geometrische formen einführen Klasse 1

    • Zum theoretischen Hintergrund und Hilfen:

    =>https://pikas.dzlm.de/unterricht/rau…etrische-formen


    • Das kleine blaue Quadrat : (Faltgeschichte, U-entwurf fachübergreifend Mathe/Deutsch9

    =>https://www.bildung-lsa.de/files/5e36699b…tgeschichte.pdf


    • Prinzessin findet Formen: (Film)

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  • Hallo,

    ich suche auch nach Ideen für meine Vorführstunde in einer 1. Klasse zum Thema "geometrische Formen". Ich habe z.B. was von der Geschichte "Die Prinzessin findet Formen" gehört, aber im Internet finde ich leider gar nichts. Kann mir da jemand mehr dazu erzählen? Und generell würde ich gerne erfahren, wie ihr so eine Stunde aufbauen würdet.

    Einführung: Stuhlkreis, Fühlsäckchen mit unterschiedlichen geometrischen Formen aus Holz geht rum; SuS nehmen ("heimlich") eins raus, ohne zu schauen und zu verraten, was sie in der Hand haben.

    In der Mitte legt die Lehrkraft aus Karton ausgeschnittene große Formen.

    Die Schüler legen nacheinander ihr "Geheimnis" zur entsprechenden Form. Lob durch die Lehrerin: Alle haben richtig zugeordnet,. Woher wusstest du, wo deine Form hin muss? Schüler begründen, beschreiben, eventuell helfen mit genaueren Worten. Zuordnen der großen Formen zu den entsprechenden Namensschildern: Kreis, Dreieck, Viereck, je nach Bildungsplan Quadrat, Rechteck...

    Danach sucht ihr im Klassenzimmer (Lebenswelt) nach Formen: Die Uhr ist ein Kreis, die Tür ist ein Viereck, usw....

    Weiter geht es mit Stationsplan und unterschiedlichen Aufgaben: Tangram legen, mit Formen etwas zeichnen, usw.,usw... Eventuell Gruppenauftrag: Aus größeren ausgeschnittenen geometrischen Formen ein Fantasiewesen auf Tonpapier aufkleben, den anderen vorstellen: "Die Nase ist ein Dreieck", usw....

    Schluss: Reflexion

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Hallo,

    ich suche auch nach Ideen für meine Vorführstunde in einer 1. Klasse zum Thema "geometrische Formen". Ich habe z.B. was von der Geschichte "Die Prinzessin findet Formen" gehört, aber im Internet finde ich leider gar nichts. Kann mir da jemand mehr dazu erzählen? Und generell würde ich gerne erfahren, wie ihr so eine Stunde aufbauen würdet.

    Was ist eine Vorführstunde?

    Zum Aufbau von Stunden komme ich immer erst, wenn ich die Einheit aufgebaut habe. Es gibt mehrere Aspekte, die ich behandele und kann eine einzelne Stunde immer nur im Kontext planen. Was sagt der Lehrplan? Was sagt die Fachdidaktik? Hast du dazu noch Aufzeichnungen von der Uni?

    Ganz allgemein vorweg: Beim Fühlen und Formen in der Umwelt suchen, aufpassen, dass sie nicht Zylinder als Kreise und Würfel als Vierecke identifizieren. Körper sind später dran, Eigenschaften ihrer Dreidimensionalität ist komplexer zu erfassen.

  • Ganz allgemein vorweg: Beim Fühlen und Formen in der Umwelt suchen, aufpassen, dass sie nicht Zylinder als Kreise und Würfel als Vierecke identifizieren. Körper sind später dran, Eigenschaften ihrer Dreidimensionalität ist komplexer zu erfassen.

    Da könnte ich mir die Methode des Concept Attainments vorstellen, von der ich letztens las: Man präsentiert Formen in der Umwelt als richtige Beispiele und Körper in der Umwelt als falsche Beispiele, ohne zu sagen, um welches Konzept es geht. Stattdessen sollen die Kinder erstmal auf die Unterschiede achten und das Merkmal der richtigen Beispiele, sprich der Formen, (zweidimensionalität) im Vergleich zu den falschen Beispielen, sprich den Körpern, herausfinden. Im Anschluss kann man dann die Begriffe Form und Körper zur Unterscheidung einführen.

  • Da könnte ich mir die Methode des Concept Attainments vorstellen, von der ich letztens las: Man präsentiert Formen in der Umwelt als richtige Beispiele und Körper in der Umwelt als falsche Beispiele, ohne zu sagen, um welches Konzept es geht. Stattdessen sollen die Kinder erstmal auf die Unterschiede achten und das Merkmal der richtigen Beispiele, sprich der Formen, (zweidimensionalität) im Vergleich zu den falschen Beispielen, sprich den Körpern, herausfinden. Im Anschluss kann man dann die Begriffe Form und Körper zur Unterscheidung einführen.

    Aber die Flächenformen kann man in der - analogen - Umwelt doch nur an Körpern wahrnehmen? Auch ein aus Papier ausgeschnittener Kreis ist ein Zylinder, wenn auch ein sehr flacher.

  • Aber die Flächenformen kann man in der - analogen - Umwelt doch nur an Körpern wahrnehmen? Auch ein aus Papier ausgeschnittener Kreis ist ein Zylinder, wenn auch ein sehr flacher.

    Man kann schon Flächenformen finden, etwa kann ein Loch rund sein oder die Oberfläche des Tisches rechteckig. Wobei die Ecken häufig abgerundet sind...

    Aber es ist schwer, meine Schüler halten Kugeln mitunter für Kreise und erkennen nicht, wenn eine Schachtel ein Quader ist, alle anderen, ähnlichen Schachteln auch Quader sind. Da muss man noch nicht mal die Beziehung von Quader und Würfel thematisieren.

    Ich unterrichte ja seit vielen Jahren Förderschüler*innen, bin aber doch immer wieder erstaunt, was und wie Kinder manchmal denken und warum irgendwas nicht einleuchtet.

    In jedem Falle kommt die Auseinandersetzung mit dem Thema vor der Suche nach Materialien, sonst kann man deren Sinnhaftigkeit nicht beurteilen.

  • Ja, über den Stolperstein habe ich auch nachgedacht. Vielleicht muss man es digital machen. Körper und geometrische Formen präsentieren und im Anschluss könnten die Kinder dann z.B. 'nur' die geometrische Form am Körper mit einer Schnur markieren. Wir haben auch geometrische Körper in der Schule, bei denen man die Flächen herausnehmen kann. Bei diesem Montessorie-Material gefällt mir die Markierung der geometrischen Form, die man dann mit einer blauen Schnur nachbilden könnte, zu diesem Zweck besser als bei dem Material, das wir in der Schule haben. Solches Material könnte man vielleicht alternativ zur digitalen Präsentation auch für die Methode nutzen.

    Im ersten Schritt finden die Kinder geometrische Formen in der Klasse (an Körpern, da alles im Klassenraum Körper sind). Um den Unterschied zwischen geometrischer Form und geometrischem Körper zu erkennen, werden die Beispiele digital oder anhand des analogen Materials präsentiert - Fokus auf die Markierung der Form im Kontrast zum ganzen dreidimensionalen Körper. Am Ende markieren die Kinder die Form an den im Klassenraum gefundenen Körpern mit einer Schnur.

  • Noch einmal: Ist Form für Fläche (im Gegensatz zum dreidimensionalen Körper) eine gängige Verwendung?

    Nein. Bei uns im Lehrplan steht: Flächenform und Körperform. Wir nutzen hauptsächlich die Begriffe Fläche und Körper. Man kann es auch wie im Lehrplan benennen. Formen (Arten bzw. Ausprägungen) können beide sein, wie schon die Begriffe sagen. Den Begriff Fläche kann man im Unterschied zum Körper so erklären, dass das Wort "Fläche" von "flach" kommt und entsprechend demonstrieren.

  • Man kann schon Flächenformen finden, etwa kann ein Loch rund sein oder die Oberfläche des Tisches rechteckig.

    Ein Loch ist ein Hohlraum und als solcher auch wieder ein Körper (z. B. Zylinder, Halbkugel, ...).

    Die Oberfläche des Tisches ist eine Seite der Tischplatte, die z. B. ein Quader sein kann.

    Flächenformen existieren in der Realität nur an Körpern. Zweidimensionalität ist ein Konzept.

  • ich sage immer "flächen kann man nicht hochheben, nur malen oder sehen, und wenn man sie ausschneidet, sind sie ja ein ganz bisschen dick, also nicht nur flach." - das wird ab klasse 1 verstanden.

    wichtig ist auch, das haus der vierecke zu berücksichtigen. ich sage dann in den unteren klassen immer, dass ein rechteck ein besonders "schönes" viereck mit "richtigen ecken" ist, die man später rechte winkel nennt, und dass ein quadrat das "feinste" aller vierecke ist, nämlich ein rechteck mit richtigen ecken und allen seiten gleich lang. dann stelle ich auch fragen wie "ist ein quadrat auch ein rechteck?" etc..

  • ich sage dann in den unteren klassen immer, dass ein rechteck ein besonders "schönes" viereck mit "richtigen ecken" ist, die man später rechte winkel nennt, und dass ein quadrat das "feinste" aller vierecke ist, nämlich ein rechteck mit richtigen ecken und allen seiten gleich lang.

    Warum diese ästhetische Wertung im Mathematikunterricht?

    Welches Viereck besonders "schön" oder "fein" ist, ist doch wohl sehr subjektiv und hängt vom Kontext ab.

  • Das Thema kam an anderer Stelle im Forum schon einmal auf. Der rechte Winkel ist eine notwendige Voraussetzung, um Rechteck und Quadrat eindeutig zu definieren und damit von anderen Vierecken abzugrenzen, wird aber erst später formal eingeführt.

  • Aber die Flächenformen kann man in der - analogen - Umwelt doch nur an Körpern wahrnehmen? Auch ein aus Papier ausgeschnittener Kreis ist ein Zylinder, wenn auch ein sehr flacher.

    Was sagst du zu Erstklässlern, wenn du möchtest, dass sie einen Kreis ausschneiden? Sagst du dann: "Schneide bitte diesen sehr flachen Zylinder aus?"

    Oder: "Schneide bitte dieses kreisförmige Ding aus. Was du dann in der Hand hältst, ist ein sehr flacher Zylinder."

    Man kann ja auch die Körperformen aus dem Matheraum mitbringen und den Unterschied deutlich machen. Das mache ich aber eigentlich erst in höheren Jahrgängen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

    Einmal editiert, zuletzt von Zauberwald (2. Januar 2026 14:28)

  • Warum diese ästhetische Wertung im Mathematikunterricht?

    Welches Viereck besonders "schön" oder "fein" ist, ist doch wohl sehr subjektiv und hängt vom Kontext ab.

    Ästhetik in der (Grundschul)Mathematik gibt es tatsächlich und wird diskutiert. Das Thema ist mir nicht unbekannt, ich habe etwas darüber erfahren, wahrscheinlich im Rahmen einer FB oder über Artikel in Grundschulzeitschriften. Beispiel: "Schöne Päckchen" oder auch das Thema "Muster". Im Internet ist nicht so viel zu finden.

    https://www.uni-siegen.de/fb6/phima/memb…lang=en?lang=de

    https://www.uni-siegen.de/fb6/phima/memb…lang=en?lang=de

  • Was sagst du zu Erstklässlern, wenn du möchtest, dass sie einen Kreis ausschneiden? Sagst du dann: "Schneide bitte diesen sehr flachen Zylinder aus?"

    Oder: "Schneide bitte dieses kreisförmige Ding aus. Was du dann in der Hand hältst, ist ein sehr flacher Zylinder."

    Nein. Ich problematisiere das gar nicht so sehr und behandle Flächen und Körper - erst einmal - getrennt.

    Die Flächen mache ich relativ am Anfang der ersten Klasse schon. Die Körper kommen dann gegen Ende der ersten oder Anfang der zweiten Klasse dazu.

    Nach meiner Erfahrung gibt es da wenig Verwechslungen und wenn, dann kann man das leicht erklären. Später kommen wir dann natürlich dazu, welche Flächen man an welchen Körpern finden kann usw.

    In dem von tibo skizzierten Ansatz geht es ja aber, so wie ich es verstanden habe, darum, von vorneherein die Konzepte von Flächen und Körpern gegenüberzustellen anhand der Kategorisierung von Alltagsobjekten. Und nur in diesem Kontext habe ich erwähnt, dass alle Alltagsobjekte Körper sind.

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