Beiträge von plattyplus

    Das ist logisch, da die Gerichte nach Kontinuität entscheiden und sich Mütter statistisch gesehen am meisten kümmern, bleiben die Kinder also auch meist dort.

    Wobei man aber auch anmerken muss, dass die Wartezeiten auf einen Gerichtstermin mitunter so lang sind, dass alleine durch die Wartezeiten genau diese Situation geschaffen wird, dass es zum Gerichtstermin eben heißt: "Das hat sich jetzt aber so eingespielt..."

    und ich kenne durchaus auch Frauen

    Womit wir wieder bei der anekdotischen Evidenz wären. Würde ich jetzt auf der gleichen Schiene antworten, müßte ich jetzt die Väter ins Feld führen, die inzw. einen sechsstelligen Betrag bei Anwälten gelassen haben, um das Sorgerecht auch wirklich durchzusetzen, weil sie sich von den Aussagen der Mutter: "Der Leon will heute nicht zu dir", nicht abspeisen lassen.

    Keine Sorge, wir haben beide getrennte Konten, unser jeweils eigenes Einkommen und die eigenen Finanzierungen laufen. Wir haben uns einfach so spät kennengelernt, dass bis dahin das ganze Finanzielle schon geregelt war.

    Aber wenn wir eine gemeinsame Baufinanzierung hätten etc. und ein "liebt nicht mehr" inkl. der folgenden Scheidung den Ruin für die/den jeweils Anderen bedeuten würde, würde zumindest auzs meiner Sicht die Sache ganz anders aussehen.

    Wir haben beide unsere finanzielle Unabhängigkeit bewahrt. Ich will aber nicht "Schuld" sein, weil ich nicht mehr mit jemandem zusammen sein will.

    Wenn Du mit ihm nicht zusammen sein willst, kannst Du selbstverständlich jederzeit gehen. Aber bist Du dann selbstverständlich für die finanziellen Folgen verantwortlich. Heute hat doch jeder Kreditvertrag eine höhere Verbindlichkeit als die Ehe. Bei dem Kreditvertrag kannst Du auch jederzeit aussteigen, nur bleibt dann nach Veräußerung der Sicherheit ggf. noch eine Restschuld übrig, für die Du trotzdem gerade stehen mußt.

    Die 50er haben angerufen.

    Man muß sich halt entscheiden. Entweder ist die Ehe verbindlich, dann folgt daraus die finanzielle Sorge füreinander, wie sie im BGB in den §1300 bis §1600 (so ganz grob) aufgeführt wird, und "liebt nicht mehr" hat keinen Platz. Oder sie ist nicht verbindlich, dann zählt "liebt nicht mehr" als Argument. Dann sollten im Gegenzug aber auch alle Verpflichtungen, die aus einer Ehe entstehen, aus dem BGB gestrichen werden.

    Auf der einen Seite die rechtliche Exklusivität wollen und gleichzeitig auf der anderen Seite nicht bereit sein die notwendige Verbindlichkeit einzugehen, funktioniert einfach nicht.

    Rein rechtlich ziehen Männer bei Sorgerechtsstreitigkeiten auch immer noch meisten den kürzeren. Insofern wundert mich der Prozentsatz nicht.

    Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum heute der weit überwiegende Teil der Scheidungen von Frauen eingereicht wird. Männer haben einfach im Falle der Scheidung viel mehr zu verlieren. Sie verlieren zumindest de facto die Kinder.

    So gesehen müßte man wahrscheinlich doch mal wieder darüber nachdenken, ob eine schuldhafte Scheidung evtl. doch sinnvoll wäre? Allein schon um der Ehe eine höhere Verbindlichkeit einzuräumen, als dies heute der Fall ist.

    Fangen wir doch damit an. Vielleicht wandern dann eine Menge Schüler:innen zu den weit besser versorgten Schulen.

    Ich würde sogar bei einer 50er Klassenfrequenz meine Kinder dann lieber auf die "guten Schulen" schicken als in die Brennpunktschulen, selbst wenn diese nur eine 15er Klassenfrequenz und Doppelbesetzung hätten. Ich muss aber auch zugeben, dass ich selber als Grundschüler vor inzw. 40 Jahren in der Schule dermaßen zusammengeschlagen wurde, dass ich im Krankenhaus mit zieg Knochenbrücken wieder aufgewacht bin.

    Eine Frau mit Hund/Katze als Kinderersatz würde ich auch als gigantische Red Flag sehen.

    Das sehe ich ebenso. Hinter den Kindern auf Platz zwei der Rangfolge zu stehen, ok. Aber sich in ihrer Rangfolge hinter den Haustieren einreihen zu müssen, geht mal gar nicht.

    Ein Hund ist kein Kinderersatz, aber sehr lebensbereichernd, wie ich finde! 8)

    Naja, wenn es dann aber von der Partnerin heißt, daß man nicht zusammen in den Urlaub fahren kann, weil ja der Hund da ist... und was alles sonst noch nicht geht, eben weil der Hund da ist, dann wird eben dieses Haustier doch zu einem gewaltigen Störfaktor. Bei Kindern ist es so, dass sie älter und zunehmend selbstständig werden. Da kann man sich ausrechnen, dass gewisse Dinge in 10-15 Jahren dann doch wieder möglich sind, die jetzt aktuell wegen der Kinder eben nicht gehen. Aber ein Haustier ist ein Schwerstpflegefall, der einen an das Haus kettet und es ist absehbar, dass es nie besser werden wird. Katzen sind in der Beziehung weitaus pflegeintensiver als Hunde, aber das Problem ist das gleiche.

    Erschrocken bin ich aber über Deine Wortwahl, wie Du Kinder generell siehst, die ein möglicher Partner mitbringen könnte.

    Bei der ganzen Diskussion hier darf man auch nicht außer Acht lassen in welchem Beruf wir hier alle arbeiten. Ich bin hier weißgottnicht für Prosa bekannt, wenn es darum geht das Fehlverhalten von Schülern zu beschreiben und zu bewerten, aber Kinder komplett abzulehnen geht zu weit.

    Eine Studie der Bremer Universität ergab, dass ganze 30% der Väter nach der Trennung gar keinen Kontakt mehr mit ihren Kindern haben

    Die Frage ist halt immer, ob die Mutter den Kontakt des Vaters zum Kind überhaupt zuläßt. Oder anders: ich kenne genug Väter, deren Kinder einmal alle 2 Wochen von der Rechtspflegerin bei der Mutter abgeholt werden, um wenige Stunden beim Vater verbringen zu können. Der juristische Marathon, der dem voraus ging, könnt ihr euch wohl denken.

    Irgendwie ist der Artikel hier recht interessant. Zumindest bestätigt er meine Aussagen hier im Forum:

    —> https://de.euronews.com/2026/03/11/spa…ender-gaspreise


    Zitate daraus:

    • Fachleute sind sich einig: Die Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe macht Staaten hochgradig verwundbar.
    • Der Schwenk zu erneuerbaren Energien zahlt sich für private Haushalte deutlich aus. 2019, vor der Wind- und Solarrevolution, zählte Spanien noch zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen Europas. Inzwischen liegt es im unteren Preisfeld.
    • Manche fragen sich, ob Trumps Krieg gegen den Iran Europa unfreiwillig in Richtung sauberer Energietechnik aus chinesischer Produktion treiben könnte. Der Energiefinanzexperte Gerard Reid verweist darauf, dass Erneuerbare langfristig günstiger sind als fossile.

      „Ich wäre lieber von China abhängig, wenn es um den Import von Solarmodulen und Batterien geht, als von Öl und Gas aus dem Golf. Und ich sage Ihnen auch warum: Wenn ich dieses Solarmodul, diese Batterie, dieses Windrad, diesen Transformator kaufe, dann tue ich das einmal in fünfundzwanzig Jahren. Ich muss das nicht jeden Tag neu kaufen.“

    • Hier können ganz normale Bürgerinnen und Bürger ansetzen: Sie senken nicht nur ihre eigenen Energierechnungen, sondern verringern zugleich die Abhängigkeit ihres Landes von fossilen Brennstoffen. Oder wie Marin Gillot vom Analysehaus Strategic Perspectives sagt: „Jede installierte Wärmepumpe, jedes Elektroauto, jedes Windrad und jedes Solarmodul bedeutet weniger importiertes Gas – Molekül für Molekül.“


    Wie bereits an anderer Stelle gesagt, würde ich mir eigentlich von unserer Bundesregierung gerade bei solchen Energiepreisschocks wie dem jetzigen eine Ansprache zur Lage der Nation mit dem Tenor „Jedes Balkonkraftwerk ist eine Frage nationaler Souveränität“ wünschen.

    Der Energiepreisschock zu Beginn des Ukraine-Kriegs hat mich jedenfalls so hart getroffen, ca. die Hälfte meines Nettoeinkommens ging für Energie drauf, dass ich auf die Erneuerbaren umgestellt habe und jetzt im Vgl. zu der Situation vor 4 Jahren sehr viel gelassener der Situation gegenüber stehe.

    Nah- und Fernwärme aus Müllerverbrennung

    Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Bei der nächstgelegenen Müllverbrennungsanlage sieht es aktuell so aus, dass sie Plastikmüll und Heizöl zukaufen müssen. Zum einen fehlt dem Restmüll heute der Plastikanteil, der gut brennt und so für die notwendigen hohen Temperaturen bei der Verbrennung sorgt. Zum anderen fehlt es schlicht an ausreichend Müll. Aber den Müllofen einfach mal für ein paar Tage runterfahren und warten bis wieder ausreichend Brennstoff auf dem Hof liegt geht auch nicht, weil man sich ja verpflichtet hat 24/7 Fernwärme zu liefern.

    Wie wäre es, den Besitz von Balkonkraftwerken zu vereinfachen? Die Dinger sind weder einfach noch günstig zu bekommen, Vermieter müssen zustimmen, unnötig besondere Steckdosen eingebaut werden...

    Die Probleme wurden doch inzw. alle behoben.

    • Die Dinger liegen bei uns inzw. sogar beim Edeka neben der Kasse, man muß also nicht einmal in den Baumarkt. Die Meisten kaufen aber eh im Internet, weil die Solarmodule dann geliefert werden und man die großen Platten nicht irgendwie ins Auto bekommen muss.
    • Der Wieland-Stecker ist nicht mehr notwendig, inzw. ist der Schuko-Stecker auch per VDE-Norm zulässig.
    • Man muss das Ding „nur“ noch melden. Wenn der Netzbetreiber nicht hinterherkommt mit dem Umrüsten der Stromzähler, ist das nicht mehr das Problem des Kunden. Das Anmelden könnte aber noch vereinfacht werden, da hast Du recht.
    • Vermieter dürfen Balkonkraftwerke nur noch aus triftigen Gründen vom Vermieter verboten werden, z.B. wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht. „Gefällt mir nicht“ ist kein Argument des Vermieters mehr.

      In den Jahren 2024 und 2025 hat sich rechtlich und normungstechnisch Einiges geändert.

    Mal gucken, ob der Iran-Krieg und der erneute Preisschock an den Energiemärkten (Tankstellen, Heizölhandel, Gaspreise, …) wie damals zu Beginn des Ukraine-Kriegs dafür sorgen, dass Deutschland auch gegen den Willen der Bundesregierung die Energiewende in Richtung Solaranlagen, Wärmepumpen, Batterie- und Druckluftspeichern, .. durchzieht.

    —> https://www.focus.de/earth/wegen-ir…083643dc2c.html

    Das Timing des neuen Heizungsgesetzes war jedenfalls extrem unglücklich, sieht doch jetzt jeder, wohin die Gasheizung im Heizungskeller bei steigenden Preisen führt.

    Wie damals, als diese Diskussion hier begann, erhoffe ich mir immer noch eine Ansprache zur Lage der Nation vom Bundespräsidenten oder -kanzler, wo er die Bevölkerung „an die Hand nimmt“ und ganz direkt sagt, was jeder Bürger machen kann bzw. soll. Bsp.: „Die Energieversorgung ist eine Frage nationaler Souveränität, jede kWh zählt, also baut Solaranlagen auf, egal ob groß oder klein (=Balkonkraftwerk), versucht den Verbrauch an die Produktion anzupassen, also stellt die Spülmaschinen dann an, wenn die Sonne scheint, …“

    Also eine ganz konkrete Ansage wie es laufen soll. Sicher macht man sich mit dermaßen konkreten Aussagen als Politiker angreifbar, es wäre meiner Meinung nach aber ein Zeichen von Führungsqualität.

    Holzheizungen - und besonders Pelletheizungen - sind CO2-neutral. Es wird Abfallholz aus Sägewerken, der Verkehrssicherung der Straßenveraltung und der Holzindustrie zu Pellets gepresst. Durch diese Resteverwertung landet das Holz nicht im Müll oder in der Verbrennungsanlage - wo dieselbe Menge CO2 freigesetzt würde.

    Man könnte das Holz aber auch in tiefen Bergwerken "vergraben", um so der Atmosphäre co2 zu entziehen und die Erderwärmung zu bekämpfen. :teufel:

    Wobei es echt interessant wäre zu erfahren was passiert, wenn jemand ohne Wahlbenachrichtigung aber mit Personalausweis ins Wahllokal kommt, der Wahlhelfer in seiner Liste nachschaut, feststellt, dass der Name schon abgehakt ist und der Wähler n Eidesstatt erklärt noch nicht gewählt zu haben? Da war dann nämlich zuvor ein Nicht-Wahlberechtigter mit dem Wahlschein im Lokal.

    Irgendwo habe ich gelesen: Reisepass kostet 165 Dollar, dauert mehrere Wochen und muss persönlich bei einem Bürgeramt beantragt werden.

    Der Personalausweis kostet 46,-€, dauert mehrere Wochen, muss persönlich im Einwohnermeldeamt abgeholt werden und ist bei der Wahl im Wahllokal vorzulegen.

    Also so schlecht ist das nicht, was Trump da fordert, entspricht es doch ziemlich genau dem, was in unserem Wahlsystem seit Jahrzehnten Standard ist. Ob man das Dokument jetzt Personalausweis oder Reisepass nennt, ist doch unerheblich. Im Ergebnis muss man sich in beiden Fällen die Wahlberechtigung erkaufen.

    Warum muss man bei uns den Personalausweis eigentlich bezahlen, wenn es doch eh Vorschrift ist einen zu haben?

    Ich habe SEHR GUT aufgepasst und brauchte bei den letzten zwei Wahlen (4 Wahlgängen) kein einziges Mal meinen Perso, die Wahlkarte-Benachrichtigung reicht aus. (und nur einmal kannte mich eine städtische Angestellte vom Sehen und konnte den Namen halb verbinden. Mein Mann hat ebenfalls nie einen Ausweis vorgelegt.)

    Du kannst jetzt aber Trump nicht dafür verantwortlich machen, dass die Wahlhelfer hier in Deutschland nicht "Dienst nach Vorschrift" gemacht haben. Schließlich haben sie eigentlich Deine Identität zu überprüfen.

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