Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Nein, eine Arbeitsgruppe dafür haben wir ebenfalls nicht; das übernimmt die Schulleitung. Und ich sehe es wie Wollsocken80 auch als deren Aufgabe an.

    Nicht nur der Schulleitung. Personalvertretungen, also PR, Frauenbeauftragte, Schwerbehindertenvertretung müssen da auch involviert sein, weil vieles in den Bereich der Mitwirkung oder sogar Mitbestimmung fällt.

  • Nicht nur der Schulleitung. Personalvertretungen, also PR, Frauenbeauftragte, Schwerbehindertenvertretung müssen da auch involviert sein, weil vieles in den Bereich der Mitwirkung oder sogar Mitbestimmung fällt.

    Inwiefern fallen denn Infos bzgl. Corona in die Bereiche Mitwirkung und/oder Mitbestimmung?

  • Infos alleine vielleicht nicht. Aber die Umsetzung von Vorgaben. Ist dann konkret von den Regelungen des Bundeslandes abhängig.

    Aber alles, was mit Gesundheitsschutz etc. zu tun hat, ist in der Regel klassischerweise der harten Mitbestimmung der PRs unterworfen.

    Maßnahmen, die die Arbeitszeit oder die Hebung der Arbeitszeiten betreffen auch. In vielen BLs sind technische Einrichtungen, die dazu geeignet sind, die Arbeit zu überwachen, in jedem Fall mitbestimmungspflichtig. Das dürfte bei digitalem Unterricht eine Rolle spielen.

    Gleichbehandlungsgrundsatz: Wer wird wie und wo eingesetzt.

    Das sind so die Dinge, die mir spontan einfallen bzw. die bei uns in den letzten Wochen angefallen sind.

  • WillG : Ah, das meinst du! Hm, ich wüsste jetzt nicht, dass - abgesehen von unsererm schulischen Hygienekonzept - bei uns in den letzten Wochen dahingehend irgendwas angefallen wäre (an Änderungen, meine ich), weder hinsichtlich unserer Arbeitszeit noch des KuK-Einsatzes, der den Gleichbehandlungsgrundsatz betreffen würde.

  • Okay, vielleicht ist das bei euch anders.

    Bei uns war das schon bei der Frage, wie vor den Sommerferien die Teilung der Gruppen und der Präsenzunterricht organisiert werden soll.

    Dann aktuell die Frage nach zusätzlichen Aufsichten, Vertretungen für KollegInnen, die Risikogruppen sind.

    Wie ist das mit Videokonferenzen für SuS, die Risikogruppen sind? Welche technischen Geräte kann/muss/darf (!) die Schule zur Verfügung stellen - bspw. gab es wohl Schulleiter, die den Unterricht aus den Klassenzimmern streamen wollten.


    Generell ist es so - und das ist sicherlich meine individuelle PR-Sicht - dass es nicht schadet, wenn die Personalvertretung bei solchen Dingen am Tisch sitzt, da auch gute Schulleitungen nicht immer alles im Blick haben können. Als PR blickt man da mit einer besonderen Brille drauf. Und dann ist es einfacher und weniger konfliktträchtig, potentielle Probleme direkt am runden Tisch in der Planungsphase anzusprechen als danach an einem ferigen Konzept herumzumeckern.

  • Wobei MissMiller ja explizit fragte, wer die Infos bündelt und weiterleitet.


    Das evtl. Konsequenzen, die sich daraus ergeben, ggf. (noch) Mitbestimmungspflichtig sind, ist klar.

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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  • Bezüglich Organisation von Halbklassen- bzw. Fernunterricht wurden wir als Konvent vor den Ferien auch gefragt. Aber um die konkrete Umsetzung kümmert sich dann schon die Schulleitung.


    By the way... Wisst ihr, was mich allmählich echt nervt? Leute, die sich in einem vollen (!) Bus vor lauter Corona nicht neben andere Leute setzen und stattdessen dicht gedrängt mit 10 anderen Leuten direkt an der Tür stehen bleiben. Echt jetzt... Wer sich so in die Hosen macht soll bitte einfach gar nicht Bus fahren 😠

  • Ganz ehrlich, ich verstehe den Fluchtgedanken und damit das Bedürfnis an der Tür zu stehen. Ich bin genau einmal seit März mit den Öffentlichen unterwegs gewesen und es war 2x1 Station, aber ich habe mich auch nicht von der Tür wegbewegt und laufe seitdem lieber 30 Minuten o.ä. und habe ein 2. Auto gekauft. Meine Kinder dürfen auch nicht mit den Öffentlichen fahren, bedeutet viel Shuttle-Service,, aber es ist erträglicher als die Überlegung, dass sie in so eine Bahn steigen.


    Achso, meine Tochter durfte daher schon auf einen Wandertag nicht mit, die Klassenlehrerin ist nun sauer und sagt, sie macht keine Wandertage mehr. Wir wären schuld! Kann ich mit leben und würde immer wieder so handeln!

  • Vielleicht wollen die aber auch einfach raus

    Ja klar. 20 min und 10 Haltestellen lang. Es ist einfach bekloppt wenn der Bus eh rappelvoll ist.



    Ich bin genau einmal seit März mit den Öffentlichen unterwegs gewesen

    Ja eben. Man fährt halt nicht Bus wenn man sich fürchtet.

  • Zitat

    Man fährt halt nicht Bus wenn man sich fürchtet.

    Manche könn und mache wolln nicht anders.

    Nicht immer alles direkt persönlich nehmen, nur weil sich mal einer nicht neben dich setzt.
    Kann ja auch andere Gründe haben. Nicht hadern!

  • So kenne ich meine KuK.

    Naja, die ist ja eh der Knaller, wer muss während einer Pandemie mit den Öffentlichen 1,5h je Richtung in die Tropenhalle fahren, statt wie eigentlich geplant eine Radtour. Das sie damit nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt (und das 18 Uhr am Abend vorher eine Mail ins Postfach der Schüler vom lonet zu schicken eh die falsche Variante der Organisation ist), da hätte man drauf kommen können.

    Ja klar. 20 min und 10 Haltestellen lang. Es ist einfach bekloppt wenn der Bus eh rappelvoll ist.



    Ja eben. Man fährt halt nicht Bus wenn man sich fürchtet.

    Ist aber scheinbar einfach anders nicht möglich.

  • Klar, einige Dinge - wie besagtes schulisches Hygienekonzept - werden auch mit dem PR besprochen, ebenso vor den Sommerferien die Frage der Orga des Präsenzunterrichts (die Teilung der Klassen haben wir Klassenlehrkräfte vorgenommen und eingeteilt, welche Gruppe wann zur Schule kommen sollte).


    Zusätzliche Aufsichten fallen momentan bei uns nicht an (im Gegenteil: die meisten KuK haben sogar weniger Aufsicht als sonst, nämlich statt zweimal 20 Min. nur zweimal 15 Min. oder einmal 15 und einmal 10 Min.). Die (wenigen) KuK, die bei uns zur Risikogruppe gehören, haben sich entschieden, in diesem Schuljahr trotzdem Präsenzunterricht zu machen, und SuS aus Risikogruppen, die nicht am Präsenzuntericht teilnehmen, haben wir derzeit auch nicht.

  • Ja eben. Man fährt halt nicht Bus wenn man sich fürchtet.

    Was heißt fürchten? Oder "sich so in die Hosen machen". Kannst du dir nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die darin einfach ein Risiko sehen und es deswegen vermeiden?

    Das ist ja schlimmer als bei den Kids. Vielleicht ein bisschen darüber nachdenken, dass andere Menschen eine Situation anders beurteilen.


    Ich würde auch öffentliche Verkehrsmittel meiden und verzichte weitestgehend auf Restaurantbesuchen. Aber nicht aus Angst. Sondern aus Vernunft.

  • Ich werde es auch tun, sobald die Apotheke sich meldet. Eine weitere Frage: habt ihr an euren Schulen so eine Art Corona-Arbeitsgemeinschaft? Bei uns gibt es da nichts, kaum eine Info, und das bei einer wirklich großen Schule. Ich stelle mir ein Gremium vor, dass sich mit den aktuellen Gegebenheiten und Regelungen befasst und diese immer wieder für die Kollegen aktualisiert.

    Ja bei uns heißt das Krisenstab. Darin ist die SL plus Vertretung, unser Personalrat und eine Kollegin.

  • Inwiefern fallen denn Infos bzgl. Corona in die Bereiche Mitwirkung und/oder Mitbestimmung?

    Dann scheint es bei euch nicht notwendig gewesen zu sein bisher. Aber du hattest ja allgemein gefragt und an anderen Schulen oder Schulformen sieht das möglicherweise anders aus.

    Trotzdem würde es wahrscheinlich auch bei euch, so wie ich ja schon geschrieben habe, durchaus Sinn machen, denn PR bei Absprachen frühzeitig ins Boot zu holen, damit eben nicht erst danach die Rückmeldung über Dinge kommen, die vielleicht doch mitbestimmungspflichtig gewesen wären und bei denen der PR so nicht mitgehen kann oder will. Wie gesagt, gerade in stressigen Zeiten, wenn schnell viele Entscheidungen getroffen werden müssen, entgeht sogar der wohlwollendsten Schulleitung mal was. Das muss ja gar nicht böse gemeint sein.


    Wobei MissMiller ja explizit fragte, wer die Infos bündelt und weiterleitet.

    Ja, da hast du recht, da haben wir vielleicht über unterschiesdliche Dinge geredet. Aber für die reine Kommunikation erscheint mir einer Arbeitsgruppe jetzt auch übertrieben.

  • Lindbergh Ich finde deinen Kommentar ziemlich anmaßend. Tu und lasse doch du, was du willst. Gestehe das aber auch anderen zu, ohne ihnen gleich Panik zu unterstellen!

    Ich fahre auch seit März keine Öffis mehr, alles überfüllt und Maskenverweigerer ohne Ende. Das genau die sich auch sonst eher kaum an Coronaregeln halten dürfte allen klar sein.

    Ich lege für mich persönlich keinen Wert darauf mich mit eben jenen in einem Raum/ einer S Bahn / einem Bus aufzuhalten.

    Schon gar nicht, weil eine Freundin auf der Corona Intensiv arbeitet. Mir reichen ihre Erzählungen völlig (übrigens die Station bereits jetzt voll belegt!)

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