Geht Ihr zu Elternstammtischen?

  • Ja, die Frage steht ja schon oben: Sofern eure Elternschaft denn einen Elternstammtisch veranstaltet: Geht Ihr hin? Werdet Ihr überhaupt eingeladen?
    Ich bin jetzt das erste Mal Klassenlehrerin und im letzten Schuljahr gab es 2 Treffen und ich war bei beiden, ich muss sagen, es war sehr nett.
    Klar kam auch die Sprache immer mal wieder auf schulische Themen, aber das versuchen alle doch irgendwie dann wieder abzuwenden.
    ich habe auch eine nette, engagierte Elternschaft, mit der ich mich gut verstehe...


    Was spricht (für euch) dafür/ dagegen, einen Elternstammtisch zu besuchen?

    Wenn das Leben einfach wäre, wäre es ja langweilig!
    Oder nicht?

  • In meiner jetzigen Klasse finden gar keine Elternstammtische statt... das sind etwas unengagierte Eltern.
    Oder die machen die so heimlich, dass ich nichts davon mitbekomme. 8)


    Aber in meiner früheren Klasse gab es regelmäßige Elternstammtische und ich wurde auch immer eingeladen.
    Ich bin auch hingegangen und fand es immer sehr nett.
    In der Klasse und zwischen Eltern und mir gabs keine Probleme... von daher konnten wir das als gesellige Veranstaltung betrachten, die erstens einfach nett war... und zweitens auch noch das gute Verhältnis der Eltern untereinander und auch zwischen mir und den Eltern förderte.... und drittens auch Gelegenheit bot viele Dinge mal eben schnell und unbürokratisch abzusprechen und zu klären.

    Das Leben ist unberechenbar. Iss das Dessert zuerst!

  • ja, ich gehe auch hin. in der regel finden so 2-3 im jahr statt.
    die stammtische dienen bei uns aber vornehmlich der organisation von klassenfesten oder klassenaktivitäten im schulleben. der nette plausch nebenher ist da natürlich auch drin und mit einem anekdötchen aus der klasse (ohne namensnennung) sehen die eltern, dass ich nicht ausschließlich die strenge frau linna bin :D

  • Ich bin bisher immer zu Elternstammtischen gegangen (wenn der Termin passte). Es war immer wirklich schön mit den Eltern zusammenzusitzen. In der Regel haben wir uns auch kaum über die Schule unterhalten. Ich finds vor allem super, dass ich dadurch auch ein anderes Verhältnis zu den Eltern bekommen kann.

  • In meiner letzten Klasse gab es hin und wieder Elternstammtische, und ich bin auch 2x hingegangen. Für mich war es aber eher eine Pflichtveranstaltung, die ich wahrgenommen habe weil ich nicht unhöflich sein und jedes Mal absagen wollte.
    Ich war deutlich jünger als die meisten Eltern und hatte selber noch keine Kinder, vielleicht habe ich mich auch deshalb etwas fehl am Platz gefühlt. Und konnte einfach auch nicht so viel mit ihnen anfangen.


    Mit meiner aktuellen Klasse sieht es anders aus, da sind viele Eltern dabei die ich sympathisch finde und falls ein Stammtisch organisiert wird werde ich gerne hingehen.

  • Ich gehe hin, wenn ich eingeladen werde. Allerdings bleibe ich nur ca. ne Stunde. Dann verabschiede ich mich höflich. So habe ich Interesse gezeigt und gebe den Eltern noch die Gelegenheit, sich ohne "meine Ohren" ein bisschen auszutauschen, eventuell ein bisschen "zu lästern" - kleiner Scherz ;)


    Panama

    "Du musst nur die Laufrichtung ändern..." sagte die Katze zur Maus, und fraß sie.

  • Obwohl ich die letzten drei Schuljahre ausnehmend schlechte Erfahrungen mit den vier Ms (Munkelnde Mobbende Mütter-Mafia) machen musste, starte ich in dieses Schuljahr mit neuen Ersties und bislang supersympathischen Eltern... und daher gehe ich auch zum jetzt anstehenden ersten Stammtisch.
    Man lernt ja aus seinen (traumatischen) Erfahrungen. Ich werde versuchen, einige Fehler eben NICHT mehr zu machen und obwohl dazu gehört, mich klarer abzugrenzen, wünsche ich mir ein gutes Verhältnis zu den Eltern meiner Schüler... und ein gemütliches Essen ohne ständig Gesprächsführung und Uhr im Blick haben zu müssen klingt ja jetzt erst mal nicht schlecht.


    Nanny*diesmalwirdallesbesser*Ogg

    ~ Wenn ihr mich sucht, ihr findet mich im Zwiespalt. ~

  • Ich finde sie furchtbar! Sie werden meist als Forum genutzt, um über Lehrer zu lästern - und deshalb gehe ich weder als Elternteil noch als Lehrerin.


    In der Grundschule mag es ja noch nett sein - aber in der Sek I finde ich sie überflüssig - und in der Sek II gibt es sie eh nicht mehr!


    Sonnenkönigin

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

  • Tja, aus Elternsicht finde ich sie auch nicht so prickelnd, einmal, als noch kein Rauchverbot herrschte, habe ich sogar ziemlich gelitten, weil sehr viele geraucht haben. Man kann sich halt die Mit-Eltern nicht aussuchen.


    Die letzten, die ich besucht habe, fanden in einem Vereinsheim mit fürchterlicher Akustik statt und mir tun jetzt noch die Ohren weh, wenn ich daran denke. Man sitzt an langen Tischen und müht sich, was mitzukriegen, was schwierig ist. Und oft dann doch nicht so wichtig.


    Eigentlich aber schade. Ich finde es auch nett, wenn die Klassenlehrer erscheinen, und die Variante, für eine Stunde zu bleiben und dann zu gehen, finde ich auch gut.


    Gelästert wird natürlich zuweilen auch, aber manchmal ist es einfach gut, die Wahrnehmung miteinander zu vergleichen. Andere Kinder sind offenbar auch redseliger als meine, so dass ich da schon oft Dinge erfahren habe, die ich von meinen Kindern nicht gehört habe. Oder die Eltern von Kindern kennenlerne, die ich nur vom Namen her kenne.

  • Ich sage in meinen Klassen immer an, dass ich prinzipiell gerne bereit bin zu Elternstammtischen zu kommen - wenn ich eingeladen werde um ein schulbezogenes Thema zu klären, und dass ich nach Klärung des Themas dann aber auch wieder gehen würde. Die Folge war, dass ich bisher noch nie zu Elterstammtischen eingeladen wurde.


    Das hier:



    In der Regel haben wir uns auch kaum über die Schule unterhalten. Ich finds vor allem super, dass ich dadurch auch ein anderes Verhältnis zu den Eltern bekommen kann.


    würde ich persönlich ganz bewusst vermeiden, da ich gar kein anderes Verhältnis zu den Eltern haben will. Ich möchte mit den Eltern auf einer professionellen, vertrauensvollen und sachlichen Ebene gut zusammenarbeiten. Mehr nicht. Ich möchte mit den Eltern nicht über meinen letzten Urlaub plaudern oder mal entspannt ein, zwei Bier trinken, dafür habe ich ein privates Umfeld. Dinge auf die Beziehungsebene zu verlagern, vermeide ich. Genau das passiert aber ganz schnell, wenn man gestern noch lustig zusammengesessen hat und morgen der lieben Kleinen aber vielleicht wieder eine schlechte Note geben muss.
    Zumindest sind nach meiner Erfahrung gerade die Kolleginnen (und es sind fast ausschließlich Frauen), die durch den engen persönlichen Kontakt ein total supergutes Verhältnis zu den Eltern haben gleichzeitig auch die, bei denen es dann am häufigsten Kracht und am massivsten unter die Gürtellinie geht, wenn es denn mal Schwierigkeiten gibt. (Und die, die am lautesten darüber stöhnen, dass sie jede Woche 3 Stunden Elterntelefonate führen müssen, weil die Eltern sie wegen jedem Kleinkram anrufen.)

  • jaja, moebius hat schon recht. man muss aufpassen, dass die gesunde lehrer-eltern-distanz nicht flöten geht. die eine-stunde-und-dann-weg-regelung finde ich auch super.

  • Moebius: vielleicht muss ich dazu sagen, dass unsere Schule von einer Familie geleitet wird und daher auch der enge Kontakt zum Elternhaus gewünscht wird. Ich persönlich finde das auch gut. Dabei gehe ich keine Freundschaft mit den Eltern ein und duze mich mit ein paar wenigen, deren Kinder ich aber nicht mehr im Unterricht habe. Ansonsten habe ich bisher auch die Erfahrung gemacht, dass ich mit den Eltern so viel besser auch über Probleme ihrer Kinder sprechen kann. Man sieht nicht nur das Kind und das Elterteil, sondern auch die Familie und das Umfeld.
    Dass das aber nicht jedermanns/fraus Sache ist kann ich verstehen.

  • Zitat Zauberwürfel :


    Zitat


    Nein ! :thumbup:



    und warum nicht, wenn ich fragen darf?

    Keine Lust ! Und ich möchte auch nicht meine Zeit dafür opfern ! 8)

    Ihr kommuniziert mit dem künftigen Bildungsminister !

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