Altersvorsorgedepot ab 2027

  • Eine der wirklich guten Maßnahmen der aktuellen Koalition ist das Altersvorsorgedepot ab Januar 2027.

    Informiert Ihr eure Schüler bzw. deren Eltern über diese wichtige Maßnahme und besprecht mögliche Anlageformen?

    Eigentlich gehört das Thema Altersvorsorge ganz oben in der Lehrplan.

  • In den Lehrplan welchen Fachs?

    Ich finde, das ist etwas, was Eltern ihren Kindern vermitteln sollten.

    Trotzdem ist es natürlich kein Fehler das Thema Altersvorsorge aufzugreifen, wenn es passt. Beispielsweise beim Zinseszinseffekt, der auch bei kleinen Sparraten zu später größeren Rücklagen führt, wenn man früh anfängt zu sparen.

    LG DFU

  • Beispielsweise beim Zinseszinseffekt, der auch bei kleinen Sparraten zu später größeren Rücklagen führt, wenn man früh anfängt zu sparen.

    So lange die Zinsen unterhalb der Inflationsrate liegen, macht man keine Gewinne, man macht nur weniger Verlust, als wenn das Geld im Sparstrumpf liegt.

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

  • So lange die Zinsen unterhalb der Inflationsrate liegen, macht man keine Gewinne, man macht nur weniger Verlust, als wenn das Geld im Sparstrumpf liegt.

    Tja und genau deshalb muss man am weltweiten Kapitalmarkt anlegen können, denn nur dort ist dies systematisch über lange Zeit realisierbar. Das ermöglicht die Bundesregierung mit dem AVD steuerbegünstigt ab 2027, was nun wirklich eine sinnvolle Sache ist. (Als Beamter/Beamtin sollte man den recht hohen Grenzsteuersatz in der Entnahmephase beachten und sich das einmal selbst durchrechnen ;) )

    Um auf die Frage zu antworten: Ich mache immer eine Stunde zum Zinseszins wenn wir über exponentielles Wachstum im Mathematikunterricht im Bereich FHR/AHR sprechen. Die SuS sind wirklich verblüfft, auf was für Summen man da kommen kann wenn man die durschnittliche Wertentwicklung der Weltwirtschaft der letzten Jahrzehnte zu Grunde legt.

    @O.Meier: Keine Sorge, das Ganze kann man natürlich auch mit den 1,2% p.a., den die Sparkasse Buxtehude gnädigerweise auf ihr Tagesgeldkonto gewährt, durchrechnen. Wenn man weit genug rauszoomt sieht die Kurve sogar genau so aus wie die eines weltweit gestreuten Aktienportfolios 🤣

  • Eigentlich gehört das Thema Altersvorsorge ganz oben in der Lehrplan.

    Ich weiß sicher, dass meine Politik-KuK das Thema "Altersvorsorge" in einigen Bildungsgängen - z. B. in den Berufsschulklassen oder der Fachoberschule - besprechen. Ob das explizit im Lehrplan steht, müsste ich allerdings nachschauen.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Trotzdem ist es Thema, wie so viele Sachen, die die Kinder brauchen und zu Hause nicht kriegen.

    Dann wäre die Frage: Wie schaffen wir es als Gesellschaft, dass Eltern ihren erzieherischen Pflichten (wieder) nachkommen? Die Antwort kann jedenfalls nicht sein, dass, wenn Eltern dies nicht machen, dass wir dann sagen "OK, dann übernimmt das die Schule für euch.", denn welches Signal würde sowas an entsprechende Eltern senden? Soweit würde leider bislang noch nicht gedacht.

    Wir müssen auch hier im Forum gar nicht auf die ideale Lösung kommen, aber zumindest Alternativen zum traditionellen Ansatz "Dann macht es halt die Schule." überlegen, die die Verantwortlichkeiten der Eltern (!) ins Zentrum rücken.

  • Wenn Eltern es aber nunmal nicht machen, haben Kinder gerade bei diesem Thema massiv die Arschkarte gezogen. Ich finde schon, dass Altersvorsorge in der Schule thematisiert gehört und mache das auch, wenn es thematisch passt.

    Ob das Altersvorsorgedepot der große Wurf ist, weiß ich nicht, aber es kann für junge Menschen meines Erachtens zumindest ein niederschwelliger Einstieg in den Kapitalmarkt sein. Ich stelle mir vor, wenn schonmal ein Depot vorhanden ist und man Schüler mal durchrechnen lässt, wie es sich auswirkt, wenn man 40 Jahre lang 10€ oder 50€ oder 200€ einzahlt, dass sie dann selbst vielleicht auch eher den Impuls entwickeln, ein bissi Geld anzulegen.

  • Conni 14. Oktober 2026 17:44

    Hat den Titel des Themas von „Alzersvorsorgedepot ab 2027“ zu „Altersvorsorgedepot ab 2027“ geändert.
  • Weißt du noch nicht, dass das ganz böses Mobbing ist, wenn du diesen Usernamen falsch schreibst... :neenee:

    War es mir tatsächlicht nicht, danke für die Aufklärung.

    Manche korrigieren Fehler im Inhalt, manche Buchstabendreher. Jeder schöpft aus seinen individuellen Möglichkeiten.

  • Informiert Ihr eure Schüler bzw. deren Eltern über diese wichtige Maßnahme und besprecht mögliche Anlageformen?

    Ich glaube, meine PoWi-Kollegen greifen das Thema durchaus auf, ob es im Lehrplan steht, weiß ich nicht. Ich sehe es aber nicht als Aufgabe der Schule an, Eltern über die Altersvorsorge ihrer Kinder aufzuklären, schon gar nicht über mögliche Anlageformen. Dafür sind andere kompetent. Ich bin kein Anlageberater, keine Bank, kein Rentenberater. Wie soll das gehen? Frau X, die Klassenlehrerin der 6a und Fachlehrerin für Bio und Deutsch hat aber gesagt, man kann dafür folgende ETFs erwerben.... ?

  • Nein, aber Frau X kann darauf hinweisen, was Rente ist und dies wahrscheinlich kaum zum Leben ausreicht und der Willkür der Politik ausgesetzt ist.

    Damit ist jeder verpflichtet, sich auch selbst um eine private Altersvorsorge zu kümmern.

    Dann kann Frau X auch auf die Chancen und Risiken des Aktienmarktes hinweisen.

  • Nein, aber Frau X kann darauf hinweisen, was Rente ist und dies wahrscheinlich kaum zum Leben ausreicht und der Willkür der Politik ausgesetzt ist.

    Damit ist jeder verpflichtet, sich auch selbst um eine private Altersvorsorge zu kümmern.

    Dann kann Frau X auch auf die Chancen und Risiken des Aktienmarktes hinweisen.

    Dann sollte das aber auch sinnvoll fachlich angebunden sein. Ich bin zunehmend genervt von dem Anspruch, dass jeder Lehrer in jedem Fach alle gesellschaftlichen Probleme bearbeiten und möglichst noch lösen soll. Im Anfangspost war auch die Rede von Beratung von Eltern zum Altersvorsorgedepot, das ist aus meiner Sicht nicht Aufgabe von Schule. Hier wäre z.B. zu überlegen, ob die Gemeinden Infoabende mit Fachleuten anbieten. Wir beraten Eltern zu Erziehungsthemen oder Möglichkeiten der beruflichen Orientierung. Das ist meine Kompetenz, nicht der Aktienmarkt. Diese Überfrachtung von Schule mit immer mehr Baustellen ist für mich ein immer größer werdendes Problem.

    Einmal editiert, zuletzt von Eugenia (16. Oktober 2026 09:14)

  • Und am Ende wird die Lehrkraft dafür verantwortlich gemacht, weil sie falsche Anlagestrategien empfohlen hat - und keine fachliche Expertise besitzt.

    Mit Einbrüchen im Finanzmarkt ist immer zu rechnen, so kam es 2008 und 2020 zu massiven Kursverlusten. Im familiären Umfeld und Bekanntenkreis kenne ich zwei Fälle direkt, die sogar ihre Altersvorsorge auszahlen ließen um sie zu investieren und nun sehr kleine Brötchen backen müssen. Die Beispiele aus der Altersvorsorge der Menschen in Amerika sollte hier als Warnung dienen. Dort mussten viele von der Börsenkrise Betroffene ihren Lebensstandard im Alter spürbar senken und waren gezwungen, wieder eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen.

    Die Finanzlage der USA sollte die Alarmglocken läuten lassen. Die ersten Staaten ziehen bereits ihre Goldreserven aus den Staaten ab. Die nächste Blase leuchtet bereits am Horizont.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Frau X kann darauf hinweisen, was Rente ist und dies wahrscheinlich kaum zum Leben ausreicht und der Willkür der Politik ausgesetzt ist.

    Wahrscheinlich werden in allen Ländern im Lehrplan WP/SW/GL (oder wie auch immer es regional heißt) die Behandlung der Rente und ihrer Zukunftsprognosen sowie die verschiedenen Säulen der Altersvorsorge vorkommen. Es wird aber schwerlich zu den Aufgaben von Frau X gehören, in diesem Zusammenhang Ressentiments gegenüber Verfassungsorganen zu schüren...

  • Mit Einbrüchen im Finanzmarkt ist immer zu rechnen, so kam es 2008 und 2020 zu massiven Kursverlusten. Im familiären Umfeld und Bekanntenkreis kenne ich zwei Fälle direkt, die sogar ihre Altersvorsorge auszahlen ließen um sie zu investieren und nun sehr kleine Brötchen backen müssen.

    Könntest du einmal erläutern wie das gemeint ist?

    Der MSCI World stand kurz vor dem Coronacrash bei ca. 2400 Punkten, aktuell steht er bei über 4900 Punkten, was einem Wertzuwachs von gut 100% entspricht. Und das wohlgemerkt für den Fall, dass man zur damaligen Zeit kurz vor dem Crash am absoluten Maximum gekauft hat. Maximum Drawdown im Coronacrash war bis runter auf 1600 Punkte, womit wir bei über 200% Rendite liegen von damals zu heute. Wie um alles in der Welt verliert man da Geld?

    Man kündigt doch nicht einen Tag vor der Rente seine Altersvorsorge und investiert die an der Börse und am nächsten Tag stehen wir bei -50% und man wundert sich, dass das Geld futsch ist?! Sorry, aber dann haben deine Bekannten keine Ahnung vom Investieren ;)

    Und so schließt sich der Kreis: Grundlagen des Investierens sind wichtig!

  • Könntest du einmal erläutern wie das gemeint ist?

    Der MSCI World stand kurz vor dem Coronacrash bei ca. 2400 Punkten, aktuell steht er bei über 4900 Punkten, was einem Wertzuwachs von gut 100% entspricht. Und das wohlgemerkt für den Fall, dass man zur damaligen Zeit kurz vor dem Crash am absoluten Maximum gekauft hat. Maximum Drawdown im Coronacrash war bis runter auf 1600 Punkte, womit wir bei über 200% Rendite liegen von damals zu heute. Wie um alles in der Welt verliert man da Geld?

    Indem dir ein Crash diese Rendite frisst und du unter die Inflationsrate rutschst. Ich habe nur zu bedenken gegeben, dass es dafür Beispiele gibt. Aber bitte - mach' wie du es für richtig hältst. Falls du Pech hast, frisst die Gier die Altersversorgung. Ich bin "auskömmlich versorgt" - durch ein Alterssicherungssystem, das mit den richtigen Reformen weiterhin eine Zukunft hat.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
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  • Indem dir ein Crash diese Rendite frisst und du unter die Inflationsrate rutschst. Ich habe nur zu bedenken gegeben, dass es dafür Beispiele gibt. Aber bitte - mach' wie du es für richtig hältst. Falls du Pech hast, frisst die Gier die Altersversorgung. Ich bin "auskömmlich versorgt" - durch ein Alterssicherungssystem, das mit den richtigen Reformen weiterhin eine Zukunft hat.

    Diese Meinung entspricht aber keinesfalls den Ergebnissen der aktuellen Kapitalmarktforschung und des Portfoliomanagements. Sorry aber kennst du dich mit der Materie überhaupt aus?


    Die Aussage „Indem dir ein Crash diese Rendite frisst und du unter die Inflationsrate rutschst.“ ergibt im Übrigen keinen Sinn. Was soll denn unter die Inflationsrate rutschen?

    Sorry, aber das hört sich für mich eher nach Stammtisch „Börse ist Zockerei“ als nach fundierten Kenntnissen in dem Bereich an. Denn dann wüsstest du z.B., dass ausgerechnet Crashs langfristig Renditebooster sein können.

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