Verbeamten lassen?

  • Meine Freundin arbeitete an einer gGmbH, einer staatlich anerkannten Schule in freier Trägerschaft.


    Natürlich bestand ihr Gehalt zu einem Großteil aus staatlichen Zuschüssen, aber das Argument des Landes BaWü war, dass eben nicht der Staat, sondern dieser freie Träger das Gehalt überwiesen hat.
    Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

  • Hallo,


    ist dieses Procedere beim Amtsarzt für neu angestellte Lehrer die nur angestellt werden (also keine Beamten) auch so aufwendig?
    Also was wird passieren, wenn der BMI aktuell über 30 ist? Ist das direkt ein Ausschlusskriterium, überhaupt beim Land arbeiten zu dürfen?
    Oder wenn der Meniskus schonmal operiert werden musste (durch Sportunfall)?


    Was kostet diese Untersuchung denn konkret, denn notfalls bleibt der Untersuchende dann selbst auf den Kosten sitzen.
    Oder wird immer eingestellt, aber dann nur Probe (ein Jahr oder wie lange?)
    Man stelle sich das vor: Allein schon die Erniedrigung an der Schule und vor den Kollegen, dass man dann wieder nachuntersucht werden muss.



    S.

    • Offizieller Beitrag

    Woher weißt du, dass du nur angestellt wirst? Hast du andere, konkrete Ausschlusskriterien?
    Grundsätzlich ist jede Planstelle im Beamtenverhältnis, außer... es gibt ganz konkrete Gründe.


    Ich habe für die Untersuchung 70 Euro bezahlt und sie wurden mir von der Bezirksregierung (NRW) erstattet. Das steht aber ganz genau in den Unterlagen, die du erhälst, sobald man dir eine Planstelle "anbietet" / du unterschrieben hast.
    Gesundheitliche Gründe, die einer Verbeamtung im Weg stehen, sind kein Ausschlusskriterium für ein Angestelltenverhältnis.


    chili

  • Man stelle sich das vor: Allein schon die Erniedrigung an der Schule und vor den Kollegen, dass man dann wieder nachuntersucht werden muss.

    Wieso? Die Schule (außer SL) und Kollegen müssen das doch nicht wissen, wenn man es ihnen nicht sagst.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

  • Das Alter ist ein Ausschlusskriterium für die Verbeamtung. Und in den Unterlagen steht drin, dass die Kosten nur übernommen werden, wenn die Einstellung auch wirklich erfolgt (hab ich bei Freunden gesehen).


    Wie schnell bekommt man solche Termine beim Gesundheitsamt eigentlich (Großstadt), und wird der Dienst erst angetreten, wenn der Bescheid vom Gesundheitsamt vorliegt?
    Also z.B. Bewerbungsgespräch am 20.01. - Bescheid am 21.01. - Papiere am 23.01. - geplante Einstellung bereits am 01.02. - ist das überhaupt machbar?


    Klingt für mich alles nach noch einer Erniedrigung mehr für die Bewerber, weil die ganze Schule das dann auch mitbekommt (der/die kann nicht pünktlich anfangen, weil der Amtsarzt was zu meckern hatte)

  • Bei mir hat der Amtsarzt auch was zu meckern gehabt. Habe den Dienst dann pünktlich angefangen (erst mal als Angestellte) und wurde dann sofort verbeamtet als das Prozedere abgeschlossen war. Die Kollegen haben da nichts mitbekommen und die Schule (außer SL) auch nicht.

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    • Offizieller Beitrag

    Klingt für mich alles nach noch einer Erniedrigung mehr für die Bewerber, weil die ganze Schule das dann auch mitbekommt

    Erniedrigung??
    Noch eine Erniedrigung mehr? Welche Erniedrigungen gab es denn vorher?
    Und wieso sollte die "ganze Schule" davon etwas mitbekommen?


    Ich glaube, da macht sich jemand völlig unnötig verrückt.

  • Ich finde es erniedrigend, wenn erst das Einstellungsangebot von der Schule kommt und sich alle freuen - und dann kurze Zeit später der Amtsarzt das alles wieder zunichte machen kann, weil ihm dieses und jenes nicht gefällt.
    Der Schulleiter bekommt keine Information vom Amtsarzt (so denke ich zumindest), aber es reicht schon, wenn eine Festanstellung dann nur auf Probe und z.B. für 6 Monate vergeben wird. Der Schulleiter wird doch dann erst recht ein besonderes Auge auf den neuen Kollegen/Kollegin werfen. Stigmatisiert vom 1. Tag an ! :(

  • Mein Angestelltenvertrag damals war unbefristet (natürlich mit der gesetzlichen Probezeitlänge; die es für alle - auch die Beamten - gibt). Das heißt, wenn die Verbeamtung bei mir nicht gekommen wäre, wäre ich jetzt weiterhin angestellte Lehrerin.
    Eine Festanstellung ist unbefristet und die Probezeit im Angestelltenverhältnis beträgt immer 6 Monate. Als Beamtin hättest du auch eine Probezeit (3 Jahre).
    Mein Schulleiter hatte kein besonderes Auge auf mich. Er hat auch nichts negatives gesagt, als ich eben die Verbeamtung nicht bekam. Es stand nur eben noch nicht fest, ob ich verbeamtet werde oder nicht. Das hat doch mit meiner Qualifikation nichts zu tun.
    Bei uns arbeiten Kollegen, von denen ich nicht weiß, ob sie angestellt oder verbeamtet sind. Na und?
    Mach dich doch nicht so verrückt.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

    • Offizieller Beitrag

    Ich finde es erniedrigend, wenn erst das Einstellungsangebot von der Schule kommt und sich alle freuen - und dann kurze Zeit später der Amtsarzt das alles wieder zunichte machen kann, weil ihm dieses und jenes nicht gefällt.
    Der Schulleiter bekommt keine Information vom Amtsarzt (so denke ich zumindest), aber es reicht schon, wenn eine Festanstellung dann nur auf Probe und z.B. für 6 Monate vergeben wird. Der Schulleiter wird doch dann erst recht ein besonderes Auge auf den neuen Kollegen/Kollegin werfen. Stigmatisiert vom 1. Tag an ! :(

    Ach Quatsch, mach dir nicht so verrückte Gedanken.
    Von einem solchen Verhalten einer Schulleitung habe ich noch nie was gehört und ich habe einige angestellte KollegInnen. Oder KollegInnen, die zuerst angestellt wurden, bis sie verbeamtet wurden.
    Und das weiß ich nur, weil ich mit besagten KollegInnen befreundet bin oder erst viiiiiiel später erfahren habe und zwar von denen selbst.


    Du trittst deinen Dienst an, wenn es Startdatum ist, auch wenn du bis dahin noch keinen Amtsarzttermin hattest. Wenn der Termin vorbei war, wirst du einfach verbeamtet (und ja, leider nicht rückwirkend, also auch mit fiktivem Geldverlust).
    Wenn der Amtsarzt etwas zu meckern hat, bleibst du AngestellteR.
    Wenn du der Meinung bist, dass du dagegen klagst / wenn es einfach Nachuntersuchungen gibt, dann bist du solange AngestellteR, bis sich tatsächlich eine Verbeamtung ergibt. Beschäftigungszeiten werden angerechnet.


    chili

  • Wieso? Die Schule (außer SL) und Kollegen müssen das doch nicht wissen, wenn man es ihnen nicht sagst.

    In jeder mehr oder weniger offiziellen Situation wird die Amtsbezeichnung öffentlich mitgeführt oder sie fehlt eben. Entsprechende Nachfragen der Kollegen inklusive.


    Das würde ich schon als Stigma bezeichnen.

  • In jeder mehr oder weniger offiziellen Situation wird die Amtsbezeichnung öffentlich mitgeführt oder sie fehlt eben. Entsprechende Nachfragen der Kollegen inklusive.
    Das würde ich schon als Stigma bezeichnen.

    Mir ist in 29 Dienstjahren noch keine Situation untergekommen bei der ich mich als Beamtin Tootsie vorgestellt habe. In jedem Kollegium gibt es angestellte und verbeamtete Kollegen. Ich habe auch mal als Angestellte angefangen. Damals gab es nur diese Verträge. Die Gründe dafür sind sehr individuell und führen zu keiner Stigmatisierung. Ich weiß doch im Normalfall gar nicht, ob Kollegin XY verbeamtet oder angestellt ist.
    Eigentlich ist das schon mehr als genug betont worden. Trotzdem auch von mir: Du machst dir völlig unnötige Sorgen.

  • Zitat


    Mir ist in 29 Dienstjahren noch keine Situation untergekommen bei der ich mich als Beamtin Tootsie vorgestellt habe.

    Es geht ums vorgestellt WERDEN. Da hab ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Es heißt immer Oberstudienrat XY in jedem offiziellen oder semioffiziellen Kreis. Zum Beispiel bei der Vorstellung oder Verabaschiedung eines Kollegen. So macht das schnell die Runde. Das weiß dann sowieso jeder im Kollegium und die Information, also Amtsbezeichnung wird oft auch öffentlich gemacht und steht im Regelfall dann sogar auf der Homepage.

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