Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Andersherum: Ihr seid vernünftig genug, dass ihr auch in Präsenz die AHA-Regeln einhalten könnt und müsst nicht durch Onlineunterricht bevormundet werden. Sei doch froh drum!

    Also ich bin froh, dass wir in Präsenzunterricht haben. Da halte ich mich einfach an die Vorgaben und gut. Abstand zu den Kindern lässt sich eh nicht einhalten (ist auch nicht gefordert). Angst habe ich keine grosse.


    Auf der andere Seite mache ich zur Zeit eine Weiterbildung und da bin ich froh, dass die jetzt online stattfindet. Ich muss also nicht samstags mit dem Zug in die Zürcher Innenstadt fahren. Nein ich bin nicht übermässig ängstlich, aber wenn ich es gerade vermeiden kann mit 30-40 anderen in einem Raum zu sitzen, dann tu ich das (auch wenn sich alle an die Regeln halten würden).


    Und ja ich hab private Kontakte auch wieder reduziert, auch wenn das nicht immer einfach ist und mir zeitweise auch zu schaffen macht(e). Streckenweise finde ich das doof, hab aber auch die Zuversicht, dass es wieder besser wird.


    was schlägst du denn vor wie man sich zur Zeit verhalten sollte?

  • Ihr könntet im Sportunterricht singen?

    ich arbeite im Sportunterricht viel mit Bewegungslieder, die Kinder lieben sie. Allein schon deswegen, weil in der Turnhalle viel mehr Platz zum Bewegen ist, das ist im Klassenzimmer enger (unabhängig ob Corona oder nicht).

  • was schlägst du denn vor wie man sich zur Zeit verhalten sollte?

    So normal wie möglich mit einer angemessenen Dosis an Vorsicht, ohne dass diese in Einschränkungen, Ängste oder gar Panik mündet. Ich würde aber jetzt z.B. keinem introvertieren Menschen raten, sich in Menschenmassen zu stürzen - es muss auch zur Persönlichkeit passen, weswegen ich das Wort "normal" verwendete.

  • Andersherum: Ihr seid vernünftig genug, dass ihr auch in Präsenz die AHA-Regeln einhalten könnt und müsst nicht durch Onlineunterricht bevormundet werden. Sei doch froh drum!

    Es ist natürlich dein Leben, aber ich würde dir raten, dass du dennoch versuchst, dein Leben so normal wie nur möglich weiterzuleben, ohne ständig Angst haben zu müssen. Deswegen finde ich den fett markierten Satz gut. Durch besonnenes Handeln können wir unser Risiko für Diabetes, Erkältungen oder Autounfälle senken. Wir sollten jedoch nicht aufgrund eines gewissen Restrisikos dazu tendieren, uns alles zu verbieten, da dann gesundheitliche Vorsorge und Lebensqualität in keinem ausgeglichenen Verhältnis mehr stehen.

    Nö ich bin da nicht froh drum und ich empfinde in dem Fall Online auch nicht als Bevormundung. Ich empfinde dort Präsenz als Widerspruch zu allen anderen Regeln. Man soll Kontakte soweit wie möglich reduzieren. Das man Schulen gerade in den unteren Klassen auflässt kann ich nachvollziehen. Aber wir sind Erwachsen und können durchaus auch vieles Online erarbeiten, haben wir sogar schon gezeigt. Klar fehlt der Austausch den man dann mal in den Pausen hat, aber wir würden uns nicht Woche für Woche mit 15 oder mehr Personen von entsprechend vielen Schulen pro Seminar in einem Raum treffen in denen teilweise auf Grund der Größe auch keine 1,5 m eingehalten werden können, man sitzt dann da mit Maske und geöffneten Fenstern. Gut vielleicht auch meins, weil ich mit den Masken wirklich nicht gut kann und es bei mir leider auch keinen Gewöhnungseffekt gibt und geben wird, aber ich mache lieber Onlineseminare als unter diesen Umständen Präsenz.

  • Unser Kultusminister Kretschmann

    Meines Wissens ist Kretschmann immer noch Ministerpräsident, nicht Kultusminister.

    Übrigens ist Kretschmann auch Naturwissenschaftler und nicht wie viele Politiker Jurist etc.

    Kretschmann ist Lehrer, wie viele Politiker, früher in den Parlamenten nach den Juristen die zweitgrößte Gruppe, inzwischen zumindest im Bundestag wohl nur noch Platz 4.

    Kretschmann sagte im Mai, als die Schule wieder geöffnet wurde, dass er es macht, weil der politische Druck zu groß wurde, nicht weil er überzeugt ist

    Begründet wurde und wird das Aufheben der Abstandsregelung und der Verzicht auf Masken in der Primarstufe aber mit der Heidelberger Studie.


    Ansonsten ist dein Beitrag viel Spekulation.

  • Leute ... Ich lade euch gerne ein einfach mal 45 min lang in einem unserer Scheiben-Zimmer in so einer Box zu sitzen.

    So, wie meine Schüler ihre oft verschmutzten Masken aufhaben, würde ich mir wirklich Plexiglas zwischen den Schülern (nicht nach vorne oder hinten, nur nach links bzw rechts) wünschen. Freilich müssten sie trotzdem ihre Masken auflassen und würden sich neben dem Plexi unterhalten, aber es wäre etwas Zusätzliches. Eine Box sollte es aber nicht sein, das ist sicher beengend.

    Ich sammle, was man tun könnte, um gesicherten Präsenzunterricht zu ermöglichen: Luftfilter, Masken, Plexiglas - was gibt es denn noch an MÖGLICHEM? Also nicht: Klassen teilen, dafür fehlen die Lehrer, also nicht Unterricht auf Vor- und Nachmittag verteilen, dafür fehlen auch die Lehrer - was gibt es denn überhaupt?

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Meines Wissens ist Kretschmann immer noch Ministerpräsident, nicht Kultusminister.

    Kretschmann ist Lehrer, wie viele Politiker, früher in den Parlamenten nach den Juristen die zweitgrößte Gruppe, inzwischen zumindest im Bundestag wohl nur noch Platz 4.

    Begründet wurde und wird das Aufheben der Abstandsregelung und der Verzicht auf Masken in der Primarstufe aber mit der Heidelberger Studie.


    Ansonsten ist dein Beitrag viel Spekulation.

    Entschuldige, mein Fehler (bzgl. Kultusminister- Autokorrektur meines Handys und ich habe nebenher getippt und nicht kontrolliert). Ich kann Eisenmann von Kretschmann unterscheiden.


    Ich bin auch Lehrer, aber Gymnasiallehrer (und das war Kretschmann auch) hatten früher ein fast komplettes Diplomstudium an einer Hochschule (nicht PH wie die anderen Schultypen), ich hätte z. B. direkt in Chemie promovieren können (hatte ein Angebot meines Professors), das pädagogische kam erst im Referendariat.


    Und das schult das Denken in eine andere Richtung. Genau das fällt mir bei Merkel und auch Kretschmann auf im Gegensatz zu anderen, die VWL, Jura oder Politikwissenschaft studiert haben.


    Und ja, ich meine auch die Heidelberger Studie (größtenteils während der Schulschließung, die Schule wurde danach geöffnet) ich habe damals hier die Zahlen verlinkt, sie fand so gut wie keine Fälle weder bei Kindern noch bei Erwachsenen (da waren es zwar ein paar mehr, aber nicht entscheidend). Und wo hätten sich die Kinder ohne Schule anstecken sollen, wenn nicht bei ihren Eltern? Selbst in der Notbetreuung wurde Abstand gehalten. Und alles andere war zu. Selbst einkaufen durfte oft nur einer pro Familie und auch Spielplätze waren geschlossen.


    Und zur Heidelberger Studie. Die Wissenschaftler waren überrascht, dass bereits vor ihrer Veröffentlichung die Politik vorgeprescht ist und behauptete, dass es ungefährlich sei, die Schulen zu öffnen. Sie selbst hätten den Schwerpunkt anders gelegt, sie fanden ja zu wenig Fälle (nach 6 - 8 Wochen echtem Shutdown nicht verwunderlich) . Nein, die Heidelberger Studie gehört zu den Studien, die politisch mißbraucht wurden, da gab es ja einige. Und genau deshalb hört man auch kaum noch etwas davon.


    Wir hatten dieselbe Diskussion übrigens schon damals miteinander.

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  • Ich bin auch Lehrer, aber Gymnasiallehrer (und das war Kretschmann auch) hatten früher ein fast komplettes Diplomstudium an einer Hochschule (nicht PH wie die anderen Schultypen)

    Genau! Nur die Gymnasiallehrer sind fachlich richtig ausgebildet, und überhaupt, die unterscheidet nix von den Ein-Fächlern.

  • Genau! Nur die Gymnasiallehrer sind fachlich richtig ausgebildet, und überhaupt, die unterscheidet nix von den Ein-Fächlern.

    Das habe ich nicht behauptet.


    Aber in Mathe fehlt mir nur das Nebenfach (das konnte damals auch Jura oder Chemie sein) und die wissenschaftliche Arbeit (Teil 1. Staatsexamen , weil ich sie in Chemie geschrieben habe). In Chemie wurde mir Biochemie I erlassen, ich musste aber Biochemie II erfolgreich mit Klausur schreiben, genauso in physikalischer Chemie (Teil I wurde erlassen, aber Teil II verlangt) und ich musste etwas weniger "kochen" (z. B. 6 statt 8 Synthesen). Meine wissenschaftliche Arbeit dauerte ebenfalls 6 Monate, genauso lange wie die Diplomarbeit und war so gut, dass ich das Angebot zur Promotion erhielt.


    Damals lag der Schwerpunkt extrem auf dem fachlichen, das pädagogische fehlte komplett. Das finde ich auch nicht gut. Zu viele stellten erst im Studienreferendariat fest, dass sie nicht als Lehrer eignen.

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  • noch einmal zur Heidelberger Studie


    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=477675


    Ich zitiere daraus


    In Baden-Württemberg hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann gleich das nächste Level eingeläutet: Er verkündete die Vorabergebnisse der Heidelberger Studie zur Rolle der Kinder bei COVID gleich ganz ohne die beteiligten Wissenschaftler. Diese Art der Kommunikation ist problematisch, denn anders, als bei den Pre-Print-Artikeln sieht man gar nicht, welche Daten und Methoden zu den Schlussfolgerungen führten. Bei allem Verständnis für den Wunsch der Politik nach Tempo: Darauf sollten sich Wissenschaftler nicht einlassen.


    (Zitatende)


    Den Artikel von damals, der die Ergebnisse deutlich hinterfragt, finde ich gerade nicht mehr, er ist aber in diesem Thread verlinkt. ;)

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  • Auch an der PH kann man übrigens promovieren und habilitieren (Stichwort: "gleichgestellte Hochschule").

    Aber auch in Chemie? (Ich schrieb ja deutlich, dass ich das PH-Studium nicht abwerte. Aber es werden andere Schwerpunkte gelegt und anderes denken geschult (mir fällt dies immer in Diskussionen auf). Genau deshalb finde ich es wichtig, dass wirklich alle in der Politik vertreten sind.

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  • Ich sammle, was man tun könnte, um gesicherten Präsenzunterricht zu ermöglichen: Luftfilter, Masken, Plexiglas - was gibt es denn noch an MÖGLICHEM? Also nicht: Klassen teilen, dafür fehlen die Lehrer, also nicht Unterricht auf Vor- und Nachmittag verteilen, dafür fehlen auch die Lehrer - was gibt es denn überhaupt?

    Ich weiß es nicht.

    Ich glaube, da gibt es einfach NICHTS. :weissnicht:

    Wenn zwischen Sommer und Herbst "Lüften und MNS" reicht, dann wird auch zwischen Herbst und Weihnachten "Lüften und MNS" reichen.


    PS: Das mit dem Teilen sehe ich bekanntlich anders.

    Der Wochenstundenplan wird einfach nur auf 14 Tage gestreckt, deshalb brauche ich nicht mehr Lehrer.

    Aber weil das Halbjahr so natürlich schneller rumgeht, muss ich halt im Stoff ein wenig kürzen.

    Aber... ich weiß... das interessiert ja niemanden mehr... wir sind ja schon durch mit dieser Lösung... :weg:

  • Wie geht ihr eigentlich damit um, wenn sich Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder nicht an die aktuellen Regeln und Kontaktbeschränkungen halten und ihr das mitbekommt?


    Die Rejeln googlenen.

    #Zesame:!:


    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

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