Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • ...ich komme als Erwachsene schon nicht mit diesen Masken klar.

    Wie soll es dann erst auf SuS wirken.

    Genau. Meinen persönlichen Grund schrieb ich ja eben.

    Zudem bin ich, wenn ich im obersten Stockwerk unserer Schule angekommen bin, immer total außer Atem. Geht mehreren Kollegen so.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

  • Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass sich wunders was ändert nach den Ferien. Es wird ganz normal weitergehen mit voller Stärke und ohne Maske/Abstand im Unterricht. Und wenn dann Infektionen auftreten, gibts Quarantäne für die Lerngruppe und der Rest läuft weiter. Wir wissen doch alle, wie behäbig unser Schulsystem mit dazugehörigen Ministerien ist, da würde es mich schon stark wundern, wenn da irgendwer mal ECHTE Veränderungen durchsetzt. Und mit durchsetzt meine ich auch wirklich durchsetzen: Nicht sowas wie "Masken im Unterricht sind sinnvoll, die Schulen entscheiden vor Ort selbst, ob und wie man das handhaben möchte". Aber erfahrungsgemäß tippe ich darauf, dass letzteres die "Anweisung" sein wird.

    Das mag man gut oder schlecht finden, aber ich gehe davon aus, dass es genau so laufen wird. Als Feigenblatt gibts ein paar neue technische Geräte für Lehrer, damit man sagen kann, man hätte was für die Digitalisierung gatan und jetzt läuft alles supi toll.

  • Dazu, wie Kinder / Jugendliche mit den Masken zurechtkommen:


    Die örtliche Grundschule hatte vor den Ferien hier in den Bereichen außerhalb des Klassenraums Mundschutzpflicht eingeführt (Schulleitung, Kollegen und Eltern gemeinsam beschlossen). Lief. Die Kinder bekamen das erklärt. Kein Kind traumatisiert. Wenn der Lehrer (mit Mundschutz) durch die Reihen gehen musste, wurden die Kinder ebenfalls gebeten, ihren Mundschutz aufzusetzen. Lief. Ich glaube, man kann Kindern und Jugendlichen (und auch Erwachsenen) in einer Ausnahmesituation durchaus mal etwas zumuten, wenn es um den Schutz der Allgemeinheit geht; das sind keine zarten Pflänzchen, die gleich Schaden nehmen, weil sie sich ein Stück Stoff vor Mund und Nase binden sollen.


    Heute beim Bäcker: Vor mir betritt ein Kind (frühes Grundschulalter) den Laden, zieht ruck zuck seinen Mundschutz auf, erledigt souverän den Einkauf und geht wieder. Ohne Probleme. Hier übrigens ein Artikel (Interview mit einem Kinderarzt) zur Thematik, der das Ganze sehr pragmatisch und unaufgeregt sieht: https://www.zeit.de/wissen/ges…licht-coronavirus/seite-2.


    Dass das bei Schülern mit sozial-emotionalen Problemen schwierig sein kann, ist eine andere Sache, auch bei Personen mit Beeinträchtigungen im Hören. Und dass es Unterrichtssituationen gibt, in denen es auf das Mundbild aufkommt, ist auch klar. Und dass es Menschen gibt, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, ebenfalls (aber das ist eine kleine Minderheit). Dafür kann man im Einzelfall Lösungen finden, die nicht heißen müssen "Mundschutz generell weg." Vielleicht sollte man aber auch berücksichtigen (das klang hier im Thread schon an), dass mit mehr Schutzmaßnahmen die Inklusion von Kollegen und Schülern besser gelingen könnte, die darauf angewiesen sind, wegen eigener Probleme oder Problemen naher Angehöriger. Oder einfach mal akzeptieren, dass Normalität nicht herrscht, wenn man einfach die Schutzmaßnahmen weglässt und den Kopf in den Sand steckt.

  • Dann drücke es doch so aus: Es wird eine andere "Normalität" geben, aber die wird NICHT maskiert sein.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Warum soll die nicht maskiert sein? In Bayern ist die Pflicht, auf allen Begegnungsflächen außerhalb des Platzes in der Schule einen MSN zu tragen. Funktioniert ohne Probleme, auch in der 1. Klasse, die mein Sohn besucht. Auch in meiner Schule tragen echt alle Schüler die Dinger ohne zu meckern und ohne Ermahnung von mir. Selbst in der hochpubertären 9. Hätte ich selbst nie für möglich gehalten. Es gilt und wird akzeptiert.

  • schlimm genug.

    Es gibt genug Gründe warum das wieder aufhören muss.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
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  • Nee, es gibt genug Gründe, warum man einen MNS in der Schule tragen sollte.

    Ich glaube wir reden hier aneinander vorbei, es darf nicht durchgängig ein Mundschutz getragen werden und eine Pflicht darf in den meisten Bundesländern auch ansonsten in der Schule nicht bestehen, nur die Bitte sie zu tragen.

  • In Niedersachsen gab es bisher keine Pflicht. Nun gibt es eine Pflicht für Flure und Pausenhof, wenn sich Schüler dort treffen. Lief bei uns vor den Ferien auch wenn auf freiwilliger Basis vollkommen unproblematisch. Einziges Problem war, dass Kinder mal ihre Masken vergessen hatten. Die haben dann halt eine OP-Maske geschenkt bekommen.

  • Für Niedersachsen gilt nach den Sommerferien, wenn wir mit dem "Szenario A" (=eingeschränkter Regelbetrieb) starten, die folgende Vorgabe: "Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände."


    Das ist also nicht mehr nur eine Bitte/Empfehlung zum Tragen eines MSN für SuS und KuK wie vor den Ferien.


    EDIT: Das hat sich jetzt mit dem vorherigen Post überschnitten ;) !

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Warum geht das nicht beides? Bei uns haben die Kinder ihren MNS aufgesetzt, wenn sie durch die Klasse gelaufen sind oder mit der Lehrkraft gesprochen haben. Alleine am Platz war es bisher ja nicht notwendig. Hier werden auf Probleme hingewiesen, die in der Praxis gar nicht da sind. Auch auf den Fluren haben unsere Grundschüler bisher schon ohne Probleme ihren MNS getragen.

    Das geht bei meinen Erstklässlern auch schon genauso wie du schreibst.

  • Das widerspricht sich nicht (hat ja auch niemand behauptet!), es war nur eine Info, wie es in dem Bundesland gehandhabt werden soll, wo u. a. Tom123 und ich wohnen :) .

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Hier werden auf Probleme hingewiesen, die in der Praxis gar nicht da sind.

    Komm mal zu uns.


    Kommunikation mit Masken deutlich erschwert bis kaum möglich. Kinder verstehen uns kaum und wir verstehen sie kaum. Von einem gezielt sprachtherapeutischen Unterricht ganz zu schweigen.

  • Das ist das allgemeine Problem von schulpolitischen Entscheidungen auf Landesebene: Die Kultusminister kriegen gerade noch so auf die Kette, dass es die Grundschule, die Haupt-, Realschule und das Gymnasium gibt. Die individuellen Bedürfnisse von Förder- und Berufsschulen werden gerne mal vergessen, was ich schade finde, da diese sich immer etwas individuell überlegen müssen - basierend auf den Erfahrungen anderer Schulformen.

  • Kommunikation mit Masken deutlich erschwert bis kaum möglich. Kinder verstehen uns kaum und wir verstehen sie kaum. Von einem gezielt sprachtherapeutischen Unterricht ganz zu schweigen.

    Es geht ja auch nicht um sprachtherapeutischen Unterricht. Es geht um Flur, Schulhof und eventuell bei direktem Kontakt mit Lehrern. Es ist doch klar, dass es da Situationen gibt, wo es Ausnahmen geben muss. Aber diese grundsätzlich negativen Erfahrungen gab es bei uns nicht. Bei uns haben die Kinder auch vor den Ferien schon mit Maske auf dem Schulhof gespielt.

  • Komm mal zu uns.


    Kommunikation mit Masken deutlich erschwert bis kaum möglich. Kinder verstehen uns kaum und wir verstehen sie kaum. Von einem gezielt sprachtherapeutischen Unterricht ganz zu schweigen.

    Bei dir ist das sicher fast unmöglich mit MNS, das kann ich mir gut vorstellen.

    Wir sind ja jetzt schon die letzten 4 Wochen alle komplett in der Schule und ich setze bei dem was man "Unterrichtsgespräch" nennt, die Maske ab, bleibe aber ziemlich weit auf Abstand, Fenster und Türen auf Durchzug. Ich kann auch damit nicht meinen Erstklässlern vorlesen. All die schönen Kinderbücher kann ich so nicht. Also sitze ich vorne vor der Tafel auf meinem Stuhl, mindestens 2m Abstand zu den Kindern und lese ohne vor. Sobald ich mich den Kindern nähere, ziehen wir beide den MNS auf. Am Pult habe ich Plexiglasscheiben, aber Mühe, mich dahinter aufzuhalten. Also für mich nicht sooo der Hit.

  • Es geht ja auch nicht um sprachtherapeutischen Unterricht. Es geht um Flur, Schulhof und eventuell bei direktem Kontakt mit Lehrern. Es ist doch klar, dass es da Situationen gibt, wo es Ausnahmen geben muss. Aber diese grundsätzlich negativen Erfahrungen gab es bei uns nicht. Bei uns haben die Kinder auch vor den Ferien schon mit Maske auf dem Schulhof gespielt.

    Aber wie solltest du in Berlin und Brandenburg da eine Maskenpflicht begründen, wo es doch keine Abstandsverpflichtungen mehr in den Schulen und Kitas gibt. Kannst du nicht, also kannst du nur freiwillige Sachen und da wird nicht viel kommen bei den Eltern, dass die Kinder sie tragen sollen.

  • Susannea : Die Maskenpflicht soll verhindern, dass sich das Virus in der Schule klassenübergreifend ausbreiten kann. Also nicht von der ersten Klasse auf dem Flur auf die vierte Klasse überspringt. Außerdem sollen damit die Lehrkräfte geschützt werden. Also wenn jemand im Unterricht nach vorne kommt, setzt man die Maske auf.


    Bisher war es in Nds. auch freiwillig. Trotzdem haben sich bei uns alle daran gehalten. Probleme waren nur das Vergessen der Maske.


    Wir haben eine Kollegin, die hat Eltern und Kindern erklärt, dass sie zur Risikogruppe aber trotzdem gerne die Kinder weiter unterrichten möchte. Deswegen hat sie um das Aufsetzen von Masken gebeten. Es gab keine Klasse, die so diszipliniert die Masken genutzt hat. Und natürlich ohne Angst.

  • Es ist vor allem Unsinn, weil die Dinger anderswo sowieso in die Ecke fliegen.

    man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass das Leben eben noch ein wenig gefährlicher geworden ist.

    Aber... n Unfall oder Grippe gabs auch vorher schon.

    Die Leute sinds eben leid, ich kanns auch nachvollziehen.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

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