• Ich habe mir gerade den Copsoq NRW 2026 Fragebogen angesehen und dabei lief es mir eiskalt den Rücken runter. Hat der Landesdatenschutzbeauftragte diese Umfrage genehmigt? So viele persönliche Daten, wie da am Anfang abgefragt werden, ist der Fragebogen alles andere als anonym. Er ist direkt einzelnen Kollegen zuzuordnen.

    Als einzig logischen Schluss kann man eigentlich an der Umfrage nicht teilnehmen, will man seine Arbeitssituation nicht beschönigen.

  • Weder die Schule noch die Dienststelle noch das Ministerium bekommen den Fragebogen zu Gesicht. Die zahlreichen Infos dienen dazu im Nachgang gezielte Auswertungen fahren zu können. Bei jeder einzelnen Auswertung achten die Auswerter darauf, dass n groß genug bleibt, damit kein Rückschluss auf einzelne möglich ist. So erhält die einzelne Schule auch keine Auswertung, wenn weniger als 5 Kollegen teilgenommen haben. (Ich meine 5 schlagt mit jetzt nicht, wenn es zwei mehr sind)

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Warum gibt es den Fragebogen überhaupt. Es ist der Aufmerksamkeit von vielen entgangen, dass seit einigen Jahren der Bereich der psychischen Gesundheit auch Bestandteil des Arbeitsschutzes ist. Der Arbeitgeber ist somit gezwungen eine Gefährdungsbeurteilung für den Bereich Psyche zu erstellen.

    Eigentlich haben die Schulen, wo weniger als die erforderliche Anzahl teilgenommen hat jetzt ein Problem. Denn dann sind diese eigentlich gesetzlich verpflichtet eine andere Form der Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Ich sehe im Moment nicht wo das passiert. Ich warte daher nur auf den Tag, wo ein Mitarbeiter mit einem ausführlichen Protokoll von Ereignissen an das Ministerium herantritt und Schadensersatz fordert. Am Besten über den Weg das keine oder keine hinreichende Gefährdungsbeurteilung im Bereich Psyche stattgefunden. Eine solche Verhandlung würde ich mir liebend gerne ansehen.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Sind alle Schulen 2026 dabei?
    Uns wurde noch gar nichts weitergeleitet.
    Wir haben aber im Frühling 2025 teilgenommen (und das Ergebnis war wirklich "schlecht"), es wäre ein bisschen zu früh, oder?

  • Ich habe den Bogen vor einigen Jahren mal ausgefüllt. Jetzt schrieb die Schulleitung wieder, wir können/dürfen/sollen die Umfrage ausfüllen.

    Aber wieso? Was habe ich persönlich davon? Dem Land als Arbeitgeber sind die Ergebnisse doch schnurtz-piep egal. Da wird sich nichts an irgendwas ändern.

    1. Wenn das jede*r sagt, hat man nie Daten.
    2. Es sind offizielle Daten, die nicht angezweifelt werden können (wie manchmal Beiträge der Gewerkschaften) und unser (Un)Wohlbefinden dokumentieren.
    3. Die Positionierung der einzelnen Schule im Vergleich zu den anderen Schulen der Schulform oder Region sagt auch einiges aus. Meine Schulleitung ist sich wirklich dessen bewusst (naja, zumindest kurz nach den Ergebnissen), dass es unserem Kollegium wirklich schlecht (laut Zahlen: ein Drittel nah am Burnout) und hat hier und da die Reißleine gezogen, wenn Kolleg*innen mit neuen Projektideen kamen, wo andere KuK involviert werden.


    Du hast also auf mehreren Ebenen etwas davon.

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