Referendariat Versicherung bei Beendigung des Beamtenverhältnisses

  • Hallo liebe Community,


    da ich im Forum nicht fündig geworden bin, was meine konkrete Frage anbelangt, wollte ich nun selbst einmal nachfragen.


    Ich werde zum 1. November meine Vorbereitungsdienst an Gymnasien in Hessen antreten. Da ich durch die Beihilfe (50%) massive
    Einsparungen habe, informiere ich mich momentan bzgl. PKV. (Bislang war ich in einer GKV)


    Meine Fragen nun:



    1. Kann ich die Versicherung der HanseMerkur (oder auch andere PKVs) ,,beenden'' und zurück in die GKV, sofern ich nach dem Referendariat (was sehr wahrscheinlich ist) nicht sofort verbeamtet werde, sondern in ein Angestelltenverhältnis wechsel.


    2. Hat jemand Erfahrung mit der HanseMerkur (laut Check24 nur ~55€/Monat)? Eventuell auch Erfahrungen mit dieser Versicherung
    als Beamter auf Lebenszeit?


    3. Macht eine PKV Sinn, wenn man vor hat eine Familie zu gründen oder wäre eine GKV günstiger, da die Kinder dort kostenlos mitversichert sind?!



    Vielen Dank :)


    LG
    Luke

  • Zu 1): Ja, das müsste meines Wissens nach gehen.



    Zu 3): Ich bin als Student bei der HUK versichert und meine Eltern als Lehrer ebenfalls. Ich weiß aus meiner Kindheit, dass man Kinder relativ günstig mitversichern kann. Während meines Studiums konnte ich (bis zum 25. Lebensjahr) einen Tarif dazubuchen, bei dem ich für 9€/Monat privat krankenversichert bin. Das war jedoch nur in der Zeit des Studiums; wie das davor aussah, kann ich dir gar nicht genau sagen.

  • Zu 3) ich glaube für meine Kinder zahle ich bei 80% Beihilfe jeweils ca. 25€. Klar, die wären in der GKV kostenlos, aber in der GKV würde ich mehr als 50€ mehr zahlen.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Zu 1:
    Gängig ist es hierbei, die PKV „ruhig zu stellen“... man zahlt dann einen Betrag x (12,98 oder so) im Monat und hält die Versicherung sozusagen aufrecht, ohne sie aktiv nutzen zu können. Vorteil: Sobald man Beamter auf Probe wird (Planstelle bekommen hat) kann man die PKV wieder reaktivieren, ohne dass man eine erneute Gesundheitsprüfung leisten muss. Während des Angestelltenverhältnisse (Vertretung) ist man dann aktiv in der GKV

  • Genauso habe ich das damals gemacht. Lief dann alles reibungslos.

    “Prejudice is a great time saver. You can form opinions without having to get the facts.”E.B. White

  • Zu 2) Eine Versicherung nur nach dem Beitrag auszuwählen ist das dümmste Auswahlkriterium das man haben kann. Solange man gesund bleibt, freut man sich ob der niedrigen Beiträge, das allemal. Sobald der Versicherungsfall eintritt, ist ein eindeutiges Bedingungswerk und ein vollständiger Leistungskatalog dann vielleicht doch mehr wert. Lass dich zu dem Thema unabhängig beraten, das ist eine (meistens) lebenslange Entscheidung, die man später nicht bereuen sollte.

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Danke für die bisherigen Antworten.


    Also zur meiner 1. Frage:
    - Wechsel von PKV -> GKV ist möglich
    oder
    - PKV „ruhig stellen“, bis zur Verbeamtung


    ..habe ich das richtig verstanden?


    Danke :-)

  • Der Wechsel ist möglich, wenn du eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmst. Wirst du arbeitslos, bleibst du in der PKV (falls es um kurzfristige Arbeitslosigkeit geht, bieten die meisten PKV Überbrückungstarife an, die vom Jobcenter bezahlt werden). Die PKV ruhend weiterzuführen ist vor allem deshalb sinnvoll, damit man sich den Gesundheitscheck spart. Jede mit den Jahren dazukommende Krankheit macht die PKV teurer (unmöglich nicht dank Öffnungsaktion, aber mit Wahltarifen und ohne 30% Aufschlag ist vielleicht netter).

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • 1. Kann ich die Versicherung der HanseMerkur (oder auch andere PKVs) ,,beenden'' und zurück in die GKV, sofern ich nach dem Referendariat (was sehr wahrscheinlich ist) nicht sofort verbeamtet werde, sondern in ein Angestelltenverhältnis wechsel.

    Ist möglich, wenn du ein Angestelltenverhältnis hast, ist unmöglich, wenn du arbeitslos bist und keinen Anspruch auf ALGI hast.


    2. Hat jemand Erfahrung mit der HanseMerkur (laut Check24 nur ~55€/Monat)?

    Ich bin bei der Hansemerkur und dort sehr zufrieden, nur die Beraterin hier vor Ort ist eine ziemliche Pfeife, aber die konnte ich bisher immer gut übergehen, sonst wäre ich wohl auch nie zu meinen Versicherungen gekommen (und sie hätte mich weiterhin belogen).


    3. Macht eine PKV Sinn, wenn man vor hat eine Familie zu gründen oder wäre eine GKV günstiger, da die Kinder dort kostenlos mitversichert sind?!

    Wenn du nicht vor hast in Elternzeit zu gehen, macht das meist keinen wirklichen Unterschied. In Elternzeit ist das ein deutlicher finanzieller Unterschied. Als Mutter ist PKV eher nicht zu empfehlen. Kommt ja auch darauf an, wo das andere Elternteil versichert ist und wie, denn z.T. hat das auch dort auf den Beitrag Auswirkungen.

  • Lass dich über diese und alle weiteren Fragen doch einfach von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten. Der bietet mehr als einen Preisvergleich. Bezahlen tut ihn die Versicherung, die du abschließt per Provision. Die bekommt Check24 auch, aber nur für nen Preisvergleich....


    Die Versicherungen im Ref sind alle billig. Mehr als naja vlt. 120€ wirst du nirgendwo bezahlen. Interessant ist, wie sich die Preise nach dem Ref entwickeln und wie gut du eben abgesichert bist.

  • 1. Kann ich die Versicherung der HanseMerkur (oder auch andere PKVs) ,,beenden'' und zurück in die GKV, sofern ich nach dem Referendariat (was sehr wahrscheinlich ist) nicht sofort verbeamtet werde, sondern in ein Angestelltenverhältnis wechsel.


    Sofern du nicht mehr als 59000 EUR/Jahr verdienst, musst du in die gesetzliche Krankenversicherung. Der Name "sozialversicherungspflichtige Beschäftigung" kommt ja nicht von irgendwoher.

  • Ich hab mich im Ref einfach freiwillig versichert, weil laut Versicherungsmakler eine PKV mich nicht genommen hätte wg. Übergewicht. Bin jetzt seit fast 2 Jahren Vertretungslehrer und froh, noch in der GKV zu sein.
    Sollte ich hoffentlich bald mal irgendwann ne Planstelle mit Verbeamtung kriegen (das Übergewicht hat sich inzwischen auch erheblich reduziert und mein BMI ist nun unter 30...), hoffe ich auf so eine Öffnungsklausel. Als Beamter mit Beihilfeanspruch ist es natürlich doof, nicht privat versichert zu sein. Aber solange das alles nicht sicher ist, find ich die GKV ok. Hab mich z.B. auch in Berlin jetzt beworben und da gibts keine Verbeamtung, da würde ich ja dann auch in der GKV bleiben können/müssen.

  • hoffe ich auf so eine Öffnungsklausel.

    Die PKV muss dich nehmen über die Öffnungsklausel - problematisch ist häufig bei starkem Übergewicht eher die Verbeamtung grundsätzlich.



    Aber warum bekommst du in NRW keine Planstelle? Da gibt es doch etliche Stellen? Oder hast du eine ungünstigere Fächerkombination?

  • Ich hab mich im Ref einfach freiwillig versichert, weil laut Versicherungsmakler eine PKV mich nicht genommen hätte wg. Übergewicht. Bin jetzt seit fast 2 Jahren Vertretungslehrer und froh, noch in der GKV zu sein.

    Du hättest es erstens im Ref wenigstens mal versuchen können.
    Zweitens, im Falle einer Vertretungsbeschäftigung wärst du sozialversicherungspflichtig und sowieso in der GKV gelandet.


    Zum Thema Planstelle schließe ich mich auch an. Mit ein klein wenig Flexibilität in Sachen Wohnort und/oder Schulform findet jeder in NRW eine Stelle.

  • Du hättest es erstens im Ref wenigstens mal versuchen können.Zweitens, im Falle einer Vertretungsbeschäftigung wärst du sozialversicherungspflichtig und sowieso in der GKV gelandet.


    Zum Thema Planstelle schließe ich mich auch an. Mit ein klein wenig Flexibilität in Sachen Wohnort und/oder Schulform findet jeder in NRW eine Stelle.

    Mein Versicherungsmakler hat sowas auch nicht gesagt und es hat dann mit der Privaten auch alles geklappt - und das auch bei mir bei Übergewicht. War übrigens auch bei der Verbeamtung kein Problem ;).


    Zu so einem unabhängigen Berater kann ich jedem nur raten, der es selbst einigermaßen entspannt haben will. Ich bin dahin, wir haben alles besprochen und er hat mir Angebote rausgesucht und vorgestellt. Ganz entspannt für mich. Als ich dann das Ref fertig hatte und im Mai Vertretungslehrer wurde, hab ich ihm eine Mail geschrieben. Kurze Zeit später kam der Anruf, dass er mir die Techniker empfehlen würde, die habe ich dann genommen und er hat alles erledigt. Jetzt steht die Verbeamtung an und er organisiert das alles. Also alles super stressfrei für mich (Man muss natürlich selbst entscheiden, wie sehr man solchen Leuten vertrauen will. Ich habe das Gefühl, gut beraten zu werden. Und ich kenne einige andere, die sich nach eigener Recherche für die DBV als PKV oder die Techniker als GKV entschieden haben, also scheinen das zumindest nicht die schlechtesten Versicherungen zu sein. Und dafür hatte ich 0,0% Stress - das ist mir viel wert.)


    Für das "Aufrechterhalten" der PKV habe ich bei der DBV sogar nur 1€ gezahlt - dass der Gesundheitsstatus sozusagen eingefroren wird (und man ja auch nicht jünger wird), ist 12€ im Jahr auf jeden Fall wert.

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