Freizeit und Hobby im Beruf

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    • Freizeit und Hobby im Beruf

      Hey,

      habt ihr eigentlich noch viel Freizeit? Sei es jetzt noch im Studium oder schon im Beruf? Habt ihr vielleicht zeitaufwendige Hobbys?
      Ich bin im 2. Semester und bin als Schülerin fast jeden Tag geritten und würde das auch gerne in Zukunft im Beruf so fortführen. Ob das im Studium dauerhaft funktionieren wird, wage ich zu bezweifeln aber wie sieht es später aus?
      An den Wochenenden bin ich immer sehr gerne Turniere geritten.

      Liebe Grüße
      Sei der Mensch, den du selbst gerne treffen würdest. :engel:
    • Das hängt sehr stark von der jeweiligen Woche und dem persönlichen Umgeld ab.
      Vollzeit ohne Kinder am BK hätte ich es nicht geschafft.
      Ich kam meist gegen 14Uhr nach Hause, hab dann gekocht und gegessen. Wenn gerade Klausurphase war, habe ich jede freie Minute korrigiert, auch am Wochenende (und dann habe ich aber natürlich auch was mit Freunden oder meinem Mann gemacht oder bin zum Sportkurs gegangen). Wenn keine Klausurphase war und ich alles schon mindestens 1 Mal unterrichtet habe, wäre es möglich gewesen.
      Meine Cousine hat ein Pferd und schafft es so 5 Mal die Woche zu reiten, sie arbeitet aber auch TZ und lässt dann ihren Sohn länger im Kindergarten, bei ihren Eltern oder bei ihrem Mann.

      Rechne doch einfach mal nach, wie viel Zeit bei 41Stunden Arbeit theoretisch für dein Hobby, Haushalt und anderes übrig bleiben.
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
    • Fall du Freizeitreiterin bist, die auch mal zu Turnieren fährt, kannst du das sicher weiter machen. Das ist eine Frage der Prioritäten in deiner Freizeit.... Reiten statt Tatort gucken/In der Woche arbeiten, statt am Wochenende. ;)

      Wenn du mehr oder weniger professionelle Sportreiterin bist, kannst du das eher nicht machen. Dafür hast du dann doch zu wenig Zeit und einen zu kleinen Verdienst. ;)
    • Du hast die Zeit für dich, die du dir nimmst. Und sollte man tun.

      Im Berufseinstieg, also insbesondere im Referendariat, wird man daran gewöhnt, viel Zeit, die meiste Zeit, vielleicht sogar alle Zeit für die Schule zu investieren. Das kann sich ja auch lohnen, wenn man z.B. einen guten Abschluss macht. Aber man muss eben zusehen, dass man davon auch wieder wegkommt.

      Noch besser wäre es, bereits als Berufseinsteiger klare Grenzen zu ziehen und sich für das "Nein" einen deutlichen Tonfall anzugewöhnen.

      Viel Erfolg!
    • Nach x Jahren Forenrecherche würde ich behaupten, es kommt auf die Korrekturintensität an. Offenbar sitzen Deutsch-Oberstufen-Kolleg*innen die längste Zeit am Schreibtisch (und Berufsschulquereinsteiger bereiten am meisten vor...) Ich sitze die meiste Zeit im Forum. Hätte ich ein vernünftiges Hobby, könnte ich es also ausüben :zahnluecke:
      Ernsthaft, ich bereite abends oder am Wochenende mal was vor, vieles wiederholt sich, einiges macht man ad hoc. In den Ferien tippe ich Förderpläne, Entwicklungsberichte oder Gutachten. Deswegen kann ich aber trotzdem auf dem Klavier klimpern. Als die Kinder klein waren, konnte ich allerdings nicht aus dem Haus. Schulkinder brauchen auch ständig Hausaufgabenbetreuung, Arzttermine, Physiotherapie, Kurskutsche oder Canastarunden. Wenn du dich organisierst, dein*e Partner*in nach den potentiellen Kindern guckt kannst du natürlich reiten gehen. Wäre ja noch schöner, wenn das nicht ginge. Man verdient das viele Geld ja nicht, um es irgendwann in Burnoutreha zu investieren.
    • Kommt auch drauf an wie flexibel DU bist.
      Wie oft du ggf das, was du einmal vorbereitet hast, recyclen kannst... wie gut du deine Hobby-"Zeiten" an deinen Stundenplan anpassen kannst... und ob nooch andere Leute "dranhängen"... ich bin single, ich kann da ziemlich frei planen, solange es für mich passt... und für manche Dinge hat frau eben "Personal". Spart auch Zeit.

      Ansonsten... mach das, was Sinn macht, und das, was Spaß macht, und lass dich nicht ausnutzen.
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Ich habe ein Pferd und ich nutze die Zeit am Stall, um abzuschalten und zwar sehr bewusst! Im Schnitt schaffe ich es an 5 Tagen / Woche zum Pferd. Ich habe eine Reitbeteiligung, die einspringt, wenn ich nicht kann und meine Schwester hat ihr Pferd am gleichen Hof, die hat zwischendurch auch Mal einen Blick drauf. Aber genauso umgekehrt, wir arbeiten beide in Vollzeit, sie ist keine Lehrerin. Ich würde sagen, im Regelfall haben wir beide etwa gleich viel Zeit fürs Pferd, das ist wohl eher kein lehrerspezifisches Problem. Man braucht die Auszeit, man kann nicht nur für die Arbeit leben!
      Kinder habe ich nicht, nur einen Partner, der aber mit dem Hobby nix am Hut hat.
      Liebe Grüße! :D
    • Nebell schrieb:

      Habt ihr vielleicht zeitaufwendige Hobbys?
      Ja... wenn Du fliegen willst, so persönlich am Knüppel, geht da verdammt viel Zeit bei drauf, um den ganzen Laden am Laufen zu halten. Hier das Medical, da die Mindestflugstunden, die man alle 90 Tage bringen muß, dann ist hier mal was kaputt und dort mal das Wetter doch zu schlecht. Das sieht man halt alles als Passagier, der in den Ferienflieger einsteigt, nicht.

      Generell ist das Referendariat die stressigste Zeit mit der wenigsten Freizeit, das erste bzw. die ersten beiden Jahre nach dem Ref. sind auch noch stressig, wenn man an eine andere Schule mit anderen Fächern kommt und quasi wieder alles von vorne neu machen muß. Aber danach wird es echt besser.

      Ich sehe bei dem Thema "Pferd" allerdings immer rot, weil so ein Tier wirklich jeden Tag bewegt werden will und es dann doch manchmal Phasen gibt, wo man dafür keine Zeit hat. So hatte ich im Mai z.B. die Abschlußarbeiten der Techniker zur Korrektur auf dem Schreibtisch. Die Klausur wurde am Donnerstag geschrieben und am folgenden Dienstag brauchte der Zweitkorrektor meine Korrekturen. Das Wochenende war dann mal richtig voller Arbeit. So einen Flieger kann man dann auch mal einfach in die Ecke stellen, aber bei einem Pferd geht das nicht, eben weil der Zosse wirklich jeden Tag bewegt werden will.

      An anderer Stelle habe ich da auch schon zynisch formuliert, daß ich mir kein Haustier anschaffen würde, weil das für mich einem Pflegefall gleichkommt. Man muß sich dann nämlich wirklich jeden Tag um das Tier kümmern. Bei einem Pferd, zu dem man dann erst noch in den Stall fahren muß, wäre das nur noch eine Stufe extremer als bei einem Haustier, das man zuhause hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von plattyplus ()

    • Ich kann Naane voll und ganz zustimmen: man kann die Zeit mit den Tieren auch als bewusst gesetzte Pause sehen; und wer nicht einmal eine Stunde am Tag Zeit für sich hat, der macht eh irgendwas falsch bzw. hält das auf Dauer nicht durch.

      Schwierig wird es, wenn du neben einem VZ-Job ein Pferd täglich bewegen willst, 2 kleine Kinder hast, du noch gerne im Chor singst, Elternvertreter in der KiTa bist, du Spaziergänge mit deinem Partner machst, du gerne täglich ein Gourmet-Essen zubereitetst und du deine Lieblingsserie im Fernsehen nicht verpassen willst. Was ich natürlich eigentlich damit meine: du musst Prioritäten setzen bzw. mehr organisieren. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die finanzielle Seite der Tierhaltung: Als VZ-Lehrer ist das wohl eher kein Problem, aber im Studium und Ref gab es häufiger mal Nudeln mit Ketchup, damit ich meine Tiere finanzieren könnte. Andere sehen dein Pferd evtl als rein zeitintensives, kostspieliges Hobby; ich persönlich finde den Umgang mit Tieren jedoch kraftgebend und könnte niemals darauf verzichten, muss es dafür aber (und ich tue es gern!) auf anderes.

      Das alles hat aber nichts mit einem Job als Lehrer zu tun, sondern ist das Los der meisten Arbeitenden. Von arg vielen freien Wochenenden, an denen du Sa und So auf Tunieren unterwegs bist, wirst du dich aber wohl verabschieden müssen. Und was ich noch anmerken möchte: In den Ferien bist du bei der Zeiteinteilung meistens frei und kannst die Zeit mit deinem Pferd genießen. Während der Schulzeit jedoch bist du je nach Schulform zwischen 7 und 15 Uhr (oder sogar länger) wenig flexibel, was Termine mit dem Hufschmied etc. angeht. Als Lehrer kannst du eben nicht einfach einen Urlaubstag nehmen, der dir passt. Noch schlimmer ist es, wenn dein Pferd erkranken sollte. In diesen Fällen solltest du dir ein gutes Netzwerk aufbauen.
    • Wenn ich mir meine Kollegen so anschaue stelle ich fest, dass nicht der Beruf das Problem ist, sondern speziell die Leute mit Kindern oft keine Hobbies mehr haben. Ich bin im 7. Dienstjahr, arbeite derzeit Vollzeit und gehe 2 - 3 x pro Woche ins Taekwondo Training, 2 x ins Krafttraining und 1 x in den Sprachkurs. Letzteres leidet zugegeben zunehmend, dafür ist mir im Moment der Sport zu wichtig. Wenn ich viel zu korrigieren habe, fällt schon mal ein Training weg, aber so häufig kommt das nicht vor.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Ach ich glaube einfach es gibt ein Leben nach dem Kindergartenkind. Aber solange ich sie tumb Sport bringen muss und da bleiben muss, falls einer Pipi muss, kann ich in der Zeit nicht selbst zum Sport. Aber das wird sich ja irgendwann geben.
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
    • Als Lehrer hat man eine Arbeitszeit von 41,5 Stunden pro Woche. Mit An- und Abreise zur Schule wären das dann so um die 9h pro Tag. Ziehen wir mal 7h Schlaf ab, bleiben immer noch 8h vom Tag über. Rechnen wir mal 2h für Haushalt pro Tag (Kochen, etc.) sind immer noch 6h über. Das ist doch noch eine Größenordnung, mit der man richtig was anfangen kann!

      Ich gehe zum Beispiel noch zweimal 1h Gassi. Und dann hätte ich immer noch 4h für mich. Auch mit 4h kann man noch Einiges anfangen: Kino, Abendessen mit Freunden, Sport, Ehrenamt.

      Es kommt viel darauf an, wie gut man seine Zeit managt und wie gut man organisiert ist.