Klassenfahrten sind keine Mehrarbeit

  • WAs bin ich froh, dass Berlin natürlich auf Vollzeit aufstockt und das auch weiterhin tun wird, denn die meisten sind ja Angestellte und nach dem Artikel gilt es nur für Beamte (aber auch die dürfen auf Vollzeit in der Zeit aufstocken, denn anders ist es ja nicht zu rechtfertigen, dass einer mehr und der andere weniger für die selbe Arbeit bekommt).


    Und ja, Klassenfahrten sind auch bei uns ein riesiger Aufwand und das auch mit zum Teil größeren Kindern, denn es geht ja nicht um ein 1-2 Stunden alleine bleiben, sondern die ganzen Fahrten zu den Hobbys, ca. 6 Stunden alleine zuhause usw. was dann sich ändert!

  • In Nds. sind Klassenfahrten freiwillig. Allerdings haben wir auch kaum Vollzeitkräfte an der Grundschule. D.h. fast jeder hat eine eigene Klasse. Dann steht naturgemäß auch so alle 4 Jahre mal eine Klassenfahrt an. Bei den meisten ist es dann auch kein Problem. Mehr Geld oder Freizeitausgleich gibt es aber auch nicht ...

  • @samu Boah, liest du genau!

    Google das Wort mal. Es gibt mehrere, die das verwenden, aber im Duden ist es noch nicht angekommen.

    Ach was ein schönes Beispiel: Herr Rau, was gefällt dir daran nicht? Dass ich Connis Meinung nach genau lese, mehrere das Wort so verwenden oder es noch nicht im Duden steht? :aufgepasst:

  • Ach was ein schönes Beispiel: Herr Rau, was gefällt dir daran nicht? Dass ich Connis Meinung nach genau lese, mehrere das Wort so verwenden oder es noch nicht im Duden steht?

    Wenn ich das hätte erklären wollen, hätte ich einen Kommentar geschrieben. Ich will nicht dazu gezwungen sein, alles zu erklären oder zu schweigen. Beruflich bin ich Pädagoge, aber hier möchte ich weder mich erklären müssen noch anderen etwas erklären. Meine Ambiguitätstoleranz ist hoch.


    Aber wenn du fragst: Das Wort "Aufgebähren" steht nicht nur nicht im Duden, es gibt auch echt wenig Google-Fundstellen dafür (~212); diejenigen, die ich angeschaut habe, sehen nach Verschreibern aus oder sind nur scheinbare Fundstellen. So ein Wort falsch zu verwenden, ist kein Problem; darauf hinzuweisen, auch nicht; dass der Hinweis darauf ohne nachvollziehbare Begründung abgetan wird, gefällt mir dagegen nicht.


    Und ja: Ich experimentiere gerade mit Daumen hoch und runter und schaue, was passiert. Ist für mich ja auch neu hier.

    Seit 2004 unter dem gleichen Namen im Forum, weitgehend ohne ad hominem.

  • :verliebt:Wie geht das, können das auch Männer?

    Geil, gerade erst gelesen... Ich editier den Teil gerade einmal ;) .


    Und klar können das auch Männer... Gleichberechtigung und so!


    EDIT: Geht scheinbar bei alten Beiträgen nicht mehr mit der neuen Forumssoftware - wie schade :( .

  • Wir haben eine Putzfrau (die können wir bei zwei vollen Gehältern auch bezahlen). Den Rest vom Haushalt mache ich, wenn das Kind im Bett ist. Bis auf Kochen, dass mache ich natürlich vorher. Unterrichtsplanung und Korrekturen erfolgen danach, sehr früh morgens, am Wochenende (morgens nehme ich das Kind, mein Mann arbeitet, nachmittags umgekehrt, abends können wir dann ja beide an den Schreibtisch. Ich stehe auch Sa und So um allerspätestens 6 Uhr auf und kann dann auch wenn das Kind noch schläft schon was weg arbeiten). Wobei man auch einiges an Unterrichtsplanung in den Ferien machen kann. Ich versuche immer den Unterricht bis zu den Weihnachtsferien in den Sommerferien mehr oder weniger komplett zu planen und nur noch nach zu justieren. Das geht aber nicht mehr ganz so gut, seit ich auch den Stundenplan mache, klappt aber irgendwie. Den Unterricht für den Rest des Schuljahres plane ich in den Weihnachtsferien, dem Leerlauf zw. erstem und zweitem Halbjahr und den Osterferien (immer morgens und abends, wenn das Kind schläft) Quality Time ist halt am Wochenende und nach der Kita (bzw. nach Sport und Musik) und am Wochende (und in den Ferien).

    Wir wohnen in einer Gemeinde mit deutlich unter 20 000 Einwohnern. Ein Kaff in dem es mir nicht besonders gut gefällt. Da wohnen aber auch meine Schwiegereltern, was der einzige Grund ist, warum ich in dieses Kaff gezogen bin. Ich wollte eigentlich ganz woanders wohnen, habe darauf aber verzichtet, damit wir in der Nähe der Schwiegereltern wohnen. (Daher finde ich es übrigens nicht immer nachvollziehbar, wenn gesagt wird "die Großeltern können nicht, die wohnen woanders". Man kann ggf. da hin ziehen, wo die Großeltern wohen (kann nicht jeder, ich weiß). Und wir haben natürlich vor der Geburt gefragt, ob sie bereit wären zu helfen.) Die nehmen das Kind, wenn es mal länger krank ist, was aber nur ganz selten vorkommt. Das Kind kann auch sonst mal mit zu Freunden, im Gegenzug nehmen wir dann die Freunde an Brückentagen oder Schließtagen in den Ferien.

    Auf Freizeit verzichten wir natürlich fast komplett, aber das ist ja nicht von Dauer. Ein paar Jahre können wir das ganz gut durchhalten, denke ich. Das Kind wird ja auch älter, es ist ja nicht nächsten 30 Jahre klein.
    Bei uns klappt das so sehr gut.

  • Krasses Pensum. Arbeitet ihr jeden Abend?

    Da muss ich sagen, ist es bei uns (einmal Vollzeit, einmal 3/4) doch entspannter, zumindest phasenweise.


    Übrigens, nicht jeder versteht sich gut mit den Schwiegereltern... Ich würde niemals zu meinen Schwiegereltern ziehen. Mein Mann übrigens auch nicht ;)

  • ... Man kann ggf. da hin ziehen, wo die Großeltern wohen...

    :hammer:Bitte nicht!


    Ich arbeite auch Vollzeit und wir wurschteln uns ganz anders durch die Tage und Wochen, andere arbeiten Teilzeit und sind damit glücklich. Ich wage eine ganz wilde Theorie: jeder Mensch gestaltet seinen Alltag individuell, der eine so, der andere anders, ganz wertfrei:prost:

  • Wir haben eine Putzfrau (die können wir bei zwei vollen Gehältern auch bezahlen). Den Rest vom Haushalt mache ich, wenn das Kind im Bett ist. Bis auf Kochen, dass mache ich natürlich vorher. Unterrichtsplanung und Korrekturen erfolgen danach, sehr früh morgens, am Wochenende (morgens nehme ich das Kind, mein Mann arbeitet, nachmittags umgekehrt, abends können wir dann ja beide an den Schreibtisch. Ich stehe auch Sa und So um allerspätestens 6 Uhr auf und kann dann auch wenn das Kind noch schläft schon was weg arbeiten). Wobei man auch einiges an Unterrichtsplanung in den Ferien machen kann. Ich versuche immer den Unterricht bis zu den Weihnachtsferien in den Sommerferien mehr oder weniger komplett zu planen und nur noch nach zu justieren. Das geht aber nicht mehr ganz so gut, seit ich auch den Stundenplan mache, klappt aber irgendwie. Den Unterricht für den Rest des Schuljahres plane ich in den Weihnachtsferien, dem Leerlauf zw. erstem und zweitem Halbjahr und den Osterferien (immer morgens und abends, wenn das Kind schläft) Quality Time ist halt am Wochenende und nach der Kita (bzw. nach Sport und Musik) und am Wochende (und in den Ferien).

    Wir wohnen in einer Gemeinde mit deutlich unter 20 000 Einwohnern. Ein Kaff in dem es mir nicht besonders gut gefällt. Da wohnen aber auch meine Schwiegereltern, was der einzige Grund ist, warum ich in dieses Kaff gezogen bin. Ich wollte eigentlich ganz woanders wohnen, habe darauf aber verzichtet, damit wir in der Nähe der Schwiegereltern wohnen. (Daher finde ich es übrigens nicht immer nachvollziehbar, wenn gesagt wird "die Großeltern können nicht, die wohnen woanders". Man kann ggf. da hin ziehen, wo die Großeltern wohen (kann nicht jeder, ich weiß). Und wir haben natürlich vor der Geburt gefragt, ob sie bereit wären zu helfen.) Die nehmen das Kind, wenn es mal länger krank ist, was aber nur ganz selten vorkommt. Das Kind kann auch sonst mal mit zu Freunden, im Gegenzug nehmen wir dann die Freunde an Brückentagen oder Schließtagen in den Ferien.

    Auf Freizeit verzichten wir natürlich fast komplett, aber das ist ja nicht von Dauer. Ein paar Jahre können wir das ganz gut durchhalten, denke ich. Das Kind wird ja auch älter, es ist ja nicht nächsten 30 Jahre klein.
    Bei uns klappt das so sehr gut.

    :ohh: Es würde mir nicht gefallen, aber jeder Jeck ist anders.

  • ...sehr wichtiger Punkt, den Lehrerin2007 da nennt... ich kenne weit mehr Fälle wo Leute froh sind, nichts von den Eltern oder Schwiegereltern zu hören, und dementsprechend erst recht nicht in deren Nähe ziehen wollen...

    Dein Pensum klingt extrem, CatelynStark , und wenn das für euch funktioniert, toll, aber die "Regel" ist das ganz sicher nicht. Okay, ich habe weder Partnerin noch Kinder (gibt eh schon genug, reicht ja wenn ich die anderer Leute verderbe :teufel:), bin in VZ und trotzdem keine KL - meine Stunden werden gebraucht. Und dementsprechend fahre ich zwar ab und an auf Studienfahrten oder Exkursionen, aber eben wenns zum Projekt passt. Und wenn ich von KuK mit Kindern höre oder hier lese weiß ich immer wieder, wieso ich froh bin, keine eigenen zu haben. Wegen so eines Konstruktes extra in n Kaff ziehen... käme für mich nie im Leben in die Tüte. Und das Netzwerk scheit ja noch komplexer zu sein...


    Ganz nebenbei... Klassen/Studienfahrten können auch beides, also durchaus Lernerfolge als auch Spaß bringen, nur mal so am Rande...

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Ich komme mit meinen Schwiegereltern jetzt deutlich besser klar, als vorher (und ich kann gut in den richtigen Situationen den Mund halten, und streite darum nie mit denen). Ich war von der Idee auch echt nicht begeistert, war von der Idee nicht mehr zu arbeiten aber noch viel weniger begeistert. Denn was nützt es mir, wenn ich Mittwochs einen freien Tag habe, das Kind aber am Donnerstag krank wird? Dadurch, dass ich einmal in der Woche einen freien Tag habe, kann ich mich trotzdem nicht eine ganze Woche zu Hause um das Kind mit Hand-Fuß-Mund kümmern.

    Ich finde das Pensum auch gar nicht so extrem. Wenn ich die Zeit, die ich mit dem Kind verbringe jetzt mal als Arbeit mitrechne (was ich im Normalfall natürlich NICHT mache), dann komme ich ungefähr auf das Pensum, das ich im Studium und auch um Ref hatte. Im Studium hat mir das an den meisten Stellen Spaß gemacht, im Ref nicht. Was ich jetzt aber, im Gegensatz zum Ref und z.T. zum Studium, überhaupt nicht mehr verspüre, ist psychischer Druck. Das war für micht echt das aller schlimmste. Darum fühle ich mich eigentlich relativ entspannt. Aber ich hab auch echt Spaß an meiner Arbeit. Nicht an allen Aspekten, auf's Korrigieren von Englisch Oberstufenklausuren, die so schlecht sind, dass ich jeden Satz neu schreiben muss, könnte ich mehr als sehr gut verzichten.
    Aber wenn ich z.B. den Stundenplan mache oder unterrichte, dann habe ich richtig Spaß und freue mich immer noch wie ein kleines Kind, dass ich einen Job habe, den ich wirklich gerne mache und der aus meiner Sicht (ich weiß, diese Meinung teilen hier nicht alle, ist auch ok) auch noch gut bezahlt wird.
    Ich fürchte allerdings fast, dass wir das Thema hier beenden müssen, den eigentlich geht es ja um Klassenfahrten (ich habe mit dem Off-Toic angefangen, ich weiß), oder das Thema in einen anderen Thread verschieben müssen.
    Klassenfahrten mache ich übrigens so mittel gerne, kommt immer auf das Alter der SuS an. Mit der Oberstufe bin ich immer dabei, bei den Jüngeren habe ich da sehr gemischte Gefühle. Ist halt eine Menge Verantwortung. Für notwendig erachte ich sie allerdings in vielen Bereichen schon, finde aber, dass man bei der "Auswahl" des Begleitpersonals durchaus Rücksicht nehmen sollte, auf diejenigen die aus familiären Gründen (seien es nun kleine Kinder oder pflegebedürftige Eltern) nicht gut mitkönnen, wenn es irgendwie geht. Teilzeit ist halt generell ein Minusgeschäft, was aus meiner Sicht nicht richtig ist, aber im Moment halt nicht anders umsetzbar (was nicht heißt, dass ich nicht dafür wäre das zu ändern). Den Ärger darüber kann ich natürlich absolut nachvollziehen.

    Dieses Minusgeschäft ist übrigens ein Grund mit, warum ich nie auf TZ gehen würde. Ich würde mich jeden Monat beim Blick auf das Konto ärgern. Und bei jeder Konferenz, an der ich voll teilnehmen muss und bei jedem pädagogischen Tag an dem ich voll teilnehmen muss.

  • Dieses Minusgeschäft ist übrigens ein Grund mit, warum ich nie auf TZ gehen würde. Ich würde mich jeden Monat beim Blick auf das Konto ärgern. Und bei jeder Konferenz, an der ich voll teilnehmen muss und bei jedem pädagogischen Tag an dem ich voll teilnehmen muss.

    Yep. Du vergisst: Dass erwartet wird, dass du zum TZ-Gehalt auf Klassenfahrt fährst...

  • Warum nicht? Ist das Hobby und nicht anstrengend?

    :lach: auf jeden! Und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es Mehrarbeit ist, wenn man nachts aufstehen muss, um vollgekotzte Bettwäsche zu wechseln. Dass es dafür keinen Risikozuschlag gibt ist echt übel<X (Mal abgesehen vom nichterhaltenen Schmerzensgeld für Dammschnitte, Brustentzündungen, Wochenbettdepressionen, Schwangerschaftsstreifen und dergleichen mehr.)

  • Auch Schwiegereltern sind Liebespaare, die mal ein Kind in die Welt gesetzt haben. Und es 18 Jahre lang großgezogen und geliebt haben.

  • Meine Schwiegereltern haben meinen

    Warum nicht? Ist das Hobby und nicht anstrengend?

    Klar ist das anstregend und ich stimme auch @samu in allen Punkten zu. Aber trotzdem ist das Kind für mich keine Arbeit. Ja, es ist ätzend, wenn man nachts vollgebrochene Bettwäsche wäscht. Ja, es ist ätzend, wenn das Kind bockig ist. Das wusste ich alles vorher. Aber, und da schwingt jetzt eine ganze Menge Stolz mit: mein Kind ist auch einfach eine coole Socke und ich verbringe sehr gerne Zeit mit ihr. (Und nein ich bin keine dieser "Ich bin die beste Freundin meines Kindes"- Mütter. Ganz im Gegenteil.)
    @Fraggles : so ist es. Meine Schwiegereltern haben meinen Mann großgezogen und der ist toll geworden. Darum habe ich auch kein Problem damit, wenn sie mit meiner Tocher anders umgehen, als ich das vielleicht machen würde.

  • Kann auch eine Stadt/Land-Sache sein. Hier auf dem Land (vierstellige Einwohnerzahl) ist es relativ normal, dass die Großeltern in irgendeiner Form in der Nähe wohnen und das ist natürlich für beide Seiten eine nette Entlastung :) .

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