Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Tom123: Das mit den 40% wurde zwar schon mehrfach geschrieben, aber selbst unter denjenigen mit Risikofaktoren scheint es so zu sein, dass eine Mehrheit milde Verläufe durchmacht. Du musst nicht sagen, wo du wohnst oder genaue Zahlen nennen, aber gibt es bei euch mehr schwerwiegende Verläufe als bei uns?

    Vielleicht beruhigt dich das ja, was du schreibst, aber schau doch bitte ab und an, was Intensivmediziner*innen berichten. Man muss nichts Dramatisieren, man darf aber auch nichts verharmlosen. Das bringt uns nicht weiter. Die Lage ist, wie sie ist.

  • Es ist tatsächlich so, dass die Zahlen mich beruhigen, aber ich bin dennoch bemüht, beide Seiten zu sehen und in meiner Argumentation zu berücksichtigen, was nicht immer ganz leicht ist.

  • Es ist tatsächlich so, dass die Zahlen mich beruhigen, aber ich bin dennoch bemüht, beide Seiten zu sehen und in meiner Argumentation zu berücksichtigen, was nicht immer ganz leicht ist.

    Ja, verstehen Sie, ich versuche nur zwischen den Extremen zu vermitteln. Die Wahrheit liegt schließlich irgendwo in der Mitte. Sie wollen keinen Lack saufen, der Baumarktverkäufer möchte aber, dass sie 2 Liter Lack saufen. Also saufen sie jetzt vernünftigerweise 1 Liter Lack.

    Ja, ich bin von Beruf Bestatter. Warum fragen Sie?

  • Das bezog sich ja auch auf Hannelotti ,die es mit einer BBS-Klasse durchführte. :)

    Also Duplosteine haben wir leider in der Schule nicht zur Hand, aber die Idee mit den Wäscheklammern gebe ich mal weiter ;) Leider fehlt bei "unserer Lieferung" anscheinend dieses Pipettendings. Denn nur damit ergibt die Angabe "4 Tropfen" irgendwie Sinn. Und dann würde auch nicht die ganze Brühe über den Tisch laufen, weil die Dinger ja quasi verschlossen sind. Wir müssen quasi die offenen Behälter mit dem Stäbchen drin "ausquetschen" und dann ausschütten :weissnicht:

  • Duplosteine haben wir tatsächlich auch nicht in der Schule. Aber ein bisschen Orga und fast alle konnten versorgt werden. Habt ihr nicht auch Eltern von kleineren Kindern?


    Unfassbar dass die Deckel fehlen. Würde ich mal nachhaken.

  • Tom123: Das mit den 40% wurde zwar schon mehrfach geschrieben, aber selbst unter denjenigen mit Risikofaktoren scheint es so zu sein, dass eine Mehrheit milde Verläufe durchmacht. Du musst nicht sagen, wo du wohnst oder genaue Zahlen nennen, aber gibt es bei euch mehr schwerwiegende Verläufe als bei uns?

    Schwere Verläufe sind diejenigen, die eine Krankenhausbehandlung bedürfen. Intensivstation ist nur die Spitze der schweren Verläufe.

    Solange also eine Mehrheit der Risikopatienten einen "milden Verlauf" hat (heißt das für dich, dass kein KH nötig ist? Wochen- oder monatelang krank zuhause zu sein nenne ich nicht mild), ist also alles gut und die Bordelle sollen wieder öffnen?

    Ich weiß, dass dir Mathe nicht liegt, aber du weißt schon, dass auch 49% die Minderheit ist und 51% (oder 50,00001%) bereits eine Mehrheit?

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Es ist tatsächlich so, dass die Zahlen mich beruhigen, aber ich bin dennoch bemüht, beide Seiten zu sehen und in meiner Argumentation zu berücksichtigen, was nicht immer ganz leicht ist.

    Tut mir echt leid, dass es schwierig ist, Corona am Band zu verharmlosen. Kann man irgendwas für dich tun, damit dein unermessliches Leid, um das dich jeder Angehörige eines Corona-Toten bemitleidet, gelindert wird?

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Ja, verstehen Sie, ich versuche nur zwischen den Extremen zu vermitteln. Die Wahrheit liegt schließlich irgendwo in der Mitte. Sie wollen keinen Lack saufen, der Baumarktverkäufer möchte aber, dass sie 2 Liter Lack saufen. Also saufen sie jetzt vernünftigerweise 1 Liter Lack.

    Ja, ich bin von Beruf Bestatter. Warum fragen Sie?

    Trifft es sehr gut und hat mir einen Lacher beschert. :D

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Ich weiß, dass dir Mathe nicht liegt, aber du weißt schon, dass auch 49% die Minderheit ist und 51% (oder 50,00001%) bereits eine Mehrheit?

    Da gab es doch vor ner Weile einen richtigen Klopper bezüglich Mehrheit. Was war das nochmal, er hat irgendwie die Enthaltungen als Zustimmung betrachtet oder so. Finde es leider nicht spontan.

  • Da gab es doch vor ner Weile einen richtigen Klopper bezüglich Mehrheit. Was war das nochmal, er hat irgendwie die Enthaltungen als Zustimmung betrachtet oder so. Finde es leider nicht spontan.

    Ist nicht wirklich überraschend. :D

    Nicht nur Probleme mit Zahlen, sondern auch noch mit der Interpretation. Das kann ja heiter werden-

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Es ist tatsächlich so, dass die Zahlen mich beruhigen, aber ich bin dennoch bemüht, beide Seiten zu sehen und in meiner Argumentation zu berücksichtigen, was nicht immer ganz leicht ist.

    Welche beiden Seiten? Probleme haben meist mehr als zwei Seiten. Eine Pandemie ist n büschn komplexer als schwarz-weiß.

  • Vielleicht beruhigt dich das ja, was du schreibst, aber schau doch bitte ab und an, was Intensivmediziner*innen berichten. Man muss nichts Dramatisieren, man darf aber auch nichts verharmlosen. Das bringt uns nicht weiter. Die Lage ist, wie sie ist.


    Es ist tatsächlich so, dass die Zahlen mich beruhigen, aber ich bin dennoch bemüht, beide Seiten zu sehen und in meiner Argumentation zu berücksichtigen, was nicht immer ganz leicht ist.

    Dazu direkt nochmal das, was ich im Faktenthread eingestellt habe (die Zahlen, mit denen Intensivmediziner rechnen sind nicht mehr sooooo beruhigend @Lindbergh :( ) :


    Äußerst sehenswerte Dokumentation des SWR (45min) zum Alltag auf einer Covid-Station. Dazu wurde über mehrere Monate hinweg an der Uniklinik Freiburg gefilmt und auch die Entwicklung einzelner Patienten über einen längeren Zeitraum dokumentiert: https://www.ardmediathek.de/vi…3ci5kZS9hZXgvbzE0MzY2MjI/

    (Bitte wenigstens alle die letzten 3 min ansehen mit den Prognosen, was nach aktueller Lage im Mai an Ansteckungszahlen auf uns zukommen könnte bei fortgesetzter aktueller Entwicklung, wieviele Beatmungslätze dadurch allein die Uniklinik Freiburg benötigen würde. Bitte jedes Mal Lindbergh verlinken und darauf hinweisen, wenn er wieder die aktuellen Zahlen verharmlosen möchte. Steter Tropfen und so... Danke!)


    _______________________________________________________________


    An der Stelle auch der nachträgliche Hinweis auf die äußerst sehenswerte Dokumentation auf Pro7 von gestern abend (mehrstündig, ohne direkte Werbeunterbrechungen) zum Pflegenotstand in Deutschland. Einzelne Clips können z.B. hier nachgeschaut werden.

    (Und wer seine kürzlich dank #RosenkohlMatters! neu gewonnen Twitterkenntnisse einsetzen möchte, kann sich unter #NichtSelbstverständlich auf Twitter beteiligen oder einlesen in die dortige Debatte. Gute Pflege ist nicht selbstverständlich. Die dort arbeiten bringen auch unabhängig von Corona Höchstleistungen, Corona bringt das Fass nur zum Überlaufen. Wir müssen endlich diejenigen die in der Pflege arbeiten sehen, anerkennen, wertschätzen und damit einhergehend entsprechend entlohnen und auch entlasten durch ausreichendes Personal. Gute Pflege ist nicht selbstverständlich! -Tolles Motto für den diesjährigen 1.Mai würde ich sagen. ;)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    3 Mal editiert, zuletzt von CDL ()

  • ... Wir müssen endlich diejenigen die in der Pflege arbeiten sehen, anerkennen, wertschätzen und damit einhergehend entsprechend entlohnen und auch entlasten durch ausreichendes Personal...

    Das müssen wir in der Tat. Das Argument überzeugt die Gruppe derer, die Corona verharmlosen aber nicht. Auch die Dokus über Intensivstationen nicht. Aus folgendem Grund: wenn das Hauptproblem die mangelhafte Pflegebesetzung der Stationen ist, dann muss man ja nur den Pflegenotstand beheben. Und ob die Lage schlimmer ist als zu Grippehochzeiten weiß man nicht, weil normalerweise keine Dokus über Intensivstationen zu Grippehochzeiten laufen.


    Ich bin ja im Verwandtenkreis mit dieser Thematik konfrontiert, wie ich schon vor mehreren Monaten anmerkte. Da kann ich dreimal sagen, dass ich Intensivmediziner persönlich kenne und ein Bekannter an Corona verstorben ist, der unter 50 war. Alles Einzelfälle. Statistiken? Sind beliebig auslegbar. Aussagen von Wissenschaftler*innen? Alle beliebig. Manche werden nur gehört, andere nicht in Talkshows eingeladen. Impfstoffe? Daran verdient Bill Gates, das ist auch keine Verschwörung, sondern klare Fakten. Er investiert doch in Impfforschung.


    Deswegen halte ich auch Nymphicus' Tiraden auch nicht nur für vollkommen sinnlos, sondern im Gegenteil für kontraproduktiv, weil da gar nichts überzeugt, sondern Menschen noch mehr 'dicht' machen.


    Wenn jemand eine Lösung für Dialog weiß, ich wäre aus persönlichen Gründen sehr dankbar dafür. Alle Kommentare der Art "Augen-und-Ohren-zu-ihr-seid-doch-alle-unsoziale-Coronaleugner" bitte getrost stecken lassen, die helfen keinem.

  • Tonne gibt gerade eine PK

    - getestet wird zu Hause - für alle

    - 2x in der Woche - SOFERN Testkits vorhanden sind

    - Wer noch keine Probe-Woche hatte, kann am Montag, den 12.4., Tests abholen (Abholtag... Nachtrag: auf der NDR-Seite steht dann, dass der Unterricht erst am 13.4. begänne- da bin ich gespannt)

    - Erziehungsberechtigte bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass sie getestet haben und dass ein negativer Text vorliegt (digital oder analog), man kann auch die Vorlage des Testkits verlangen

    - ohne negatives Testergebnis können SuS nicht am Unterricht/ Notbetreuung teilnehmen

    - ohne Testergebnis kann man morgens den Test in der Schule nachholen (geeignete Räume --- ein leerstehender Klassenraum, ein Sanitätsraum), Ausnahmefall, wie es organisatorisch möglich ist

    - wird der Test verweigert, gibt es Material für zu Hause

    - bei positivem Test bleiben die SuS zu Hause, die Schule wird informiert, die Schule informiert das GA, es gibt einen PCR-Test...


    Die verpflichtende Testung bedingt die Aufhebung der Präsenzpflicht (der Minister geht davon aus, dass nur wenige Eltern ihre Kinder zu Hause behalten).

    - Testkits, es wurden 16 Mio geordert, Hürden der Verteilung treten auf (meint wohl: es bekommen nicht immer alle ausreichend Tests (?))


    Dann kommen die Nachfragen ... da bleibt mein Stream leider hängen
    Briefe dazu stehen auf der Seite des Ministeriums

    https://www.mk.niedersachsen.d…ues-schuljahr-190409.html

  • An und für sich finde ich das gut; gerade, dass zuhause getestet werden soll.

    Nur sehe ich doch einige Probleme:

    1. Die Idee des "Abholtags" für die Tests am 12.04. ist nachvollziehbar. Das geht ja nicht anders, weil i. d. R. die "Wechselgruppe" in der Woche vor den Ferien keinen Unterricht hatte, aber auch die SuS der jeweils anderen Gruppe hat bei uns noch keine Tests erhalten. Sprich: Es müssten an dem Tag ALLE SuS in die Schule kommen, um ihre Tests abzuholen. Oder man müsste einen zweiten Abholtag für die Gruppe, die erst in der zweiten Woche nach den Ferien wieder Präsenzunterricht hat, festlegen...

    2. Wir haben eine ganze Reihe von minderjährigen SuS, die ihre Eltern morgens gar nicht sehen, weil diese entweder schon sehr früh das Haus verlassen, um zur Arbeit zu fahren, oder noch nicht von ihrer Nachtschicht zurück sind, wenn die Kids zum Bus los müssen. Einen "Extremfall" habe ich sogar, wo der alleinerziehende Vater mit seinem Sohn im selben Haus wie seine Schwester (also die Tante des Jungen) wohnt; dieser Vater ist häufiger tagelang berufsbedingt unterwegs. Ob dann wohl die Tante die Unterschrift für den erfolgten Test leisten darf? Erziehungsberechtigte ist sie ja nicht, aber sie kümmert sich um den Jungen, wenn der Vater unterwegs ist.

    3. Ich hoffe, dass es nicht zu "Manipulationen" kommt, nur um Quarantäne zu vermeiden.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Die Idee des "Abholtags" für die Tests am 12.04. ist nachvollziehbar.

    Ja, schon, schafft aber gleich wieder die nächsten Probleme: Alle müssen informiert werden, eine hohe Hürde, an dem Tag muss die Abholung organisiert werden, es braucht vermutlich eine Notbetreuung, die darf man aber auch erst nach einem Test besuchen...

    Mal sehen, wie es wird.


    Eingeschränkt wurde auch, dass es nur gilt, wenn Testkits zur Verfügung stehen.

  • https://www.zeit.de/gesellscha…se-frankfurt-oder/seite-2


    Interessantes Interview. Läuft vielerorts so:


    ZEIT ONLINE: Würden Sie protestieren, wenn die Kanzlerin demnächst beginnen sollte, die Pandemiebekämpfung von Berlin aus zentral durchzusetzen?

    Wilke: Ob nun der Bund oder das Land die Weisungen erteilt, ist für uns letztlich egal. Wichtig ist: Es braucht ein Mindestmaß an Vertrauen in die Akteure vor Ort. Wir sind diejenigen, die auf der Straße angesprochen werden und die Maßnahmen verteidigen müssen.


    Meine subjektive und zugegeben provokante Übersetzung des gesamten Interviews:


    Ohne gefragt worden zu sein, habe ich mich auf verantwortungsvolle Posten beworben, die fürstlich entlohnt werden, bin jetzt aber nicht bereit die notwendigen Maßnahmen durchzusetzen, weil ich keine Lust habe mich von Querdenkern anmaulen zu lassen. Auf die potentiell katastrophalen gesundheitlichen Schäden die aus meinem nicht-Handeln resultieren bin ich hingewiesen worden.

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