Schüler und Kollegen während der Krankschreibung begegnen

  • Wie verhält es sich mit euch, wenn ihr Schüler während der Krankschreibung seht?
    Ich bin aktuell mit einer Belastungsreaktion krankgeschrieben. Am Wochenende fand ein Fest statt, auf das ich gerne gegangen wäre.

    Theoretisch hätte ich es mit meiner Diagnose (psychische Probleme durch Mobbing) sogar gedurft. Ich habe es mir dann aber verkniffen, aus Angst, dass mich doch ein Kollege sieht und der Flurfunk aktiv wird, worüber mein Kind sehr traurig war. Letzte Woche ist mir dann vorm Bäcker eine Schülerin begegnet, die gerade ein Praktikum macht und einen älteren Herrn im Rollstuhl fuhr. Sie schaute mich an, als ob ich drei Augen hätte, als ich kurz nickte und dann an ihr vorbei ging.

    Gut ging es mir in diesem Moment nicht, weil sie zu einer Klasse hörte, die sehr schwierig war und man ihr förmlich ansehen konnte was sie dachte (Was macht die jetzt hier? Die ist doch krankgeschrieben)

    Dass Krankschreibung nicht gleich Hausarrest heißt, scheinen viele Schüler nicht zu wissen. Trotzdem habe ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen, dass mich jemand sehen und falsch über mich denken könnte.

  • Marie_September 22. Juni 2026 19:00

    Hat den Titel des Themas von „Schüler während der Krankschreibung sehen“ zu „Schüler und Kollegen während der Krankschreibung begegnen“ geändert.
  • Du bist seit drei Monaten krankgeschrieben und es ist deine erste Begegnung UND / ODER du stellst dir zum ersten Mal die Frage?

    Ich glaube, du entwickelst Phantasien, und tust dir selbst nicht gut. Jedem (Schüler, Kollegen, Schulleitung, Referenten, ..) unterstellen, dass er sofort schlimme Gedanken gegen dich hat, ist nicht gesund.
    Die Schülerin hat wahrscheinlich nur so geguckt, weil sie unsicher war, dich zu erkennen, oder überrascht war, wenn sie dich bisher noch nie an dem Ort gesehen hatte...

    Wenn ich krank bin, verrate ich mich normal, gehe aber nicht gezielt durch die Schule spazieren.
    Und ich grüße Schüler*innen, denen ich nach einem Schultag begegne, an dem sie selbst nicht in der Schule waren, ganz höflich, frage sie, ob es denen besser geht und bringe denen ggf. bei, dass ich denen NICHT unterstelle, geschwänzt zu haben, sondern weiß, dass es viele Gründe gibt, morgens nicht schulfähig zu sein, und nachmittags durch die Innenstadt zu laufen.

  • Mir ist in der Tat in 3 Monaten bislang weder ein Schüler noch ein Kollege begegnet. Ich lebe aber ländlich. Insofern ist das nicht verwunderlich.

  • Nein, es ist nicht verwunderlich, also: Mach dir jetzt keinen Kopf darüber, ob du in den paar Wochen bis zu den Sommerferien noch jemanden träfst.
    Behalte deine gedankliche Energie für weitere Baustellen.

  • Nein, es ist nicht verwunderlich, also: Mach dir jetzt keinen Kopf darüber, ob du in den paar Wochen bis zu den Sommerferien noch jemanden träfst.
    Behalte deine gedankliche Energie für weitere Baustellen.

    Das mit den Briefen der Schüler ist aber schon feige und auch irgendwo primitiv? Ich hatte meine Kollegen intelligenter eingeschätzt. Normal ist das eher typisch für die Grundschule und noch dazu mies Schüler für sowas zu benutzen.

  • Wer ist feige? Die SuS? und dann nimmst du es allen SuS übel?
    Oder der SL? (die SuS wurden "benutzt"), dann kannst du die SuS nicht für schuldig halten.
    Aber so oder so: mit so vielen Ressentiments kannst du doch nicht zurück in diese Schule.

  • Ich war vor einiger Zeit stressbedingt (mit Folgen wie Bluthochdruck und Muskelzuckungen) zwei Wochen krankgeschrieben. Ich bin in der Zeit trotzdem ins Fitnessstudio gegangen, obwohl ich weiß, dass dort ein nicht kleiner Teil meiner Klasse auch trainiert. Die haben das natürlich auch sofort den Kollegen "gepetzt", was ich auch nicht weiter schlimm fand. Manche Kollegen haben aber doof darauf reagiert. Überrascht hat mich das nicht, der Umgang mit Krankheiten, die man nicht sehen kann, ist ja leider unter aller Sau.

  • Ich war vor einiger Zeit stressbedingt (mit Folgen wie Bluthochdruck und Muskelzuckungen) zwei Wochen krankgeschrieben. Ich bin in der Zeit trotzdem ins Fitnessstudio gegangen, obwohl ich weiß, dass dort ein nicht kleiner Teil meiner Klasse auch trainiert. Die haben das natürlich auch sofort den Kollegen "gepetzt", was ich auch nicht weiter schlimm fand. Manche Kollegen haben aber doof darauf reagiert. Überrascht hat mich das nicht, der Umgang mit Krankheiten, die man nicht sehen kann, ist ja leider unter aller Sau.

    Ich glaube, dass es sehr vom Kontext abhängt. Ich stehe ja übertragen gesagt in der Schusslinie und im Fokus der Kollegen und habe zumindest an dieser Schule eine schlechte Stellung. Drei Mal darfst du raten, was vermutlich bei den Kollegen abgeht, wenn Sophiechen Müller mich auf dem Jahrmarkt oder dem Volksfest sieht und das an diese Kollegen weiterleitet.

    An meiner Stammschule würde es so nicht laufen, aber eben da, wo ich eh nicht beliebt bin.

  • Ich glaube, dass es sehr vom Kontext abhängt. Ich stehe ja übertragen gesagt in der Schusslinie und im Fokus der Kollegen und habe zumindest an dieser Schule eine schlechte Stellung. Drei Mal darfst du raten, was vermutlich bei den Kollegen abgeht, wenn Sophiechen Müller mich auf dem Jahrmarkt oder dem Volksfest sieht und das an diese Kollegen weiterleitet.

    An meiner Stammschule würde es so nicht laufen, aber eben da, wo ich eh nicht beliebt bin.

    Das ist natürlich eine üble Situation. An deiner Stelle würde ich versuchen, es so zu sehen: Du hast bei den Kollegen ohnehin kein Standing mehr. Egal was du machst, es wird nicht besser. Dann musst du dich auch nicht mehr bemühen (ich will damit nicht sagen, dass Untertauchen bei Krankschreibung geboten ist, aber leider wird es ja gesellschaftlich oft so gesehen). Mach dein Ding, scheiß auf die Kollegen. Mit welchem herbeigezogenen Grund die am Ende auf dich schießen, ist auch egal.

  • Das ist natürlich eine üble Situation. An deiner Stelle würde ich versuchen, es so zu sehen: Du hast bei den Kollegen ohnehin kein Standing mehr. Egal was du machst, es wird nicht besser. Dann musst du dich auch nicht mehr bemühen (ich will damit nicht sagen, dass Untertauchen bei Krankschreibung geboten ist, aber leider wird es ja gesellschaftlich oft so gesehen). Mach dein Ding, scheiß auf die Kollegen. Mit welchem herbeigezogenen Grund die am Ende auf dich schießen, ist auch egal.

    Ich bin hinsichtlich des anberaumten Termins auch seltsam entspannt.

    Obwohl ich sonst sehr unentspannt wäre. Vermutlich ist es aber eh gut nach dem Motto ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert zu leben.

  • (Was macht die jetzt hier? Die ist doch krankgeschrieben)

    Das interpretierst du so.

    Warum nicht denken: Oh, Frau Marie ist krank, soll ich mit ihr reden oder lieber nicht? Gute Besserung wünschen oder lieber nicht?

    Ich habe regelmäßig Schüler in der Bahn und die reagieren auch wenn man "gesund" ist ganz unterschiedlich.

    Langsam empfinde ich dich sehr konfus und bin mir nicht mehr sicher, was ich von deiner Sache halten soll.

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