SchaLL fordert E 15 für angestellte Lehrer

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    • SchaLL fordert E 15 für angestellte Lehrer

      Es wird oft berichtet, dass angestellte Lehrer zwar ein höheres Brutto haben als verbeamtete Lehrer, aber ein deutlich geringeres Netto. Vor allem bei der Rente schlage das dann erheblich zubuche. Die Schutzgemeinschaft angestellter Lehrer (SchaLL) fordert deshalb E 15 für angestellte Lehrer, wenn verbeamtete alle A 13 bekommen.

      Zitat schrieb:

      Die SchaLL fordert für alle verbeamteten Lehrer die Besoldungsgruppe A13 als Eingangseinkommen und die Entgeltgruppe (EG) 15 für alle angestellten Lehrer. „Angestellte Lehrer benötigen rund 1.000 Euro mehr brutto, um auf das gleiche Nettoeinkommen wie verbeamtete Lehrer zu kommen", erklärt Lummer. Deshalb folgt die SchaLL nicht den Forderungen anderer Gewerkschaften wie der GEW oder dem VBE in NRW, die A13 für verbeamtete Lehrer und EG 13 für angestellte Lehrer fordern.

      nw.de/nachrichten/regionale_po…d-verbeamtete-Lehrer.html

      Doch, mir sind verbesserte Arbeitsbedingungen nach wie vor wichtiger, aber ich finde das eine interessante Idee, die mir neu war.
      "Aus Niederlagen kann man auch gestärkt hervorgehen." (AUS: Günter Görlich: Eine Anzeige in der Zeitung)
    • Warum gibt es die Schutzgemeinschaft für angestellte Lehrer (SchaLL) eigentlich nur in NRW?

      Und warum sind eigentlich so viele Lehrer in NRW nicht verbeamtet? 40.000 von knapp 200.000?

      Zitat schrieb:

      Düsseldorf. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist in der nordrhein-westfälischen Landesverfassung verankert. In den Schulen des Landes gilt dieser Grundsatz jedoch nicht, denn 40.000 der insgesamt 198.000 Lehrer in NRW sind angestellt und haben dadurch deutlich geringere Einkommen und Rentenansprüche. Die Schutzgemeinschaft angestellter Lehrer (SchaLL) in NRW will das nicht länger hinnehmen und fordert von der Landesregierung eine Einkommensgleichstellung.

      nw.de/nachrichten/regionale_po…d-verbeamtete-Lehrer.html
      "Aus Niederlagen kann man auch gestärkt hervorgehen." (AUS: Günter Görlich: Eine Anzeige in der Zeitung)
    • Kippelfritze schrieb:

      Und warum sind eigentlich so viele Lehrer in NRW nicht verbeamtet? 40.000 von knapp 200.000?
      Ohne das jetzt überprüft zu haben, meine ich, dass es bundesweit ca. 200.000 von 800.000 sind. Damit läge NRW sogar unter dem Durchschnitt.

      edit: Es stand hier zu lesen...

      Kippelfritze schrieb:

      Endlich habe ich hier mal konkrete Zahlen zur Teilzeitbeschäftigung unter den rund 800.000 Lehrern in Deutschland (davon ca. 600.000 verbeamtet).
      :)
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • Mit Blick darauf, dass in E13 am Ende das Monatsgehalt bei ca. 5500€ Brutto liegt (und früher erreicht wird als die Endstufe in A13), in A13 aber "nur" bei 5200€ stellt sich schon die Frage, wo die Ungleichbehandlung liegen soll. Wahrscheinlich verwechselt da wieder jemand das "Beamtennetto" mit dem tatsächlichen Netto.
      Berücksichtigt man die Kosten der PKV und die Kosten, die die Beihilfe gerade nicht übernimmt, die in der GKV aber mit gedeckt sind, bleibt als "Riesenlücke" nur etwa 150€ übrig.
    • Seph schrieb:

      Berücksichtigt man die Kosten der PKV
      Meist deutlich günstiger als der AN-Anteil der GKV.

      Seph schrieb:

      und die Kosten, die die Beihilfe gerade nicht übernimmt, die in der GKV aber mit gedeckt sind
      Überschaubar, oder? In manchen Fällen aber durchaus vorhanden, zugegeben. Außerdem fällt in der GKV der zeitraubende Abrechnungskram weg (der vielen ein schönes Sümmchen einbrächte, müsste er nach den Stundensätzen für Lehrer bezahlt werden).


      Seph schrieb:

      bleibt als "Riesenlücke" nur etwa 150€ übrig.
      Immer noch ein ganz schöner Unterschied für das genau gleiche Maß an Kern- und Zusatzaufgaben sowie Verantwortung.

      - Anyway, ich will jetzt nicht schon wieder davon anfangen, aber die wirkliche Riesenlücke (hier ohne Anführungszeichen) liegt zwischen Rente und Pension.


      Seph schrieb:

      Mit Blick darauf, dass in E13 am Ende das Monatsgehalt bei ca. 5500€ Brutto liegt (und früher erreicht wird als die Endstufe in A13)
      Und man muss immerhin zugeben, dass die Steigerungen im TV-L recht regelmäßig und auch nicht allzu gering sind. Ich hatte gestern eine Abrechnung aus 01/2016 in der Hand, also von vor exakt drei Jahren - damals hatte ich in der gleichen Stufe ca. 320,-€ weniger brutto.


      PS: Ich wollte eigentlich nie einer von den alten Säcken werden, die die halbe Welt ungefragt mit ihrem Lebensthema belästigen!
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • fossi74 schrieb:

      Kippelfritze schrieb:

      Und warum sind eigentlich so viele Lehrer in NRW nicht verbeamtet? 40.000 von knapp 200.000?
      Ohne das jetzt überprüft zu haben, meine ich, dass es bundesweit ca. 200.000 von 800.000 sind. Damit läge NRW sogar unter dem Durchschnitt.
      edit: Es stand hier zu lesen...

      Kippelfritze schrieb:

      Endlich habe ich hier mal konkrete Zahlen zur Teilzeitbeschäftigung unter den rund 800.000 Lehrern in Deutschland (davon ca. 600.000 verbeamtet).
      :)

      @fossi74, diesen deinen Einwurf verstehe ich nicht. Auf welche Frage antwortest du damit?

      Ja, bundesweit sind von rund 800.000 Lehrern rund 600.000 verbeamtet, also rund 200.000 angestellt. In NRW sind von rund 200.000 Lehrern rund 160.000 verbeamtet und rund 40.000 angestellt.

      Angestellte Lehrer im Osten Deutschlands sind meistens darauf zurückzuführen, dass dort jahrlang / jahrzehntelang nicht verbeamtet wurde. Aber in NRW wurde doch immer schon und wird immer noch verbeamtet. Deshalb wunderte ich mich über diese hohe Zahl (40.000 von 200.000)? Warum gibt es so viele nicht verbeamtete Lehrer in einem Bundesland, in dem Lehrer verbeamtet werden?

      Als Erklärung/Vermutung gab es weiter oben die Quereinsteiger/Seiteneinsteiger. Ist das so zu erklären?
      "Aus Niederlagen kann man auch gestärkt hervorgehen." (AUS: Günter Görlich: Eine Anzeige in der Zeitung)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Tayfun Pempelfort ()

    • Seph schrieb:

      Berücksichtigt man die Kosten der PKV und die Kosten, die die Beihilfe gerade nicht übernimmt, die in der GKV aber mit gedeckt sind, bleibt als "Riesenlücke" nur etwa 150€ übrig.
      Na da hätte ich aber mal gerne eine konkrete Rechnung, wie man da auf nur 150€ kommt..

      E13 Stufe 1 entspricht einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3825€ brutto (inkl. der Jahressonderzahlung). Für einen konfessionslosen Single gibt das (Jahressonderzahlung umgelegt) knapp 2300€ netto.
      A13 Stufe 5 (=Einstiegsstufe) entspricht einem durschnittlichen Monatsgehalt von 4226€ brutto. Für einen konfessionslosen Single gibt das (die Jahressonderzahlung ist übrigens im Lohn bereits enthalten und entgegen der landläufigen Meinung ist das auch gut so, denn an die Beamtenbesoldung geht so schnell keiner ran) ca. 3221€. Davon abziehen muss er die PKV. Für den, im Regelfall, jungen und gesunden Berufsanfänger kommt er dort mit 250€ aus. Bleiben netto noch 2971€.

      Damit hat der Beamte 671€ netto mehr als der Angestellte. Das ist jetzt für den Berufseinstieg gerechnet. Ein Angestellter steigt etwas schneller die Stufen auf, was ihn etwas aufholen lässt. Typischerweise folgt dann aber das "Heiratsalter"; Dafür gibts vom Land ca. 100€ netto für den Beamten on Top. Für Kinder ebenfalls, ab dem zweiten Kind dann 70% Beihilfe, was häufig zur folge hat, dass die Kinder privat versichert sind, der Beitrag aber nicht steigt, da die Beihilfe das Mehr an Kosten auffängt.

      Und ich habe noch nicht 1€ in in Richtung Altersvorsorge gerechnet...

      Sicherlich lassen sich Fälle konstruieren (ich glaube plattypus ist so einer), wo man als Beamter in die GKV muss usw. Diese Fälle bilden aber absolute Ausnahmen. Im Regelfall ist der Beamte deutlich besser gestellt als sein Kollege.

      Ich weiß wirklich nicht, wo diese 150€ herkommen sollen.

      Und zu den von der Beihilfe nicht übernommenen Kosten: Es gibt Beihilfeergänzungstarife der privaten Krankenversicherer, die genau diese Nichtleistungen der Beihilfe abdecken. Kostenpunkt zwischen 10-15€ monatlich. Also wer so einen Tarif nicht besitzt sollte sich damit einmal dringend auseinandersetzen. Ich bekomme diesen Tarif im übrigen nicht, da ich über die Öffnungsaktion in die PKV musste und zahle sogar 30% Risikozuschlag, trotzdem (30% Zuschlag!) liegt mein PKV Beitrag unterhalb(!) des AN Anteils eines angestellten Kollegen. Sobald zwei Kinder da sind (und das ist in Deutschland nunmal der Regelfall) steigt die Beihilfe auf 70% und mein PKV Beitrag sinkt weiter.
    • Die GEW, die durchaus "mächtiger" ist, forderte jahrelang E14 für angestellte Lehrer.

      Tja, was die SchaLL fordert hilft ja leider nicht.

      Was man nicht vergessen darf: nach den 80ern gab es so gut wie keine Stellen, so dass viele erst nach der damaligen Altersgrenze von 35 eingestellt wurden und entsprechend nicht verbeamtet. Es gibt auch Kollegen, die aufgrund mangelnder gesundheitlicher Eignung nicht verbeamtet wurden. Quereinsteiger sowieso auch --> die damalige Basisqualifizierung, die pädagogische Einführung, die OBASler, die zu alt waren ... und und und ... och, das auch noch: Vertretunglehrer sind auch Angestellte...
    • dasHiggs schrieb:

      Seph schrieb:

      Berücksichtigt man die Kosten der PKV und die Kosten, die die Beihilfe gerade nicht übernimmt, die in der GKV aber mit gedeckt sind, bleibt als "Riesenlücke" nur etwa 150€ übrig.
      Na da hätte ich aber mal gerne eine konkrete Rechnung, wie man da auf nur 150€ kommt..
      E13 Stufe 1 entspricht einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3825€ brutto (inkl. der Jahressonderzahlung). Für einen konfessionslosen Single gibt das (Jahressonderzahlung umgelegt) knapp 2300€ netto.
      Wie dir sicher beim nochmaligen Lesen auffallen wird, habe ich die Endstufen herangezogen und nicht die Eingangsstufen. Die E1 haben Berufseinsteiger übrigens genau 1 Jahr, der Stufenaufstieg erfolgt durchaus deutlich schneller als bei Beamten. In der Endstufe hat der angestellte ohne VBL bereits 3200€ netto. Im Vergleich zu ca. 3600netto (ohne PKV Abzug) beim Beamten in der Endstufe ist das nicht mehr so viel. Die PKV ist dann auch nicht mehr für 200€ zu haben. Und schon schmilzt die Lücke auf die angegebenen Werte ab. Bonuszahlungen für Kinder sind natürlich ganz nett, sofern vorhanden, werden zumindest teilweise durch die nicht kostenfreie Familienversicherung aber gegenkompensiert. Für verheiratete mit Kindern dürfte der Unterschied insgesamt wirklich größer als beim Single sein.
    • Trotzdem eine verfälschende Rechnung. Was ist mit den kumulierten Gehaltsvorteilen während der gesamten Dienstzeit? Der Beamte steigt fett ein und entwickelt sich kaum, das ist ein unaufholbarer Vorteil.

      Und ohne VBL zu rechnen verstehe ich auch nicht ganz. Gerade wenn du mit Endstufen rechnest, so ist doch die Rente/Pension nicht allzwuweit entfernt, sodass von den aktuellen Sätzen zur Rente/Pension ausgegangen werden kann. Vergleich mal die gesetzliche Rente mit der Pension...

      Bei einem vernünftigen PKV Vertrag wird sich die Beitragssteigerung auch in Grenzen halten. Wer natürlich so Tarife wie den Vision-B Tarif der DBV z.B. nimmt, also einen Tarif, den viele junge, gesunde Menschen wählen und der durch den Ausschluss aus der Öffnungsaktion auch Vorerkrankte ausschließt bietet natürlich extrem günstige Beiträge. Nur werden die ganzen Jungen irgendwann auch älter, das ist alles mit heißer Nadel zur kurzfristigen Gewinnoptimierung gestrickt (DBV gehört zur AXA --> Aktiengesellschaft). Ist dieser Punkt erstmal erreicht, explodieren die Beiträge.

      Und wird sollten doch bitte schon die Regelfälle betrachten. Und der ist einfach: Angestellter hat VBL (und Familie, dort aber nicht von Belang) vs. Beamter mit Familie (Für Zuschläge und Beihilfe relevant). Und dort sind die Unterschiede enorm und viel zu hoch, wohlgemerkt für die identische Arbeit.

      Und das die Zuschläge des Beamten von den Krankenversicherungskosten aufgefressen werden sollen: Fürs erste Kind gibt es ca. 120€ brutto. Die 20% die man dort noch privat versichern muss sollten wohl kaum dieses Geld auffessen...

      Beamte sind deutlich besser gestellt, da kannst du rechnen wie du willst Seph
    • Kippelfritze schrieb:

      Warum gibt es so viele nicht verbeamtete Lehrer in einem Bundesland, in dem Lehrer verbeamtet werden?
      Früher wurde bei uns in NRW nur bis zum 35. Lebensjahr verbeamtet und gerade im Berufsschulbereich haben wir viele Angestellte, weil die einfach im höheren Alter zu uns gekommen sind, da vorher noch einige Jahre in der Wirtschaft tätig oder so.

      Aber wenn wir schon bei "mehr Geld" sind? Wenn jetzt die Grundschullehrer a13 bekommen sollen, bekommen wir dann a14 als Einstiegsgehalt? Neben dem Studium müssen wir ja noch ein mindestens einjähriges Industriepraktikum zusätzlich zu den schulischen Praktika und dem Referendariat nachweisen. Die meisten Schulleiter sehen bei der Einstellung anstelle des Industriepraktikums lieber noch eine bodenständige Lehre vor dem Studium. :pirat:

      • Also Abitur mit 19
      • Wehrdienst = 20,5
      • Lehrabschluß = 24
      • Industriepraktikum für das Studium = 25 (kann auch studienbegleitend laufen, aber dann dauert das Studium länger, das Praktikum muß nämlich vollzeit laufen und an der Uni werden die Klausuren in den Semesterferien angesetzt, zumindest an meiner alten Uni)
      • Studium = 30 (bei durchschnittlicher Studiendauer: 32)
      • Referendariat = 32 (bei durchschnittlicher Dauer: 34)


      Und das ist der optimale Fall. Nicht eingerechnet sind Wartezeiten, weil man das Studium immer nur im Wintersemester anfangen kann und das Referendariat nur zum Februar anfangen konnte. Auch sollte man ehrlicherweise mit der durchschnittlichen Studiendauer von 14 Semestern rechnen und nicht mit der Regelstudienzeit. Da wurde das dannregelmäßig mit der Altersgrenze von 35 Jahren mehr als knapp.

      Außerdem gibt es bei uns in NRW noch den Amtsarzt, bei dem man einmal vor der Verbeamtung auf Probe vorbei muß. Einige meiner Kollegen sind da wegen ihres Körpergewichts durchgefallen und wurden dann nicht verbeamtet sondern nur angestellt. Wir haben uns da alle runtergehungert, um genau an diesem einen Tag einen BMI von 25 zu schaffen (Body Mass Index). Bei einem größeren BMI (bis 30) gibt es Sonderuntersuchungen, ab 30 wirst generell nicht verbeamtet. Manche Kollegen wurden auch erst eingestellt und mußten ein oder zwei Jahre später nochmal hin, auf das sie dann den BMI geschafft haben. Vorher waren sie dann angestellt. Wenn sie bis dahin dann aber zu alt waren für die Verbeamtung, war es auch komplett Essig.

      Ich war bei BMI 28 und durfte noch zu diversen Ärzten, die dann alle im Gesundheitsamt angerufen haben, wie sie die Leistungen abrechnen sollten. Da kam Plattyplus nämlich überall in die Sprechstunde mit dem Satz: "Das Gesundheitsamt schickt mich, ich brauche ... (diese und jene Untersuchung)." :)
      Das der Plattyplus alle 2 Jahre zum Tauch- und zum Fliegerarzt muß und die den da eh jedesmal komplett durchchecken, interessierte das Gesundheitsamt nicht. Alles komplett noch einmal von vorne.
    • Seph schrieb:

      In der Endstufe hat der angestellte ohne VBL bereits 3200€ netto
      TV 13 -Stufe 6 sind 3200 € netto? (beim Beamten in der Endstufe in derselben Familienkonstellation ohne Abzug Krankenversicherung 3600€ netto?)

      Nuja, wenn man Zahlen schlichtweg erfindet, dann kommt man auf Unterschiede von 150€ netto.

      Eher kommt ein vierstelliger Nettounterschied vor.....(regelmäßig bei E 15- man beachte auch die Feinheiten wie Erfahrungsstufenverluste bei Beförderungen von Tarifbeschäftigten)

      TVL 13 Stufe 1 sind übrigens 2100€ netto (Versteuerung: ledig) - wie schaut es denn mit dem Einstiegsnettogehalt bei Beamten aus?

      Die Forderung nach E15 für vollausgebildete Lehrer ist selbstverständlich völlig korrekt - sie sollte aber für alle tarifbeschäftigten E13er im gesamten ÖD gelten.

      Eine derartige Priviligierung von Beamten gegenüber identisch ausgebildeten Tarifbeschäftigten, die identische Abeit leisten, ist kaum zu rechtfertigen (und derartige Verhältnisse in der Privatwirtschaft würden einen Entrüstungssturm derjenigen Politiker auslösen, die solche Diskriminierungen im Öffentlichen Dienst zu verantworten haben)

      Ps. 5458.41 € brutto in der Endstufe E 13 liest sich vll. für Beamte gut an, sind aber nur 3018€ netto ledig (- evtl. Kirchensteuer) - ein Problem ist auch, dass Beamte ein hohes Einstiegsgehalt haben, wonach relativ wenig passiert - Tarifbeschäftigte aber erstmal 6 Jahre brauchen, um auf über 2500€ netto zu kommen.(ledig - dann Stufe 4)

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    • wossen schrieb:

      Seph schrieb:

      In der Endstufe hat der angestellte ohne VBL bereits 3200€ netto
      TV 13 -Stufe 6 sind 3200 € netto? (beim Beamten in der Endstufe in derselben Familienkonstellation ohne Abzug Krankenversicherung 3600€ netto?)
      Nuja, wenn man Zahlen schlichweg erfindet, dann kommt man auf Unterschiede von 150€ netto.
      Den Vorwurf erfundener Zahlen muss ich mir nicht gefallen lassen und kann ich spielend widerlegen: Weder die Besoldungstabelle noch der TVL-West sind ein Geheimnis. Einzusehen sind die u.a. unter oeffentlicher-dienst.info/c/t/…stkl=1&r=&zkf=&kk=15.5%25 . Und ja: E13 Stufe 6 sind 3200 netto in Steuerklasse 1, ob dir das passt oder nicht. So, und jetzt kommst du: Wie entsteht bitte in der jeweiligen Endstufe ein 4stelliger Unterschied netto? Ich bitte um Aufklärung!
    • Rechne mal verheiratet, 3 Kinder aus.....ich bezog mich übrigens primär auf E 15 mit vierstellig da kommste ledig in der Endstufe auf 3410€ (da muss man aber beachten, dass man als Tarifbeschäftigter erstmal in die höchste Erfahrungsstufe kommen muss, da die i.d.R. 2 Beförderungen Stufenverluste und Stufenlaufzeitverluste zur Folge haben)

      Ps. bei mir sind E13 Endstufe nach dem genannten Tarifrechner 3018,46€ (ledig - ohne Kirchensteuer), Beamte ledig A13 (Endstufe) 3767.54 € (dann minus KV). Sicher, in der Endstufe ist bei A13/TVL 13 der Abstand relational am geringsten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wossen ()

    • Egal wie man rechnet, der Unterschied zwischen dem bereinigten Beamten Netto (Netto - Kosten für PKV Anteil) und dem Tarifbeschäftigten Netto bleibt signifikant. (mehrere 100 Euro im Monat). Hinzu kommen jedoch, und dies wurde bislang auch noch berücksichtigt, die erheblich bessere soziale Absicherung.
      - Mindestpension entspricht annähernd der Regelrente des Angestellten
      - Pension bei Erreichen der Altersgrenze liegt deutlich höher
      - bei längerer Krankheit nochmal 200 Euro weniger trotz Krankengeldezuschuss zuzüglich steuerlicher Nachteile im Folgejahr
      - bei reiner Berufsunfähigkeit im Gegensatz zum Beamten keine Absicherung
      Um diesen Unterschied durch private Versicherungsbeiträge annähernd auszugleichen, muss der AN nochmal 300 Euro monatlich in die Hand nehmen. Hierfür müsste der Arbeitgeber nochmals 600 Euro Brutto drauflegen.
      Dies wird alles nicht passieren, das ist mir schon klar. Andererseits sollte es Arbeitgeber und Kollegium dann nicht wundern, wenn Tarifbeschäftigte Kollegen*inne ihre quantitative Leistung durch gesetzeskonforme Ausnutzung sämtlicher Möglichkeiten adäquat reduzieren.
      An alle Deutschlehrer:
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc: