Diese Sprachlernangebote müssen halt in der Schule sein, verpflichtend, nach dem regulären Unterricht.
Ich hab Deutsch als Zweitsprache studiert, guess what, ich darf es nicht unterrichten, weil wir eh zu wenig Lehrerstunden haben.
Diese Sprachlernangebote müssen halt in der Schule sein, verpflichtend, nach dem regulären Unterricht.
Ich hab Deutsch als Zweitsprache studiert, guess what, ich darf es nicht unterrichten, weil wir eh zu wenig Lehrerstunden haben.
Schüler mit asiatischem oder osteuropäischen Hintergrund tun das, Ukrainer meist auch, andere Gruppen sitzen ihre Defizite signifikant mehrheitlich einfach aus.
Das ist an meiner Schule etwas anders. SuS mit asiatischem Hintergrund haben wir nur sehr wenige, bis auf eine größere Gruppe von Vietnames*innen, deren Familien aber zu 99% schon seit Jahrzehnten in Deutschland leben und wo die Kinder dementsprechend auch hier geboren wurden und ihr komplettes Schulleben hier verbracht haben. Bei den ukrainischen SuS ist es "mal so, mal so" - bei einigen besteht eine gute (Deutsch-)Lernbereitschaft, bei anderen nicht (vermutlich weil sie davon ausgehen, nicht auf Dauer in D zu bleiben, und z. T. weil sie am ukrainischen Online-Unterricht teilnehmen). Die Lernbereitschaft der SuS aus Syrien, Afghanistan, Irak, Türkei, Iran und afrikanischen Staaten ist ebenfalls unterschiedlich, größtenteils aber i. O. (ja, sowohl von den Schülerinnen als auch den Schülern - den Typ "orientalischer Problemjunge", den Bolzbold weiter oben beschreibt, erlebe ich in den letzten Jahren eher selten bzw. deren Zahl ist meiner Erfahrung gerade in den Berufseinstiegs- und Berufsfachschulklassen nach bei uns rückläufig).
Als problematisch erweisen sich bei uns seit Jahren eher die SuS, deren Familien aus Osteuropa kommen - vor allem aus Bulgarien, Rumänien, Polen, Litauen und Lettland; diese Gruppe ist nach Angaben des Landkreises mit rund 40% der ausländischen Mitbürger*innen die größte im LK. Deren Familien sind zum Arbeiten (in der Landwirtschaft und anderswo) hierher gekommen, aber eher selten gewillt Deutsch zu lernen, vermutlich ebenfalls vor dem Hintergrund, dass sie über kurz oder lang wieder in ihr Heimatland ziehen wollen.
Dementsprechend werden Förder-/Unterstützungsprogramme vor allem von Menschen wahrgenommen, die gerne hier in Deutschland arbeiten möchten, z. B. ukrainischen Frauen.
Schüler mit asiatischem oder osteuropäischen Hintergrund tun das, Ukrainer meist auch, andere Gruppen sitzen ihre Defizite signifikant mehrheitlich einfach aus.
Bei asiatischer Herkunft (du meinst wahrscheinlich Ost-, Südostasien und den indischen Subkontinent) gehe ich mit. Aber nicht bei den Ukrainern. Das ist die Herkunftsgruppe, die mir überdurchschnittlich oft negativ auffällt. Die Schule in Deutschland sei nicht wichtig, man macht ja einen ukrainischen Abschluss. Die Lernbereitschaft geht bei einem große Teil gegen 0. Das habe ich auch bei Afghanen und Syrern, aber nicht so deutlich und oft kann ich es auf Überforderung zurückführen.
Ungefähr jeder rassistische Vorfall mir gegenüber kommt außerdem von den Ukrainern oder anderen Osteuropäern.
Ich habe da allerdings vermutlich auch einen Bias und gleichzeitig einen einfacheren Zugang zu Schülern mit muslimischer Herkunft.
Ich hatte mal vietnamesische Schüler, die neben ihren traditionellen Vornamen auch jeder einen zweiten europäischen Vornamen aus dem Bildungsbürgertum hatten. Much to ponder.
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