planbare Konferenztermine

  • Hallo,
    ich habe eine rechtliche Frage, weil ich vor folgendem Problem stehe.
    Wir haben zu Beginn des Schuljahres einen Konferenzplan bekommen, der alle Konferenztermine enthält.
    Ich habe zwei Kleinkinder, arbeite Teilzeit und habe mich auf diese Termine eingestellt, d.h. Babysitter bzw. andere Betreuung organisiert. In der Praxis ist es aber so, dass diese Termine ständig hin- und hergeschoben werden. Dieses Mal ist es ganz extrem:
    Unsere Konferenz war ursprünglich an einem Montag. Babysitter und Tamu hatte ich bereits informiert und gebucht. Die Schulleitung bat darum, den Termin nach vorne zu schieben, weil er so dringend sei und schlug einen anderen Termin vor.Ich fand das doof, aber meinen Kollegen (alle Vollzeit ohne Kinder) war das egal und sie stimmten zu, also galt Mehrheitsbeschluss ist: Konferenz verlegt.
    Also kümmerte ich mich wieder um eine Betreuung. Dieses Mal (heute) reiste meine Mutter von weit weg an, weil ich keine andere Betreuung gefunden habe. Nun saß ich in der Pause im Lehrerzimmer und die Schulleitung teillte mit, dass die Konferenz leider ausfallen müsse, weil eine Kollegin, die für das Thema sehr wichtig sei, vorzeitig nach Hause geht, ihr wäre schlecht. Meine extra zu dem Termin angereiste Mutter braucht also nicht auf meine Kinder aufpassen.
    Die Konferenz aber ist auf nächste Woche wieder verschoben worden. Wir dürfen wählen, ob Mittwoch oder Donnerstag besser ist und dann per Mehrheitsbeschluss einen Tag festlegen. Für diese Tag habe ich aber keine Betreuung und ich bin es auch leid, mich immer wieder zu bemühen und dann wird wieder alles verschoben.
    Ist das so alles rechtens?
    1. Kann man eine Konferenz einfach so hin- und herschieben, egal welche Betreuungsprobleme eine Lehrerin zu Hause hat?
    2. Wenn alle Vollzeitkräfte ohne Kinder sind und ich Teilzeit mit zwei Kleinkindern, gilt dann immer der Mehrheitsbeschluss, d.h. das auf mich nicht Rücksicht genommen werden kann?
    Und eine weitere Frage: Ich habe gerade erst wieder nach einem Jahr Pause angefangen an meiner Schule zu arbeiten und eine 1. Klasse übernommen. Ich erteile 14 Stunden in Elternzeit. Der riesige Umfang an Elternsprechtagen (viele Gespräche, weil große Klasse), Elterngesprächen, Konferenzen überfordert mich sehr und meine eigenen Kinder leiden. Das Geld brauch ich aber.
    Ist es möglich in Elternzeit "zurückzugehen" und in anderer Form zu arbeiten? (Vertretungsstelle ohne Klasse, oder auch nur sonstwo ein 400€ Job)
    Gibt es Fristen, wie und wann zu welchem Termin man in Elternzeit seine Stunden reduzieren oder aufstocken kann?
    Kann ich auch einfach in Elternzeit zurückgehen, obwohl ich gerade ein 1. Schuljahr bekommen habe?
    Alema
    LG Alema

  • Habt ihr keine Frauenbeauftragte? Die müsste doch eigentlich deine Ansichten vertreten "nach oben", auch wenn du die einzige bist, die Kinder hat!
    Könnte es nicht sein, dass dir auch akut schlecht geworden ist ;) ???

  • Ich würde dieses Problem mal im Kollegium direkt ansprechen und Rücksicht bis zu einem gewissen Grad einfordern. Ansonsten tut es dir leid und du bist eben nicht da. Wie Nuffi es schon schrieb ... ;) - und für die Zukunft klare Ansage machen. Personalrat fragen?!
    Als TZ musst du sowieso nicht an allen Konferenzen teilnehmen, sondern besonders wichtig sind die mit Abstimmungen. Bei anderen bist du auch in der Lage, ein Protokoll zu lesen. Auch Aufsichten etc. sollten angepasst werden. Schwierig ist das natürlich schon mit den Elterngesprächen. Das ist ja in einer ersten superwichtig - aber zweimal im Schuljahr, oder? Ich hab das in meiner letzten ersten an drei Nachmittagen/Abenden runtergerissen. Zum Halbjahr und Schuljahresende ... 15 - 20 min und gut. Versucht, effektiv zu sein.
    Ich weiß nicht, ob man wieder in Elternzeit zurück kann und die Klasse abgeben ...?! Weiß auch nicht, ob ich es nicht erst anders (wie oben) versuchen würde. Ich denke, du verbaust dir eventuell viel, wenn du diesen großen Schritt gehst (Schulleitung ...)

  • Meines Wissens muss bei jeder Konferenz eine Einladung mindestens eine Woche vorher erfolgen.


    Aber wo das im Gesetz steht, kann ich auch gerade nicht sagen.

  • wollte spontan auch sagen: Dann wirds dir eben auch mal schlecht....
    ich würde mit meiner SL unter 4 Augen sprechen und ihr die Situation erklären, und dann auf deren Einsicht hoffen udn nächste Woche fehlen.

  • Ich kenne auch die Regel, dass zu Konferenzen eine Wocher vorher eingeladen sein muss.
    Konferenzen können zumindest in Hamburg laut Arbeitszeitmodell nicht nur teilzeitmäßig besucht werden, das gehört zu den A-Zeiten.

  • Das finde ich wirklich unmöglich. Ich würde auch sagen- dieses Mal wird es Dir leider schlecht.
    Und dann würd ich mal fragen wozu der Plan eigentlich ist. Das ist doch sinnfrei wenn alles verschoben wird...

  • Zitat

    Original von Anja82
    Meines Wissens muss bei jeder Konferenz eine Einladung mindestens eine Woche vorher erfolgen.


    Aber wo das im Gesetz steht, kann ich auch gerade nicht sagen.


    Dazu gehört auch eine Entsprechende Tagesordnung.


    Sprich aber doch zunächst mal mit deiner Schulleitung über dein Problem. Vielleicht kannst du die Kinder ja auch mit zur Konferenz bringen oder du kannst nach einer gewissen Zeit gehen.


    Aber auch der Lehrerrat kann ja mal eine Anlaufstelle für dich sein, falls du dich nicht allein zur Shculleitung traust


    Grüße
    Peter

  • Ihr habt alle Recht:
    Die Einberufung einer Lehrerkonferenz per Aushang mit Tagesordnung, Ort und Zeitl. Rahmen muss mindestens eine Woche vorher erfolgen. In Bayern steht das so in der VSO.
    Gruß
    Pepi

  • Hallo,


    es liegt auf der Hand, dass es für Dich eine wirklich blöde Situation ist. Da die Teilnahme an Konferenzen (egal ob man auf Teilzeit oder Vollzeit arbeitet) einfach Pflicht ist, muss man bei uns einen Antrag auf Beurlaubung stellen, falls man nicht teilnehmen kann. Das Ganze muss natürlich entsprechend begründet werden. Ich hoffe, dass Du einen verständnisvollen Schulleiter hast, weil das Problem der Kinderbetreuung eigentlich eine Privatsache ist, also kein Grund, um am Dienst nicht teilzunehmen. Trotzdem würde ich auf jeden Fall den Personalrat ansprechen. Auch wenn Du in der Minderheit bist, lässt sich vielleicht etwas "arrangieren".
    Was die Extratermine angeht, sollten sie normalerweise über eine Vereinbarung zwischen Schulleitung und Personalrat bzw. Gleichstellungsbeauftragten vereinbart worden sein. Bei uns ist es klar, dass zum Beispiel die Termine udn die Präsenz beim Elternsprechtag je nach Unterrichtsstunden gestuft werden. Das Gleiche gilt zum Beispiel für Wandertage, Projekttage usw.


    Gruß

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Bei uns ist es klar, dass zum Beispiel die Termine udn die Präsenz beim Elternsprechtag je nach Unterrichtsstunden gestuft werden.


    wie muss ich mir das vorstellen? Du bist dann weniger lang anwesend, so dass nicht alle Eltern kommen können ? Oder nach dem Motto "halbe Stelle - halbe Elternschaft" ? :D

  • würde mich auch interessieren.
    ich habe natürlich mit meiner momentan halben stelle die volle (momentan sehr umfangreiche) elternarbeit und bin natürlich auch bei allen dingen dabei, die konzeptarbeit und gestaltung von schul- und klassenleben angehen. ich kann doch nicht sagen "wir machen keine klassenweihnachtsfeier oder maximal eine stunde, weil ich teilzeitkraft bin".


    zum thema: konferenztermine sollten wirklich im voraus festgelegt und dann durchgezogen werden. wenn eine konferenz ausfällt - ist halt so. aber so spontan eine weitere anberaumen, ist unfair.
    soweit ich weiß, ist die vorgabe von oben aber nur, es möglichst so zu gestalten, dass alle im voraus die termine haben.... ist dann wieder auslegungssache.

  • Zitat

    Original von Friesin


    wie muss ich mir das vorstellen? Du bist dann weniger lang anwesend, so dass nicht alle Eltern kommen können ? Oder nach dem Motto "halbe Stelle - halbe Elternschaft" ? :D



    Ja, so ungefähr.
    Ich habe zum Beispiel eine volle Stelle und Elternsprechtag vom 9. bis 18. Meine Teilzeitkolleginnen haben dagegen von z.B. 11 bis 15 Uhr.
    das kann natürlich zur Folge haben, dass um so mehr Eltern sich um Termine außerhalb des Elternsprechtages bemühen. Auf der anderen Seite finde ich es persönlich so gerecht. Weniger Geld, dann weniger Stunden.

  • Hallo,
    danke für die vielen Antworten.
    Ich denke, wenn ich die Termine eine Woche im Voraus kenne, ist das in Ordnung. Mir geht es eher darum, dass eine Konferenz angekündigt wird, ich suche Kinderbetreuung, sie wird verschoben, also wieder Kinderbetreuung absagen, Konferenz soll wieder wannanders stattfinde, also wieder Betreuung suchen, Kinder sind gerade mühsam untergebracht, da wird Konferenz am selbigen Tag wieder abgesagt und wieder auf eine Woche später verschoben.
    Diese Spielchen laufen bei uns an der Schule häufiger. Bei euch auch?
    LG Alema

  • zum glück nicht, wir haben da aber auch eine sehr rücksichtsvolle und gut organisierte schulleitung und mehrere kolleginnen in teilzeit mit kleinen kindern.

    • Offizieller Beitrag

    Nein bei uns nicht.


    Mich betrifft das zwar nicht, würde mich aber auch nerven. Es kommt mal vor, dass mal ein Termin verlegt werden muss und dummerweise aus einem Termin dann zwei werden, aber selten.


    Es geht ja nicht um die Ankündigungszeit, sondern das ständige verschieben. Ich würde das auch der Schulleitung und der Personalvertretung so kommunizieren, dass Du ja gerne Deinen Job erledigen würdest, dass Du Dich bei der ständigen Vwerschiebung von Terminen irgendwann dazu nicht mehr in der Lage siehst, weil Du auch die Kinderbetreuung im Auge behalten musst. Man kann nicht jedne Termin 3x verschieben. Auch das hat was mit Organisation zu tun und ich empfinde bei einer solchen Handhabe die Schulleitung als extrem unorganisiert. Das ist doch keinem zumutbar. Da kann man ja keine Arzttermine oder Sonstiges planen!

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