Habe ich mit meinen Fächern überhaupt noch gute Einstellungschancen?

  • Hallo zusammen,

    Ich gehe ab nächstem Schuljahr in die 13. Klasse und überlege nach der Schule Gymnasiallehramt zu studieren, mit der Fächerkombination Französisch/Geographie und evtl. evangelische Religion als drittes Fach.
    Ich habe schon öfters gelesen, dass sowohl Geographie, als auch Fremdsprachen nicht sonderlich gesucht werden, und wollte fragen ob die Kombi wirklich so unbrauchbar ist.

    Ich lebe in Bayern und würde gerne auch hierbleiben (wäre im „Notfall“ aber auch bereit in einem anderen Bundesland zu arbeiten), und mein Studienbeginn ist voraussichtlich im Oktober 2027.

    Ich würde gerne wissen, wie hoch meine Chancen auf die Verbeamtung ist, und ob ich in anderen Bundesländern höhere Chancen hätte.

    Ich hoffe sehr ihr könnt mir helfen.🤞

  • Hallo zusammen,

    Ich gehe ab nächstem Schuljahr in die 13. Klasse und überlege nach der Schule Gymnasiallehramt zu studieren, mit der Fächerkombination Französisch/Geographie und evtl. evangelische Religion als drittes Fach.
    Ich habe schon öfters gelesen, dass sowohl Geographie, als auch Fremdsprachen nicht sonderlich gesucht werden, und wollte fragen ob die Kombi wirklich so unbrauchbar ist.

    Ich lebe in Bayern und würde gerne auch hierbleiben (wäre im „Notfall“ aber auch bereit in einem anderen Bundesland zu arbeiten), und mein Studienbeginn ist voraussichtlich im Oktober 2027.

    Ich würde gerne wissen, wie hoch meine Chancen auf die Verbeamtung ist, und ob ich in anderen Bundesländern höhere Chancen hätte.

    Ich hoffe sehr ihr könnt mir helfen.🤞


    Realistisch gesehen, bist du frühestens Mitte der 2030er Jahre fertig mit Studium und Ref. Das sind gut 10 Jahre. Soweit in die Zukunft sind Prognosen sehr schwierig.

    Aber wenn man sieal nach den Prognosen recherchiert, sind die alle eher positiv.

    https://www.lehrer-werden.bayern/bewerbung-und-…tellungschancen


    Ob das dann für alle Fächer zutrifft ist dann wieder sehr schwierig zu sagen.

    Z.B. Geo ist im Moment ein eigenes Fach, könnte aber natürlich auch mit anderen Fächern zu einem Verbund zusammengefasst werden und dann bräuchte man da weniger Lehrkräfte :weissnicht:

    Von daher, studiere die Fächer, die du gerne unterrichten möchtest.

    Viele Grüße aus dem Süden :wink_1:

    Einmal editiert, zuletzt von Milk&Sugar (26. Mai 2026 14:20)

  • Beitrag von xpurple.witchx (26. Mai 2026 13:55)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (26. Mai 2026 13:56).
  • Allgemein kann man sagen, dass Fächerbedarf auch immer von der Schwerpunktsetzung des Kultusministeriums abhängt. Es gibt diverse Faktoren, die bisweilen auch kurzfristig den Bedarf beeinflussen können, sei es eine Veränderung der bisherigen Schuldauer (G8/G9), strengere/weniger strenge Zulassungsvoraussetzungen zu bestimmten Schulformen, allgemein erhöhte Zu- und Abwanderung oder auch die Stärkung/Schwächung einzelner Fächer durch Senkung oder Erhöhung der zu unterrichtenden Stundenzahl.

    Hiervon abgesehen gibt es jedoch allgemeine Tendenzen, die weitestgehend bundesweit ähnlich sind. Pädagogisch stärker fordernde Schulformen haben einen größeren Mangel als fachlich stärker fordernde Schulformen, naturwissenschaftliche und künstlerische Fächer haben einen größeren Mangel als geisteswissenschaftliche Fächer.

    Französisch ist weiterhin ein Hauptfach im Gymnasialbereich und hat dadurch eine erhöhte Stellung im Schulsystem, hat aber die letzten Jahre zusätzliche Konkurrenz durch Spanisch bekommen. Hier hängt der zukünftige Bedarf auch davon ab, inwieweit die Position von Französisch als Schulfach aber auch als kulturelle und wirtschaftliche Partnersprache politisch gestärkt wird.

    Geographie und evangelische Religion sind, abseits von einzelnen Schwankungen, keine klassischen Mangelfächer. In Kombination mit einem Hauptfach, dessen Zukunft ungewiss ist, würde ich eher davon abraten. Hinzu kommt, dass Französisch und evangelische Religion (mit Ausnahme bestimmter Profilschulen) nicht im Klassenverband unterrichtet werden, sondern im Kurssystem, was deinen Einsatz als Klassenlehrkraft erschweren könnte.

    Mein Tipp wäre, sich auch andere Schulformen offen zu halten und mindestens ein klassisches Mangelfach (=Kunst, Musik, Informatik, Mathematik, Physik, Chemie, im beruflichen Schulwesen ggf. auch technische Fächer oder Sozialpädagogik) als Teil der Fächerkombination zu wählen.

  • Allgemein kann man sagen, dass Fächerbedarf auch immer von der Schwerpunktsetzung des Kultusministeriums abhängt. Es gibt diverse Faktoren, die bisweilen auch kurzfristig den Bedarf beeinflussen können, sei es eine Veränderung der bisherigen Schuldauer (G8/G9), strengere/weniger strenge Zulassungsvoraussetzungen zu bestimmten Schulformen, allgemein erhöhte Zu- und Abwanderung oder auch die Stärkung/Schwächung einzelner Fächer durch Senkung oder Erhöhung der zu unterrichtenden Stundenzahl.

    Hiervon abgesehen gibt es jedoch allgemeine Tendenzen, die weitestgehend bundesweit ähnlich sind. Pädagogisch stärker fordernde Schulformen haben einen größeren Mangel als fachlich stärker fordernde Schulformen, naturwissenschaftliche und künstlerische Fächer haben einen größeren Mangel als geisteswissenschaftliche Fächer.

    Französisch ist weiterhin ein Hauptfach im Gymnasialbereich und hat dadurch eine erhöhte Stellung im Schulsystem, hat aber die letzten Jahre zusätzliche Konkurrenz durch Spanisch bekommen. Hier hängt der zukünftige Bedarf auch davon ab, inwieweit die Position von Französisch als Schulfach aber auch als kulturelle und wirtschaftliche Partnersprache politisch gestärkt wird.

    Geographie und evangelische Religion sind, abseits von einzelnen Schwankungen, keine klassischen Mangelfächer. In Kombination mit einem Hauptfach, dessen Zukunft ungewiss ist, würde ich eher davon abraten. Hinzu kommt, dass Französisch und evangelische Religion (mit Ausnahme bestimmter Profilschulen) nicht im Klassenverband unterrichtet werden, sondern im Kurssystem, was deinen Einsatz als Klassenlehrkraft erschweren könnte.

    Mein Tipp wäre, sich auch andere Schulformen offen zu halten und mindestens ein klassisches Mangelfach (=Kunst, Musik, Informatik, Mathematik, Physik, Chemie, im beruflichen Schulwesen ggf. auch technische Fächer oder Sozialpädagogik) als Teil der Fächerkombination zu wählen.

    Ich kann nur für Baden-Württemberg sprechen, aber hier ist Religion (egal ob katholisch oder evangelisch) ein absolutes Mangelfach. Du wirst also mit evangelischer Religion aus meiner Sicht ein Fach haben, das sehr wenig andere AbsolventInnen haben (vor allem in Bayern). Unabhängig davon: Studiere, was Dir Spaß macht, gute und begeisterte LehrerInnen werden immer gebraucht...

  • Studiere, was Dir Spaß macht, gute und begeisterte LehrerInnen werden immer gebraucht...

    Mit solchen häufig verwendeten Aussagen wäre ich vorsichtig, da nicht jeder angehenden Lehrkraft klar ist, was das angekommen in der Unterrichtspraxis bedeutet. Zwar findet früher oder später fast jede fertig ausgebildete Lehrkraft ihren Weg ins Schuldienst, wenn dies aber nur mit sehr vielen Kompromissen bei Fächern (Stichwort "fachfremder Unterricht"), Schulform oder Einsatzort möglich ist, kann die Frage aufkommen, ob diese Kompromisse es wert waren, die Fächerkombination im Studium primär danach auszulegen, was in der inhaltlichen Auseinanderung (wobei man auch das vor Studienbeginn höchstens erahnen kann) "Spaß macht".

  • Französisch ist die Eintrittskarte ;)

    Bei uns nicht, da würde man nur trotz französisch eingestellt werden.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Es geht hier aber um den allgemeinbildenden Bereich.


    Für meinen/unseren Seelenfrieden hoffe ich aber, dass die KMK in den nächsten 10 Jahren die Pflicht zur 2. Fremdsprache am Gym und fürs Abi aufgehoben hat.

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