die Sozialarbeiter, die ich kenne, sind nie im Home Office. Entweder sind sie unterwegs (Besuche, Streetworker) oder im Büro. Sie arbeiten mehr im Team als ich und alle inkl. Akten zu sich nach Hause laden?

    Unsere Schulsozialarbeiterin kann locker bei Kind krank auf home office umschwenken. Das funktioniert.

    Die Regel ist das aber nicht, weil "Sozialarbeiter" eigentlich ein Beruf mit Kundenkontakt ist. Da hilft dir HomeOffice nicht weiter.

    Das mag sein. Es geht aber und wird auch so gemacht.


    Natürlich sind es 12 Wochen. Auch wenn du korrigierst, sind es Ferien, du hast ja keinen Unterricht und gehst nicht zur Schule.

    Ferien sind ungleich Urlaub. Urlaub hast du 6 Wochen.

    Ich habe dir aufgeschlüsselt warum es keine 12 Wochen sind. Was du damit machst ist deine Sache. Korrekturen sind für mich keine Ferien und wenn ich in der Unterrichtszeit mehr arbeite bzw. Überstunden mache, die ich immer mache und nicht wenig, habe ich am Ende plus minus null heraus. Aber das erfährt man eben nur mit korrekturintensivem Fach. Ist doch schön, wenn das bei dir nicht der Fall ist.

    Das es theoretisch nur 30 Urlaubstage sind, ist mir bekannt.

    Wenn ich meine Stunden hochrechnen würde käme ich auf 80 Überstunden pro Monat.

    Mein Vater ist bevor er sich den Verstand weggetrunken hat übrigens auch Lehrer gewesen. Ich kann nicht behaupten, dass seine Arbeitszeiten familienfreundlich waren. Ich wurde zeitweise ganze Wochen zu meinen Großeltern abgeschoben, wenn die Prüfungen anstanden oder er Korrekturen hatte. Schön war es nur, wenn er im Landschulheim war. Meine Mutter musste dem Herrn Oberstudienrat, co-abhängig wie sie damals schon gewesen ist, permanent den Rücken frei halten und da störte ein Kind eben. Im Nachhinein hat ihm der Job nicht gut getan. So möchte man nicht auch enden.

  • Bei mir entfiel am Gymnasium auch immer viel Zeit auf Korrekturen und ich sehe das auch als einen der Hauptzeitfresser im Job, aber niemand kann mir erzählen, dass er von 12 Wochen Ferien 6 oder 8 durchkorrigiert. Das ist Blödsinn und deutet auf extrem überdurchschnittlich ineffizientes Korrigieren hin.

  • Ernsthaft? Du arbeitest 60 Stunden pro Woche?

    Dann bist du entweder

    1. die super fleißige und ehrgeizige Referendarin, die immer alles perfekt machen will

    2. die super unerfahrene und eine, der alles sehr, sehr schwer fällt und die für wirklich alles Stunden braucht, was Andere in 30 Minuten erledigen.

    Welcher Typ bist du?

    60 Wochenstunden ist nicht normal. So viel arbeiten andere Lehrer nicht.

  • Natürlich korrigiere ich auch in den Ferien, aber keine 8 Stunden am Tag. Und in diesen 6 Zusatzwochen, die über meinen Urlaub hinausgehen, habe ich natürlich einen Vorteil gegenüber dem Verkäufer, der auch in diesen 6 Wochen 8 Stunden im Geschäft stehen muss, während ich vielleicht schön gemütlich am Gartentisch mit einem Kaffee sitze und 3 Stunden korrigiere.

    Man lernt aber mit der Zeit, sich auch mehr Ferien komplett frei zu halten.

  • Was soll mir der nichtsbringende Beitrag jetzt inklusive deiner unterstellenden Suggestivfragen sagen?

    Dass man in Englisch und Spanisch nicht auf 60 Stunden kommt sollte klar sein. Ich weiß auch nicht woher du 60 Wochenstunden nimmst. Ich sprach von 80 Überstunden pro Monat. Neben dem normalen Studensoll.

  • Als familienfreundlich hätte ich den Beruf des Schulstubenmeisters deswegen nicht empfunden, weil ich nach Schulschluss keinen Bock mehr gehabt hätte, noch die eigenen Kinder zu erziehen! Kinder in der Schule, Kinder zu Hause...Nein!

    Bin froh, dass ich Single geblieben bin! Mal abgesehen vom ganzen Scheidungstrara, der mir erspart geblieben ist.8)

  • Was soll mir der nichtsbringende Beitrag jetzt inklusive deiner unterstellenden Suggestivfragen sagen?

    Dass man in Englisch und Spanisch nicht auf 60 Stunden kommt sollte klar sein. Ich weiß auch nicht woher du 60 Wochenstunden nimmst. Ich sprach von 80 Überstunden pro Monat. Neben dem normalen Studensoll.

    80 Überstunden sind 20 pro Woche. Plus die normalen 40 sind 60.

  • Arbeit ist nie gemütlich. Weder am Gartentisch noch an der Kasse. Bei beidem macht man sich langfristig den Rücken kaputt. Wer das ausblendet, befindet sich in einer Blase.

    Vielleicht solltest du lieber direkt Bürgergeld beziehen. Ich bin jetzt hier raus. Vernünftige Tipps willst du eh nicht. Du willst nur jammern und meckern.

    Wenn der Beruf so scheiße ist, such dir doch einen anderen. Oder beantrage Bürgergeld. Oder such dir einen reichen Mann.

  • Ich habe nicht gesagt, dass der Beruf nicht anstrengend ist, aber was gibt es denn Flexibleres als in den Ferien zu korrigieren? Das ist dann doch das vielbewunderte Homeoffice.

    Aber frag mal deinen Mann, wie viel er schafft, wenn die Kinder krank zu Hause sind.

    Dass bestimmte Termine wie Konferenzen eingehalten werden müssen, stimmt natürlich. Aber auch das ist in den meisten Berufen normal, würde ich sagen, man hat Schichten oder wenn es blöd läuft, gar einen Pager und Rufbereitschaft. Und auch in anderen Berufen kommt man k.o. nach Hause, das sind m.E. keine Argumente für speziell für Schulen geltende Unvereinbarkeit von Beruf und Familie.

    Familienfreundlich finde ich vor allem, dass einem durch Teilzeit nichts verbaut wird: Karriere kann man in den meisten Berufen mit TZ ja leider knicken.

    Und als Selbständige*r ist man angewiesen auf jeden Auftrag, jede Stunde, die man arbeitet, da bezahlt einem niemand "Kindkranktage".

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