Schulpsychologische Befragung von Lehrkräften für Bachelorarbeit

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  • Schulpsychologische Befragung von Lehrkräften für Bachelorarbeit

    Hallo,
    wir sind auf der Suche nach Lehrkräften, die uns bei unserer Bachelorarbeit unterstützen. Wir sind Abschlusskandidaten im Fach Psychologie und schreiben unsere BA im Arbeitsbereich Schulpsychologie der Uni Tübingen. Ihr würdet uns einen riesigen Gefallen tun, wenn ihr an unserer Online-Studie teilnehmt und uns so eine möglichst große Stichprobe ermöglicht. Das Ganze dauert maximal 10 Minuten und ist mit Fallbeschreibung und Kurzaufsatz abwechslungsreich. Zur Online-Befragung kommt ihr unter LINK ENTFERNT
    Vielen Dank,
    Deborah und Andres

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schulpsycho_BA ()

  • Ich habe die Umfrage abgebrochen, da ich mit den Infos keine gescheite Einschätzung über den IQ, die Note in dem Aufsatz bzw. über die Charaktereigenschaften (arbeitet gerne mit anderen zusammen, ...) tätigen kann. Dazu bräuchte ich
    - Angaben über die genauen Kriterien, die die Schüler in dem Aufsatz schreiben sollten
    - Angaben über ihre schulischen Leistungen
    - mehr Anggaben über ihr Verhalten in der Klasse
    - ...

    Dafür sind die Infos "blonde Haare", "Stupsnase", "hübsches Mädchen" völlig nebensächlich. Sie haben nix mit dem IQ einer Person zu tun.
    Auch die Qualität eines Aufsatzes gibt hierüber keinen Aufschluss.
  • Flipper79 schrieb:

    Dafür sind die Infos "blonde Haare", "Stupsnase", "hübsches Mädchen" völlig nebensächlich. Sie haben nix mit dem IQ einer Person zu tun.
    Auch die Qualität eines Aufsatzes gibt hierüber keinen Aufschluss.
    Diese Angaben haben auch meiner Meinung nach nichts mit dem IQ zu tun.

    Aber wenn man ehrlich ist, spielen solche Information doch immer unterbewusst eine Rolle, wenn man jemanden einschätzen soll. Ich denke genau darum geht es den Studenten.
    "Der Lehrer hat den Rohstoff unseres Landes in den Händen."
    Matthias Platzeck, Ministerpräsident von Brandenburg
  • Bitte beantworten Sie auch diese Frage – Ihre Antwort auf die Frage ist für die Studie sehr wichtig.
    Ähm - also sollen wir hier (beim IQ) wieder einfach nur drauflosschätzen. Verstehe ich nicht.

    kl. gr. Frosch

    P.S.: Ich habe auch wieder abgebrochen. Wie soll ich aufgrund der kurzen Beschreibung von Helena auf der Verhalten und auf ihren IQ Rückschlüsse ziehen. Ich bin Lehrer - kein Hellseher. Wenn sie meine Schülerin wäre und ich sie jeden Tag in der Schule hätte, wäre das wohl möglich. Aber so wäre es nur geraten.
    [img]http://www.tibet-initiative.de/images/tibetflag-ani.gif[/img]Free Tibet!!
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    Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
  • icke schrieb:

    kleiner gruener frosch schrieb:

    Wenn sie meine Schülerin wäre und ich sie jeden Tag in der Schule hätte, wäre das wohl möglich. Aber so wäre es nur geraten.
    Den IQ könnte ich selbst dann nur grob einschätzen (durchschnittlich, drüber oder drunter). Aber in Prozentpunkten????? Bin ich Sonderpädagoge, Psychologe oder sonstjemand, der das gelernt hat?

    Wenn das so einfach wäre, würden sich umfangreiche Tests hinsichtlich Hochbegabung erledigen. Könnte jeder machen.
  • Ich habe die Umfrage gemacht...

    Immerhin geben die beiden Jungforscher einem am Ende eine Auflösung, worum es bei ihrer Forschung geht. Auf der Seite davor wird man allerdings gefragt, was man selbst denkt, was die beiden untersuchen wollen. (Überraschungsei! *g*)

    Das hier habe ich ihnen geschrieben:

    Sie wollen untersuchen, ob Lehrer ihre Benotung von Äußerlichkeiten und Sekundärinformationen abhängig machen.
    Solche Umfragen gibt es Tausende, Sie sind nicht die ersten (was bedauerlich ist, denn eigentlich sollte Forschung ja Neues hervorbringen und nicht Altbekanntes wiederkäuen). Übrigens werden auch wir Lehrer in der Ausbildung mit der Wirkung sekundärer Effekte vertraut gemacht (z.B. dem Halo-Effekt, dem Pygmalion-Effekt). Dass es sie gibt, wissen wir. Dass wir ihnen dennoch manchmal erliegen, wissen wir auch.



    Zurück zu Ihrer Untersuchung: Ich finde es immer schwierig, wenn als Forschungsgebiet etwas gewählt wird, von dem man nur in der Theorie etwas weiß. Im Lehrerforum gab es viel Kritik an Ihrer Umfrage, zu Recht. Ihre Umfrage basiert auf falschen Grundannahmen, darum werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu falschen Schlüssen kommen. Gut, es wird vermutlich keinen interessieren, da es, wie gesagt, eh nur Wiedergekäutes ist ;-). Aber ich denke, Sie sind jung genug, dass Sie noch etwas erreichen wollen. Was also tun? - Schauen Sie sich Schulen an, direkt, unmittelbar. Versuchen Sie, eine Schule zu finden, an der man Sie mit den Schülern arbeiten lässt. Natürlich ersetzt das keine Berufspraxis im Lehramt, aber es sorgt vielleicht für einen etwas realistischeren Blick.


    Bei Ihrer Untersuchung kommt sonst heraus, dass ich Helena mit "gut" bewertet habe, weil sie blond ist, eine Stupsnase hat und hübsch ist.


    Nein. Helena hat einen Aufsatz geschrieben, der stilistisch gesehen nicht gut ist, gerade mal ausreichend. Aber Mädchen in Helenas Alter (und dann auch noch an der Realschule, ich bin am Gymnasium) schreiben oft nicht besser. Das liegt daran, dass Lesen als Hobby völlig nach hinten gerutscht ist. Der Sprachgebrauch der meisten Schülerinnen und Schüler ist durch das Internet geprägt. Ihr "Beispielaufsatz" ist folglich viel zu erwachsen, er besteht aus vollständigen Sätzen, und die Rechtschreibung ist, wie meine Schüler sagen würden, "leider geil"!


    Ergo ist der Aufsatz trotz des schlechten Stils mit "gut" und einem Minus wegen des aufzählenden Charakters zu beurteilen.


    Sie sehen: Ich bin Lehrerin. Wir gehen von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen aus und die Gefahr ist hoch, dass man deswegen ständig aneinander vorbeiredet und -arbeitet.


    Ich hoffe, meine Ausführungen haben Ihnen etwas gebracht und Sie haben verstanden, was ich Ihnen sagen wollte. Viel Erfolg bei Ihrem weiteren beruflichen Weg.


    Freundliche Grüße
    die "Alte Dame" aus dem Lehrerforum
  • Hallo,
    Ich kann nun hier leider keine genauen Informationen dazu abgeben, was wir mit welchen Methoden genau untersuchen, aber seien sie sicher, dass uns völlig bewusst ist, dass ein Urteil über den IQ des Mädchens oder eine adäquate Benotung des Aufsatzes nicht möglich ist, zumindest nicht in dem Sinne, wie es in einer tatsächlichen Situation im Schulalltag möglich wäre. Wir müssen, um zu unseren Ergebnissen kommen zu können, auch ein wenig verschleiert erheben. Ob sie dem Mädchen nun eine 2 oder 3 gegeben haben, beeinflusst unsere Ergebnisse überhaupt nicht.
    Es ist immer schwierig, sich ein Urteil zu bilden, wenn man nicht genau weiß was untersucht wird.
    Nehmen sie doch als Beispiel an, dass wir nur untersuchen wollen, ob Menschen die bestimmte Informationen erhalten, schneller eine Entscheidung treffen als Menschen, die diese Information nicht haben. Die anhängige Variable wäre in dem Fall die Reaktionszeit und ihre Antwort wäre völlig egal.

    Ich muss den Link leider hier nun rausnehmen, da neuen möglichen Probanden zuviele Informationen über Inhalte preisgegeben werden, bin aber gerne bereit weiter über die Erhebung zu diskutieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andres

    PS: Ein bisschen ärgert es mich dann doch, dass einige Lehrkräfte uns unterstellen, keinen wissenschaftlichen Maßstäben zu genügen, alte Dinge wiederzukäuen oder keine Ahnung von Unterricht zu haben. Als Lehrkräfte müssen Sie sich so viele Vorurteile anhören von Menschen die keine Ahnung vom tatsächlichen Ablauf ihrer Arbeit haben (Ferien, Wochenenden frei, nur vormittags arbeiten, etc) und gleichzeitig nehmen sie an zu erkennen wie wir in der Umfrage gearbeitet haben, was wir wie untersuchen und unterstellen uns, schlechte Wissenschaft zu machen. Von außen ist es immer schwer zu erkennen, wie die Dinge wirklich liegen. Gerade die Psychologie kann leider oftmals nicht auf den ersten Blick preisgeben, was sie untersucht, weil die Probanden ihr Verhalten sonst entsprechend verändern.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schulpsycho_BA ()

  • Nun gut, ihr habt euch etwas dabei gedacht, auf das wir nicht gekommen sind (sollten wir ja auch gar nicht, weil es sonst nicht funktioniert). Mag sein. Aber so wie ihr die Fragen gestellt habt, sind sie für einen real als Lehrer arbeitenden Menschen nunmal gar nicht sinnvoll und seriös zu beantworten. Und dass sich Lehrer dann dagegen verwehren, damit solltet ihr rechnen. Ihr täuscht vor, dass ihr untersuchen wollt, inwieweit äußere Merkmale die Beurteilung eines Schülers beeinflussen (um irgendwas anderes rauszufinden) und wundert euch dann, wenn Lehrer darauf genervt reagieren? Ich finde das war eine erwartbare Reaktion (gerade weil Lehrer ständig mit Klischees zu kämpfen haben reagieren sie da auch empfindlich). Und das dann hier Kommentare kommen, die auf den Inhalt schließen lassen, ist ebenfalls wenig überraschend. Sich dann darüber zu ärgern finde ich erstaunlich.
    Aber vielleicht untersucht ihr ja auch nur, wieviele Lehrer auf eine unsinnige (weil nicht lösbare) Aufgabe mit Abbruch und Protest reagieren... (und freut euch still und heimlich über die Kommentare???)
  • Wir untersuchen tatsächlich den Einfluss physischer Attraktivität auf das Lehrerverhalten, nur sind natürlich die Methoden und Variablen bewusst nicht zu erkennen. Was ich allerdings total verstehe ist, dass Lehrkräfte sehr empfindlich reagieren, auch wenn gerade in unserem Fall als BA im Bereich Schulpsychologie klar sein sollte, dass wir keine Klischees bestätigen wollen, sondern an Mechanismen interessiert sind, deren Entdeckung für die Lehrerauabildung nützlich sein könnten.
    Vermutlich hätten wir besser auf der Vorseite des Aufsatzes noch klar beschrieben, dass ein heuristisches Urteil gefragt ist und völlig klar ist, dass keine realistische Beurteilung des Aufsatzes ohne Kriterien möglich sein kann. Leider fiel dieser Punkt in der Pilotierung nicht auf. Die Ergebnisse dürften nicht beeinflusst sein, aber wir wollen ja, dass die Probanden gerne teilnehmen und sich nicht während der Befragung ärgern.
  • Schulpsycho_BA schrieb:

    PS: Ein bisschen ärgert es mich dann doch, dass einige Lehrkräfte uns unterstellen, keinen wissenschaftlichen Maßstäben zu genügen,
    Ich schreibt eine Bachelor-Arbeit. Ihr könnt aufgrund eurer fehlenden Qualifikation noch keinen tatsächlichen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Haut mal nicht so auf die Kacke...

    P.S. Irgendwie hört sich das nach meinen Lernern an, die nach einer suboptimalen Facharbeit darüber klagen, dass sie sich doch "soviel Mühe" gegeben hätten.

    P.P.S. Es ärgert mich persönlich, wenn mit der armen Wissenschaft so ein Schindluder getrieben wird! X(
  • Vielleicht wäre eine Feldstudie statt Online-Fragebogen doch zielführender gewesen. Zumindest hätte man da nicht so eine merkwürdige Befragung durchführen müssen, die erhebliche Defizite aufweist. Und offensichtlich waren die Probanden in der Vorstudie nicht so fit.

    Im Grundsatz muss man bei den meisten hier durchgeführten Befragungen sagen, dass es Bachelor-/Masterarbeiten sind. Mehr nicht. Ja, ein Student fühlt sich vielleicht ganz wichtig, weil er/sie "forscht" - aber irgendwie scheinen die Forschenden zu vergessen, dass auch Lehrkräfte ein Studium hinter sich haben. Und der eine oder andere von uns publiziert vermutlich auch hin und wieder in Journalen mit Peer-Review und Impact-Factor. Aber nun gut. Ich hab mich schon im Studium darüber amüsiert, dass jedes Semester wieder einige Leute loszogen, um ihre Diplom-/Masterarbeit über den Waldwildschäden im Bestand XY zu erfassen. Für eine schulpsychologische Arbeit sehe ich recht viele Ansätze - gerade dann, wenn es praxisbezogen sein darf.
    Bei "selbst schuld" wird nicht gepustet!