Arbeitszimmer aufräumen - Motivationschat

  • "@liebe KI,
    Gab es schon mal Fälle von Brand oder Wasserrohrbruch, die dazu führten, dass viele Aktenordner verschwunden oder unbrauchbar waren?"

    Es gibt auch ausgebrannte Umzugswagen. Da kenne ich jemanden, dem das passiert ist. Da ist verlorenes Unterrichtsmaterial dann plötzlich völlig nebensächlich.

    LG DFU

  • Man darf es ja eigentlich nicht öffentlich sagen, aber ich ziehe mir, sobald ich die Online-Lizenz für ein Lehrwerk bekomme, gleich alle Dokumente als PDF-Datei auf meinen eigenen Computer. Man weiß ja nie, ob es die Arbeitsblätter und Lösungsblätter in 5-10 Jahren noch online geben wird.

    Arbeitsblätter, die ich vor 10 Jahren erstellt habe, sind für mich inzwischen größtenteils nicht mehr brauchbar. Ich bin aber froh, dass ich fast alles digital habe. Somit kann ich Jahr alte Unterrichtsmaterialien aktualisieren und anpassen; und neu abspeichern.

    In meinem Regal am Schreibtisch stehen eigentlich immer nur 3-4 aktuelle Schulbücher, da ich es manchmal bevorzuge in Papierform durch ein Buch zu blättern. Die anderen Bücher, die ich in diesem Jahr nicht brauche, liegen auf dem Speicher (oder in der Schule; je nachdem ob es mein eigenes ist oder nicht).
    Achja und das GEW-Buch liegt hier auch in Papierform.

  • Ich räume seit 2 Tagen Dinge von einem Klassenraum in einen anderen und nicke staunend und ein wenig bewundernd den Digitalisierer*innen zu, die alles auf einem Datenträger wegzutragen in der Lage zu sein scheinen.

    Ich hab so viele Sachen, da wusste ich von velen nicht mal mehr, dass ich sie überhaupt habe. Irgendwer verschenkt Washitape? Ich muss es horten! Damit kann man bestimmt mal was Tolles basteln! Nur bastle ich ungern und das Zeug klebt nicht mal mehr vernünftig. Aber erst mal mit umziehen, bestimmt bastle ich dieses Schuljahr was Tolles damit.

    Ich bin zu Hause kein Messi aber Eierkartons oder vergilbte Arbeitsblätter ohne Quellenangabe wegzuwerfen, bereitet mir peinigende Zustände innerer Zerrissenheit.

    So und nun werfe den ersten Stein, wer noch nie die Qualität einer Klopapierrolle abwägend haderte, ob sie es wert wäre, unversehrt in den Kunstraum transportiert zu werden.

  • Ich räume seit 2 Tagen Dinge von einem Klassenraum in einen anderen und nicke staunend und ein wenig bewundernd den Digitalisierer*innen zu, die alles auf einem Datenträger wegzutragen in der Lage zu sein scheinen.

    Ich hab so viele Sachen, da wusste ich von velen nicht mal mehr, dass ich sie überhaupt habe. Irgendwer verschenkt Washitape? Ich muss es horten! Damit kann man bestimmt mal was Tolles basteln! Nur bastle ich ungern und das Zeug klebt nicht mal mehr vernünftig. Aber erst mal mit umziehen, bestimmt bastle ich dieses Schuljahr was Tolles damit.

    Ich bin zu Hause kein Messi aber Eierkartons oder vergilbte Arbeitsblätter ohne Quellenangabe wegzuwerfen, bereitet mir peinigende Zustände innerer Zerrissenheit.

    So und nun werfe den ersten Stein, wer noch nie die Qualität einer Klopapierrolle abwägend haderte, ob sie es wert wäre, unversehrt in den Kunstraum transportiert zu werden.

    Das ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass wir an der Schule gut ausgestattet sind (Dienstlaptops, die man auch zum Arbeiten gebrauchen kann, in jedem Raum Beamer, Office 365 für Schüler und Lehrer) und dass wir Berufskolleg sind.

    Ich bastele nicht, ich spiele maximal am letzten Schultag und hab damit ja eine völlig andere Arbeitsweise als du.

    Quittengelee ich will damit nur sagen: Ich kann deinen Drang zum Horten nachvollziehen. Die, die hier alles digital haben, arbeiten einfach in einer völlig anderen Umgebung. Das ist nicht vergleichbar

  • Als ich noch Naturphänomene und NwT nach altem Plan unterrichtet habe, habe ich auch einiges gehortet z. B. auch die Innenrolle des Toilettenpapiers (eignet sich als Form zum Betongießen). Ich konnte einmal meiner Schwägerin aushelfen, als ihr Ende November einfiel, sie benötigt 48 Stück für 2 Adventskalender.

    Jetzt benötige ich nur noch wenig und reduziere deutlich. Ich kenne beide Seiten.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich habe durchaus auch gutes Material weggeschmissen, weil es mich zu viel Stauraum kostet. Diverse Stationenlernen mit Versuchsmaterialien, Anschauungsmaterial von Pfundmünzen bis hin zu Gesteinen oder Kohle, laminierten Kram wie Vokabeldominos, Lernspiele, etc., Hängeregister und Boxen für Lerntheken - alles schöne Sachen, die gut im Unterricht funktioniert haben, aber ich bin einfach nicht mehr bereit, privaten Wohnraum zur Lagerung zur Verfügung zu stellen. Und damit ist alles, was nicht Buch/Arbeitsheft ist oder sich digitalisieren ließ, vor 2-3 Jahren mal in die Tonne gewandert. Ich werde auch keinen Fundus mehr aufbauen, sofern es dabei bleibt, dass keine Lagernöglichkeiten in der Schule bestehen.

    Hilft dabei, den Überblick im Arbeitszimmer zu behalten 😊

  • Sissymaus , das war doch ein Witz in dieser ernsten Gesprächsrunde. Wer Klorollen sammelt, versteht das hoffentlich :)

    Warum entsteht ausgerechnet beim Thema "Materialablage" so eine Gereiztheit? Ich bin einfach froh, wenn ich das Schuljahr abschließen kann.

  • Als ich noch Naturphänomene und NwT nach altem Plan unterrichtet habe, habe ich auch einiges gehortet z. B. auch die Innenrolle des Toilettenpapiers (eignet sich als Form zum Betongießen). Ich konnte einmal meiner Schwägerin aushelfen, als ihr Ende November einfiel, sie benötigt 48 Stück für 2 Adventskalender.

    Ha! Noch eine Hortensierin. Und du konntest dabei noch Gutes tun, das Recyclingpotenzial darf man nicht unterschätzen :sterne:

    Es wiegt allerdings bei mir leider den Papierverbrauch nicht auf, den ich durch Wegschmeißen falscher Kopien erzeuge, fürchte ich. Keine Ahnung, warum das Zeug übrig bleibt oder vergessen wurde...

  • Ich hatte vor Kurzem das selbe Erlebnis. Aber hier umgekehrt. Ich sammle seit Monaten Klopapierrollen für mehrere Adventskalender im Winter. Eine Kollegin brauchte aber letztens spontan (innerhalb von ein paar Tagen) 15 Rollen und meinte, in einem Kollegiumsaufruf würde es dann schnell gehen (wahrscheinlich, jede*r bringt am nächsten Tag die eigene leere Rolle?). Ich habe "vorgestreckt" und sie hat mir danach ihre Reste zurückgegeben.
    Mein Bastelaugust ist gerettet ;-), es hat aber NICHTS mit der Schule zu tun.

  • Ich habe durchaus auch gutes Material weggeschmissen, weil es mich zu viel Stauraum kostet. Diverse Stationenlernen mit Versuchsmaterialien, Anschauungsmaterial von Pfundmünzen bis hin zu Gesteinen oder Kohle, laminierten Kram wie Vokabeldominos, Lernspiele, etc., Hängeregister und Boxen für Lerntheken - alles schöne Sachen, die gut im Unterricht funktioniert haben, aber ich bin einfach nicht mehr bereit, privaten Wohnraum zur Lagerung zur Verfügung zu stellen. Und damit ist alles, was nicht Buch/Arbeitsheft ist oder sich digitalisieren ließ, vor 2-3 Jahren mal in die Tonne gewandert. Ich werde auch keinen Fundus mehr aufbauen, sofern es dabei bleibt, dass keine Lagernöglichkeiten in der Schule bestehen.

    Hilft dabei, den Überblick im Arbeitszimmer zu behalten 😊

    Ich würde mir wünschen, das man schon in der Ausbildung (Studium und Referendariat) hier einen realistischen Blick bekommt. Man lernt jedoch, das "guter Unterricht" eben auch gutes Material benötigt. Material, das man als Lehrer auf eigene Kosten herstellen / beschaffen muss und auf eigene Kosten im privaten Raum lagern und verwalten muss. Einen Unterricht mit normalen Arbeitsblättern kann man in UBs ja gar nicht mehr zeigen ...

    Ich finde es mittlerweile sehr kritisch, wie in Unterrichtsbesuchen oft nur dieses Material mit diesen Methoden gelobt wird, das dann später im privaten viel Stauraum benötigt. Hier müsste schon in der Ausbildung ein Umdenken stattfinden bzw. die Schule soll die Lagermöglichkeiten bereitstellen. Lehrer müssen hier eindeutig Grenzen setzen!

  • Naja, eine Referendarin von mir hat ständig Zeug gekauft und gebastelt, was sie ganz toll fand, was aber überhaupt keinen Mehrwert hatte.

    Ich habe sie dann immer gefragt, warum sie das nutzt, mit welchem Ziel, es fiel ihr als Berufsanfängerin noch schwer, bunt/haptisch von hilfreich/lernförderlich zu unterscheiden.

    Als ich (als Fachleiterin) diese Fragen stellte, meinten die Mentorinnen ganz geflissentlich, dass das doch alles toll sei und ich das arme Mädchen nicht verschrecken solle. (Es gibt Regionen, wo man um jeden Menschen dankbar ist, der sich dorthin verirrt.)

    Langer Rede kurzer Sinn: es ist NICHT immer das Seminar mit den weltfremden Ansprüchen. Und als Mentor*in kann auch jeder von uns dazu beitragen, dass die Leute was Vernünftiges lernen.

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