Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Hier wird längst schon Ski gefahren und die Skigebiete bleiben über Weihnachten auch offen. Aber mit grösserem Touristen-Andrang ist eh nicht zu rechnen, ist für die meisten Ausländer viel zu teuer.

    Auch wenn ihr teurer seid als der Rest der Alpen, ich gehe stark davon aus, dass die Quarantäne-Regelung mehr abschreckt als die Preise. Aber kann auch sein, dass ich den Geiz unterschätze :P

  • Krass. Es gibt gerade wieder in einem meiner Kurse einen positiven Fall. Der Freund des Mädchens wurde sofort nach dem positiven Resultat des Schnelltests in Quarantäne gesetzt (unterdessen ist das Resultat auch per PCR bestätigt). Da heute in der Hektik irgendwie nicht mehr ganz nachvollziehbar war, mit wem sie nun aus der Klasse noch Mittagessen war, hat der Kantonsarzt für heute und morgen eine vorsorgliche Quarantäne für die ganze Klasse verfügt. Morgen wird entschieden, ob diejenigen, die keinen "relevanten" (also ohne Maske) Kontakt zu ihr hatten, ab Freitag wieder kommen dürfen. Zwei weitere Personen aus der Klasse sind aber schon negativ getestet, sprich das Mädchen ist vermutlich gar nicht infektiös. Dass Jugendliche, die positiv getestete Angehörige zu Hause haben, zur Schule gehen, das gibt's bei uns im Kanton absolut gar nicht.

    Offenbar hatte besagte Schülerin am Dienstag bereits Symptome als sie zur Schule kam. Das finde ich total ärgerlich weil ich gerade am Freitag vorher ausgerechnet mit denen diesen Infektions-Simulator von der Zeit angeschaut hatte und habe noch kurz mit ihnen über die neuen Schnelltests gesprochen. Ein paar Wochen zuvor bekam eine Schülerin aus diesem Kurs während der 5-min-Pause eine Nachricht, sie hätte Kontakt zu einer infizierten Person gehabt. Die hat nach Absprache mit mir sofort den Unterricht verlassen und ging selbst zum Test. Alle haben das mitbekommen und dann passiert sowas, dass das Mädchen mit Symptomen zur Schule kommt und noch mit den Kollegen Mittagessen geht. Sie wird dafür eine Verwarnung von der Schulleitung kassieren, das hat Chefin eben beschlossen.

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    Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.

  • Auch wenn ihr teurer seid als der Rest der Alpen, ich gehe stark davon aus, dass die Quarantäne-Regelung mehr abschreckt als die Preise. Aber kann auch sein, dass ich den Geiz unterschätze :P

    Mag sein. Aber die Schweiz ist sowieso kein Ski-Hotspot für z. B. deutsche Touristen, die fahren seit jeher alle nach Österreich. Franzosen und Italiener haben selber genügend Berge und Skigebiete, die kommen auch eher nicht hierher. In den letzten Jahren hatten wir aus dem Ausland überwiegend chinesische und russische Touristen mit viel Geld. Ansonsten sind die schweizer Skigebiete vor allem für die Einheimischen offen. Für viele Leute hier ist es total normal am Freitag auf der Arbeit schon die Skier dabeizuhaben um am Nachmittag direkt in den Zug in Richtung Berner Oberland & Co. hüpfen zu können. Wir haben normalerweise im Januar einen Wintersporttag an dem die ganze Schule in die Flumser Berge fährt. Ich kann mich nicht erinnern, dort in den letzten Jahren überhaupt Touris aus dem Ausland wahrgenommen zu haben.

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    Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.

  • Das entspricht auch in Deutschland nicht den Vorgaben.

    Hier wird viel stille Post gespielt.

    Mein Mann ist Bauleiter. Einer seiner Männer hat eine positive Frau und Tochter. Er wurde negativ getestet und darf wieder arbeiten. Das hat er schriftlich vom Gesundheitsamt. Firma sagt er soll zu Hause bleiben.

  • Ist bei uns seit Ende Oktober tatsächlich bundeseinheitlich geregelt:


    Vorher hiess es, man muss auf die Anweisung vom Kantonsarzt warten. Dann funktionierte aber das Contact Tracing nicht mehr so wirklich und die allgemeine Vorschrift wurde entsprechend angepasst. Man ist jetzt einfach unter o. g. Bedingungen auch ohne telefonische Anweisung automatisch in Quarantäne.

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    Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.

  • OT

    Wieso bekommt TUI eigentlich einen Haufen Kohle in den Rachen gestopft, aber Restaurantbesitzerinnen, Krankenhäuser und Klarinettisten müssen gucken, wo sie bleiben?

    Zumindest für Restaurantbesitzer stimmt dies nicht. Dank 75 % erhalten sie für November und Dezember mehr als wenn sie geöffnet hätten (sie müssen ja keine Ware kaufen, ihre Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, Strom, Wasser etc. fällt auch weniger an, das alles ist zusammen mehr als 25 %). Zusammen soll es 10 Mrd. zu viel sein.


    https://www.spiegel.de/wirtsch…64-4e7c-8c94-513e962b6d8c


    Aber jammern kann man trotzdem. Und mancher fällt darauf herein.

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  • Zumindest für Restaurantbesitzer stimmt dies nicht.

    Weiß ich nicht, Miete fällt trotzdem an und der Bund hat gesagt, ihm wird das alles zu teuer, sollen die Länder mal machen.


    Für Künstler*innen gilt das definitiv und ich kenne Krankenhäuser, die keine Corona-Patient*innen mehr aufnehmen, wegen Personalmangel. Und die geldbringenden Operationen dürfen ja so nicht stattfinden. Im Frühjahr gab's da wohl Geld, aber jetzt nicht mehr. Da telefonieren Notärzte dann die Kliniken ab und wissen nicht wohin mit den Pantient*innen. Dass das bei uns ein Problem werden kann finde ich wirklich armselig und jenseits von "jammern".

  • Mag sein. Aber die Schweiz ist sowieso kein Ski-Hotspot für z. B. deutsche Touristen, die fahren seit jeher alle nach Österreich. Franzosen und Italiener haben selber genügend Berge und Skigebiete, die kommen auch eher nicht hierher. In den letzten Jahren hatten wir aus dem Ausland überwiegend chinesische und russische Touristen mit viel Geld. Ansonsten sind die schweizer Skigebiete vor allem für die Einheimischen offen. Für viele Leute hier ist es total normal am Freitag auf der Arbeit schon die Skier dabeizuhaben um am Nachmittag direkt in den Zug in Richtung Berner Oberland & Co. hüpfen zu können. Wir haben normalerweise im Januar einen Wintersporttag an dem die ganze Schule in die Flumser Berge fährt. Ich kann mich nicht erinnern, dort in den letzten Jahren überhaupt Touris aus dem Ausland wahrgenommen zu haben.

    Also bei uns sind Wildhaus, Lenzerheide und St. Moritz (je nach Geldbeutel) beliebt. (Mir fallen auf jeden Fall mehr Schweizer Skigebiete an als österreichische (das sieht für Bayern vermutlich anders aus).


    (Unsere Schule fährt z. B. in anderen Jahren nach Lenzerheide.)

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  • Weiß ich nicht, Miete fällt trotzdem an und der Bund hat gesagt, ihm wird das alles zu teuer, sollen die Länder mal machen.

    Warum sollte der Bund den Lockdown finanzieren, den die Länder durch unzureichende Handlungsbereitschaft in die Länge ziehen? Mal gucken wann der letzte merkt, dass dieser Kurs am Ende auch teurer ist.

  • Weiß ich nicht, Miete fällt trotzdem an und der Bund hat gesagt, ihm wird das alles zu teuer, sollen die Länder mal machen.


    Für Künstler*innen gilt das definitiv und ich kenne Krankenhäuser, die keine Corona-Patient*innen mehr aufnehmen, wegen Personalmangel. Und die geldbringenden Operationen dürfen ja so nicht stattfinden. Im Frühjahr gab's da wohl Geld, aber jetzt nicht mehr. Da telefonieren Notärzte dann die Kliniken ab und wissen nicht wohin mit den Pantient*innen. Dass das bei uns ein Problem werden kann finde ich wirklich armselig und jenseits von "jammern".

    genau lesen - ich sprach von Restaurantbesitzern (sie erhalten aktuell 75 % des Umsatzes, nicht Gewinn, des Vorjahres). Soviel hätten sie in diesem Jahr dank Abstandsregeln nie verdienen können. Und für die gilt es zu 100 % nicht. Aber es wird behauptet und andere wiederholen es.


    Deshalb soll in Zukunft (kommendes Jahr) die Fixkosten (dazu gehört die Miete) statt Umsatz berücksichtigt werden. Im Artikel heißt es, dass statt 30 Milliarden 20 Milliarden gereicht hätten (der Staat zahlt für November und Dezember also sehr großzügig).


    Und bei Kliniken gab es im Frühjahr halt auch einige, die mehr Intensivbetten angaben, als wirklich zur Verfügung standen (mangelndes Personal). Es gab halt für jedes freie Bett ein Fixbetrag. Erst im Sommer merkte man, dass die Zahl zu hoch war.


    Es ist immer ein Problem, Regeln für alle gerecht aufzustellen. Das ist nicht möglich.



    (Probleme haben eher aktuell geöffnete Geschäfte. Sie verdienen weniger, bekommen aber keinen Ausgleich. Es wird mehr im Internet gekauft, statt dreimal die Woche einkaufen, kaufen viele nur einmal ein und dann eben nicht die dreifache Menge. Und neue Kleidung benötigt man im Homeoffice auch weniger. In diesem Bereich gibt es Rückgänge.)

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  • ich sprach von Restaurantbesitzern (sie erhalten aktuell 75 % des Umsatzes, nicht Gewinn, des Vorjahres).

    Ich kenne mehrere Restaurantbesitzer, die "aktuell" noch gar keine finanzielle Unterstützung erhalten bzw. erhalten haben. Sprich: Sie hatten sowohl im Frühjahr für fast zwei Monate und nun seit Anfang November keinerlei Umsätze. Da es sich um Landgaststätten handelt, die recht "weit ab vom Schuss" gelegen sind, kommt für sie auch kein Liefer- oder Abholservice in Frage.

  • Ich kenne mehrere Restaurantbesitzer, die "aktuell" noch gar keine finanzielle Unterstützung erhalten bzw. erhalten haben. Sprich: Sie hatten sowohl im Frühjahr für fast zwei Monate und nun seit Anfang November keinerlei Umsätze. Da es sich um Landgaststätten handelt, die recht "weit ab vom Schuss" gelegen sind, kommt für sie auch kein Liefer- oder Abholservice in Frage.Natürlich dauert es immer etwas

    es müssen Anträge gestellt werden, Außer-Haus-Verkauf muss berechnet werden. Es gibt Abschlagzahlungen, die bei größeren Unternehmen nicht reichen.


    Ja, man kann über Bürokratie schimpfen. Aber was ist die Alternative? Soll der am meisten kriegen, der zuerst schreit, der am lautesten ist, der, der den besten Anwalt hat oder den Sachbearbeiter persönlich kennt? Wer gegen Bürokratie ist, unterstützt Betrüger. (Und leider gibt es viele. ) Und im Frühjahr haben viele unvollständige Anträge eingereicht, es gab ein Bericht im Fernsehen (und nachfragen dauert) und der nächste wartet noch länger. Ich staune sowieso, dass es genug Sachbearbeiter für diese zusätzliche Aufgabe gibt. (Ich weiß von meiner Schwägerin, dass sie im Frühjahr plötzlich doppelt so viel arbeiten musste, weil es so viele Kurzarbeitsanträge gibt, die zügig bearbeitet werden mussten. Die Sachbearbeiter waren vorher auch nicht arbeitslos uns schnell jemand anlernen kann man auch nicht. Natürlich könnte man jedem einfach denselben Betrag X überweisen (dann freut sich der kleine Betrieb und der große schaut dumm. )


    Wenn ich daran denke, wie lange ein Bafög-Antrag gedauert hat.

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  • OT

    Wieso bekommt TUI eigentlich einen Haufen Kohle in den Rachen gestopft, aber Restaurantbesitzerinnen, Krankenhäuser und Klarinettisten müssen gucken, wo sie bleiben?

    Meiner Meinung nach bekommen Restaurants mehr als genug Hilfen. 75 Prozent des Umsatzes plus die Einnahmen aus dem Außer-Haus-Verkauf sollten locker reichen. Ich hoffe, dass dann auch bei diesen Geschäften nach Corona ordentlich aufgeräumt wird. Stichworte Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Ich hab nochmal ne Frage, wie würdet ihr denn Corona-Leugnern entgegengehen? Also, die Fraktion "ist doch alles nicht so schlimm" oder "Bill Gates hat alles erfunden" oder "Bald kommt die Impfpflicht" etc.? Ihr wisst ja, dass ich es emotional versucht habe, keine Chance. Auf Spiegel Bezahlartikel ist dazu ein Artikel, kann den jemand lesen?

  • OT

    Wieso bekommt TUI eigentlich einen Haufen Kohle in den Rachen gestopft, aber Restaurantbesitzerinnen, Krankenhäuser und Klarinettisten müssen gucken, wo sie bleiben?

    Auch wenn das über die Medien oft so kolportiert wird, entspricht das kaum den Tatsachen. Die Hilfen für Großunternehmen werden teuer verkauft, da hat der Staat aus der Bankenkriese gelernt. Für Lufthansa zB kommt das "Rettungspaket" in Form einer Kapitalerhöhung, bei der der Staat Aktien für ca. 3€ bezieht (Kurs war da ca. 7€), und dadurch 20% der Gesellschaft kauft, die weiteren Kredite werden mit 6% verzinst. Da wird der Staat unterm Strich gut dran verdienen.

  • Ich hab nochmal ne Frage, wie würdet ihr denn Corona-Leugnern entgegengehen? Also, die Fraktion "ist doch alles nicht so schlimm" oder "Bill Gates hat alles erfunden" oder "Bald kommt die Impfpflicht" etc.? Ihr wisst ja, dass ich es emotional versucht habe, keine Chance. Auf Spiegel Bezahlartikel ist dazu ein Artikel, kann den jemand lesen?

    Gar nicht.

    Ich werden für die Erziehung der Kinder bezahlt, die ich unterrichte, ich habe nicht das Bedürfnis, diese Tätigkeit ehrenamtlich auszuweiten.

  • Gar nicht.

    Ich werden für die Erziehung der Kinder bezahlt, die ich unterrichte, ich habe nicht das Bedürfnis, diese Tätigkeit ehrenamtlich auszuweiten.

    Und wenn dich jemand in dieser Form anspricht? Sagst du: Danke, hab´ne andre Meinung?

    Wäre eine Lösung!

  • Und wenn dich jemand in dieser Form anspricht? Sagst du: Danke, hab´ne andre Meinung?

    Wenn mich ein Fremder in der Innenstadt anspricht? Vogel zeigen und weiter gehen.

    Wenn mich ein Fremder an der Fleischtheke anspricht? Ein klares und deutliches "Abstand halten!"

    Wenn mich einer meiner Schüler anspricht? Die Regeln sind klar, du hältst dich daran oder gehst nach hause.

    Im privaten Umfeld verkehre ich nicht mit Spinnern, da besteht kein Risiko.

  • Meiner Meinung nach bekommen Restaurants mehr als genug Hilfen. 75 Prozent des Umsatzes plus die Einnahmen aus dem Außer-Haus-Verkauf sollten locker reichen. Ich hoffe, dass dann auch bei diesen Geschäften nach Corona ordentlich aufgeräumt wird. Stichworte Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung.

    Du unterstellst Restaurantbesitzern eine ganze Menge! Vermutest du in jedem Restaurant Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung? (Und wenn ja: Was bringt dich zu dieser Vermutung?)

    Meine Bekannten stellen niemanden "schwarz" ein und hinterziehen auch keine Steuern (vermute ich mal ganz stark). Nochmal: Nicht jede Gaststätte, die irgendwo auf dem platten Land ist, kann überhaupt einen Außer-Haus-Verkauf und/oder Lieferdienst anbieten, weil sich das nicht lohnen würde. Diese Gaststätten machen übrigens allgemein nicht sonderlich viel Umsatz und krebsen oft am Rande zur Insolvenz; wenn sie jetzt nur 75% ihres Umsatzes als Hilfen bekommen, reicht das bei einigen nicht "locker". Hier in der Gegend haben übrigens schon im Sommer/Herbst einige Restaurants schließen müssen, weil ihnen die Umsätze aus dem Frühjahr und zu Ostern fehlten.

    Das ist natürlich das Risiko aller Selbstständigen.

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