Techniker-Schule ... Disziplin und die Folgen

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    • Techniker-Schule ... Disziplin und die Folgen

      Moin,

      gibt es außer mir hier noch jemanden, der in der Abendschule angehende Techniker oder staatlich geprüfte Betriebswirte unterrichtet?

      Ich habe mit meinen Technikern gerade die Qualitätskontrolle und die damit zusammenhängende Statistik hinter mir. Konkret ging es darum wie groß die Stichprobe bei der Wareneingangskontrolle sein muß, um mit 95% bzw. 99% Wahrscheinlichkeit sagen zu können, daß die gelieferte Ware ok ist und weiterverarbeitet werden kann.

      Der mathematische Hintergrund ist schon ziemlich komplex, es ist wirklich das Universitätswissen gefordert, so daß ich da inhaltlich selber auch an meine Grenzen komme. In der letzten Woche haben wir dann den ganzen Kram noch einmal wiederholt, weil heute die zugehörige Klausur anstand. Bei der Wiederholung haben die Schüler/Studenten, der Jüngste ist 25, dermaßen rumkrakelt, daß man gar nicht zum Erklären der Zusammenhänge kam, weil da schon die nächste Zwischenfrage kam. Diese Zwischenfragen bevor man überhaupt fertig ist, habe ich auch aufgrund der Artikulation irgendwann nur noch als Störversuche und "wir wollen früher nach Hause" gewertet. Ja, in der letzten Woche war ich das erste Mal soweit, daß ich einen Abendschüler vor die Tür setzen wollte.

      Heute habe ich dann die Klausur schreiben lassen. Eine Aufgabe in der Klausur war eine exakte Kopie einer Übungsaufgabe der letzten Woche, nur die Zahlen waren andere, aber der Lösungsweg wirklich komplett identisch. Ich hatte die Aufgabe sogar an der Tafel komplett vorgerechnet.

      Eben in der Klausur kam dann das große Erwachen. Bei dieser einen Aufgabe hat nicht ein einziger Schüler auch nur den Ansatz der Lösung hinbekommen. Ich hatte ihnen schon die Formelsammlung freigegeben und die Schreibzeit von 90 auf 180 Minuten verlängert. Trotzdem hat niemand den Formelansatz geschafft bei der einen Aufgabe. Von der richtigen Lösung reden wir sowieso nicht.

      So, wie läuft das jetzt, wenn die Schüler zur Schulleitung rennen und sich mal wieder darüber beschweren, daß meine Klausuren zu schwer sind, weil es eben nicht nur 1er und 2er gibt sondern auch 3er und 4er?

      Habe mich eben zurückhalten müssen, um nicht zu antworten: "Jetzt seht ihr mal, wie das ist, wenn man alleine vor der Aufgabe steht. Aus der Menge lamentieren ist einfach, aber selber machen ist was ganz Anderes."
      Bin halt immer noch etwas angefressen wegen der Disziplinprobleme, denn ja, von Schülern im Alter von 25 erwarte ich schon, daß ich die Frage aus der letzten Reihe auch noch verstehe und nicht darum bitten muß diese dreimal zu wiederholen, bis sie den Lärmpegel der übrigen Anwesenden übersteigt.
    • Ich unterrichte auch seit über zehn Jahren in der Fachschule für Technik und bin gerade im Moment wieder mal sehr erstaunt, wie unterschiedlich diese Klassen sind. Schüler jenseits der 20 sind halt nicht notwendig motiviert oder diszipliniert, sondern können frech und unangenehm sein. Und manchmal scheint sich das Klassenklima durch wenige solcher Elemente richtig aufzuheizen, und dann ist grundsätzlich alles viel zu schwer und "keiner" versteht was. Das aber laut und gründlich.

      Und dann gibt es Klassen, denen gibt man eine Aufgabe und eine Erklärung, und dann arbeiten die friedlich und fleißig, sind dankbar und freundlich.

      Die einen Klassen sitze ich aus. Die anderen genieße ich. Meistens ist die Wahrnehmung der anderen unterrichtenden Kollegen ähnlich. Und irgendwie hören wir nie auf, uns darüber zu wundern.

      Es liegt nicht an dir!

      Und auch bei mir gibt es nicht nur Einsen und Zweien, in Mathe schon mal gar nicht.

      Dass man einen 25jährigen erzieherisch grundlegend beeinflusst, ist eher unwahrscheinlich. Und wenn man sich da draußen umsieht, muss man feststellen, dass da viele rücksichtslose, tumbe Leute herumlaufen. Einige sitzen halt bei uns im Unterricht.
    • Piksieben schrieb:

      Und manchmal scheint sich das Klassenklima durch wenige solcher Elemente richtig aufzuheizen, und dann ist grundsätzlich alles viel zu schwer und "keiner" versteht was. Das aber laut und gründlich.
      Das kann ich für die Klasse unterstreichen. Ich habe da 2-3 Leute aus einem Betrieb, wenn die da sind, weil sie nicht gerade Spätschicht haben, kippt das Klima.
      Die haben halt schon etwas mehr Knete als wir A13er in der Tasche, haben im Betrieb Personalverantwortung (dürfen die Untergebenen also schikanieren) und lassen das auch raushängen.

      Ich habe mir gerade die Klausuren von gestern überschlagsweise angesehen. Ein Kandidat hat fast alles richtig, hat aber am Ende kurz vor der Abgabe zieg Seiten der Klausur durchgestrichen und natürlich auch keinen weiteren Lösungsversuch gestartet. Wenn ich nur das werte, was nicht durchgestrichen ist, würde es eine 6, werte ich auch den durchgestrichenen Teil, würde es eine 2.

      Und bei der Note geht es nicht um die Versetzung ins nächste Jahr sondern sie geht mit in die Abschlußnote ein. Im Mai haben die Kandidaten ihre Abschlußprüfung.
    • plattyplus schrieb:

      Piksieben schrieb:

      Und manchmal scheint sich das Klassenklima durch wenige solcher Elemente richtig aufzuheizen, und dann ist grundsätzlich alles viel zu schwer und "keiner" versteht was. Das aber laut und gründlich.
      Das kann ich für die Klasse unterstreichen. Ich habe da 2-3 Leute aus einem Betrieb, wenn die da sind, weil sie nicht gerade Spätschicht haben, kippt das Klima.
      Das klingt ja gruselig. Sind die echt erwachsen? Wissen sie, dass sie freiwillig da sind und eine "Bringschuld" haben? Oh man.


      plattyplus schrieb:

      Die haben halt schon etwas mehr Knete als wir A13er in der Tasche, haben im Betrieb Personalverantwortung (dürfen die Untergebenen also schikanieren) und lassen das auch raushängen.
      Die sind noch keine Techniker und verdienen so viel? Krass. A13 sind ja grob überschlagen in einem Angestelltenverhältnis zwischen 5500€ und 6000€ brutto (ausgehend von Stkl 1) . Und die Kandidaten verdienen kriegen noch mehr? Das bekommen IMHO viele mit abgeschlossenem Studium nicht. Gut, Personalverantwortung schlägt sich halt schon im Gehalt nieder.


      plattyplus schrieb:

      Ich habe mir gerade die Klausuren von gestern überschlagsweise angesehen. Ein Kandidat hat fast alles richtig, hat aber am Ende kurz vor der Abgabe zieg Seiten der Klausur durchgestrichen und natürlich auch keinen weiteren Lösungsversuch gestartet. Wenn ich nur das werte, was nicht durchgestrichen ist, würde es eine 6, werte ich auch den durchgestrichenen Teil, würde es eine 2.
      Warum solltest du etwas bewerten, das durchgestrichen ist?
    • Kimetto schrieb:




      plattyplus schrieb:

      Die haben halt schon etwas mehr Knete als wir A13er in der Tasche, haben im Betrieb Personalverantwortung (dürfen die Untergebenen also schikanieren) und lassen das auch raushängen.
      Die sind noch keine Techniker und verdienen so viel? Krass. A13 sind ja grob überschlagen in einem Angestelltenverhältnis zwischen 5500€ und 6000€ brutto (ausgehend von Stkl 1) . Und die Kandidaten verdienen kriegen noch mehr? Das bekommen IMHO viele mit abgeschlossenem Studium nicht. Gut, Personalverantwortung schlägt sich halt schon im Gehalt nieder.
      Das zeigt einfach, dass der Lehrerberuf für den Grad der Qualifikation extrem schlecht bezahlt ist, auch, wenn das mache gebetsmühlenartig verneinen, weil sie sich mit irgendwelchen Kassiererinnen oder Bäckern vergleichen oder sich selber schön reden müssen, dass man als Lehrer doch eigentlich gut verdienen würde.
    • Hm, wenn ich überlege, wie wir im ersten Semester in den Vorlesungen rumgegackert haben... da war ich auch freiwillig. Aber die Sitznachbarin war halt witziger. Oder in Lehrerkonferenzen :pfeifen:

      Und Fragen reinrufen, wenn der Lehrer noch erklärt, zeugt eher von Aufgeregtheit denn von bösem Willen.

      Wie auch immer, es ist schon deine Aufgabe, für Ruhe zu sorgen. Ob es nötig ist, einen draußen arbeiten zu lassen, oder ob es reicht, zu erläutern, dass du erst die neue Frage erklären kannst, wenn die alte beantwortet ist, hängt von der Situation ab. Egal wie alt die Schüler sind, wenn sie sich nicht an gängige Regeln halten, muss man halt durchgreifen. Überbrüllen ist jedenfalls keine Lösung.

      Zweite Frage: wenn sich Schüler beim Schulleiter beschweren, dass sie eine 3 oder 4 haben, weißt du schon, was zu tun ist, oder? Und dein Chef hoffentlich auch. Die Diskussion wirst du nicht ernsthaft annehmen wollen.

      Aber das Durchgestrichene würde ich werten. Eine Klausur ist dazu da, Wissen zu überprüfen und sein Wissen liegt im guten Bereich. Wieso solltest du ihm ein "ungenügend" reindrücken? Aus Prinzip?
    • Krabappel schrieb:



      Aber das Durchgestrichene würde ich werten. Eine Klausur ist dazu da, Wissen zu überprüfen und sein Wissen liegt im guten Bereich. Wieso solltest du ihm ein "ungenügend" reindrücken? Aus Prinzip?

      Ich würde das Gespräch mit dem Schüler suchen, warum er das Durchgestrichen hat. Ohne anderen Lösungsweg macht das doch keinen Sinn.
      Ich bringe meinen Schülern immer bei durchzustreichen, wenn sie zwei Lösungen haben, da ich mir die nicht aussuchen will. Wenn es aber nur eine Lösung gibt, ist es ja recht eindeutig.
    • Unabhängig vom Klientel sind im Unterricht einfache Grundregeln einzuhalten und ggf. einzufordern. Viele Nachfragen eine Stunde vor der Klausur betrachte ich nicht als kritisch - nur ist hier eine klare Linie einzuhalten. Möglichkeiten hierzu hat Krabappel aufgezeigt.

      Zur Klausur allgemein: Wenn in einer Mathematikklausur (hier auch tatsächlich auf hohem Niveau) die Noten im befriedigend/ausreichenden Bereich liegen ist doch alles in Ordnung - eine Diskussion/Beschwerde ist daher nicht ernst zu nehmen.

      Zur Arbeit mit dem durchgestrichenen Teíl: Als Note gebe ich in diesem Fall die Sechs. In einer schriftlichen Abschlussprüfung wird in solch einem Fall schließlich die gleiche Leistungsbewertung (ungenügend) vorgenommen. Kein Schüler streicht "aus Versehen" seine Lösungen durch - bewusste Handlung = eindeutige Notengebung.
    • Über so ein Verhalten würde ich mich keine Minute ärgern. Ich bin auch in der Abendschule der Fachschule und handele so: Aufhören mit Unterrichten, bis Ruhe eingekehrt ist. Kehrt keine Ruhe rein, die Störenfriede freundlich aus dem Raum bitten, um eine Pause einzulegen (die haben zT einen langen Arbeitstag hinter sich und können sich schlecht konzentrieren; merke ich bei mir auch, da ich ab morgens halb 8 im Einsatz bin). Wenn das nicht fruchtet, dann sollen sie bitte heim gehen, da anscheinend arbeiten heute nicht möglich ist (darf auch mal sein! Ist einfach anstrengend.). Kam aber bisher erst einmal vor. Nacharbeiten müssen sie dann natürlich eigenverantwortlich. In der Klausur wird das abgefragt.
      Beschweren über Noten hat natürlich gar keinen Sinn. Das Niveau müssen sie schon bringen, ist schließlich DQR6. Das wäre meiner Schulleitung auch Wurscht. Und ich selbst hab auch genug Arsch in der Hose, dass mir das egal ist. Wer bei mir im Unterricht ist weiß, dass ich ganz viel tue, damit sie gute Noten / viele Kenntnisse erwerben, aber nur wenn sie ihren Teil dazutun. Und es hat sich gut herumgesprochen, dass ich ihnen den Hintern nicht hinterhertrage. Mache ich auch bei meinen Azubis nicht.

      Und: glaubst Du denen echt, dass sie Brutto so viel heim bringen, wie jemand mit A13 netto? Mit lediglich einem Facharbeiterbrief? Naja. Davon glaube ich nur 10%. Ich sehe, was mein Mann und meine Ex-Studienkollegen als Ingenieure so mit heim bringen.

      Du klingst hier immer so Taff und dann lässt Du Dich von sowas ärgern?
    • Krabappel schrieb:

      Und Fragen reinrufen, wenn der Lehrer noch erklärt, zeugt eher von Aufgeregtheit denn von bösem Willen.
      Es gibt auch hochgepuschte Aufgeregtheit und schnelle empörte Fragerei im Wechsel als Rudelstrategie um den Lehrer zu veranlassen, die Anforderungen abzusenken, kenne ich sehr gut von einzelnen Kursen, die das dann dauernd versuchen. Die Schüler, die das iniziieren, haben das meist schon jahrelang mit Erfolg praktiziert. Wenn das bei mir auftritt, nehme mir Zeit, in die Metaebene zu wechseln, sage deutlich, wie ich das Verhalten deute und dass das bei mit nicht funktioniert. Dabei verwende ich eine Formulierung, die ich bei den weiteren Versuchen, die natürlich erstmal folgen werden, schallplattenartig wiederhole, zum Beispiel "Die Anforderungen im Abi sind keine Verhandlungssache." Weiter diskutiere ich nicht.

      Die Nummer "keiner versteht was" kenne ich auch. Klar, das muss an mir liegen, ich kann nicht erklären. Komisch nur, dass ich zwei Staatsexamina und diverse Laufbahnprüfungen bestens gemeistert habe. Wenn alle eine Aufgabe in der Klausur nicht können, ist das blöd. Das hatte ich selbst zwar zum Glück noch nicht, aber es ist jedenfalls kein Grund, sie nicht zu werten, wenn man sich nach bestem Wissen und Gewissen selbst nichts vorzuwerfen hat. Du hast den Unterricht ja dokumentiert und kannst belegen, dass du genau diese Aufgabe geübt hast.

      Das Durchgestrichene würde ich großzügig werten, ansonsten wäre ich eher streng, damit das nicht als Schwäche und Unsicherheit ausgelegt wird. Außerdem hast du dann einen mit einer Zwei, so schlimm kanns also nicht gewesen sein.

      Lass dich von denen nicht durch den Schornstein jagen. Die werden geprüft, nicht du!
    • Firelilly schrieb:

      Kimetto schrieb:

      plattyplus schrieb:

      Die haben halt schon etwas mehr Knete als wir A13er in der Tasche, haben im Betrieb Personalverantwortung (dürfen die Untergebenen also schikanieren) und lassen das auch raushängen.
      Die sind noch keine Techniker und verdienen so viel? Krass. A13 sind ja grob überschlagen in einem Angestelltenverhältnis zwischen 5500€ und 6000€ brutto (ausgehend von Stkl 1) . Und die Kandidaten verdienen kriegen noch mehr? Das bekommen IMHO viele mit abgeschlossenem Studium nicht. Gut, Personalverantwortung schlägt sich halt schon im Gehalt nieder.
      Das zeigt einfach, dass der Lehrerberuf für den Grad der Qualifikation extrem schlecht bezahlt ist, auch, wenn das mache gebetsmühlenartig verneinen, weil sie sich mit irgendwelchen Kassiererinnen oder Bäckern vergleichen oder sich selber schön reden müssen, dass man als Lehrer doch eigentlich gut verdienen würde.
      Moin,

      ja, mit dem Handwerk darf man nicht vergleichen, aber vergleicht mal mit dem, was die Industrie, insb. die Metallindustrie, zahlt. Das Lohngefälle zwischen Industrie und Handwerk ist gewaltig.

      Nur mal als Bsp. das Gehalt eines Bandarbeiters bei VW:

      Gute Arbeit, gutes Geld: Bei Volkswagen hat der Satz offenbar Gültigkeit. Ein nach drei Jahren fertig ausgebildeter Facharbeiter bekommt als Berufsstarter laut Haustarifvertrag 3542 Euro brutto im Monat. Nach der jüngsten Tariferhöhung um 4,3 Prozent sind es künftig rechnerisch sogar 3694 Euro - eine Zahl, die noch nicht bestätigt ist. Dazu gibt es eine monatliche individuelle Leistungszulage von im Schnitt 100 Euro. Obendrauf kommt der Jahresbonus. Dieser orientiert sich am Gewinn des Unternehmens und lag zuletzt oft zwischen 5000 und 10.000 Euro. Es gilt die 35-Stunden-Woche.



      Quelle: manager-magazin.de/fotostrecke…r-fotostrecke-156130.html
      Wenn ich das mal hochrechne, sind das 12 * 3.800,- € + 8.000,- € Jahresbonus = 53.600 € Jahresgehalt brutto als Berufsanfänger.
      Das steigt mit den Jarhen dann natürlich noch weiter an, eben weil man den Techniker macht und zum Schichtführer aufsteigt oder so.
    • Ich erlaube mir mal als Lehrer einer staatlichen Schule im 2. Bildungsweg einzuwerfen, dass das das Alltagsbrot der Erwachsenenpädagogik ist. Die ist nicht so ganz einfach aber genau so das geduldige Bohren dicker Bretter wie die Pädagogik für Kinder und Jugendliche... Kochrezepte und Gewalt funktionieren da auch nicht.

      P.S. Nein, meine Studierenden verdienen im Schnitt bei weitem nicht so viel wie ich. (A13 Altersstufe 11)
    • Firelilly schrieb:

      Kimetto schrieb:

      plattyplus schrieb:

      Die haben halt schon etwas mehr Knete als wir A13er in der Tasche, haben im Betrieb Personalverantwortung (dürfen die Untergebenen also schikanieren) und lassen das auch raushängen.
      Die sind noch keine Techniker und verdienen so viel? Krass. A13 sind ja grob überschlagen in einem Angestelltenverhältnis zwischen 5500€ und 6000€ brutto (ausgehend von Stkl 1) . Und die Kandidaten verdienen kriegen noch mehr? Das bekommen IMHO viele mit abgeschlossenem Studium nicht. Gut, Personalverantwortung schlägt sich halt schon im Gehalt nieder.
      Das zeigt einfach, dass der Lehrerberuf für den Grad der Qualifikation extrem schlecht bezahlt ist, auch, wenn das mache gebetsmühlenartig verneinen, weil sie sich mit irgendwelchen Kassiererinnen oder Bäckern vergleichen oder sich selber schön reden müssen, dass man als Lehrer doch eigentlich gut verdienen würde.

      Tja, heutezutage wird nur noch Lehrer, wer sonst nichts anderes findet oder für die Industrie einfach nicht fit genug ist (mentale oder körpferliche Belastbarkeit), die Massen an Quereinsteigern beweisen es, oder wer ein hoffnungsloser Idealist und "Weltverbesserer" ist

      Siehe dazu auch mein Beitrag:
      Die Lösung für den Lehrermangel ist da!

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
    • plattyplus schrieb:



      Nur mal als Bsp. das Gehalt eines Bandarbeiters bei VW:

      Gute Arbeit, gutes Geld: Bei Volkswagen hat der Satz offenbar Gültigkeit. Ein nach drei Jahren fertig ausgebildeter Facharbeiter bekommt als Berufsstarter laut Haustarifvertrag 3542 Euro brutto im Monat. Nach der jüngsten Tariferhöhung um 4,3 Prozent sind es künftig rechnerisch sogar 3694 Euro - eine Zahl, die noch nicht bestätigt ist. Dazu gibt es eine monatliche individuelle Leistungszulage von im Schnitt 100 Euro. Obendrauf kommt der Jahresbonus. Dieser orientiert sich am Gewinn des Unternehmens und lag zuletzt oft zwischen 5000 und 10.000 Euro. Es gilt die 35-Stunden-Woche.



      Quelle: manager-magazin.de/fotostrecke…r-fotostrecke-156130.html
      Wenn ich das mal hochrechne, sind das 12 * 3.800,- € + 8.000,- € Jahresbonus = 53.600 € Jahresgehalt brutto als Berufsanfänger.Das steigt mit den Jarhen dann natürlich noch weiter an, eben weil man den Techniker macht und zum Schichtführer aufsteigt oder so.
      VW gibts aber in unserer Gegend nicht (Plattyplus und ich sind "Nachbarn"). Hier gibts Grohe, die zahlen ähnlich gut. Aber da arbeiten eben nur ein paar. Und nicht alle. Da zu sagen, die verdienen alle mehr als ich, erscheint mir mehr als übertrieben.

      Schaff Dir mal etwas mehr Selbstbewusstsein drauf. Dazu gehört Gelassenheit bei solchen Situationen wie hier geschildert, aber auch mal ein klares NEIN, wenn Du die erste und die letzte Stunde bis halb 10 Abends hast.
    • Mikael schrieb:


      Tja, heutezutage wird nur noch Lehrer, wer sonst nichts anderes findet oder für die Industrie einfach nicht fit genug ist (mentale oder körpferliche Belastbarkeit), die Massen an Quereinsteigern beweisen es, oder wer ein hoffnungsloser Idealist und "Weltverbesserer" ist

      Siehe dazu auch mein Beitrag:
      Die Lösung für den Lehrermangel ist da!

      Gruß !
      NÖ! Hab an meinem BK gerade ganz tolle Quereinsteiger, die sehr fachkompetent sind. Alle haben eine abgeschlossene Ausbildung und unterrichten genau diese. Das klappt wunderbar. Sie sind sehr motiviert und es macht so viel Spaß mit denen zu arbeiten. Sie sind zwar Quereinsteiger, aber weit von Weltverbesserern und Idealisten entfernt. Und sie haben alle eine gute Position in der Industrie aufgegeben. Am BK ist die Welt noch in Ordnung ;)