Beamte auf Probe und Mutter-Kind-Kur

  • Danke für eure Antworten. Schade, dass manche so harsch reagieren. Ja, manchmal ist es notwendig und vor allem geht es mir um mein behindertes Kind, welches so nämlich als Therapiekind gilt und ich dennoch die anderen Kinder mitnehmen könnte. Und es gibt ja eben die Möglichkeit den Termin in die Ferien zu legen.

    Wurde jetzt eigentlich die Frage beantwortet? In manchen Bundesländern darf man ja in der Probezeit nur eine bestimmte Anzahl von Fehltagen haben, z.B. in Bayern 20. Wenn das nicht mehr stimmt, dann bin ich nicht mehr auf dem neuesten Stand dort. Wie sieht es denn mit deinen sonstigen Fehlzeiten, Kinderkranktagen usw. aus? Vielleicht solltest du dich erkundigen, ob es da in deinem Bundesland irgendwelche Vorgaben gibt, die man einhalten muss.

    Aber ich denke, dass bei Überschreiten der Anzahl nicht viel passiert, außer dass die Probezeit verlängert wird.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • An der Küste sind einige Einrichtungen auch für Mutter-Kind-Kuren, z.B. bei chronischen Atemwegs- oder Hauterkrankungen.
    Da ist doch nicht nur in den Ferien Betrieb und es können, selbst bei verschiedenen Ferienterminen in den BL, nicht alle Kinder mit Eltern in den Ferien fahren.

    Dass Lehrkräfte die Hälfte der Kur in die Ferien legen sollen/müssen, finde ich schräg. Es ist doch außerhalb wie innerhalb der Ferien Dienstzeit. Wenn die Kur notwendig ist, hat dies nicht mit den Ferien zu tun.

  • Wenn es medizinisch notwendig ist, dass die Kur sofort beginnt, muss sie in NDS nicht in den Ferien liegen.

    Ansonsten ergibt es natürlich aus Sicht des Dienstherrn Sinn. Sonst hättest Du unter Umständen 6 Wochen Sommerferien, 6 Wochen Kur bist dann 2 Woche im Dienst und dann 2 Wochen in den Herbstferien. Dass der Dienstherr möchte, dass Du einen Teil der Kur in die Ferien legst, ist da nachvollziehbar. Ohne Unterricht brauchst du auch keine Ferien für Überstundenabbau, Korrekturen oder Unterrichtsvorbereitung. Wie gesagt aus Sicht des Dienstherrn.

  • In den 6 Woche. Sommerferien baue ich die vorherigen Überstunden ab und habe Urlaub. Wann sonst soll ich das tun, wenn in der Zeit die Kur liegt?

    Bauen andere Arbeitnehmer ihre Überstunden in der Zeit der Kur ab oder nehmen dafür ihren Urlaub?

  • Wenn es medizinisch notwendig ist, dass die Kur sofort beginnt, muss sie in NDS nicht in den Ferien liegen.

    Ansonsten ergibt es natürlich aus Sicht des Dienstherrn Sinn. Sonst hättest Du unter Umständen 6 Wochen Sommerferien, 6 Wochen Kur bist dann 2 Woche im Dienst und dann 2 Wochen in den Herbstferien. Dass der Dienstherr möchte, dass Du einen Teil der Kur in die Ferien legst, ist da nachvollziehbar. Ohne Unterricht brauchst du auch keine Ferien für Überstundenabbau, Korrekturen oder Unterrichtsvorbereitung. Wie gesagt aus Sicht des Dienstherrn.

    Eine Kur dauert normalerweise 3 Wochen. Wenn ich die jetzt in die Sommerferien lege, baue ich doch genauso viele Überstunden auf wie sonst immer? D.h. ich habe effektiv 3 Wochen weniger Urlaub.

    Und es ist unwahrscheinlich, dass eine Kurklinik exakt 1,5 Wochen in den Ferien und 1,5 Wochen nach den Ferien anbietet. Da wäre man ja auch einen einzigen möglichen Anfangstag festgelegt.

    Und du glaubst, dass es da möglich wäre, eine passende Kurklinik noch in diesem Jahrzehnt zu finden?

  • In den 6 Woche. Sommerferien baue ich die vorherigen Überstunden ab und habe Urlaub. Wann sonst soll ich das tun, wenn in der Zeit die Kur liegt?

    Bauen andere Arbeitnehmer ihre Überstunden in der Zeit der Kur ab oder nehmen dafür ihren Urlaub?

    Da hast du aber viele Überstunden gemacht. Und wie ist es, wenn Du in drei Wochen vor den Ferien auf Kur bist. Wie bekommst Du dann deine Überstunden für die Ferien zusammen? Arbeitest Du dann in den Ferien mehr, um das auszugleichen?

    Du sollst weder für deine Kur mehr arbeiten noch dafür Urlaub nehmen. Du hast 12 Wochen Ferien. Wenn Du 3 Wochen auf Kur bist, hast Du noch 9 Wochen auf die, du deine 30 Urlaubstage verteilen kannst.

    Was natürlich vollkommen klar ist, ist das Du dann weniger Zeit für Korrekturen, Unterrichtsvorbereitungen und anderen Dingen hast. Das muss von der SL und dir natürlich berücksichtigt werden. Dein Dienstherr kann sich aber (zurecht) überlegen, wann er am sinnvollsten auf dich verzichtet, sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Und da sagt er, dass Du zu mindestens einen Teil deiner Ferien nutzen sollst.

    Eine Kur dauert normalerweise 3 Wochen. Wenn ich die jetzt in die Sommerferien lege, baue ich doch genauso viele Überstunden auf wie sonst immer? D.h. ich habe effektiv 3 Wochen weniger Urlaub.

    Und es ist unwahrscheinlich, dass eine Kurklinik exakt 1,5 Wochen in den Ferien und 1,5 Wochen nach den Ferien anbietet. Da wäre man ja auch einen einzigen möglichen Anfangstag festgelegt.

    Und du glaubst, dass es da möglich wäre, eine passende Kurklinik noch in diesem Jahrzehnt zu finden?

    Nee, Du baust dann vorher weniger Überstunden auf. Andersrum: Wenn Du so viele Überstunden aufbaust aber dann drei Wochen fehlst, passt es doch auch nicht, oder?

    3 Wochen ist richtig. Allerdings kann es relativ einfach auf 4 Wochen verlängert werden. Grundsätzlich sind bei bestimmten Erkrankungen auch 6 Wochen möglich.

    In Nds. musst Du nicht exakt die Hälfte in den Ferien legen. Witzigerweise gibt es auch genug Lehrkräfte, die es schaffen, dass ihre Kur direkt vor den Ferien endet oder direkt nach den Ferien beginnt. Wenn das möglich ist, muss das auch das andere möglich sein, oder?

    In Nds. wäre es z.B. gewünscht, dass Du in den Herbstferien fährst und dann noch 1-2 Wochen Schulzeit betroffen wären. Das finde ich auch grundsätzlich einen guten Kompromiss. Oder man nimmt halt die Osterferien oder Weihnachtsferien mit rein.

    Dass es aus Sicht der Lehrkraft schöner ist, wenn die Kur komplett in der Unterrichtszeit liegt und ich ein wenig extra Urlaub bekomme, weil ich vielleicht direkt nach der Kur in die Ferien starte und keine Korrekturen oder Vorbereitungen habe, weil ich vorher in Kur war, verstehe ich natürlich auch. Aber ich finde es auch legitim zu erwarten, dass man einen Teil der Ferien dafür nutzt.

  • Da hast du aber viele Überstunden gemacht. Und wie ist es, wenn Du in drei Wochen vor den Ferien auf Kur bist. Wie bekommst Du dann deine Überstunden für die Ferien zusammen? Arbeitest Du dann in den Ferien mehr, um das auszugleichen?

    Neuester Vorschlag:
    Wer unter dem Jahr krank wird, bekommt weniger Urlaub. Schließlich verdient er sich seinen Urlaub nicht mehr ausreichend.

    Du hast 12 Wochen Ferien.

    Es wird nicht dadurch wahrer, dass du es immer wieder wiederholst. Und diese scheinbare Grundüberzeugung sagt mehr über dich aus als über die Realität.
    Genieß deine Effizient / deinen Talent, was auch immer, und deine 12 Wochen Ferien. Die allerwenigsten von uns haben sie.

  • Neuester Vorschlag:
    Wer unter dem Jahr krank wird, bekommt weniger Urlaub. Schließlich verdient er sich seinen Urlaub nicht mehr ausreichend.

    Das hat doch überhaupt nichts mit der Frage zu tun. Wer hat denn irgendwas davon geschrieben, dass der Urlaub gekürzt werden soll? Es geht darum, dass eine Teil in der unterrichtsfreien Zeit liegen soll.

    Es wird nicht dadurch wahrer, dass du es immer wieder wiederholst. Und diese scheinbare Grundüberzeugung sagt mehr über dich aus als über die Realität.
    Genieß deine Effizient / deinen Talent, was auch immer, und deine 12 Wochen Ferien. Die allerwenigsten von uns haben sie.

    Kann es sein, dass Du die Begriffe Ferien und Urlaub gleich verwendest? In welchen Bundesland gibt es denn nicht um die 12 Wochen Ferien? 6 Wochen Sommerferien, je 2 Wochen Herbst, Weihnachten, Ostern und ein paar Tage extra. So pi mal Daumen sollten jedes Bundesland auf ca. 12 Wochen Ferien kommen. Vielleicht sind es irgendwo auch 11 Wochen. Aber das willst Du doch nicht ernsthaft bestreiten?

    12 Wochen Ferien heißt aber nicht 12 Wochen Urlaub. In den Ferien korrigierst Du, machst Unterrichtsvorbereitungen, feierst Überstunden ab etc.. Vielleicht hilft der Begriff unterrichtsfreie Zeit dort etwas. Beides ist aber Arbeitszeit. Und jetzt sagt der Dienstherr: Wenn es medizinisch möglich ist, sollst Du nicht nur während der Unterrichtszeit fahren sondern auch einen Teil der unterrichtsfreien Zeit nutzen. Das ist aus meiner Sicht erstmal verständlich. Es müssen natürlich die Rahmenbedingungen passen. Du kannst nicht einen Haufen Korrekturen mitbekommen und dann die Ferien auf Kur sein. Aber wenn Du z.B. 2 Wochen vor Ferienbeginn fährst und dann noch 1-2 Wochen Ferien betroffen sind, könnte es gut passen. Zu mindestens finde ich es aus Sicht des Dienstherrn legitim, wenn er sagt, dass nicht die gesamte Kur in der Unterrichtszeit liegen soll. Am Ende haben beide Seiten berechtigt Interessen und fairerweise würde man sich irgendwo in der Mitte treffen.

  • Kann es sein, dass Du die Begriffe Ferien und Urlaub gleich verwendest?

    Das denke ich bei einigen auch. Ich konnte in den letzten Jahren meine 30 Tage Urlaub übrigens nicht nehmen, weil ich entweder in den Ferien auch gearbeitet habe oder eben meine Überstunden abgebummelt habe, es bliebe eigentlich immer Urlaub übrig, interessiert nur bei Lehrern niemanden.

    Und nee, Ferien und Urlaub sind zwei unterschiedliche Dinge!

  • Kann es sein, dass Du die Begriffe Ferien und Urlaub gleich verwendest? [...]

    12 Wochen Ferien heißt aber nicht 12 Wochen Urlaub. In den Ferien korrigierst Du, machst Unterrichtsvorbereitungen, feierst Überstunden ab etc.. Vielleicht hilft der Begriff unterrichtsfreie Zeit dort etwas. Beides ist aber Arbeitszeit.

    Ach nee, und du spielst nicht damit zu sagen, dass man genug Zeit hätte, woanders auf Kur zu gehen?
    Wenn ich zwei Wochen der Herbstferien nicht habe, um in Ruhe zu korrigieren und vorzubereiten, kann ich den November NICHT überleben. Ja, ich habe dann keinen Stundenausfall produziert, aber kann dann den Arbeitsaufwand in den Wochen darauf nicht stemmen. Rechnerisch nicht.
    Wo ist dann der Vorteil?

    Dieses "Überstunden in den Schulferien abbauen" ist ein mieser Trick des Dienstherrn, um alles mögliche zu rechtfertigen, das sollten wir nicht selbst übernehmen.

  • Ach nee, und du spielst nicht damit zu sagen, dass man genug Zeit hätte, woanders auf Kur zu gehen?
    Wenn ich zwei Wochen der Herbstferien nicht habe, um in Ruhe zu korrigieren und vorzubereiten, kann ich den November NICHT überleben. Ja, ich habe dann keinen Stundenausfall produziert, aber kann dann den Arbeitsaufwand in den Wochen darauf nicht stemmen. Rechnerisch nicht.
    Wo ist dann der Vorteil?

    Dieses "Überstunden in den Schulferien abbauen" ist ein mieser Trick des Dienstherrn, um alles mögliche zu rechtfertigen, das sollten wir nicht selbst übernehmen.

    Das ist eine Grundproblematik, die man nicht so einfach vermischen kann. Wir sind an einer Grundschule. Wenn ich die zwei Wochen vor den Ferien auf Kur bin, habe ich keine Korrekturen. Wenn ich dann noch zwei Wochen in den Ferien weg bin, passt es. Natürlich heißt es dann auch, dass andere Dinge, die ich sonst in den Ferien erledigen würde, wegfallen. Dann gibt es halt nur Unterricht nach Buch oder irgendwelche Konzepte etc. bleiben liegen. Ich schrieb doch auch, dass man das mit der SL vernünftig regeln muss. Letztlich haben beide Seiten berechtigte Interessen und die müssen berücksichtigt werden. Das ist dann auch Aufgabe der SL. Aber es gibt auch Kollegen, die dann alle vier Jahre 6 Wochen auf Kur fahren und das jedes Mal perfekt so abstimmen, dass die Kur zu Ferienbeginn endet.

  • Das ist eine Grundproblematik, die man nicht so einfach vermischen kann. Wir sind an einer Grundschule. Wenn ich die zwei Wochen vor den Ferien auf Kur bin, habe ich keine Korrekturen.

    Du. Nicht alle.
    Herzlichen Glückwunsch.
    Wenn ich zwei Wochen vor den Ferien auf Kur bin, schreibt mein Kurs und die Korrektur wartet auf mich.
    und für zwei Wochen werde ich 100% auch Vertretungsmaterialien hinterlegt haben, zumindest in allen Oberstufenkursen, weil das Abitur auf seltsamer Weise immer schneller kommt als befürchtet.

  • Also auch wenn ich 2 Wochen fehle, habe ich exakt die gleiche Anzahl an Korrekturen wie immer. Ich könnte ja auch 2 Wochen Grippe haben statt auf Kur zu fahren. Die Anzahl geschriebener Klausuren bleibt immer exakt gleich.

    Wie kommst du nur auf die Idee, das würde sich dadurch verringern?

    Wenn ich 12 Wochen Ferien habe, davon die 6 Wochen mir zustehenden Urlaub abziehe und dann noch 3-4 Wochen Kur (hast du selbst geschrieben), dann habe ich maximal 2-3 Wochen zum Überstundenabbau. Das reicht mir mit 2 Korrekturfächern vorne und hinten nicht! Ich brauche IMMER mehr. Ich schaffe es seit 20 Jahren immer so gerade meine 30 Tage Urlaub zu nehmen. Da ist nie auch nur ein extra Tag übrig.

    Noch mal: Wenn ich ins KH muss oder Influenze habe und 3 Wochen fehle, dann habe ich trotzdem nicht weniger Überstunden, denn die Arbeit bleibt ja in der Zeit einfach liegen. Was verstehst du daran nicht?

  • Mal ein Beispiel: Am Donnerstag bin ich mit der ersten Klausurrunde gestartet, die geht bis zum 08.10. Ich werde also bis zu den Herbstferien und darüber hinaus durchgängig korrigieren. Ich kann mir jetzt aussuchen, ob ich richtig Gas gebe und kräftig Überstunden schiebe, die ich dann in den Herbstferien abbaue (6 Tage habe ich jetzt schon zusammen) oder halt die Schüler hinhalte und in den Herbstferien korrigiere. In beiden Fällen habe ich keinen Urlaub. Wie sollte ich da also eine Kur machen? Wenn ich die Kur in den Ferien mache, dann muss ich vorher und hinterher massiv Überstunden schieben, die ich in den Ferien nicht abbauen kann. Ich schiebe also bis mindestens Weihnachten. Zwischen Herbst- und Weihnachtsferien kommen aber neue Überstunden hinzu, so dass die Weihnachtsferien nicht ausreichen. Der Rattenschwanz setzt sich fort, mit dem Ergebnis, dass ich nicht auf 30 Tage Urlaub komme.

    Vielleicht klappt das ja für Grundschullehrer, aber nicht für doppelte Korrekturfachlehrer an Gymnasien und Gesamtschulen. Schau bitte mal über den Tellerrand.

  • In den meisten Bundesländern gilt die rechtliche Regelung, dass Kuren im Regelfall zu 50% in der unterrichtsfreien Zeit zu nehmen sind.

    Vielleicht kann man das einfach mal zu Kenntnis nehmen, ohne in die x-te Endlosdiskussion zu verfallen, wer letzte Woche Donnerstag damit angefangen hat die Englischarbeit in der 8d zu korrigieren und wer sowieso nachmittags eigentlich nur durchgängig Tennis spielt.

    Die Rechtslage ist so, wie sie ist, es könnte höchstens noch mal jemand was zu genauen Regelung in NRW sagen, in der Urlaubs- und Ferienverordnung habe ich da nichts gefunden.

  • Noch mal: Wenn ich ins KH muss oder Influenze habe und 3 Wochen fehle, dann habe ich trotzdem nicht weniger Überstunden, denn die Arbeit bleibt ja in der Zeit einfach liegen. Was verstehst du daran nicht?

    Dann frage ich dich: Was machst Du, wenn Du am ersten Ferientag für 4 Wochen krank wirst? Oder wenn die Kur zufälligerweise in den Ferien liegt? Sagst Du sie dann ab? Oder halt 2 Wochen vor den Ferien für 4 Wochen krank wirst? Oder sogar länger?

    chilipaprika Wenn Du für deine Ausfallszeit die Vertretung organisierst, ist das erstmal deine Nettigkeit. Und wenn dein Chef sagt, dass Du das machen sollst, dann fragst Du ihn gleich nach dem Ausgleich.

    Ich habe geschrieben, dass zu mindestens ein Teil in den Ferien stattfinden sollte. Es muss also nicht alles sein.
    Aus meiner Sicht macht ihr euch das Problem selbst. Wenn ich den Herbstferien auf Kur bin und vor den Herbstferien werden 2 korrekturintensive Klausuren geschrieben, dann kann ich sie nicht korrigieren. Und wenn mein Chef das trotzdem möchte, dann muss er halt dafür eine Lösung finden. Beispielsweise könnte die Person in der ersten Schulwoche ausgeplant werden, damit sie zuhause korrigieren kann.

    Ansonsten fallen solche Kuren auch nicht vom Himmel. Ich könnte die Schulleitung vorab informieren, dass ich dann auf Kur bin. Wenn sie clever ist, kann sie das bei der Stundenplanerstellung direkt berücksichtigen. Dann bekommt nicht die Person, die längere Zeit ausfällt den Abikurs.

    Am Ende reden wir über zwei verschiedene Dinge. Es ist für mich legitim, dass der Dienstherr erwartet, dass ein Teil der Kur in den Ferien stattfindet.
    Es ist aber nicht in Ordnung, wenn die SL oder Dienstherr erwartet, dass die durch wegfallende Korrekturzeit etc. von mir nachgeholt wird.
    Eure Argumentation ist, weil ich sowieso so viel zu tun habe und berechtigte Interessen habe, ist die berechtigte Forderung des Dienstherrn nicht in Ordnung.

    Wenn eure SL meint, dass ihr genauso arbeiten könnt als wenn ihr den Ferien zuhause seid, ist das selbstverständlich nicht in Ordnung.

    Es werden sicherlich auch nur wenige Lehrkräfte korrekturintensive Abikurse gerade haben. Und sicherlich wird es auch Fälle geben, wo es losgelöst von medizinischen Fragen sinnvoll ist, wenn die Kur in der Schulzeit stattfindet. Aber das es grundsätzlich auch die Ferien betreffen soll, finde ich vollkommen legitim.

  • chilipaprika Wenn Du für deine Ausfallszeit die Vertretung organisierst, ist das erstmal deine Nettigkeit. Und wenn dein Chef sagt, dass Du das machen sollst, dann fragst Du ihn gleich nach dem Ausgleich.

    Ich habe die Erklärung direkt mitgeliefert: Das Abitur kommt, der Stoff muss behandelt worden sein, ob ich zwei Wochen krank war oder nicht. Wenn es also eine geplante Ausfallzeit ist, ist es für mich weniger Stress, Materialien zu geben. Abgesehen davon, dass das Gros der Vorbereitung in den "Ferien" stattfindet.

  • In den meisten Bundesländern gilt die rechtliche Regelung, dass Kuren im Regelfall zu 50% in der unterrichtsfreien Zeit zu nehmen sind.

    Das wird einem hier in NRW bei der Beantragung der Freistellung für die eigene Kur auch gesagt.

    Letztlich schlägt medizinische Notwendigkeit bzw. eine Bestätigung über nicht vorhandene Ausweichtermine aber eh immer alles.

    Ich habe hier bei uns auch noch nie davon gehört, dass eine Kur zu beruflichen Nachteilen geführt hätte. Wieso auch? Ist ja sowas wie eine Reha. Wäre auch noch schöner, wenn Leute für die aktive Arbeit an ihrer Gesunderhaltung bestraft würden.

    Unsere Amtsarztuntersuchung ist allerdings auch vor der Probezeit.

  • Du. Nicht alle.
    Herzlichen Glückwunsch.
    Wenn ich zwei Wochen vor den Ferien auf Kur bin, schreibt mein Kurs und die Korrektur wartet auf mich.
    und für zwei Wochen werde ich 100% auch Vertretungsmaterialien hinterlegt haben, zumindest in allen Oberstufenkursen, weil das Abitur auf seltsamer Weise immer schneller kommt als befürchtet.

    Das mit dem Material ist Selbstausbeutung, das Abitur ist die Verantwortung der Schüler, nicht deine.

  • nein, sorry. Da gehe ich nicht mit.
    Selbst an einer Erwachsenenschule.
    Ich kann sagen, ich muss nicht ausbaden, dass das System keine Vertretung hat, aber ich rede nicht von monatelangem Ausfall, sondern 1-2 Wochen Grippe oder Ähnliches. Wenn ich das schon habe (und ICH habe es in der Regel schon, leider nicht immer), dann lieber schnell anpassen und schicken. Nur bei Krankheit gerät natürlich die Vorbereitung der späteren Stunden.
    Aber "deren Verantwortung", nee. und auf keinen Fall in der allgemeinbildenden Regelschule.

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