Als Lehrer/-in kann man problemlos in Teilzeit gehen, wenn man Kinder hat, und das abstufen, wie es zum Alter der Kinder passt, und genauso problemlos wieder in Vollzeit arbeiten. Die Arbeit in Teilzeit ist nicht weniger qualifiziert als in Vollzeit. In anderen Berufen haben insbesondere Akademikerinnen in aller Regel einen riesigen Teilzeitabschlag im Gehalt hinzunehmen. Eine verbeamtete Lehrerin in Teilzeit hat netto im Verhältnis zu anderen Akademikerinnen in Teilzeit vergleichsweise viel Geld. In meiner Alleinerzieherinnenzeit war ich oft erschöpft (arbeitsintensive Fächer und Schulform). aber heilfroh über meinen Beruf.
Familienfreundlichkeit im Lehrberuf
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40 Stunden für eine halbe Stelle, da stimmt ja schon was nicht. Ich muss sagen, dass ich sehr häufig mittags zu Hause bin, wenn die Kinder von der Schule kommen. Das hat man nur in wenigen Jobs.
1. Du bist also wohl nicht im Ganztag.
2. Du hast vermutlich an deiner Schulform weniger wechselnde Stundenpläne (im Sinne von regelmäßiger Anpassung, ihr habt ja zum Teil die Bindung an einzelnen Tagen). Auch weniger Vertretungsbereitschaften?
3. Ein Großteil deiner Arbeitskraft ist in der Behörde und frei legbar, ohne Freistunde und mit möglichem frühem Anfang?
Dies alles trifft an meiner Schule nicht zu, viele Elternteile brauchen den Vollzeitplatz, um ihre Teilzeitstelle abzudecken (Fahrten inklusive). Und er reicht oft nicht immer aus. -
Zu einer Klassenfahrt wird niemand gezwungen. Hierfür wird man angefragt und kann ablehnen.
Ein Blick über den Tellerrand ist gut, es gibt BL, wo dies eine Dienstpflicht darstellt.
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Dass man in Englisch und Spanisch nicht auf 60 Stunden kommt sollte klar sein. Ich weiß auch nicht woher du 60 Wochenstunden nimmst. Ich sprach von 80 Überstunden pro Monat. Neben dem normalen Studensoll.
Du arbeitest als Lehrerin 40 Stunden pro Woche - wenn du dann 80 Überstunden im Monat hast, sind das jeweils 20 Überstunden pro Woche, die du machst. Also 60.
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Also, das Gefühl habe ich im (BBS-)Alltag nicht. Die Stundenpläne wechseln allenfalls zum Halbjahr. Was den Kita-Bedarf angeht, so haben z. B. die in meinem vorherigen Beitrag genannten Kolleginnen ihre Kinder für 32 Stunden (wie gesagt: Bei Vollzeitstelle!) in der Kita bzw. im KiGa angemeldet, da unsere Stundenplaner*innen - und so weiß ich es auch von anderen BBSn, an denen Bekannte von mir arbeiten - es irgendwie immer hinbekommen, dass Kolleg*innen mit kleinen Kindern, die ihre Kids am frühen Nachmittag von der Betreuung abholen müssen, spätestens nach der 6. Stunde Unterrichtsschluss haben. Bzgl. der Zahl der Konferenzen und anderer Nachmittagstermine: Diese sind an mehreren mir bekannten BBSn in den letzten Jahren immer weniger geworden und z. T. auf Online-Meetings umgestellt worden, was natürlich denjenigen, die nachmittags ihre Kinder betreuen müssen, besonders zupass kommt.
Ja, herzlichen Glückwunsch an das Kollegium, es funktioniert bei allem nicht überall so und ich hatte es auch in meinem vollen Beitrag genauso gekennzeichnet.
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Wenn ich an unsere Schulsozialarbeiterin denke würde die den Teufel tun und nach getaner Arbeit irgendetwas für den Job machen. Home office kann die gar nicht arbeiten. Sie arbeitet ja mit Kindern. Ihre eigenen Kinder holt sie spätestens um 14 Uhr ab und dann ist Freizeit angesagt.
Dann arbeitet sie aber Teilzeit und hat das entsprechende Teilzeit-Einkommen.
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Ich bin der Meinung, dass es so viele Variablen gibt, dass eine Aussage über die allgemeine Familienfreundlichkeit kaum möglich ist. Es hängt zu viel von der Fächerkombination, der Schulform, den einzelnen Schulen selbst, dem BL und auch den Betreuungszeiten vor Ort ab.
Allein das hier
Zu einer Klassenfahrt wird niemand gezwungen. Hierfür wird man angefragt und kann ablehnen.
trifft bei uns z.B. nicht zu. Wenn ich als Klassenlehrerin eingesetzt werde (das macht die SL, ohne dass man sich das wünscht oder ablehnen kann), muss ich gemäß Fahrtenprogramm auf Klassenfahrt fahren.
Teilzeit heißt an meiner Schule auch nur weniger Unterrichtsstunden, es gibt keine Entlastungen bei Konferenzen, Projektwochen etc. Es klappt auch nicht, die SL darum zu bitten, erst zur zweiten Stunde zu unterrichten wegen Öffnungszeiten der Kita/GS Beginn. An anderen Schulen ist das wohl eine Option.
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Korrekturen sind für mich keine Ferien
Aber den Unterschied zwischen Ferien (die bleiben, auch wenn du sie nicht erkennst) und Urlaub bzw. frei, hast du langsam verstanden?!?
Das es theoretisch nur 30 Urlaubstage sind, ist mir bekannt.
Da sieht man es leider wieder, den Unterschied doch nicht verstanden, denn es sind nicht nur theoretisch 30.
60 Wochenstunden ist nicht normal. So viel arbeiten andere Lehrer nicht.
Naja, im Ref kenne ich viele, die das getan haben und auch jetzt muss das leider bei uns die erweiterte Schulleitung oft leisten.
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Teilzeit heißt an meiner Schule auch nur weniger Unterrichtsstunden, es gibt keine Entlastungen bei Konferenzen, Projektwochen etc. Es klappt auch nicht, die SL darum zu bitten, erst zur zweiten Stunde zu unterrichten wegen Öffnungszeiten der Kita/GS Beginn. An anderen Schulen ist das wohl eine Option.
Das kann man mal im Einzelfall machen, das kann und darf aber nicht die Regel sein, weil das bei der Stundenplanerstellung mitunter ganz erhebliche Einschränkungen bedeutet und damit auch einige KollegInnen, gerade in Schienen in der Oberstufe in den Nachmittag zwingt.
Wenn dann eine TZ-Kollegin ankündigt, sie kann nur von der 2. bis zur 6. Stunde, sprich nur vormittags, und hätte gerne zusätzlich einen freien Tag, dann wird das bei 50% Deputat irgendwann schwierig, weil sich alle (!) anderen Pläne dann danach ausrichten müssten.Es ist eine Option, wenn es den Plan nicht zerschießt. Wenn mehrere TeilzeitkollegInnen entsprechende Wünsche äußern, lässt sich daraus kein sinnvoller Stundenplan mehr erstellen. Das Teilzeitkonzept und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch in Schule kein "Wünsch-Dir-Deinen-Stundenplan" - die Versorgung aller SchülerInnen mit dem ihnen zustehenden Unterricht ist oberste Priorität.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist keine Einbahnstraße, sprich, es ist nicht alleinige Aufgabe der Schule, den TZ-Kräften die Teilzeitarbeit zu ermöglichen bzw. diese gegen klare entgegenstehende Interessen und Rechte zu erzwingen. Wenn ich einen Kindergarten wähle (eine Zuweisung wäre etwas anderes), der nur bis 13.30 Uhr oder so betreut, oder der erst ab 7.30 geöffnet hat, dann schaffe ich einen Teil des Problems selbst. (Daher haben meine Frau und ich damals eine KiTa gewählt, die ab 7 Uhr geöffnet hat - etwas anderes wäre gar nicht infrage gekommen - und unsere Schulen hätten uns einen Vogel gezeigt, wenn wir gesagt hätten, wir könnten erst ab der 2. Stunde...)
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Ja, ganz früher im Hort, später in einer Grundschule und von 2024 bis 2025 als Vertretungslehrkraft an einer Oberschule.
Also nein. Dann kannst du es gar nicht beurteilen.
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Doch, das geht problemlos, gerade wenn man starre Zeiten hat. Hier waren es glücklicher Weise 40h die Woche, davon konnte ich auch 10 an einem Tag nehmen und 3 auf 3 oder 4 Tage verteilen o.ä. aber viele Bundesländer haben doch gleichmäßige Zeiten pro Tag, dann braucht man schon mal 40h für Teilzeit.
Verstehe ich nicht, was für gleichmäßige Zeiten? halbe Stelle heißt nicht automatisch 2,5 Tage arbeiten. Wenn man jeden Tag weniger arbeitet oder an wenigen Tagen voll arbeitet kommt doch +- aufs selbe raus.
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1. Du bist also wohl nicht im Ganztag.
2. Du hast vermutlich an deiner Schulform weniger wechselnde Stundenpläne (im Sinne von regelmäßiger Anpassung, ihr habt ja zum Teil die Bindung an einzelnen Tagen). Auch weniger Vertretungsbereitschaften?
3. Ein Großteil deiner Arbeitskraft ist in der Behörde und frei legbar, ohne Freistunde und mit möglichem frühem Anfang?1. In der Sek II gibt es keinen Ganztag, also nein.
2. Unsere Stundenpläne wechseln jedes Halbjahr, und wöchentlich wenn ich entsprechende Vertretungen organisiere. Vertretungsbereitschaft gibt es nicht, weil es nur in wenigen Fällen überhaupt sinnvolle Vertretungen gibt. Wir haben auch überhaupt kein Budget um zusätzliche Vertretungsstunden zu finanzieren. Ich kann nur damit haushalten was da ist und nicht über Bagatellgrenzen geht.
3. das ist richtig. Das ist aber nicht für immer. Als ich noch 100% an Schule war, hatte ich deutlich mehr Freizeit und Freiheiten im Dienst.
Dass eine halbe Stelle im Schuldienst ein schlechter Deal ist, ist ja keine Neuigkeit. Aber 40h für eine halbe Stelle durchgehend ist deutlich zu viel, selbst wenn mehr die Vorleistung für die Ferien berücksichtigt. Liegt das am Ganztag oder den Springstunden?
trifft bei uns z.B. nicht zu. Wenn ich als Klassenlehrerin eingesetzt werde (das macht die SL, ohne dass man sich das wünscht oder ablehnen kann), muss ich gemäß Fahrtenprogramm auf Klassenfahrt fahren.
An eurer Schule. Das ist keine allg. Regelung in Hessen. Bei uns fährt, wer Lust hat.
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1. In der Sek II gibt es keinen Ganztag, also nein.
Nein, aber dafür möglicher Unterricht bis 16 Uhr 30.
Das erklärt mir nicht, wie du jeden Tag um 14 Uhr zu Hause wärst.2. Unsere Stundenpläne wechseln jedes Halbjahr, und wöchentlich wenn ich entsprechende Vertretungen organisiere. Vertretungsbereitschaft gibt es nicht, weil es nur in wenigen Fällen überhaupt sinnvolle Vertretungen gibt. Wir haben auch überhaupt kein Budget um zusätzliche Vertretungsstunden zu finanzieren. Ich kann nur damit haushalten was da ist und nicht über Bagatellgrenzen geht.
Wir nehmen Kredite auf die Zukunft.
Aber 40h für eine halbe Stelle durchgehend ist deutlich zu viel, selbst wenn mehr die Vorleistung für die Ferien berücksichtigt. Liegt das am Ganztag oder den Springstunden?
An beiden, weil sie sich bedingen.
Wenn ich als Elternteil einen Kita-Platz buche, weiß ich weder
- was mein Stundenplan sein wird
- wann er sich ändern wird (nicht mehr Montag Nachmittag, sondern Donnerstag Nachmittag)
- noch kann /darf ich einen "30-Stundenplatz" buchen und festlegen, dass ich nur einen Nachmittag in der Woche brauche und alle paar Wochen einen weiteren Nachmittag.
Dass also viele Eltern ihre Kinder früher abholen (wenn sie es dürfen!), ist ein Fakt, buchen und bezahlen müssen sie trotzdem.
Alternative ist: der/die Kolleg*in besteht darauf, nur von der 2./3. bis zum 6. Stunde zu unterrichten.
Was ja nicht geht. -
Ja und du willst nicht wissen auf was für Zeiten ich kam. Ich bin im Monat auf Zahlen gekommen, die ich hier gar nicht niederschreiben möchte, um keinen shit storm zu provozieren.
Dann bist vielleicht einfach im falschen Job. Natürlich ist das Ref. hart. Aber du solltest den Job in einem einigermaßen akzeptablen Zeitraum hinbekommen. Wenn das nicht der Fall ist, findest Du hier im Forum einige Tipps. Wenn Du es nicht hinbekommst, bist Du im Lehrerberuf falsch. Wobei es bei dir vielleicht auch einfach daran liegt, dass Du so oft ausfällst. Ein Nachteil am Lehrerberuf ist tatsächlich, dass bestimmte Arbeiten dann liegen bleiben und später nachgeholt werden. Wenn ich als Verkäuferin eine Woche krank bin, kann ich so wieder einsteigen. Als Lehrkraft muss ich doch noch die eine oder andere Sache nachholen. Andererseits wenn ich als Verkäuferin so oft fehle, wird mein Arbeitgeber auch schnell einen Weg finden mich loszuwerden. Die Gefahr besteht als Lehrkraft deutlich weniger.
Letztlich muss man das mal mit einem normalen Job vergleichen. Mein Vater waren auch von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr bei einem Vollzeitjob unterwegs. 1 h Mittagspause dazwischen, morgens noch 20 min Frühstückspause, Anfahrt- und Abfahrt zur Arbeit. Manchmal ist er auch erst um 17:30 Uhr wiedergekommen. Das mit Kindern als Alleinerziehende hinzubekommen ist deutlich schwierig.
Dazu auch nur 30 Tage Urlaub. Wenn ich in den Sommerferien die erste und letzte Woche für Vor- und Nachbereitungen einplane, habe ich dazwischen 4 Wochen komplett frei. Das sind dann 28 Tage Urlaub. In den anderen Ferien arbeite ich auch nicht jede Woche 40 Stunden durch. Klar, sitzt man mal und korrgiert was, bereitet was vor, hat eine Fortbildung usw.. Aber das lässt sich alles super planen.
Unsere Sozialarbeiterin kann sicherlich einfacher als wir Lehrkräfte mal von Zuhause arbeiten. Aber sie hat auch etliche Termine am Nachmittag. Gespräche mit Eltern, mit Ämtern, mit Hilfestellen, etc. Dazu arbeiten sie bei uns auch die regulären 40 h mit 30 Tagen Urlaub. Also keine Ferien frei etc..
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Alternative ist: der/die Kolleg*in besteht darauf, nur von der 2./3. bis zum 6. Stunde zu unterrichten.
Was ja nicht geht.Aber auch hier muss man wieder vergleichen, was in anderen Berufen möglich ist. Da musst Du deine Stunden plus Fahrtzeiten auch unterbekommen. Dazu ist auch noch eine Frage mit welchen Berufen ich das vergleiche. Wenn ich in der freien Wirtschaft einen Beruf ergreife bei dem ich mit 4k netto nach Hause gehen will, sind die Erwartungen auch ungleich höher. Da gehört in der Regel mehr Einsatz dazu. Ich denke da an Ärzte, Juristen, ... Oder Menschen arbeiten auch im Ausland, auf Montage, etc.. Mit einem normalen Bürojob komme ich auf jeden Fall nicht auf 4k. Und auch die erwähnte Sozialpädagogen gehen eher mit der Hälfte nach Hause. Das relativ wird dann auch die Kosten für die Kinderbetreuung.
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